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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 23.01.2025

Schnell lesbar und umsetzbar

21 Dinge über deine Finanzen, die du wissen solltest
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Vor allem für junge Leute, oder zumindest jene, die noch einen Arbeits- und damit auch Anlagehorizont von mindestens 15 Jahren vor sich haben, und die sich bisher vor dem Thema „Persönliche Finanzen“ immer ...

Vor allem für junge Leute, oder zumindest jene, die noch einen Arbeits- und damit auch Anlagehorizont von mindestens 15 Jahren vor sich haben, und die sich bisher vor dem Thema „Persönliche Finanzen“ immer gedrückt haben, kann ich dieses Buch empfehlen.

Es ist in 21 einzelne Punkte gegliedert, die je einen Aspekt erklären und sich recht schnell umsetzen lassen. So kann sich jede(r) die passenden Dinge heraussuchen und relativ schnell ins Handeln kommen. Das kann nach und nach erfolgen, je nach Zeit und Lust.

Jedes Kapitel hat am Ende eine Zusammenfassung der vier wichtigsten Tipps in einem Kasten.

Das Buch ist von der Stiftung Warentest herausgegeben. So wird immer wieder auf deren Webseite verwiesen, vor allem bei Inhalten, die sich ändern können. Manche Zusatzinhalte sind dabei kostenpflichtig und das mag im ersten Moment nerven. Jedoch bewegen sich die Kosten in einem angemessenen Rahmen und nur so können sie ihre Unabhängigkeit gewährleisten. Außerdem lässt sich das Buch gut ohne diese Zusatzausgaben anwenden.

Ein wenig Verbesserungspotenzial besteht noch in der Übersichtlichkeit der Darstellungen im Buch, z. B. wären in Kapitel 02 ein paar Chartabbildungen hilfreich.

Außerdem fehlen in den Erklärungen zu ETF nach meinem Erachten Fondsgröße und Fondsalter, sowie die Replikationsmethode, d. h. vereinfacht, ob der ETF die Aktien wirklich kauft oder nur so tut.

Eine Gegenüberstellung von thesaurierenden und ausschüttenden ETF jeweils mit Vor- und Nachteilen wäre eine tolle Ergänzung der Argumentation, die ausschließlich thesaurierende ETF empfiehlt.

Trotzdem würde ich das Buch vor allem Einsteigern ans Herz legen.
Nach dessen Lektüre fällt es sicher leicht, sich über die in meiner Kritik geäußerten Details zu informieren. Vor allem sollte es dann einfach gelingen, die eigenen Finanzen in den Griff zu bekommen und stressfreier und gelassener zu leben.

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Veröffentlicht am 16.01.2025

Fesselt und regt zum Nachdenken an

Ginsterburg
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Die Leseprobe dieses Romans hat es geschafft, mich davon zu überzeugen, ihn zu lesen. Denn eigentlich hatte mich die Kurzbeschreibung nicht so sehr angesprochen. Aber nachdem ich in der Leseprobe sofort ...

Die Leseprobe dieses Romans hat es geschafft, mich davon zu überzeugen, ihn zu lesen. Denn eigentlich hatte mich die Kurzbeschreibung nicht so sehr angesprochen. Aber nachdem ich in der Leseprobe sofort durch den Schreibstil von Arno Frank gefesselt war, konnte ich nicht anders.

Das Buch ist großartig konzipiert. Einerseits sind da die ausgedachte Kleinstadt Ginsterburg und ihre Protagonisten, andererseits die historischen Fakten, Gesetze und Personen. Eine Verbindung zwischen beiden Welten ist dem Autor durch die Figur des Lothar Sieber gelungen, denn den gab es wirklich. In diesem Roman ist er eben im fiktionalen Ginsterburg aufgewachsen. So etwas ist wohl künstlerische Freiheit.

Der Autor hat eine Sprache, durch die man sich die Szenen die dazugehörigen Gefühle sehr gut vorstellen kann. Auch sind mir fast alle Figuren mit der Zeit vertraut geworden. Allerdings fand ich nicht alle wirklich zu 100% authentisch. Schwierigkeiten hatte ich mit der Restauratorin Uta. Ich konnte nicht nachvollziehen, dass sie mit stoischem Fleiß ihren Aufträgen nachgekommen ist, nach dem, was mit ihrem Mann Theo passiert ist. Mag sein, dass es ein Selbstschutz gewesen sein soll, genauso wie ihre eingebildeten Gespräche mit Theo…

Die Aufteilung in drei Teile mit jeweils fünf Jahren dazwischen fand ich sehr passend. So konnte man Entwicklungen der Lage insgesamt sowie auch persönlicher Natur besonders gut verfolgen. Sehr geschickt hat der Autor zwischendurch kleine Cliffhanger zwischen den Perspektivwechseln gestaltet, so dass ich immer gleich weiterlesen wollte.

Im Nachhinein betrachtet bin ich jedoch der Meinung, dass einige Details oder Figuren sogar hätten weggelassen werden können, ohne dass der Roman dadurch etwas vermissen lassen hätte, z. B. die Zirkusleute vom Anfang. Stattdessen hätte es gleich mit den Einwohnern von Ginsterburg starten können und das Ganze wäre genauso interessant und fesselnd geworden.

Dennoch: Ich habe mich auf keiner Seite gelangweilt, sondern mich durchweg sehr gut unterhalten und zum Nachdenken angeregt gefühlt .

