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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 21.01.2025

Seicht und vorhersehbar

P. S. I Hate You – Auf dem schmalen Grat zwischen Hass und Liebe
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Ich habe das Buch in zwei Tagen durchgelesen. Es ist eben ein typischer Young Adult-Roman, man bekommt, was man erwartet. Die Story ist nett, aber recht vorhersehbar. Die Protagonist:innen blieben mMn ...

Ich habe das Buch in zwei Tagen durchgelesen. Es ist eben ein typischer Young Adult-Roman, man bekommt, was man erwartet. Die Story ist nett, aber recht vorhersehbar. Die Protagonist:innen blieben mMn alle recht flach, viel Charakterentwicklung war nicht zu sehen. Einen großartigen Konflikt gab es auch nicht, und das Ende war eine bisschen übertrieben klischeehaftes "Happy End".

Nett für Zwischendurch, man darf aber keine bahnbrechende Story erwarten. Sehr gestört haben mich auch die wirklich auffallend vielen Rechtschreibfehler!

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Veröffentlicht am 21.01.2025

Nicht mein Buch

Die 13 Tode der Lulabelle Rock
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Ich bin leider bis zum Ende nicht so richtig mit der Geschichte warmgeworden. Das liegt zum einen am Schreibstil, der mich nicht packen konnte, zum anderen auch am Aufbau der Geschichte. Man wird mitten ...

Ich bin leider bis zum Ende nicht so richtig mit der Geschichte warmgeworden. Das liegt zum einen am Schreibstil, der mich nicht packen konnte, zum anderen auch am Aufbau der Geschichte. Man wird mitten in ein Gespräch zwischen der Schauspielerin Lulabelle und ihrem 13. "Porträt" geworfen – also quasi einem Klon von ihr – und nach ein paar Seiten geht es direkt los mit der Mission. Nr. 13 soll alle ihre zwölf Vorgänger-Klone, die in der Stadt „Bubble City“ leben und verschiedene Aufträge ausführen, umbringen.

Berühmte Persönlichkeiten haben in "Bubble City" die Möglichkeit, Porträts von sich selbst erschaffen zu lassen. Die Porträts werden offenbar quasi "fertig" in Tanks gelagert, bis sie zum Einsatz kommen. Sie haben irgendwie Zugriff auf die Erinnerungen ihrer Erschaffer, wissen aber auch, dass sie nur Porträts sind. Sie haben bspw. auch keine Fingerabdrücke und gelten nicht als Menschen, weshalb es nicht als Mord zählt, wenn sie umgebracht werden.

Ein Porträt beispielsweise geht immer nur an Stelle von Lulabelle selbst auf Parties, eines ist für die IT zuständig, eines lebt mit ihrer großen Liebe zusammen, eines probiert ein Hobby nach dem anderen aus, um evtl. ein verborgenes Talent zu entdecken.

Ich weiß nicht richtig, was ich von der Geschichte und vor allem dem Ende halten soll. Es gab nochmal eine kleine Wendung, die überraschend hätte sein können, ich habe es aber schon vermutet. Bis zum Schluss kamen bei mir leider überhaupt keine Emotionen auf. Es wurde viel zu schnell erzählt und die einzelnen Charaktere – selbst Nr. 13 und die „Künstlerin“ – wurden nur sehr oberflächlich beschrieben. Der Schreibstil konnte mich leider gar nicht catchen und ich musste mich am Ende echt durchquälen, weil die Story sich gezogen hat - und dabei paradoxerweise trotzdem oberflächlich geblieben ist.

Vieles an diesem Buch fand ich irgendwie wirr und ich habe das Gefühl, dass hier sehr viel Potenzial verschenkt wurde. Die Idee fand ich total spannend, darum wollte ich das Buch auch so gerne lesen. Am Ende bleibe ich aber irgendwie ratlos zurück, was ich mit dem Gelesenen anfangen soll ...
Bezüglich der Klon-Thematik ergeben sich natürlich einige ethische Fragen, die aber auch nicht wirklich neu sind. Zumal die „Porträts“ in der Geschichte ja wirklich Abziehbilder des Originals sind und bspw. Zugriff auf deren Erinnerungen haben. Auch werden sie nicht als Baby geboren, sondern sind quasi schon fertige Erwachsene, können sprechen, laufen, Auto fahren etc.

