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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 29.01.2025

Ein bisschen schwierig für mich

Alles vom Gemüse
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Nach der ausführlichen Einführung und ein paar Seiten Tipps und Tricks zur Organisation geht es los mit den Kapiteln Willkommen, Frühling; Endlich Frühsommer; Hochsommer-Genüsse; Herbstliebe; Winteranfang; ...

Nach der ausführlichen Einführung und ein paar Seiten Tipps und Tricks zur Organisation geht es los mit den Kapiteln Willkommen, Frühling; Endlich Frühsommer; Hochsommer-Genüsse; Herbstliebe; Winteranfang; Im tiefsten Winter; Grundrezepte.

Vor dem eigentlichen Rezept steht immer ein einführender Text. Die Angabe, für wie viele Personen das Rezept ausgelegt ist, findet sich ebenfalls. Auf Nährwertangaben wurde verzichtet. Es folgen Arbeitsanweisungen und Zutatenliste, beides steht nebeneinander. Die Arbeitsschritte sind ausführlich und gut verständlich beschrieben. Tipps und Fotos runden das Ganze ab. Besonders die Fotos erfreuen mich sehr, da ich dazu neige, Rezepte ohne Bilder hintenüber fallen zu lassen. Hier hat es nur wenige Rezepte ohne Foto.

Sophie Gordon zeigt, dass man fast alles vom Gemüse verwerten kann, und sei es nur für Gemüsebrühe. Sie probiert neue Gerichte mit den Blättern aus und vermeidet Abfall, auch durch Resteverwertung und gut geplante Einkäufe. Ihre Gerichte sind allesamt vegan. Ich bin Flexitarier, verzichte aber gern auf Fleisch, koche viel vegetarisch und lehne Austauschprodukte ab. Aber ich finde immer wieder neue und sehr wohlschmeckende Anregungen bei veganen Gerichten. So auch hier. Zudem ist es toll, wenn man Gästen, die sich vegan ernähren, ein wirklich schönes Gericht servieren kann. Ich werde kein Fan von Radieschengrün auf dem Teller, tut mir leid. Tofu mag ich auch nicht. Dafür kann die Autorin ja nichts. Mich stören aber einige Gewürze, die mir für regionale Küche dann doch zu exotisch sind. Hin und wieder sind die Zutaten auch irgendwie aus der zugeordneten Jahreszeit herausgefallen, denke ich.

So schön gemacht das Buch doch ist, finde ich trotz der 130 vorgestellten Rezepte nur ganz wenig, das mir neu ist und mich anspricht. Das ist sehr schade. Für mich ist es ein Drei-Sterne-Buch.

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Veröffentlicht am 20.01.2025

Suppen, Brühen, Eintöpfe

Suppenkult - Deutscher Kochbuchpreis Gold in der Kategorie Foodfotografie
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Suppen sind einfach tatsächlich immer lecker. Wenn man gar nix essen mag, Suppe geht. Wenn man traurig ist, Suppe tröstet. Wenn man eine Feier hat, Suppe ist eine tolle Vorspeise. Wenn man friert, Suppe ...

Suppen sind einfach tatsächlich immer lecker. Wenn man gar nix essen mag, Suppe geht. Wenn man traurig ist, Suppe tröstet. Wenn man eine Feier hat, Suppe ist eine tolle Vorspeise. Wenn man friert, Suppe wärmt. Suppe ist eben Soulfood! Ein reines Suppenbuch ist deshalb etwas, das in meinem Kochbuchschrank ein Highlight wäre.

Nach dem Vorwort folgen die Kapitel Brühen; Frühling; Sommer; Herbst; Winter; Toppings. Mit den Brühen hat man die Grundlage für die Suppen und mit den Toppings das besondere Extra.