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Veröffentlicht am 12.12.2024

Der Kriminalfall stört nicht weiter

Fräulein Gold: Die Lichter der Stadt
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Ich lese diese Reihe sehr gern und freue mich auch, dass es bereits einen weiteren Teil gibt.

Aber als Krimis sehe ich diese Romane schon länger nicht mehr an, denn die Kriminalfälle treten immer mehr ...

Ich lese diese Reihe sehr gern und freue mich auch, dass es bereits einen weiteren Teil gibt.

Aber als Krimis sehe ich diese Romane schon länger nicht mehr an, denn die Kriminalfälle treten immer mehr in den Hintergrund.

Das ist für mich OK, denn ich mag auch historische Romane, und so sehe ich diese Reihe als historische Romanreihe an.

Die Figuren sind mir nach wie vor sympathisch und auch die neuen die in diesem Teil hinzugekommen sind.

Ihre "Geschicke" lassen mich dranbleiben.

Den Kriminalfall in diesem Buch finde ich allerdings etwas schwach, besonders ist mir dessen Auflösung zu abrupt und zu einfach.

Deshalb diesmal auch nur 4 Sterne von mir.

Aber das ist sicher Geschmackssache.

Ich freue mich schon auf den nächsten Band.

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Veröffentlicht am 05.12.2024

Kann zwar den Mord nicht ganz nachvollziehen, aber

Tea Time
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trotzdem hat mir dieses Buch ziemlich gut gefallen.

Die Hauptfiguren mit ihren kleinen Macken fand ich einfach toll beschrieben und die Macken teilweise komisch. Insgesamt war der Roman sowieso recht ...

trotzdem hat mir dieses Buch ziemlich gut gefallen.

Die Hauptfiguren mit ihren kleinen Macken fand ich einfach toll beschrieben und die Macken teilweise komisch. Insgesamt war der Roman sowieso recht humorvoll, insbesondere voll von schwarzem Humor. So etwas mag ich sehr und die Autorin wohl auch.

Ich habe Ingrid Noll für mich wiederentdeckt. Vor vielen Jahren hatte ich bereits etwas von ihr gelesen und das hatte mir auch schon sehr gefallen.

Interessant finde ich auch, dass ihre Bücher immer wieder als Krimis eingeordnet sind, obwohl die Autorin in Interviews selbst behauptet, es seien gar keine richtigen Krimis, es kommen nur ein paar Morde darin vor.

Aber die Schublade ist mir herzlich egal, solange etwas so interessant und witzig geschrieben ist. Ich werde ganz bestimmt noch mehr Bücher von Ingrid Noll lesen.

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Veröffentlicht am 25.10.2024

Für eingefleischte Fantasy-Fans ein Muss

Tage einer Hexe
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Dieses Buch hat mich gleich gepackt. Angelockt wurde ich durch die Aufmachung. Wer kann schon einem solchen tollen Farbschnitt und den Goldbuchstaben auf dem Titel widerstehen?

Spaß beiseite! Es war eine ...

Dieses Buch hat mich gleich gepackt. Angelockt wurde ich durch die Aufmachung. Wer kann schon einem solchen tollen Farbschnitt und den Goldbuchstaben auf dem Titel widerstehen?

Spaß beiseite! Es war eine Leseprobe, die mich in den Bann gezogen hat. Ich habe den Anfang dieses Buches gelesen und wollte dann das Ganze.

Auch wenn es in einer Fantasy-Welt spielt, ist doch der Symbolcharakter mit Bezügen zu realen Problematiken der Gegenwart nicht zu übersehen. Die beiden Städte mit bezeichnenden Namen Chernograd und Belograd und der Mauer dazwischen, zu der es Schmuggler und Schleuser gibt. Deutlicher geht es ja kaum.

Kosara, die Hauptheldin dieses Romans, ihres Zeichens Hexe, stammt aus Chernograd und muss nach Belograd fliehen. Allerdings ist der Preis dafür zu hoch. Sie gibt ihren Hexenschatten dafür her, was zur Folge hat, dass sie an der sogenannten Schattenkrankheit leidet, die Kosaras allmählichen Zerfall nach sich zieht. Also muss sie zurück und ihren Schatten wiedergewinnen.

Die Autorin hat diesen Stoff recht spannend umgesetzt. Zunächst einmal geht es gleich mit viel Action und Dialogen und nur den nötigsten Beschreibungen los. Deshalb war ich ja auch gleich so gefesselt von dem Roman.

Das anfängliche Kartenspiel und wie Kosara dabei geschummelt hat, war recht witzig. Aber die Passage etwas später in Belograd, kurz nach Kosaras Flucht, fand ich noch besser. Insbesondere, da jeweils Kosaras Gedanken und dann im Kontrast dazu, was sie gesagt hat, so schön dargestellt sind. Dieses Konzept zieht sich durch das ganze Buch und ich mag es, aber besonders gelungen fand ich es bei ihrem besagten Aufenthalt in Belograd.

Überhaupt hätte es nach meinem Geschmack mehr Belograd-Szenen geben können. Insgesamt wurde die Handlung aber dann doch ein modernes Märchen, das immer verworrener wurde. Trotzdem war es unterhaltsam. Den Showdown fand ich etwas lang, als wäre der extra langgezogen worden. Ich hätte mir überhaupt ein noch überraschenderes Ende gewünscht.

Fazit: Für eingefleischte Fantasy-Fans ist dieses Buch sicher ein Muss. Für mich war es eine sehr gute spannende Lektüre.

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