Gerade als (Neu-)Eltern tut man Dinge, die man besser nicht tun sollte. Dazu gehört: Erziehungsratgeber lesen und das meine ich ehrlich. Als ich mit meinem ersten Sohn schwanger war, ging es schon los: ...
Gerade als (Neu-)Eltern tut man Dinge, die man besser nicht tun sollte. Dazu gehört: Erziehungsratgeber lesen und das meine ich ehrlich. Als ich mit meinem ersten Sohn schwanger war, ging es schon los: die ersten Tipps zur Erziehung, gut gemeinte Ratschläge und noch vieles weitere wurde mir von vielen Leuten in meinem Umfeld kundgetan. Egal, ob Familie, Freunde oder Bekannte - sie alle wussten es besser, denn sie hatten ja bereits Kinder oder aber Freunde mit Kindern. Natürlich weist man diese Vorschläge und Tipps nicht direkt ab, man hört sie sich an und nimmt sie sich auch zu Herzen, immerhin wollte man mit diesen Ratschlägen helfen und Ruhe schaffen. Bei mir geschah damit genau das Gegenteil: ich wurde zunehmend nervöser und war bereits in der Schwangerschaft der Meinung, eine entsetzliche Mutter für meinen noch ungeborenen Sohn zu sein, weil ich weder eine spezielle Ernährungsweise einhielt, noch vermehrt Sport machte oder sonstige Kurse besucht, um ja alles richtig zu machen. Mit der Geburt meines Sohnes wurde es aber nicht besser. Daher bin ich immer wieder skeptisch, wenn es um Erziehungsratgeber geht. In diesem Buch hier geht es allerdings nicht darum, ein Kind "richtig" zu erziehen, sondern den Eltern die Augen für die Welt und die Emotionen des Kindes zu öffnen. Was ist also die Kernbotschaft in diesem Buch? Wir Eltern sind keine Monster und auch keine Rabeneltern, aber unsere Kinder sind auch keine Monster und wollen uns mit Wutausbrüchen oder ähnlichem etwas Böses! Wir alle können voneinander lernen und mal fällt es leichter, mal schwieriger. Die Ratschläge und Tipps von Dr. Becky Kennedy und ihre Art des Schreibens haben mich abgeholt und zwar vom Bahnhof der Verzweiflung und des Versagens. Viele ihrer Ratschläge konnte ich umsetzen, habe meinen Blickwinkel auf einige Situationen und Verhaltensweisen geändert und so nicht nur meinem Kind, sondern auch mir geholfen. Ich kann mich den positiven Stimmen zu diesem Buch nur anschließen: es hat mir die Augen geöffnet und ich bin sehr dankbar dafür.
Fröhliche Weihnachten kann jeder haben - oder aber sagen wir mal so: jeder kann sich anstrengen, um eben diese zu bekommen. Der irgendwie ist bei Familie Weber der Wurm drin. Gott sei Dank gibt es Frau ...
Fröhliche Weihnachten kann jeder haben - oder aber sagen wir mal so: jeder kann sich anstrengen, um eben diese zu bekommen. Der irgendwie ist bei Familie Weber der Wurm drin. Gott sei Dank gibt es Frau Zimpernickel, die hat nämlich nicht nur Ahnung von Weihnachten, sie weiß auch, wie sie den Geist der Weihnacht zu anderen bringen kann und zwar auf außergewöhnliche Art und Weise.
Meine beiden Söhne und mich hat das wundervolle Buch von Andrea Schütze in der Vorweihnachtszeit begleitet. Wir hatten jede Menge Spaß beim Lesen und Erleben der außergewöhnlichen, chaotischen und auch lustigen Geschichte - anders kann man das gar nicht beschreiben! Der Test ist wunderbar und kindgerecht geschrieben, flüssig zu lesen und ergänzt sich perfekt mit den zauberhaften Illustrationen! Uns hat es sehr gut gefallen und ich weiß, dass auch in diesem Jahr Frau Zimpernickel mit ihren Weihnachtsregeln bei uns vor Weihnachten erneut gelesen wird, denn auch wir wissen: am wichtigsten ist doch die gemeinsame Zeit, die man miteinander verbringt!