Insgesamt leider kein Tiefgang, keine Charakterentwicklung, keine Emotionen.

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Veröffentlicht am 08.10.2025

Kein Thriller!

Garden Girls
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Der Plot des Buches klang spannend – leider konnten mich weder die Sprache noch die Erzählweise abholen. Das war eher kein Thriller, sondern ein Romance-Buch, in dem einer der Protagonisten zufällig Ermittler ...

Der Plot des Buches klang spannend – leider konnten mich weder die Sprache noch die Erzählweise abholen. Das war eher kein Thriller, sondern ein Romance-Buch, in dem einer der Protagonisten zufällig Ermittler ist. Es wurde alles viel zu langatmig erzählt, außerdem kam an keiner Stelle wirklich Spannung auf. Vielleicht lag es an der deutschen Übersetzung, oft hat mich auch die Ausdrucksweise gestört (ständig das Wort „Schlips“, wer sagt das noch?) sowie die ständigen merkwürdigen Vergleiche und der religiöse Unterton.
Das Buch ist das dritte einer Reihe rund um die „Strange Crime Unit“, die sich auf Verbrechen spezialisiert hat, die mit Religion bzw. Sekten zu tun haben. Der Hauptcharakter Tiberius (Ty) wurde selbst in eine Sekte geboren, konnte aber daraus ausbrechen – das reichte anscheinend, um Profiermittler zu werden.
Da ich die vorherigen Bücher nicht kannte, war es oft schwer der Story zu folgen, weil so gut wie gar keine Hintergründe oder Vorgeschichten angeschnitten wurden. Anscheinend ist dies aber das erste ins Deutsche übersetze Buch, was leider so gar keinen Sinn ergibt. Es konnte überhaupt kein Gefühl für die Beziehungen zwischen den Personen entstehen und vieles musste man sich selbst halbwegs zusammenreimen, außerdem wurde ständig auf vorherige Fälle angespielt, von denen deutsche Leser:innen ja nichts wissen können.
Dadurch war auch die Storyline, dass eine Teamkollegin, welche die anderen gerade im Urlaub wähnen, eines der Opfer ist, überhaupt nicht schockierend oder überraschend, da ich null Bezug zu dieser Figur hatte und sie vorher überhaupt nicht erwähnt wurde.
Auf den Outer Banks verschwinden Frauen, die nach Blumen benannt sind, und werden irgendwann tot mit Blumen tätowiert vor Leuchttürmen abgelegt. Alles scheint irgendwie eine private Fehde gegen Ty zu sein, aber statt zu ermitteln geht es die meiste Zeit weniger um den Fall als um seine Vergangenheit, alte Liebe, seine Familie etc. Ich habe mich wirklich gefragt, was die Ermittler:innengruppe die ganzen Tage lang macht. Gefühlt haben sie an vielen Tagen überhaupt nicht weiterermittelt, während aber ständig betont wurde, wie zeitkritisch alles wegen des herannahenden Hurrikans ist, und machen dann auch noch Anfängerfehler.
Den Umgang zwischen Ty und Bexley fand ich auch richtig merkwürdig, dafür dass sie sich so lange nicht gesehen haben. Gefühle habe ich da auch keine gespürt. (S. 183 „Iss deine Eier, Bex, und hör auf, dich wie ein aufsässiges Mädchen zu verhalten.“)
Was mich persönlich auch sehr gestört hat war der ständige religiöse Unterton. Zum einen wurden zwar Sekten kritisiert (aber auch nur sehr oberflächlich), viele Gespräche drehen sich dann aber doch um den Glauben oder klingen schon fast wie eine Predigt. Und auch am Ende war es einfach too much, sehr pathetisch à la „alles passiert aus einem Grund“, „das war Schicksal“ etc.
Das Ende fand ich gleichzeitig sehr vorhersehbar (was auch nicht zur Spannung beigetragen hat) als auch unrealistisch, weil die ganze Story so konstruiert, weit hergeholt und unglaubwürdig war, dass es kaum vorstellbar ist, dass die Ereignisse in der Realität auch nur annähernd so passieren könnten. Dazu zog es sich auch noch viel zu lang, sodass ich mich echt zwingen musste, bis zum Ende zu lesen.

