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Veröffentlicht am 17.06.2025

Leider nicht mein Buch

Im Meer der Himmel
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Zoe ist Biologin und Lily ihre studentische Hilfe. Die beiden jungen Frauen verstehen sich sehr gut, jedoch hat jede von ihnen ihr Päckchen zu tragen. Zoe ist gerade frisch getrennt und leidet unter Liebeskummer ...

Zoe ist Biologin und Lily ihre studentische Hilfe. Die beiden jungen Frauen verstehen sich sehr gut, jedoch hat jede von ihnen ihr Päckchen zu tragen. Zoe ist gerade frisch getrennt und leidet unter Liebeskummer und Lily möchte endlich mehr über ihre Mutter wissen, die kurz nach ihrer Geburt verstorben ist. Kurz entschlossen begeben sich die beiden Frauen auf einen Roadtrip nach Wales, wo Lilys Mutter ursprünglich lebte. Im alten VW Bus von Zoe reisen sie über London nach Wales und erhoffen sich Antworten.

Schon der Einstieg hat mir Probleme bereitet. Helen M. Sand erzählt aus zwei Perspektiven und zwar aus der Sicht von Zoe und von Lily. Diese Ebenen wechseln jedoch in der ersten Hälfte des Buches so schnell hintereinander ab, dass ich im Lesefluss laufend unterbrochen wurde. Oftmals ist eine Sichtweise gerade mal eine Seite lang, dann wird schon wieder gewechselt und zwei Seiten danach wiederum. Dann kommen noch Handlungsstränge aus der Vergangenheit dazu oder Träume von Zoe. Normaler Weise habe ich damit keine Probleme, doch hier fand ich einfach nicht in die Handlung hinein. Auch die beiden Charaktere blieben mir leider fremd. Zoe stufte ich zu Beginn viel älter ein, als sie ist. Immer wieder sind ihre Gedanken bei Tobi, ihrem Ex-Freund und diese werden immer wieder durchgekaut. Lily ist eine sehr begeisterungsfähige und impulsive junge Frau, die Zoe zwar ablenkt und mitnimmt in ihrer überschäumenden Art, aber oftmals auch unüberlegt reagiert.
Im Laufe ihrer Reise wird ihre Freundschaft immer enger und sie erleben einen wirklich spannenden Roadtrip. Zum Ende hin wird es dann etwas dramatisch...

Die bildhafte Beschreibung der Landschaften und der Menschen hat mir gefallen und auch manche der Figuren, auf die die jungen Frauen während ihrer Reise treffen, allen voran Kathryn, die beste Freundin von Lilys Mutter.
Was mir etwas "aufgestoßen" ist, ist die etwas befremdliche Personenbezeichnung einer "Frau in den Wechseljahren". Woran lässt sich das optisch festmachen? Und warum wird eine Frau nur mit diesem Merkmal beschrieben? Ich finde diese Aussage sehr negativ behaftet und ungewöhnlich.
Leider konnte mich der Roman nicht wirklich abholen, was ich sehr schade finde.

Fazit:
Für mich war "Im Meer der Himmel" leider eine Enttäuschung. Mich konnte der Roman gar nicht abholen. Das ist allerdings nur meine Meinung und mein Geschmack. Insgesamt wurde die Geschichte sehr gut bewertet und auch Sabine mochte sie sehr. Deshalb bildet euch bitte eure eigenen Meinung zum Buch!

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Veröffentlicht am 17.01.2025

Sehr platt

Zimtschnecken und Schneegestöber
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Noch ein Buch, welches ich eigentlich noch im Dezember gelesen habe und von dem ich mir in der Vorweihnachtszeit ein klein bisschen Cosy Vibes erhofft hatte. Das war leider nicht wirklich so, denn dieser ...

Noch ein Buch, welches ich eigentlich noch im Dezember gelesen habe und von dem ich mir in der Vorweihnachtszeit ein klein bisschen Cosy Vibes erhofft hatte. Das war leider nicht wirklich so, denn dieser Roman war sehr, sehr oberflächlich und konnte mich nicht wirklich abholen.

