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Veröffentlicht am 24.01.2025

Süße Umsetzung einer schwierigen Phase

Widder Willi will aber!
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Als ich den süßen, schmollenden Widder Willi und den Titel des Covers sah, musste ich gleich an mein kleines Wutmosterchen denken. Die Illustrationen sind alle sehr niedlich und schön schattiert von Marta ...

Als ich den süßen, schmollenden Widder Willi und den Titel des Covers sah, musste ich gleich an mein kleines Wutmosterchen denken. Die Illustrationen sind alle sehr niedlich und schön schattiert von Marta Balmaseda umgesetzt und man muss sagen, man erkennt sofort die Stimmung in Willis Gesichtsausdrücken. Ein kleines Highlight ist für mich auf der Titelseite, die haptische Struktur von Willis Wolle.

In Willi erkenne ich so einige Verhaltensweisen meines Kindes wieder. Aber auch den Opa, der sich zur Freude des Enkelkinds, den Rücken verdirbt und die Oma die deswegen schimpft, kennen wir aus unserem Alltag. So sehe ich einen großen Wiedererkennungswert für mein Kind zwischen sich und Willi oder auch Hörnchem (Willis neuem bockigen Freund), sowie ein gutes Verständnis der Geschichte. Auch der Wortlaut und die Textmenge je Seite, die Romy Pohl gewählt hat, haben mir gut gefallen. Ab und zu muss man evtl. manche Aussprüche der erwachsenen Schafe erklären, aber Kommunikation und Sprache fördern gehört ja zum Vorlesen dazu.
Etwas seltsam jedoch finde ich die Art, wie einzelne Worte durch Farbe oder die Schriftgröße etc. im Text hervorgehoben werden. Dies fiel mir auch in anderen Kinderbüchern bereits auf und ich sehe den Sinn darin nicht. Kinder im Zielgruppenalter können noch nicht selbst lesen und mich stören diese Hervorhebungen beim Vorlesen.

Neben der Hauptgeschichte haben mir auch die vielen Willis auf den Coverinnenseiten gefallen, welche unterschiedliche Emotionen zeigen und die ich mit meinem Kind betrachten und fragen kann, was meinst du wie fühlt sich Willi hier?

Damit der meist erwachsene Vorleser auch etwas zum Schmunzeln hat, sind lustige Namensideen wie Onkel Saschaf, das Schaf oder der bockige Steinbock eingearbeitet. Aber auch Aussagen wie, "über den Schatten springen", welche natürlich von Kindern oder in dieser Geschichte von Willi und Hörnchen, missverstanden und lustig umgesetzt werden.

Fazit:
Mein Kind hatte Spaß beim Zuhören und Betrachten und findet Willi sehr lustig. Für mich als Mama lerne ich aus diesem Kinderbuch, auch die Autonomie-Phase wird vorbei gehen, ganz von alleine wie alle Phasen. Kinder finden von selbst einen Weg mit ihrem Übermut umzugehen und natürlich auch wie wertvoll Freunde und generell andere Kinder sind, welche das eigene Verhalten wiederspiegeln. Oder wie es der letzte Abschnitt auf der Umschlagrückseite sagt: "Trotzphase? Da helfen nur Liebhaben, Durchhalten..."

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Veröffentlicht am 20.01.2025

Amüsante und fantasievolle Comicgeschichte

Muffin und Tört! 1: Bei den Wikingern
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Ich habe mich ja hier gleich in Muffins große Augen verliebt und in seinen herrlich irritierten Gesichtsausdruck auf dem Cover.

Was braucht eine spannende Kindergeschichte? Witzige Charaktere, etwas ...

Ich habe mich ja hier gleich in Muffins große Augen verliebt und in seinen herrlich irritierten Gesichtsausdruck auf dem Cover.

Was braucht eine spannende Kindergeschichte? Witzige Charaktere, etwas magisches und natürlich Farbelwesen, genau dies bietet dieses tolle Comic-Buch für Kinder ab 7 Jahren.

Muffin ein introvertiertes Kätzchen erhält durch ein Missgeschick seines tolpatschigen Herrchens Tatterich (ein Zauberer) einen extrovertierten Freund und Mitbewohner, Tört der aus einem Törtchen entstand und optisch ein Häschen darstellt mit Kirsche als Schwänzchen. Dank eines weiteren Unfalls von Tatterichs Zauberkünsten reisen die zwei Freunde durch eine magische Katzenklappe in verschiedene, für Muffin unfreiwillige Abenteuer. In dieser Geschichte landen die beiden bei den Wikingern.