Der Aufbau der Rezepte ist immer gleich. Nach dem Titel kommt ein kleiner Text, dann die Zutaten für die angegebenen Personen und die gut erklärten Zubereitungsschritte. An der einen oder anderen Stelle scheint mir jedoch die Reihenfolge etwas durcheinander geraten zu sein. Leider gibt es nicht zu jedem Rezept auch ein Foto. Für mich ist das ein no-go, denn diese Rezepte fallen bei mir dann automatisch hintenüber. Muss doch nicht sein! Ein kleines Foto, es muss ja keine ganze Seite sein, müsste einfach machbar sein! Dafür hätte ich problemlos auf die Fotos vor den Kapiteln verzichten können. Ein geschlachtetes Huhn oder ein Glas Wein auf einem Tisch sind Füllmaterial, das keiner braucht. Schon gar nicht ganzseitig!

Die Rezepte sind oft erstaunlich. Dabei werden gar nicht mal so exotische Zutaten benötigt. Nur ab und an gibt es einen kleinen Ausreißer, wie beispielsweise Gundermann. Und viele der Suppen sind dann auch mal eher Eintöpfe oder Süßspeisen. Kalte Suppen werden auch vorgestellt. Natürlich kommen die Klassiker auch nicht zu kurz. Dennoch finden sich viele außergewöhnliche Suppen und Neuinterpretationen. Aber ob ich tatsächlich gebackene Apfelringe zur Zucchinisuppe möchte? Eher nicht, sorry. Am besten gefällt mir das Kapitel mit den Einlagen und Toppings.

Man mag sagen, ich bin eine Generation zu alt und finde das Buch deshalb nicht so toll. Allerdings liebe ich so viele andere Kochbücher der Generation der Autoren, auch noch jüngeren Autoren. Daran dürfte es also nicht liegen. Ich finde die Idee zwar toll, die Umsetzung aber weniger. Meinen Geschmack treffen leider zudem nur sehr wenige der vorgestellten Rezepte. Für die Grundrezepte für die Brühen und die Toppings aber Daumen hoch. Daher gebe ich drei Sterne.

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Veröffentlicht am 21.12.2024

Echt schwach

Low
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Mir fällt schwer, dieses Buch zu bewerten. Ich denke, ich kenne den hier beschriebenen Lebensabschnitt von David Bowie aus anderen Quellen so gut, dass ich die Darstellung verwirrend und lückenhaft finde. ...

Mir fällt schwer, dieses Buch zu bewerten. Ich denke, ich kenne den hier beschriebenen Lebensabschnitt von David Bowie aus anderen Quellen so gut, dass ich die Darstellung verwirrend und lückenhaft finde. Würde ich ohne Vorwissen das Buch, ob nun Comic oder Graphic-Novel genannt, lesen, hätte ich entweder diese Probleme nicht oder noch stärkere. Insofern ist klar, ich finde die Umsetzung nicht gut gelungen. Für eine Graphic Novel sind mir die Bilder zu wenig künstlerisch, für einen Comic ist die Geschichte dahinter zu komplex und geschichtsträchtig.

Die Zeichnungen sind mir zudem zu wild, hart, kalt und ausdruckslos. Bowie und Iggy sind klar zu erkennen, die meisten anderen Figuren finde ich weniger gut gelungen. Die Emotionalität, die David Bowie zu den Werken jener Zeit gebracht hat, erkennt man fast gar nicht. Dafür geht es rein um Egoismus diverser Personen, Drogensucht und fast schon Drogenverherrlichung, Beziehungsprobleme und absoluter Ziellosigkeit. So ganz am Rande wird hin und wieder erwähnt, dass Bowie nach Berlin kam, um unbehelligt und unerkannt leben zu können, gleichzeitig fehlt ihm das Erkanntwerden andererseits auch wieder.

Ich habe sehr lange gebraucht, bis ich das Buch gelesen hatte. Das lag nicht daran, dass ich an den Grafiken und Zeichnungen solchen Gefallen gefunden hätte, dass ich darin versinken konnte. Es lag daran, dass irgendwie auf allen Seiten dasselbe geschah und kein echtes Vorankommen, weder in der Story noch in Bowies Schaffen, erkennbar war. Das in Verbindung mit den Dokumentationen, die es genau dazu gibt, lässt mich nur noch gerade mal eben so drei Sterne geben. Schade!