Nora flieht vor ihrem toxischen Exfreund Jonas von Stockholm nach Leksand in der schwedischen Provinz Dalarnas Iän. An diesem Ort hat sie früher die Ferien bei ihren Großeltern verbracht. Außerdem wohnt auch ihre Freundin Vega in Leksand, bei der sie kurzfristig unterkommen kann. Als sie ein kleines Häuschen am See entdeckt, welches normaler Weise nur während des Sommers zu vermieten ist, will sie dort unbedingt einziehen. Das doch eher wenig möblierte Häuschen, bei dem die Heizung nicht funktioniert, geht ihr nicht aus dem Kopf und sie überredet den Besitzer es ihr zu vermieten. Bald findet sie Hilfe von Viktor, dem Nachbar, der in einem sehr noblen Glaspalast wohnt. Er hilft ihr den Kamin instand zu setzen und beim Kisten schleppen. Doch irgend etwas scheint auch er zu verheimlichen....

Es gibt noch einen zweiten Handlungsstrang, der zu Beginn so gar nicht zur gegenwärtigen Geschichte rund um Nora, Vega und Viktor passt und im Klappentext gar nicht erwähnt wird. Dabei lernen wir den eher erfolglosen und nicht wirklich sympathischen Autor Claes kennen. Bei einer schlecht laufenden Signierstunde in einem Buchladen lernt er Torsten kennen, der ihm seine Lebensgeschichte zu erzählen beginnt. Diese weckt sofort Claes Interesse und er wittert eine Story für seinen nächsten Roman. Claes versucht Torsten, der in einem Pflegeheim wohnt, zu überreden ihm seine ganze Geschichte zu erzählen. Diese hat mich mit der Zeit sehr berührt und verknüpft sich am Ende hin mit dem Strang rund um Nora.

Leider konnte ich sonst mit der Geschichte nicht viel anfangen. Nora verlässt kampflos ihre Wohnung in Stockholm, die sie einfach Jonas überlässt und legt ihren gut bezahlten Job auf Eis. Sie quartiert sich in einem Sommerhäuschen ein, kann weder einen Kamin einheizen, noch sich selbst versorgen, denn sie lebt ab diesem Zeitpunkt am Existenzminimum.
Nora passt auf Viktors Hund auf, obwohl sie als Kind von einem gebissen wurde und seitdem furchtbare Angst vor Hunden hat. Auch seinen eigenwilligen Kater bekommt sie zur Aufsicht und kann mit Katzen ebenso wenig umgehen, wie mit Hunden. Bei einer Szene konnte ich nur den Kopf schütteln, denn jeder Mensch, der eine Katze besitzt weiß, dass dies kaum möglich ist, was uns die Autorin hier einzureden versucht.
Das Knistern zwischen Viktor und Nora konnte ich ebenfalls nur schwer spüren und ihr Umgang mit ihrem Exfreund war einfach nur verantwortungslos. Ich konnte sehr viele ihrer Handlungen überhaupt nicht nachvollziehen. Zusätzlich fehlte es an Kommunikation zwischen den beiden Love Interests.

Die Geschichte in der Gegenwart bleibt sehr oberflächlich und besitzt kaum Tiefe. Die Erzählungen von Torsten haben mich hingegen mit der Zeit berührt. Sie erzählen von einem schweren Schicksal und seiner Einsamkeit. Die beiden Handlungsstränge führen schlussendlich zusammen und ergeben Sinn.
Die Figuren waren blass. Viktor, Jonas und Claes waren mir zu farblos und eindimensional, wobei Viktor noch mit ein paar guten Eigenschaften punkten konnte. Vega ist eine verrückte Nudel und gute Freundin; Nora wirkt hingegen wie ein hilfloser Teenager. Einzig Torsten konnte mein Herz berühren.

Die schwedische Schneelandschaft und das Winterfeeling habe ich hingegen gespürt und genossen. Ein Weihnachtsroman ist es jedoch nicht, obwohl das Cover dies indirekt versucht zu vermitteln.