Der Comic ist hierbei aufgebaut wie ein Bilderbuch mit großflächigen Bildern, kurzem Text pro Seite, meist auch nur ein Satz und Sprechblasen, sowie den comictypischen Geräuschausdrücken. Das Buch eignet sich sehr gut für Leseanfänger, die gerne zügig durch die Geschichte kommen und weiterblättern möchten. Die Bilder sind in einem ansprechenden Comicstil umgesetzt, allerdings im Innenteil leider in s/w, wobei dies andererseits den Text für Leseanfänger besser in den Fokus rückt. Für die Seiten wurde ein umweltfreundliches, nicht auf weiß gebleichtes Papier verwendet, welches sich gut und griffig anfasst.

Aber was hat dieses Buch für mich zum amüsanten Lesehighlight gemacht? Definitiv die starken Charaktere, so wächst Muffin im Abenteuer über sich hinaus, selbst wenn sein Magen knurrt. Ebenso die kleinen Schmunzler, so sind z.B. die jeweiligen Namen abgeleitet von den Charaktereigenschaften. Ein kleines Zusatzvergnügen sind die Bonusseiten nach Muffins Wikinger-Abenteuer und die vielen verkleideten Muffin-Bilder auf den Coverinnenseiten, da können ja noch einige Abenteuer folgen, ich freue mich auf ein Wiedersehen mit dem gemütlichen Muffin und dem übereifrigen Tört.

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Veröffentlicht am 10.01.2025

Kinder-Grußelgeschichte zum Schmunzeln

Das Vampirtier und die Sache mit dem Grusel
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Dieses Buch wurde meinem Kind zu Weihnachten geschenkt und hat gleich mit seinem süßen Cover begeistert. Leider haben wir Teil eins (noch) nicht, aber das kann sich ändern, denn "Das Vampirtier – Und die ...

Dieses Buch wurde meinem Kind zu Weihnachten geschenkt und hat gleich mit seinem süßen Cover begeistert. Leider haben wir Teil eins (noch) nicht, aber das kann sich ändern, denn "Das Vampirtier – Und die Sache mit dem Grusel" von Lotte Schweizer hat uns sehr gefallen.

Graf Dracula wohnt mit Brutus, seinem treuen Vampirtier, in einer alten Spukvilla mit drei Kindern und deren Eltern. Doch oh Schreck, nicht nur dass er und sein Fludel (halb Fledermaus, halb Pudel) sich von Tomaten ernähren, nein, er hat auch sein Grusel verloren und muss nun an Silvester zur Gruselprüfung. Die Kinder wollen ihm unbedingt helfen, denn die Zeit drängt und die Raunächte bieten noch eine zusätzliche Überraschung. Es ist wohl nicht einfach den Grusel zurück zu bekommen aber dafür lustig, denn es geht so einiges schief.

Die Geschichte liest sich trotzt "Grusel" recht amüsant, hierfür sorgen auch die lustigen Kapitelüberschriften und die schrullige, hilflose Art des Vampirs. Charmant und liebevoll sind zudem die Illustrationen von Alexandra Helm, die fast auf jeder Doppelseite teilweise oder halbseitig anzuschauen sind und die Aufmerksamkeit von meinem Kleinen halten konnten. Auch die kurzen Kapitel sorgen für kurzweiliges Lesevergnügen, so dass man immer mal wieder eine Pause einlegen und später weiterlesen kann.
Etwas schade ist, dass dieses Vampirtier hier nicht die Hauptrolle zu spielen scheint, wie der Titel vermuten lässt. Dies mindert allerdings nicht den (Vor-)Lesespaß, aber ist wohl dem Gedanken einer namentlichen Fortsetzung zum ersten Buchs geschuldet, ich denke dort wird Brutus eine größere Rolle haben.
Aber eins ist klar, natürlich müssen wir "Das Vampirtier – Und die Sache mit den Tomaten" nun auch noch lesen und erfahren wie alles begann.

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Veröffentlicht am 10.01.2025

Must have für Thriller-Fans

Das zweite Kind
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"Das zweite Kind" von Marco de Franchi gibt schon auf dem Cover eine düstere, unheimlich angehauchte Stimmung wider, welche sich auch im Innenteil fortsetzt.