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Veröffentlicht am 18.12.2024

Convenience-Baukasten-System

Fix mit Tricks zum Sternekoch
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Mein persönlicher Trend geht in exakt die andere Richtung, als dieses Buch. Ich möchte zurück zur guten, alten, relativ einfachen, ehrlichen Küche. Ernst Petry gibt mit seinem Buch all jenen ein tolles ...

Mein persönlicher Trend geht in exakt die andere Richtung, als dieses Buch. Ich möchte zurück zur guten, alten, relativ einfachen, ehrlichen Küche. Ernst Petry gibt mit seinem Buch all jenen ein tolles Werkzeug an die Hand, die noch weiter die gehobene Küche feiern und zelebrieren. Da dies immer mit extrem viel Aufwand verbunden ist, werden hier einige hochwertige Convenience-Produkte empfohlen und eingebaut. Das ist interessant, offen und ehrlich.

Die Rezepte sind dennoch in meinen Augen nichts für alle Tage, sondern eher für ganz besondere Anlässe. Man kann sich zwar ein wenig Arbeit ersparen, dennoch ist es am Ende ein aufwendiges, teures Essen in dezenter Portionsgröße. Wer großen Hunger hat und schön satt werden will, braucht dann mindestens drei Gänge. Die Kapitel sind Edle Kleinigkeiten; Frisch von der Weide; Lust auf Meehr; Für die Gemüseliebhaber; Desserts, die begeistern.

Die verwendeten bzw. benötigten Convenience-Produkte kann man dann auch direkt online bestellen. Die Quellen dazu sind angegeben. Schmeckt ein bisschen nach Werbung, mehr oder weniger gut versteckt. Einige dieser Produkte finde ich jetzt für die Arbeits- oder Zeitersparnis nicht wirklich tragend. Gewürzmischungen kann man im Übrigen auch selbst herstellen, in größeren Mengen für den späteren Gebrauch, oder eben auch aus anderen Quellen beziehen. Nicht nur das Rezept für Falafel und Hummus besteht quasi nur aus Convenience-Bausteinen, die man einfach nur zusammen anrichtet. So hatte ich mir das dann echt nicht gedacht und schon gar nicht gewünscht.

Schön ist, dass es zu jedem Rezept ein großformatiges Foto gibt. Weniger schön ist, dass man doppelt so viele Rezepte hätte unterbringen können, weil die Zutatenlisten und Zubereitungsschritte in so großer Schrift aufgeführt sind, dass ich meine Lesebrille verlegen kann und dennoch alles überdeutlich lesen kann. Allein schon der Titel nimmt bis zu acht Zentimeter einer Seite ein! Nachgemessen! Kein Wunder also, dass manche Beschreibungen zwei Seiten benötigen. Dann gibt es sogar zwei Fotos vom Gericht. Wow!

Es ist ein bisschen schade. Ich kann ja den Einsatz von Convenience-Produkten verstehen. Aber dann in anderen Dimensionen und nicht unbedingt jede Kleinigkeit. So ist das kein Kochen, sondern ein Baukastensystem. Ehrlichkeit ist toll. Warum dann also ein Buch so künstlich aufblähen? Das Buch findet dennoch einen festen Platz in meiner Kochbuchsammlung. Ab und an mal auftrumpfen mit Sterneküche? Tricksen lernen? Beeindrucken? Geht damit. Sollte aber nicht zur Regel werden. Daher leider nur drei Sterne.

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Veröffentlicht am 16.12.2024

Schön, edel, aber nicht für jeden Tag

Polettos Pasta Passione
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Ein Pasta Buch ist immer gut, vor allem weil Pasta, wie man weiß, glücklich macht. Und selbstgemachte Pasta, ob mit oder ohne Ei, macht noch glücklicher. Cornelia Poletto erklärt hier sehr ausführlich ...