Fazit:
Zu oberflächlich, zu unglaubwürdig und zu nichtssagend ist dieser Roman, der nur mit seinem Vergangenheitsstrang punkten kann. Alles andere wirkt einfach nur konstruiert und platt. Sehr schade! Ich hatte einen netten Wohlfühlroman mit Weihnachtsfeeling erwartet, den jedoch nicht bekommen. Von mir gibt es leider keine Empfehlung!

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Veröffentlicht am 04.01.2025

Für mich leider eine Enttäuschung

Über allen Bergen
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Puh, was soll ich sagen? Mich hat dieser hochgelobte Roman leider komplett enttäuscht. Nicht nur, dass ich es wieder mit einem offenen Ende zu tun habe - was ich absolut nicht mag - hat die Geschichte ...

Puh, was soll ich sagen? Mich hat dieser hochgelobte Roman leider komplett enttäuscht. Nicht nur, dass ich es wieder mit einem offenen Ende zu tun habe - was ich absolut nicht mag - hat die Geschichte leider so gar nicht gehalten, was ich mir versprochen hatte.

Paris, 1943. Vadim lebt in Paris und ist der Sohn einer Französin und eines jüdischen Vaters. Er leidet an Asthma und wird in die Berge nach Vallorcinnes, einem kleinen Dorf bei Chamonix, geschickt. Dort wird aus Vadim Vincent. Bei einer Bergbauernfamilie findet er Unterschlupf, wo er sich vor den Deutschen versteckt. Als Stadtjunge ist ihm die Natur und das Leben mit den Jahreszeiten fremd. Er ist fasziniert von den Bergen und integriert sich schnell in der Dorfgemeinschaft. Doch der Krieg findet auch den Weg nach Vallorcines - bleibt jedoch ein fernes Echo..

Die Leseprobe bei @vorablesen hat mir nämlich gut gefallen und nachdem ich den Klappentext gelesen habe, hatte ich eine komplett andere Erwartung an den Roman. Da ich viele Geschichten rund um den Zweiten Weltkrieg lese, habe ich mit einer Erzählung über die Flucht und die allgegenwärtige Gefahr für den jüdischen Jungen gerechnet. Doch es gibt kaum Geschehnisse und Erlebnisse dieser Art. Seitenweise, nein kapitelweise, werden in sehr poetischen und farbenfrohen Sätzen die Berge, die Landschaft und der Schnee beschrieben. Vadim, der jetzt Vincent heißt, verliert sich in der Natur und in der Bergwelt. Er zeichnet in bunten Farben seine Eindrücke und lernt mit der Zeit das harte Leben der Bergbauern kennen. Er freundet sich mit Moinette an, die ihm vieles zeigt und beibringt.
Zu Beginn ist es ja noch interessant, aber mit der Zeit werden die ewigen Beschreibungen, die ruhige Erzählweise und keinerlei weiteren Geschehnisse langweilig. Mir fehlte die Spannung....

Ich liebe die Berge und bewundere die Autorin, die diese auf so vielen Seiten immer wieder anders beschreiben kann. Der Roman wird in drei Abschnitte geteilt, die weiß (Winter), grün (Frühling) und gelb (Sommer) als Überschrift haben.
Der Schreibstil ist einfühlsam, poetisch und sehr ruhig. Mir war die Geschichte zu ruhig und zu langweilig. Naturliebhaber, die 300 Seiten lang über dieselbe Gegend und Berglandschaften lesen möchten, können gerne zur Geschichte greifen.
Ich habe viele sehr positive Bewertungen gesehen - lasst euch deswegen nicht von meiner Bewertung abschrecken! Für mich war der Roman allerdings eine Enttäuschung.


Fazit:
Für mich war "Über allen Bergen" leider nicht das erhoffte Highlight - im Gegenteil. Keinerlei Spannung, zu ruhig und fast nur Beschreibungen der Gegend. Wer gerne seitenweise poetische Landschafts- und Farbbeschreibungen liest, kann hier zugreifen. Wer Geschichtliches über die Zeit des zweiten Weltkrieges lesen möchte, sollte die Finger davon lassen.

