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Veröffentlicht am 17.01.2025

Sie hätte auch zu spät kommen können :)

Biss zur Mittagsstunde (Bella und Edward 2)
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Also, was Twilight betrifft, ist der zweite Teil der Reihe, Biss zur Mittagsstunde, nochmal ein Schritt weiter in die problematische Dynamik zwischen Bella, Edward und Jacob. Und ehrlich gesagt, ich kann ...

Also, was Twilight betrifft, ist der zweite Teil der Reihe, Biss zur Mittagsstunde, nochmal ein Schritt weiter in die problematische Dynamik zwischen Bella, Edward und Jacob. Und ehrlich gesagt, ich kann es kaum fassen, wie Edward sich immer wieder verhält. Er liebt Bella angeblich über alles, aber anstatt sie zu beschützen, trifft er die Entscheidung, sie einfach zu verlassen – weil er denkt, dass es besser für sie ist. Was zur Hölle, Edward?! Du verlässt sie einfach, ohne mit ihr zu reden, und lässt sie in einem Zustand der Verzweiflung zurück, ohne zu wissen, was sie tun soll. Das ist nicht nur extrem egoistisch, sondern auch unglaublich unüberlegt. Er glaubt, dass er ihr nur schaden würde, aber in Wirklichkeit tut er das, was ihm selbst am meisten hilft – er entzieht sich der Verantwortung und verlässt sie, um sich nicht mit den Konsequenzen seiner eigenen dunklen Natur auseinanderzusetzen. Es ist schwer zu verstehen, warum Bella trotzdem wieder zu ihm zurückkehrt, obwohl er sie einfach abserviert hat. Ihre Entscheidung, zu ihm zurückzukehren, ist fast schon die Definition von toxischer Bindung.

Dann gibt es Jacob. Er ist sicherlich eine viel bessere Unterstützung für Bella, besonders nachdem Edward abgehauen ist. Jacob kümmert sich um sie, ist für sie da, während sie sich von Edwards Entscheidung erholen muss. Aber irgendwie scheint Bella in ihrem Kopf nur einen Platz für Edward zu haben. Sie erkennt gar nicht, wie viel Jacob für sie tut, und ich habe mich wirklich gefragt, warum sie nicht einfach auf ihre eigenen Gefühle hört, anstatt auf die vermeintliche "wahre Liebe", die Edward ihr vorgaukelt. Sie wechselt zwischen den beiden Männern hin und her, und das ist nicht gerade fair gegenüber Jacob. Warum kann Bella nicht erkennen, was er ihr wirklich gibt?

Die Dynamik zwischen Edward und Bella ist einfach nur frustrierend. Sie lässt sich immer wieder von Edward manipulieren und kontrollieren, obwohl er ihr fast das Leben zur Hölle macht. Edward hat diese ständige "Ich weiß, was besser für dich ist"-Haltung, die mich wirklich nervt. Ja, du bist ein Vampir und hast übernatürliche Kräfte, aber das bedeutet nicht, dass du einfach alle Entscheidungen für Bella treffen kannst! Sie ist keine hilflose Marionette, die du nach deinen Vorstellungen lenken kannst. Und Bella? Sie ist so verdammt abhängig von ihm, dass sie ihr eigenes Leben völlig aus den Augen verliert, sobald er da ist oder eben nicht mehr da ist. Es gibt so viele Momente, in denen Bella eigentlich eine starke und selbstbewusste Frau sein könnte, aber stattdessen verfällt sie immer wieder in diese depressive und hilflose Haltung, sobald Edward in der Nähe ist.

Die ganze Geschichte ist von toxischen Beziehungsmustern durchzogen, und es ist wirklich schwierig, sich als Leser nicht aufzuregen. Bella hat keine Eigenständigkeit, und Edward tut nichts, um ihr zu helfen, diese zu entwickeln. Im Gegenteil, er fördert sogar ihre Abhängigkeit. Jacob ist die einzige Person, die sie wirklich unterstützt und die es verdient hätte, ihr Herz zu gewinnen, aber Bella ignoriert ihn oft zugunsten von Edward, der immer wieder enttäuscht.