Anfangs war ich ja skeptisch, ob der Thriller ...

"Das zweite Kind" von Marco de Franchi gibt schon auf dem Cover eine düstere, unheimlich angehauchte Stimmung wider, welche sich auch im Innenteil fortsetzt.

Anfangs war ich ja skeptisch, ob der Thriller aufgrund des hohen Seitenumfangs zu langatmig sein könnte, aber nein, es sind tatsächlich über 600 Seiten pure Spannung. Insbesondere zur Mitte hin hatte ich nochmal Sorge, dass sich der Spannungsbogen bereits schließt, doch dank gutem Plotttwist ging es auch in der zweiten Hälfte aufregend weiter, wenn nicht sogar noch besser.

Der Autor hat hier glaubhafte, interessante und lebendige Charaktere geschaffen, die nicht nur sympathisch sind, sondern auch ihre Ecken und Kanten haben, sowie innere Dämonen bekämpfen müssen. Zudem werden im Verlauf die Abgründe der Menschlichkeit offenbart, wenn wir gut umschrieben, in die Taten des Mörders einbezogen werden. Jedoch trotz bildhafter Darstellung bleibt Raum für Fantasie, so dass einem allzu blutige Details erspart bleiben.

Im weiteren besticht das Werk mit kurzen, temporeichen Kapiteln, welche aus verschiedenen Erzählperspektiven die Ermittlungen voran treiben. Sowie einem einfach zu lesenden Schreibstil, den ich so bei einem Debutwerk nicht erwartet hatte. Aber hier ist es wohl förderlich, dass der Autor aus eigenen Erfahrungen bei der italienischen Polizei schöpfen kann. Einziges Manko, zum Einstieg war ich verwirrt durch die vielen Namen und italienischen Titel, für ein und die selbe Person, daenn es wird ständig zwischen förmlicher Anrede, Vorname und Nachname gewechselt, statt bei einer Form zu bleiben.

Zum Abschluss ist zu sagen, ich würde mich riesig über eine Fortsetzung freuen, da ich mit dem Ende doch noch hadere.

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Veröffentlicht am 10.01.2025

Schöne Fortsetzung

Toto und der Mann im Mond – Aufbruch in neue Abenteuer
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Dieses Buch enthält 10 tolle neue Geschichten von Toto und Mimi auf dem Mond. Diese sind immer so aufgebaut, dass wir zunächst kurz Toto beim Einschlafen begleiten und von seinen Erlebnisse des Tages erfahren ...

Dieses Buch enthält 10 tolle neue Geschichten von Toto und Mimi auf dem Mond. Diese sind immer so aufgebaut, dass wir zunächst kurz Toto beim Einschlafen begleiten und von seinen Erlebnisse des Tages erfahren und dann mit ihm und Mimi, im Traum, zum Mond reisen, wo das Tagesthema nochmal aufgegriffen bzw. verarbeitet wird. Auch ist jeweils ein lehrreicher Aspekt in den Geschichten, um Kinder in der aktuellen Phase zu bestärken.
Alle Geschichten sind mit hübschen Bildern versehen, den süßen Illustrationsstil kennt man bereits vom vorigen Buch. Es ist allerdings schade, dass manche Seiten auch nur Text enthalten.
Die einzelnen Abenteuer haben keinen Bezug zueinander, daher eignen sie sich perfekt zum einzeln Vorlesen ohne ein "wo waren wir gerade?" am Anfang. Auch die Leselänge der Geschichten empfinde ich als gelungen.

Ich habe leider das erste Buch (noch) nicht und habe mir aber davon die Leseprobe angesehen. Dabei fiel mir auf, dass es dort eine Vorstellung der Charaktere am Anfang gibt, diese hätte ich hier auch gerne gehabt, weil für mein Kind wären die Figuren so beim Zuhören greifbarer gewesen. Mein Sohn ist erst drei, vielleicht liegt es daran, dass es ihm teils schwerfiel den schnellen Dialogswechsel zu folgen, aber auch mich haben diese im Lesefluss etwas gestört.

Dennoch haben die Geschichten ihm sehr gefallen, er war so begeistert bzw. am mitfiebern, dass wir es nicht als Einschlafbuch lesen konnten, aber für eine gemütliche Lesezeit am Mittag.

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