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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 17.01.2025

Coole, jugendliche Fantasy

Awakened
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Zum Inhalt: drei Jugendliche, die nichts miteinander gemein haben, die aber scheinbar durch eine unsichtbare Keaft zueinander hingezogen werden- und zu einem alten, magischen Buch, das ihrer aller Leben ...

Zum Inhalt: drei Jugendliche, die nichts miteinander gemein haben, die aber scheinbar durch eine unsichtbare Keaft zueinander hingezogen werden- und zu einem alten, magischen Buch, das ihrer aller Leben für immer verändern wird.

Ich mochte es sehr, wie divers die Charaktere angelegt sind. So ergeben sich ein paar tolle Gespräche über Religion, Sexualität, Familie und Identität. Finde ich bei Jugendbüchern immer super, wenn die auch ein paar Denkanstöße mitgeben.

Einerseits fand ich es total spannend dass die drei Protas so unterschiedliche Wege einschlagen, weil man dadurch auch den neunten Pfad und die Inquisition besser kennenlernte. andererseits fand ich es schade, dass sie so wenig Berührungspunkte hatten und ihre beginnende Freundschaft dadurch nicht so richtig wachsen konnte. Denn aus meiner Sicht waren alles anderen Beziehungen, die die drei aufbauten sehr oberflächlich.

Was ich auch etwas schade fand war, dass Mos Initialmagie so wenig zum tragen kam. Dabei war sie für mich interessanteste und ich habe die Episode mit dem Gnom geliebt. Das Magiekonzept fand ich aber insgesamt sehr stimmig, genauso wie die Jagd nach Hinweisen quer durch Europa.

Es gab ausreichend Action-Moment, sodass die Handlung durchweg interessant und spannend bleibt und man hier viel entdecken kann. Ich fand die magische Sprache total interessant angelegt und hatte viel Spaß daran mehr über die Gilde und die magische Welt herausfinden. Die Sprache war ansonsten simpel und daher leicht lesbar, sodass ich schnell durch das Buch gekommen bin.

Mir hats gut gefallen.

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Veröffentlicht am 17.01.2025

Spooky

Flutnacht – Eine Familie. Eine Nacht. Ein tödliches Geheimnis.
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Dieses Buch kommt optisch so harmlos daher und anfangs dachte ich, es könnte vllt in Richtung cozy Crime gehen. Aber weit gefehlt, dies ist eine wahrhaft böse, kleine Geschichte. Hat was von Mystery Thriller. ...

Dieses Buch kommt optisch so harmlos daher und anfangs dachte ich, es könnte vllt in Richtung cozy Crime gehen. Aber weit gefehlt, dies ist eine wahrhaft böse, kleine Geschichte. Hat was von Mystery Thriller. Fand ich sehr geschickt geplottet.

Die Geschichte wird aus der Sicht von Daisy erzählt, der jüngsten Darker-Schwester. Der Start ist eher gemächlich und das Setting fast schon gemütlich. Dass die Geschichte an Halloween spielt, war für mich ein nettes Gimmick, hat mich aber null auf das vorbereitet, was kommen würde.

In der Geschichte tauchen immer wieder böse kleine Verse auf. Hab ich sehr geliebt; die haben absolut zur schauerlichen Stimmung beigetragen. Die Handlung schreitet stetig voran, glänzt mit rätselhaften Hinweisen und ominösen Rückblenden.

Auf die Enthüllung zum Ende war ich absolut gar nicht gefasst. Alles daran war zugleich überraschend und erschreckend, wunderbar morbide und abgründig. Kann gar nicht sagen wie begeistert ich von der Idee hinter dem ganzen bin.

Bin ehrlich, es ist jetzt nicht das super spannendste Buch, in meinen Augen überhaupt kein Pageturner, aber es ist total gerissen, clever geplottet und einfache wahnsinnig einnehmend. Die Geschichte glänz mit unsympathischen Figuren, denen man die Pest an den Hals wünscht und bereitet damit ein unschlagbares Vergnügen.