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Veröffentlicht am 27.07.2025

Familiendrama und ein bisschen Liebe

A Place to Belong
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Die Grundidee des Buches hat mir gut gefallen. Schon in den ersten Bänden merkt man ja, dass auf der Farm, so idyllisch sie auch erscheint, nicht alles Friede, Freude, Eierkuchen ist. Themen wie schlechte ...

Die Grundidee des Buches hat mir gut gefallen. Schon in den ersten Bänden merkt man ja, dass auf der Farm, so idyllisch sie auch erscheint, nicht alles Friede, Freude, Eierkuchen ist. Themen wie schlechte Arbeitsbedingungen, finanzielle Probleme oder der Verlust eines Elternteils sind vielleicht nicht typisch für dieses Genre, aber gerade das finde ich gut.

Nun kommt noch ein Thema hinzu (will nicht Spoilern, für die drei Schwestern ist es aber ein Schock und schwer zu glauben).

Die neue Protagonistin Maggie war vorher nicht bekannt, zunächst fand ich sie aber sehr sympathisch und konnte ihre Beweggründe und ihr Handeln nachvollziehen. Im Verlauf des Buches hat sie mich aber irgendwie mehr und mehr genervt, weil sie alles zu verkomplizieren scheint und sich selbst auf nervige Art im Weg steht. Dazu blieb sie nach dem guten Einstieg als Figur irgendwie blass und ich konnte nicht wirklich mit ihr und Flynn mitfühlen. Generell entwickelte sich alles sehr schnell und war trotzdem viel hin und her. Warum die beiden sich jetzt verlieben, habe ich nicht verstanden. Außer beim allerersten Treffen kam nicht viel Knistern auf.

Das Zueinanderfinden der Paare fand ich in den ersten Bänden deutlich besser und detaillierter geschrieben. Auch die anderen Schwestern haben sich diesmal irgendwie unsympathisch verhalten, in den ersten Bänden wirkten sie empathischer.

Maggie betont selbst, dass sie ja eigentlich nur ihre Schwestern kennenlernen will. Meiner Meinung nach wäre hier noch viel Luft nach oben gewesen, weil sowohl dieses Thema als auch die Liebesgeschichte an sich mehr hergeben, insgesamt wurde aber alles sehr schnell und eher oberflächlich abgehandelt, sodass beide Stränge nicht ganz zuende gedacht wirkten.

Der Schreibstil war sehr flüssig lesbar, zum Ende hin haben mich aber einige Formulierungen genervt. Wie oft kann das Herz, der Magen oder sonstwas "krampfen", bevor man ernsthafte gesundheitliche Probleme bekommt? Auch blinzeln die Figuren oft und flattern mit den Augenlidern, die Szenen kann ich irgendwie nicht ganz ernst nehmen.

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Veröffentlicht am 14.07.2025

Leider enttäuschend

This could be home
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Ich weiß gar nicht genau, warum ich den zweiten Band noch gelesen habe. Vielleicht wollte ich der Reihe doch noch eine Chance geben, nachdem Band 1 mich gar nicht abholen konnte. Doch genauso oberflächlich ...

Ich weiß gar nicht genau, warum ich den zweiten Band noch gelesen habe. Vielleicht wollte ich der Reihe doch noch eine Chance geben, nachdem Band 1 mich gar nicht abholen konnte. Doch genauso oberflächlich geht es weiter.

Die ersten Bücher der Autorin haben mir eigentlich ganz gut gefallen, jetzt wirkt es aber nur noch so, als würde hier eine platte Story nach der anderen schnell runtergeschrieben, um den Young Adult-Hype so lange wie möglich mitzunehmen. Das ist mir schon bei der vorherigen Reihe aufgefallen.

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