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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 02.03.2025

tolles Buch

Die Melodie der Lagune
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Dieses Buch war so vielversprechend, da musste ich einfach zugreifen.

Es handelt sich um eine Annäherung an das Leben der Musikerin Anna-Maria della Pietà. Sie wächst in einem Waisenhaus auf und erlernt ...

Dieses Buch war so vielversprechend, da musste ich einfach zugreifen.

Es handelt sich um eine Annäherung an das Leben der Musikerin Anna-Maria della Pietà. Sie wächst in einem Waisenhaus auf und erlernt dort das Geigenspiel. Sie ist einer dieser Menschen, die in Tönen Farben sehen können und die Musik und das Geigenspiel werden zu ihrem Lebensinhalt. Als begnadete Musikerin fällt sie Vivaldi sofort auf und dieser nimmt sich ihrer an. Aber wie damals üblich hält er nichts von Frauen als erfolgreiche Komponistinnen und nutzt ihr Talent hemmungslos für seinen eigenen Erfolg.

Vivaldi als Mensch war mir unbekannt. Umso interessanter dieser historische Roman, der sich vor allem mit dem Leben einer Frau als Künstlerin beschäftigt und der Art, wie Männer wie Vivaldi damals damit umgingen, das eine Frau vielleicht begabter und besser in einem Bereich war, der den Männern vorbehalten war.

Ein hochinteressantes und toll geschriebenes Buch.

Veröffentlicht am 26.02.2025

dicke Leseempfehlung

Die Kolonie
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Manchmal bekommt man ein Buch zwischen die Finger, das länger nachhallt. Das kann die unterschiedlichsten Gründe haben aber genau die machen die Würze im Alltag eines Lesejunkies.

"Die Kolonie" von Audrey ...

Manchmal bekommt man ein Buch zwischen die Finger, das länger nachhallt. Das kann die unterschiedlichsten Gründe haben aber genau die machen die Würze im Alltag eines Lesejunkies.

"Die Kolonie" von Audrey Magee ist so ein Buch.

Ein Londoner Künstler und ein französischer Linguist landen im Sommer 1979 auf einer abgelegenen irischen Insel. Der eine möchte die einzigartige Natur in seinen Bildern festhalten während der andere sich für die irische Sprache interessiert, die auf der Insel in seiner Ursprünglichkeit Gälisch noch erhalten ist. Im Laufe des Sommers entsteht eine eigene Dynamik zwischen den beiden und ihren ganz unterschiedlichen Plänen. Und die Inselbewohner werden langsam in einen Konflikt hineingezogen.

Begeistert hat mich an dem Roman zuerst einmal die Sprache der Erzählerin, die einerseits wunderbar malerisch und zart ist aber auch sehr facettenreich und präzise, vor allem, wenn geschichtliche Hintergründe und linguistische Feinheiten erklärt werden. Der Plot lebt von den Eigenheiten einer kleinen Gemeinschaft in einer rauen Natur, durch die engen Grenzen der Insel auf wenige Personen beschränkt. Dazu kommen ein eigenwilliger Künstler und ein radikal denkender Sprachwissenschaftler die in typisch männlichem Duktus über die Insel schwadronieren und ihr Ding durchziehen wollen. Es menschelt an allen Ecken und ich könnte mir diese Geschichte sehr gut als einen realen Film vorstellen. Mit tollen Naturaufnahmen und klugen Dialogen. Genau ist das Buch in meinem Kopf entstanden.

Veröffentlicht am 24.02.2025

Lesehighlight

Der Gott des Waldes
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Schon nach dem ersten Roman von Liz Moore war ich ein eingeschworener Fan und die Erwartungen an das neue Buch "Der Gott des Waldes" waren sehr hoch. Erfreut habe ich es zur Hand genommen. Es ist wunderbar ...