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Veröffentlicht am 26.11.2024

Furchtbar oberflächlich!

Meet me in Autumn. Eine Pumpkin spiced Romance
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Dieser Roman ist seit seinem Erscheinen nicht nur auf wirklich vielen Kanälen zu sehen, sondern hat schon letztes Jahr meine Neugierde geweckt, als ich die englische Ausgabe gesehen habe. Titel und Cover ...

Dieser Roman ist seit seinem Erscheinen nicht nur auf wirklich vielen Kanälen zu sehen, sondern hat schon letztes Jahr meine Neugierde geweckt, als ich die englische Ausgabe gesehen habe. Titel und Cover haben mich sofort angesprochen. Warum die Geschichte in der deutschen Ausgabe einen anderen englischen Titel erhalten hat, ist mir ein Rätsel und auch das deutsche Cover gefällt mir trotz Farbschnitt nicht wirklich. Aber das sind letztendlich nur Äußerlichkeiten und in Wirklichkeit kommt es alleine auf den Inhalt an.
Die Autorin heißt Laurie Gilmore, ziemlich sicher ein Pseudonym, welches wohl Fans der "Gilmore Girls" Reihe ansprechen soll. Ich muss zugeben, dass ich die Serie nie gesehen habe.
Neben dem Pseudonym der Autorin beinhaltet auch der Klappentext alles, was man sich bei einem Small Town Romance Buch im Herbst vorstellt: Kleinstadtidylle, Buchclub, Pumpkin Spice Café, eine Lovestory und Erntedankfeste. Wohlfühlatmosphäre de luxe!

Leider muss ich sagen, dass mich der Roman jedoch sehr enttäuscht hat. Unsere weibliche Hauptprotagonistin Jeanie soll das Café ihrer Tante übernehmen und in der Kleinstadt Dream Harbour einen Neustart wagen, nachdem sie in Boston ihren Chef tot am Schreibtisch gefunden hat. Sie möchte auf keinen Fall ebenso enden und flüchtet aus ihrer alten Umgebung, um das Pumpkin Spice Café zu übernehmen.
Hier kommt mein erster Kritikpunkt: Es gibt keinerlei weitere Hintergrundinformationen zu Jeanies Vorleben, keine Freunde und vor allem wird Jeanie auch nicht von ihrer Tante in ihrem völlig neuen Arbeitsbereich eingeführt. Sie übernimmt das Café einfach ohne jegliche Vorkenntnisse und gut ist es.....hm. Und dann tritt auch schon Logan, der "grumpy", aber gut aussehende Farmer ins Rampenlicht. Schon dieses erste Aufeinandertreffen von Jeanie und Logan ist mehr peinlich, als romantisch. Trotzdem erfährt man sofort, wie toll jeder den anderen findet. Danach werden Probleme geschaffen, die eigentlich keine sind, würden sie einfach nur richtig miteinander sprechen. Die Autorin versucht zusätzlich noch Spannung mit kleinen Übergriffen auf das Café aufzubauen, was ihr jedoch nicht richtig gelingt.

Die Charaktere sind und bleiben leider flach. Logan hat ein gebrochenes Herz, welches noch nicht richtig geheilt ist. Er hat Angst sich neu zu binden. Jeanie konnte ich nicht wirklich einordnen. Mir fehlten bei beiden Charakteren etwas Tiefgründigkeit und ich konnte auch die Anziehung nicht wirklich spüren...außer, dass sie "heiß aufeinander sind".
Auch die Nebencharaktere blieben oberflächlich. Die Dorfbewohner sind alles andere als sympathisch und liebenswürdig, sondern eher übergriffig.
Auch der Kulisse fehlt der Charme. Man sagt immer, als Autor soll man das Prinzip "Show, don't tell" verwenden. Daran hat sich Laurie Gilmore nicht gehalten.
Die Geschichte ist einfach und flach. Man kann sich davon berieseln lassen, denn wenn man ein paar Seiten weiter blättert, hat man nicht wirklich etwas verpasst. Wer also eine simple Wohlfühlgeschichte sucht, die man so nebenher lesen kann, sich einen Pumpkin Spice Latte dazustellt, eine Kerze anzündet und sich in die Decke mummelt, der kann zugreifen. Wer sich etwas mehr erwartet, der kann gut zu einem anderen Buch greifen.
Mit einem zugedrückten Auge vergebe ich gerade noch 3 Sterne.