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Veröffentlicht am 11.01.2025

anders als erwartet, aber gut

Zwei vernünftige Erwachsene, die sich mal nackt gesehen haben
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Ich liebe ja den Titel. Der war für mich ein sofortiges Verkaufsargument. Einfach weil es immer noch so ist, dass Sex erstmal jegliche Beziehung verkompliziert. Ich muss aber sagen, dass das Thema selbst ...

Ich liebe ja den Titel. Der war für mich ein sofortiges Verkaufsargument. Einfach weil es immer noch so ist, dass Sex erstmal jegliche Beziehung verkompliziert. Ich muss aber sagen, dass das Thema selbst im Buch gar nicht so vordergründig ist. Zumindest nicht auf die charmant humorvolle Art, die ich mir unter dem Titel vorgestellt habe.
Es geht hier eher um Machtkämpfe und das auf ganz verschiedenen Ebenen, um Konfrontationen mit sich selbst und anderen. Hat mir trotzdem gefallen.

Zum Inhalt: Nina geht auf die 50 zu, ist geschieden, nachdem ihr Mann sie mit einer deutlich jüngeren Frau betrogen hat und geht einen schlecht bezahlten Job nach, den sie hasst. Als sie auf einer Party den 20 Jahre jüngeren David kennenlernt, bringt dies das fragile Familienkonstrukt ins Wanken.

Die Grundstimmung im Buch ist eher angespannt und negativ angehaucht. Die dargestellten Beziehungen habe ich als sehr anstrengend empfunden, egal ob es dabei um Nina oder ihre Schwester Lena ging. Vor allem mit Lena bin ich überhaupt nicht warm geworden, die wie eine Marionette versucht, die sozialen Erwartungen an die Einkommensklasse ihres Mannes zu erfüllen. Wobei nie so recht klar wird, wessen Erwartungen das genau sind. Aber ihr Anbiedern fand ich einfach nur ganz schrecklich zu lesen.

Und auch Nina hat kein leichtes Los, sie ist die klassische Verliererin einer Trennung und wird allein durch ihr Alter abgewertet, sogar von der eigenen Familie. Ich finde es faszinierend, wie hier an mehreren Stellen deutlich wird, dass einer Frau ihre eigene Sexualität eigentlich gar nicht gehört- zumindest in den Augen anderer. Und wie dasselbe Verhalten von einem Mann als absolut legitim, wenn nicht sogar bewundernswert bewertet wird. Die Doppelmoral unserer Gesellschaft wird da gut rausgearbeitet und stellt für mich das Kernthema dieses Buches dar.

Der Befreiungsschlag hat für meinen Geschmack viel zu lange auf sich warten lassen, aber diesen Teil des Buches, die Solidarität und Frauenpower, hat mir richtig gut gefallen. Davon hätte ich gerne mehr gehabt und habe da gegen Ende auch eine Konfrontation mit z.B. Lulu vermisst.

Insgesamt nicht was ich erwartet hatte und für mich kein klassischer Unterhaltungsroman. Trotzdem auf seine Art lesenswert.

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Veröffentlicht am 11.01.2025

Eiskalter Thriller

Minus 22 Grad
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Ich liebe ja saisonale Lektüre, winterliche Thriller gehören für mich also auf jeden Fall ins Leserepertoire. Und dieses Buch hat mich im wahrsten Sinne kalt erwischt. Toll geplottet und ein spannendes ...

Ich liebe ja saisonale Lektüre, winterliche Thriller gehören für mich also auf jeden Fall ins Leserepertoire. Und dieses Buch hat mich im wahrsten Sinne kalt erwischt. Toll geplottet und ein spannendes Versteckspiel.

Zum Inhalt: als die Studentin Laura Gehler bei einer Radtour verschwindet, setzt die Polizei alle Hebel in Bewegung. Nicht zuletzt weil ihre Mutter eine hochrangige Politikerin ist. Aber es deutet auch alles darauf hin, dass ein bekannter Killer erneut zugeschlagen hat. Währenddessen muss Laura das Rätsel um ihre eigene Entführung lösen.