Schon nach dem ersten Roman von Liz Moore war ich ein eingeschworener Fan und die Erwartungen an das neue Buch "Der Gott des Waldes" waren sehr hoch. Erfreut habe ich es zur Hand genommen. Es ist wunderbar dick und hat ein tolles Cover. Und dann durfte ich eintauchen in die Geschichte.

Was soll ich lang drumrum reden. Ich bin restlos begeistert und total happy, dass Liz Moore ihre Stärken wieder voll und ganz zur Geltung bringen kann. Sie entwirft einen sehr komplexen Plot, der sich über zwei Jahrzehnte entblättert. Die Figuren werden unglaublich klar und facettenreich in Szene gesetzt. Vor allem die Frauenfiguren sind faszinierend. Die Storyline wird durch eine Thrillerhandlung eingerahmt ohne, dass es sich um einen normalen Thriller handeln würde. Der Genretwist, den es auch im ersten Buch schon gab, trägt auch hier wieder hervorragend zum Spannungsaufbau bei.

Ein Lesehighlight und eine Bestätigung, dass Liz Moore zu den besteb Autorinnen ihrer Genaration für mich zählt.

Veröffentlicht am 01.02.2025

tolle Fantasy

Der Sternenstaubdieb
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Man hat ja immer so gewisse Erwartungen, wenn man sich für ein Buch entscheidet. Cover, Titel und Klappentext bilden da so eine Mischung, die einen im besten Falle neugierig macht und einen vorfreudig ...

Man hat ja immer so gewisse Erwartungen, wenn man sich für ein Buch entscheidet. Cover, Titel und Klappentext bilden da so eine Mischung, die einen im besten Falle neugierig macht und einen vorfreudig das Buch in die Hand nehmen lässt. So ging es mir ganz besonders bei "Der Sternenstaubdieb".

Ein genial rätselhafter Titel auf einem wunderschönen Cover und ein vielversprechendes Setting in einer Welt aus Tausend und eine Nacht. Aladin und die 40 Räuber lassen grüßen.

Die Umsetzung hat mir sehr gefallen.
Da gibt es eine Mitternachtshändlerin die Magie und magische Artefakte verkauft.
Eine Räuberin unter den 40, die sehr lässig und gewitzt zu Werke geht.
Ein Dschinn, der heimlich und hilfreich durch diese Welt saust und versucht, seine Freundin zu schützen und seine Identität zu schützen.
Ein Prinz, der anfangs wenig prinzlich und wenig heldenmäßig daherkommt aber der sich bemüht, seiner Rolle gerecht zu werden.
Und ein fremdes Land voller Sand und Zauberei und Phantasie.

Ein toller erster Band der Lust auf mehr macht. Alle Erwartungen erfüllt.

Veröffentlicht am 16.01.2025

herausragend

African Samurai
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Was für eine grandiose Geschichte, wie sie Hollywood nicht besser hätte schreiben können.
Ein kleiner afrikanischer Junge wird aus seiner Heimat entführt und als Sklave von Hand zu Hand verkauft, bis er ...

Was für eine grandiose Geschichte, wie sie Hollywood nicht besser hätte schreiben können.
Ein kleiner afrikanischer Junge wird aus seiner Heimat entführt und als Sklave von Hand zu Hand verkauft, bis er bei einem berühmten Kriegsherrn in Japan landet, der ihn protegiert und in Freiheit lässt nachdem er zu einem unvergleichlich erfolgreichen Samurai aufgestiegen ist.

Das Buch hat mich von der ersten Seite an gefesselt. Eine wunderbar kraftvolle Sprache, spannende Details aus einer fremden exotischen Welt im fernen 16.ten Jahrhundert, ein Held der menschlich und nahbar und von einer unglaublichen innerlichen Stärke ist. Die Dialoge transportieren die japanische Kultur ebenfalls sehr gut, so dass man glaubt zu verstehen, wie diese Welt vielleicht funktioniert hat.

Ein historischer Roman, den ich nur wärmstens empfehlen kann. Etwas ganz besonderes.