Es ist also schwierig, Twilight in diesem Teil zu mögen, wenn man wirklich einen Blick auf die Beziehung zwischen den Charakteren wirft. Ich verstehe, dass es in der Geschichte um "Liebe" geht, aber diese "Liebe" ist in vielerlei Hinsicht toxisch und ungesund. Die Dynamik zwischen Edward und Bella ist eher eine Geschichte von Besessenheit und Kontrolle, als eine, in der beide sich wirklich respektieren und unterstützen.

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Veröffentlicht am 17.01.2025

Vom Friseur zum ich checke den Sinn von der Reihe nicht...

Good Night Jack the Ripper 03
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Leider konnte der Abschlussband von Good Night Jack the Ripper meine Erwartungen nicht erfüllen. Trotz eines vielversprechenden Starts und einer interessanten Prämisse verliert die Geschichte in diesem ...

Leider konnte der Abschlussband von Good Night Jack the Ripper meine Erwartungen nicht erfüllen. Trotz eines vielversprechenden Starts und einer interessanten Prämisse verliert die Geschichte in diesem letzten Teil deutlich an Schwung und Tiefe. Die Handlung wirkt in Band 3 überhastet und chaotisch. Statt die Erzählstränge sorgfältig zu einem stimmigen Ende zu führen, werden Konflikte und Probleme zu schnell und ohne ausreichende Erklärung gelöst. Edward, der Hauptcharakter, hat im Laufe der Serie kaum eine nennenswerte Entwicklung durchgemacht. Seine Entscheidungen wirken oft unmotiviert, und sein emotionaler Wandel bleibt oberflächlich. Die Nebencharaktere, besonders Jack the Ripper, bleiben blass und werden nicht weiter vertieft, obwohl sie das Potenzial hätten, die Geschichte zu bereichern. Der Zeichenstil bleibt gut. Das Erzähltempo ist ein weiteres Problem. Es ist entweder zu langsam oder zu schnell – wichtige Ereignisse werden oft in wenigen Panels abgehandelt, während weniger relevante Szenen unnötig in die Länge gezogen werden. Dadurch verliert die Geschichte an Spannung, und die Wendungen, die eigentlich überraschen sollten, wirken oft vorhersehbar oder erzwungen. Diese Mangareihe hat mich enttäuscht. Ich hatte durch Band 1 und 2 noch Hoffnungen, aber Band 3 war verwirrend und nicht logisch.

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Veröffentlicht am 18.10.2024

Hatte Hoffnung, wurde aber leider nicht überzeugt

Räuberhände
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[Klappentext: In seinem Debütroman »Räuberhände« erzählt Finn-Ole Heinrich die Geschichte von Janik und Samuel, deren Freundschaft auf eine harte Probe gestellt wird. Alles, was sie bisher verbunden hat, ...

[Klappentext: In seinem Debütroman »Räuberhände« erzählt Finn-Ole Heinrich die Geschichte von Janik und Samuel, deren Freundschaft auf eine harte Probe gestellt wird. Alles, was sie bisher verbunden hat, scheint durch wenige Minuten in Frage gestellt zu sein. Zusammen wollten sie sich in Istanbul auf die Suche nach einem freien und selbstbestimmten Leben begeben. Dabei lässt ihre Herkunft sie auch in der Ferne nie ganz los: Janiks liberal-bürgerliches Elternhaus und Samuels alleinerziehende Mutter, die am Rand der Gesellschaft lebt. In Istanbul hofft Samuel, seinen unbekannten Vater zu finden. Doch ist das nach allem, was geschehen ist, überhaupt noch möglich? ]

Der Klappentext klang super interessant und die Idee dahinter fand ich auch super, aber leider war es überhaupt nicht, was ich erwartet habe und es hat mich leider enttäuscht. In viele Dinge und Entscheidungen der Charaktere konnte ich mich nicht hineinversetzen.