Ich bin ganz ehrlich: ich habe mich von den vielen Figuren und Einzelschicksalen total in die Irre führen lassen und habe das große Ganze erst viel zu spät gesehen. Hut ab vor diesem sehr eindrucksvollen Plot, der mich wirklich überrascht hat. Ich habe auch absolut die falschen Personen im Verdacht gehabt.

Durch die Fülle an Figuren bekommt man natürlich immer nur episodische Einblicke, die auf den ersten Blick unzusammenhängend wirken, aber tatsächlich ein sehr stimmig erzähltes Bild ergeben. Anfangs ist es überhaupt nicht absehbar ob und wie die einzelnen Handlungsstränge zusammengehören, was ich wirklich eindrucksvoll erzählt fand.

Lauras Situation wirkt sehr ausweglos und dadurch wirklich stimmungsvoll und bis zum Schluss wirklich spannend. Aber auch bei den anderen Charakteren ergeben sich ein paar atmosphärische und beklemmende Situationen, sodass eigentlich durchweg was passiert und es innerhalb der Handlung viel zu entdecken gibt.

Aufgrund der falschen Fährten und tückischen Verdachtsmomente ein sehr gelungener Thriller, der mir richtig gut gefallen hat.

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Veröffentlicht am 04.01.2025

Eine geheimnisvolle Besucherin

Carmilla
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Ich wollte mit den Buch eine Bildungslücke schließen, denn tatsächlich habe ich beim klassischen Vampir-Roman immer an Dracula gedacht und hatte bisher nie von „Carmilla“ gehört. Ich liebe ja Gothic Horrorromane ...

Ich wollte mit den Buch eine Bildungslücke schließen, denn tatsächlich habe ich beim klassischen Vampir-Roman immer an Dracula gedacht und hatte bisher nie von „Carmilla“ gehört. Ich liebe ja Gothic Horrorromane und war sehr gespannt auf die Umsetzung. Gefällt mir sogar besser als das männliche Pendant von Bram Stoker.

Zum Inhalt: auf dem österreichischen Landsitz ihres Vaters führt Laura ein behütetes, aber einsames Leben. Als eine Kutsche in Wald verunglückt nimmt Lauras Vater kurzhand eine junge Frau als Hausgast auf. Schnell entwickelt sich eine innige Beziehung zwischen den beiden jungen Frauen, doch Carmilla benimmt sich zunehmend seltsam.

Am Anfang mangelte es für meinen Geschmack ein bisschen an schauerlicher Atmosphäre, aber spätestens mit dem Auftreten von Camilla wird diese geschaffen. Denn neben der ominösen Krankheitswelle die plötzlich im Ort um sich greift und zu zahlreichen Toden führt, sorgt auch das Verhalten des Hausgastes für Irritation und Sorge.

Carmilla,die alle schnell mit ihrem Liebreiz einnimmt, baut vor allem zur Tochter des Hauses schnell eine überaus innige Beziehung auf. Aber auch die übrigen Bewohner des Chalets fühlen sich zu ihr hingezogen. Ich fand den allzu vertraulichen Ton, der zwischen Carmilla und ihren Gastgebern, vor allem auch dem Hausherren, angeschlagen wird etwas befremdlich. Das mag der Zeit geschuldet sein aber allein das hat mich erschaudern lassen.

Die Beschreibungen der Ereignisse sind sehr szenisch, werden gegen Ende deutlich episodenhafter und bilden eher eine Erzählung in einer Erzählung ab. Die Geschichte ist für mein Empfinden weniger düster als die von Bram Stoker, aber nicht weniger faszinierend. Carmillas Geschichte und die Beziehung zu Laura fand ich sogar erheblich einnehmender und hätte noch mehr Seiten gelesen.

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