Ein Pasta Buch ist immer gut, vor allem weil Pasta, wie man weiß, glücklich macht. Und selbstgemachte Pasta, ob mit oder ohne Ei, macht noch glücklicher. Cornelia Poletto erklärt hier sehr ausführlich alles Relevante rund um die Nudeln und wie man sie zu einem wahren Highlight macht.

Es ist also ein echter Pasta-Kurs, vom Zubehör über die Zutaten bis zur Zubereitung von passenden Soßen. Schon beim Lesen ahnt man, dass das Ergebnis geschmacklich nur umwerfend werden kann. Die Rezepte sind meist für vier Personen ausgelegt. Diese sollten aber nicht sehr viel Hunger mitbringen. Nährwertangaben sind nicht vorhanden, dafür aber eine Angabe darüber, wie lange die Zubereitung dauert. Mir fehlen die Nährwertangaben nicht, aber ich hätte auch auf die Zeitangabe verzichten können, denn die hauen bei mir nie hin. Hier täuschen sie leider auch grob, denn in den Rezepten werden Zutaten verwendet, die man vorher zubereitet haben muss, was ja auch Zeit gekostet hat oder hätte. Die ist nicht mit einberechnet. Nimmt man es ganz genau, kommt man hier selten unter drei oder mehr Stunden aus der Küche, um am Ende vier Miniportionen gezaubert zu haben. Die Parmesankrone beispielsweise kann ich persönlich nur als Vorspeise ansehen. Rechnet man Sugo, Nudelteig und Zubereitung zusammen, hat man mehr als drei Stunden verbraten und noch keine Hauptspeise, geschweige denn ein Dessert. So ganz ist das nicht das, was ich von diesem Buch erwartet hatte.

Kleine Symbole kennzeichnen die Speisen, sodass man sofort erkennt, was mit Fleisch, vegetarisch oder mit Fisch und Meeresfrüchten ist. Vegane Rezepte sind nicht enthalten.

Die Zutaten sind wie üblich gelistet, dann kommen die Zubereitungsanweisungen. Für mein Verständnis sind einige sehr ausgefallene Lebensmittel erforderlich. Bis auf wenige Ausnahmen haben die Rezepte ausschließlich italienische Bezeichnungen. Das finde ich sehr schade. Ich spreche kein Italienisch und wüsste schon gern, wie die Speisen in meiner Sprache heißen. Poletto verzichtet auch auf kleine Texte zur Einstimmung auf ein Rezept. Sie liefert nur gelegentlich einen zusätzlichen Tipp. Den persönlichen Touch verleiht sie dem Buch durch ihre Playlist. Das mag für die junge Generation toll sein, ich streame allerdings keine Musik und auch keine Playlists. Zum Kapitel Pasta Party ist sie aber witzig, da die Gerichte mit ihnen verbunden werden. So steht beispielsweise für die Lasagne alla Bolognese der Song We are Family von Sister Sledge oder zu Spaghetti Carbonara, wie könnte es anders sein, Spliffs Carbonara.

Das Buch ist wirklich hübsch und edel gemacht, die Rezepte sehr schön bebildert und ansprechend. Auch schmecken sie wirklich lecker. Aber alltagstauglich ist hier nichts. Höchstens, wenn man fertige Nudeln und Sugo hat. Somit empfinde ich das Buch als ein tolles Geschenk für ambitionierte Hobbyköche, die viel Zeit in der Küche verbringen möchten und die besonderen Sorten Zitronen, Schinken, Fleisch, Fisch, Kaviar usw. irgendwie beibekommen.

Für mich selbst bleibt nur eine kleine Handvoll Rezepte übrig. Das ist mir zu wenig. So schön das Buch also gemacht ist, kann ich aufgrund der Untauglichkeit im Alltag insgesamt doch nur drei Sterne geben.

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