Heute möchte ich euch ein besonderes Buch vorstellen: „Der Traumweltenbaum“ von Laura Müller (@lauraslicht). Dieses ist eins von drei Büchern von ihr, das mich wieder einmal verzaubert hat 🥰💫
Doch worum ...
Heute möchte ich euch ein besonderes Buch vorstellen: „Der Traumweltenbaum“ von Laura Müller (@lauraslicht). Dieses ist eins von drei Büchern von ihr, das mich wieder einmal verzaubert hat 🥰💫
Doch worum gehts? Im Buch treffen wir auf die kleine Mara, die zu einem Volk gehört, das eng mit der Natur verbunden ist. Für Mara ist es an der Zeit, eine der sieben großen Gruppen ihres Volkes beizutreten, doch sie weiß nicht, welche sie wählen soll. Ist sie in der Gruppe, in der ihre Eltern sind, glücklich oder möchte sie doch was anderes? Mit Hilfe des magischen Traumzauberbaums schafft sie es, ihren Lebenstraum zu finden, wählt ihn mit etwas Angst, was da auf sie zukommt, erkennt aber, dass ihre Wahl die richtige für sie war.
Diese Geschichte ist ebenso wie die anderen Geschichten der lieben Laura wundervoll geschrieben und mit zauberhaften Illustrationen von Pumudi Gardiyawasam versehen. Text und Illustrationen verschmelzen zu einer wundervollen Einheit und bilden zusammen ein zauberhaftes Kinderbuch mit einer starken Botschaft für Kinder (aber auch uns Erwachsene). Einen wunderschönen Zusatz gibt’s auch: eine geführte Audio-Traumreise von ca. 15 Minuten zur Entspannung und Stärkung der Vorstellungskraft.
Ich kann die Bücher der lieben Laura alle nur empfehlen (und werde die weiteren auch bald vorstellen)
Direkt vorab: die Autorin Katja Lewina war mir vor dieser Lektüre vollkommen unbekannt. Ich kannte weder sie, noch ihre anderen Werke und auch nicht ihre Geschichte. Einzig und allein das schlichte Cover ...
Direkt vorab: die Autorin Katja Lewina war mir vor dieser Lektüre vollkommen unbekannt. Ich kannte weder sie, noch ihre anderen Werke und auch nicht ihre Geschichte. Einzig und allein das schlichte Cover und der Titel, der gleichermaßen als Frage, wie auch als Tatsache gelesen werden kann, hatte es mir von Anfang an angetan.
“Was ist schon für immer – Vom Leben mit der Endlichkeit” – ein starker Titel, der zugleich Platz für eigene Gedanken und Fragen lässt. Was ist schon für immer? Was ist Endlichkeit? Und was ist Unendlichkeit? Und bin ich mir eigentlich bewusst darüber, welches von beiden ich lebe?
Katja Lewina erzählt in ihrem Buch aus ihrem Leben. Wir erfahren von ihrer Krankheit, deren Symptome sie schon länger heimsuchten, aber die erst nach dem Tod ihres jüngsten Kindes diagnostiziert wurde. Nicht nur diese Krankheit macht ihr bewusst, dass ihr eigenes Leben endlich ist, sondern auch der viel zu frühe und unerwartete Tod ihres geliebten Sohnes. Tatsächlich berichtet sie im ersten Kapitel davon. Schonungslos, hart und doch mit einer Art Zurückhaltung. Mir hat es bereits beim Lesen das Herz in der Brust zusammengeschnürt und mir Tränen in die Augen getrieben. Wie konnte sie das nur überleben? Wie hat sie das geschafft? Wie wäre ich damit umgegangen? Würde ich überhaupt noch leben, wenn mir das widerfahren wäre? Diese und weitere Fragen schossen mir wie spitze Pfeile einer Armbrust durch den Kopf und trafen mich mitten ins Herz. Gerade als Mutter leide ich mit ihr.