Das Buch ist in mehreren Zeiten verfasst. Mal in der Gegenwart und mal in der Vergangenheit. Was mir am Ende des Romans aufgefallen ist, war das am Anfang der Kapitel die Zukunft nach dem Ende des Romans ist und im Roman auch mehrere Zeitebenen aus Janiks Leben vorkommen. Aber das ist mir eben erst danach aufgefallen, was zwar ein schönes Detail war, aber während des Lesens einfach verwirrend.

Die Charaktere haben mir nicht gefallen. Insbesondere Janik. Ich verstehe seine Obsession mit der Mutter seines besten Freundes nicht und fand es tatsächlich eher abstoßend. Was Janik mit Lina gemacht hat, hat mich auch sehr verärgert. Das Ende hat an sich gepasst, aber ich hätte mir ein anderes gewünscht.



Zusammenfassend war es leider überhaupt nicht meins, auch wenn ich die Idee, die ich aus dem Klappentext bekommen habe, sehr gut gefunden habe.

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Veröffentlicht am 17.10.2024

Leider nicht das, was ich erwartet habe

Die Habenichtse
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[Klappentext: Isabelle und Jakob treffen sich am 11. September 2001 nach Jahren auf einer Party in Berlin wieder. Sie verlieben sich, heiraten und bekommen die Chance, nach London zu ziehen, wo Jakob – ...

[Klappentext: Isabelle und Jakob treffen sich am 11. September 2001 nach Jahren auf einer Party in Berlin wieder. Sie verlieben sich, heiraten und bekommen die Chance, nach London zu ziehen, wo Jakob – Schicksal? Zufall? – eine Stelle in einer Anwaltskanzlei antritt, die eigentlich für einen Kollegen vorgesehen war, der bei den Anschlägen auf das World Trade Center umgekommen ist. Isabelle arbeitet von dort aus weiter für ihre Berliner Grafikagentur und genießt, in den spannungsreichen Wochen vor Ausbruch des Kriegs im Irak, ihr Londoner Leben.
Die beiden haben alles, was ein junges, erfolgreiches Paar braucht – und stehen doch mit leeren Händen da. Sehnsüchtig und ratlos sehen sie zu, wie ihr Leben aus den Fugen gerät. Jakob ist fasziniert von seinem Chef, Isabelle von Jim, dem Dealer. Die untergründigen Ströme von Liebe und Gewalt werden spürbar, und das Nachbarskind Sara wird ihr Opfer.]

Ich habe mir am Anfang etwas komplett anderes vorgestellt und habe auch viel mehr zu 9/11 erwartet. Das Cover hat mich leider auch nicht überzeugt. An sich passt es zum Buch, aber es ist einfach nicht meins.

Der Schreibstil hat auch zur Geschichte gepasst. Er klang sehr distanziert und kurz angebunden und ist in der Vergangenheit geschrieben. Die Geschichte wird aus mehreren Perspektiven geschrieben. Einmal aus die von Isabelle und Jakob, dann aber auch von Jim und dem Nachbarskind Sara. Am Anfang existieren alle Hauptcharaktere extra und mit der Zeit verknüpfen sich ihre Geschichten.

Ich konnte die Charaktere teilweise kaum nachvollziehen oder verstehen. Ich fand ihre Taten deshalb auch sehr nervig oder irritierend. Vorallem das Ende hat mir nicht gefallen, weil es zu einem offen war und zum anderen sehr plötzlich.

Die Charaktere hatten für mich nicht wirklich eine Entwicklung im positiven. Ich konnte mich nicht in sie hineinversetzen und habe auch eine Abneigung gegen ihr Verhalten und ihre Entscheidungen.

Ich empfehle das Buch nicht unbedingt weiter. Es ist sehr speziell und deshalb vermutlich nicht für jeden etwas.

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