Fazit:
Ich hatte mir bei diesem Roman keine tiefgreifende Geschichte erwartet, aber dass sie so flach ist, hätte ich auch nicht gedacht. Ich werde wohl den nächsten Band nicht mehr lesen. Sehr schade!

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Veröffentlicht am 29.07.2024

Leider eine Enttäuschung

Mittwochs am Meer
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Diesen Sommerroman von Alexander Oetker habe ich vor einiger Zeit bei uns im Bücherschrank gefunden. Für den Sommer passte dieses Buch von Titel und Cover her perfekt. Der Inhalt ist jedoch etwas anders, ...

Diesen Sommerroman von Alexander Oetker habe ich vor einiger Zeit bei uns im Bücherschrank gefunden. Für den Sommer passte dieses Buch von Titel und Cover her perfekt. Der Inhalt ist jedoch etwas anders, als erwartet.

Maurice ist Insolvenzverwalter und fährt für seinen neuen Auftrag jeden Mittwoch von Paris in die Bretagne. Im kleinen Ort Cancale ist ein Unternehmen Pleite gegangen, welches für die Einwohner eine maßgebliche Einnahmensquelle bedeutet hat. Die Einheimischen sind gegenüber dem stillen Pariser misstrauisch. Kann er ihre Jobs noch retten oder ist unwiederbringlich alles verloren?

Maurice checkt jedes Mal im selben Hotel ein. Doch eines Tages ist statt der alten Dame, die gewöhnlich an der Rezeption steht, eine unbekannte Frau, die Maurice sofort fasziniert. Diesmal hat es einen Buchungsfehler gegeben und das Zimmer, welches Maurice immer gebucht hat, ist nicht frei. Daher verweist sie Maurice an ein anderes Hotel und erhält am nächsten Morgen von ihr einen Gedichtband und einen Liebesbrief. Die Anziehung scheint gegenseitig gewesen zu sein und Maurice und Dominque beginnen eine leidenschaftliche Affäre. Dabei vergisst Maurice auf seine eigentliche Aufgabe und gerät bald in Schwierigkeiten...

In "Mittwochs am Meer" steht eindeutig die Liebesgeschichte im Vordergrund. Maurice hat in seiner Kindheit kaum Zuwendung und Liebe von einen Eltern erfahren. Sein Vater, ebenfalls Insolvenzverwalter, legte nur Wert auf seine Leistungen. Gefühle wurden nicht zugelassen. Durch die offenherzige Domique erfährt er plötzlich was Liebe und Leidenschaft ist und verliert sich in diesem neuen Gefühl.

Maurice plötzliche Veränderung, die neben seiner neu gefundene Liebe alles andere als unwichtig erscheinen lässt, konnte ich nicht nachvollziehen. Der kalkulierende Zahlenmensch, der für die Zukunft vieler Arbeiter der Rettungsanker sein soll, nimmt seinen Job nicht mehr wahr und verliert sich völlig in dieser Affäre. Dabei greift der Autor auch ziemlich in die Kitschkiste. Die Protagonisten blieben mir fremd. Ich konnte diese einmalige Liebe einfach nicht fühlen.
Dazu gibt es einige sehr stereotype Charaktereigenschaften und Klischees. Einzig die bildhaften Landschaftsbeschreibungen laden zum Träumen ein und man wünscht sich an die Küste der rauen Bretagne. Bei den gerade mal 176 Seiten gibt es leider auch kleine Längen. Diese Geschichte war so gar nicht meins und das Buch wandert zurück in den Bücherschrank.

Fazit:
Eine sehr klischeehafte und auch kitschige Liebesgeschichte mit Protagonisten, die mir fremd blieben. Trotz der nicht einmal 200 Seiten konnte mich "Mittwochs am Meer" nicht abholen. Sehr schade!

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