Das Herz. Auch das spielt hier eine große Rolle, nicht nur in meinen Beschreibungen, auch bei Katja Lewina selbst, denn sie leidet an einer Herzkrankheit, die durch einen Gendefekt ausgelöst wurde. Nur der Schock eines eingesetzten Defibrillators kann ihr helfen, ihr Herz in anstrengenden Situationen im Takt des Lebens zu halten.
Doch geht es hier nicht alleine um ihre Krankheit oder um den Verlust, sondern um das Thema, das in unserer Gesellschaft tabuisiert wird: den Tod, das Sterben, das Ende des Lebens. Als ich noch Küsterin war habe ich sehr oft Beerdigungen beigewohnt (aus beruflichen Gründen). Ich habe viele Arten von Trauer gesehen und auch einige Rituale von unterschiedlichen Religionen kennenlernen dürfen. Meist waren die Trauernden in schwarze Kleidung gehüllt, der Sarg oder die Urne respektvoll und schlicht gehalten, mit Blumen, die die Trauer symbolisierten, verziert. Reden wurden gehalten, mal mehr, mal weniger auf den oder die Verstorbene ausgerichtet und letzten Ende landeten sie alle in der Erde und wohnten ab dem Zeitpunkt in ihrer “ewigen Ruhestätte”. Doch muss ich auch sagen, dass sich diese Zeit etwas geändert hat. In Zeiten von Social Media sieht man viel (und lernt es auch) und so konnte ich auch eine neue Sterbekultur erkennen: die mit bunten und schillernden Festen, bei denen Beerdigungen mit Gesang, Tanz, bunten Gewändern, bunten Blumen oder sogar summenden, selbst gebastelten Bienen begangen wurden.
Wer jetzt denkt, in diesem Buch stößt er auf Floskeln zum Thema Tod, die man überall schon hinlänglich gehört hat oder aber auf schwermütige Erzählungen, der irrt. Denn im Laufe der Kapitel stellt sich eins heraus: Katja Lewina setzt sich mit dem Tod auseinander, denn er gehört zum Leben.
Ein Satz, der mir in Erinnerung geblieben ist und mich wachgerüttelt hat, war dieser hier:
“Alles, was uns bleibt, ist, uns an dem zu freuen, was wir in diesem Moment haben. Denn es kann jederzeit vorbei sein.” (S. 16)
Natürlich muss uns das allen klar sein, auch mir! Ich lebe nicht ewig, das will ich auch gar nicht. Aber zu denken, dass das Morgen auf jeden Fall kommt, von einer Selbstverständlichkeit auszugehen, dass das Leben Morgen weitergeht und nicht abrupt endet, ist absurd. Alles endet. Alles kann jederzeit enden. Oder – wie heißt es so schön – mit jedem Tag kommen wir dem Tod immer näher. Jede Sekunde sterben wir ein wenig mehr.
Ich habe mich noch nie so intensiv mit dem Thema Tod auseinander gesetzt wie mit dieser Lektüre. Und doch war es keine durchweg traurige Lektüre, die mir meine Endlichkeit bewusst gemacht hat, sondern eine, die mich gelehrt hat, den Moment, den Augenblick, das HIER und JETZT, zu genießen und das Leben nicht auf irgendwann zu verschieben.
Wenn ich erst mal dies und jenes erreicht habe, dann kaufe ich mir x. Wenn ich erst einmal das getan habe, dann bin ich glücklich und zufrieden. Warum begrenzen wir uns selbst mit diesen Floskeln? Warum ziehen wir uns selbst Grenzen um unser eigenes Glück?
“Meine Erkrankung bremst mich zwar körperlich aus, aber sie hilft mir gleichzeitig jeden Tag dabei, nicht zu vergessen, dass ich keine Zeit für Bullshit habe.” (S. 18)
Das ist es. Ich habe keine Zeit für Bullshit und keine Zeit für Irgendwann. Irgendwann ist Jetzt.
Zu Beginn des Buches bemerkte man im Schreibfluss von Katja Lewina eine Schwermütigkeit. Das Thema Tod war ihr schon zu oft in ihrem Leben begegnet, als dass sie es einfach beiseite schieben und ignorieren könnte. Und doch merkt man, von Kapitel zu Kapitel, wie sich ihre Sichtweise ändert und wie sie es schafft, dabei den Leser auch mit sich zu nehmen auf diese Lebensverändernde Reise hin zum eigenen Tod. Nein, Katja Lewina ist nicht verstorben. Mit meinem vorherigen Satz meine ich nur, dass sie uns mit ihrem Buch unsere eigene Endlichkeit bewusst macht und uns dazu aufruft, den Tod nicht als einen Endgegner zu betrachten, sondern als Teil des Lebens und als Weckruf, dieses auch wirklich zu leben. Denn: wer will schon auf seinem Totenbett liegend, dem Tod ins Gesicht blickend, all die Dinge bereuen, die er nicht getan hat? Die beste Zeit, alle Träume und Wünsche umzusetzen ist Jetzt. Und die beste Zeit, alle Zweifler, falschen Freunde, die uns zurückhalten und begrenzenden Gedanken und Glaubenssätze loszulassen, ist ebenfalls Jetzt.
“Was ist schon für immer” von Katja Lewina ist kein Buch über den Tod, sondern ein Manifest für das Leben. Denn, wer den Tod nicht fürchtet, wer auf ihn vorbereitet und sich dessen bewusst ist, dass er jederzeit kommen kann, der ist letztendlich frei und kann sein Leben leben.
Vielleicht ist euch schon eines seiner Videos aufgefallen, auf Instagram oder auf Facebook: Patrick Legun, besser bekannt als @humanvoll , tut genau das: er zeigt mit kleinen Gesten, wie Humanität wieder ...
Vielleicht ist euch schon eines seiner Videos aufgefallen, auf Instagram oder auf Facebook: Patrick Legun, besser bekannt als @humanvoll , tut genau das: er zeigt mit kleinen Gesten, wie Humanität wieder zum Trend wird und somit im Alltag aller Menschen Einzug hält. Ich habe damals tatsächlich ein Video auf Instagram gesehen und musste mehr über ihn erfahren. All seine Aktionen sind mir in Erinnerung geblieben und geben mir, nach vielen negativen Nachrichten und auch Erlebten, die Hoffnung in die gelebte (!) Nächstenliebe zurück!
In seinem Buch lernen wir Patrick erst richtig kennen. So erfahren wir, was ihn dazu bewogen hat, die humanvoll-Bewegung zu gründen und dass eben keine Profitgier oder aber Rampenlichtsucht dahinter stecken. Im ersten Moment unbegreiflich für Viele, so auch für mich! Denn mir der Zeit hat man doch eine gesunde Skepsis gegenüber angeblichen Gutmenschen entwickelt, aber Patrick ist anders. Er ist gut. Er hat die Bewegung nicht nur gegründet, er IST humanvoll und zeigt uns, wie auch wir es wieder sein können.
Die Kapitel sind flüssig und auch in sich schlüssig geschrieben, mir gefallen seine Gedankengänge sehr gut und ich finde mich in so vielen von ihnen wieder. Nächstenliebe, Mitgefühl, Empathie und jede Menge Herz (also auch Liebe für sein Leben und für das Leben anderer) finden sich in jeder Zeile, in jedem geschriebenen Wort wieder. Und dabei berichtet er nicht nur, wie er zu #humanvoll gekommen ist, sondern zeigt in vielen Beispielen, wie auch wir alle ein Teil seiner Bewegung und ein Teil der Nächstenliebe werden können. Denn schon eine kleine Geste, ein kleines Lächeln, ein aufrichtiges Dankeschön und wie geht es dir, kann den Tag eines anderen erhellen und ihn so viel lebenswerter machen.
Vielen Dank, lieber Patrick, für dein Sein, für dein Tun, für deine Liebe, für deine Ideen, für deine vielen Videos und für einfach alles! Du gibst so viel und veränderst damit so viele Leben. Du bist mein Hoffnungsschimmer und meine große Inspiration in dieser manchmal so dunklen, wolkenverhangenen und schnelllebigen Welt, in der jeder sich selbst der Nächste ist.