Noch mehr Persönlichkeit und Spannung als im ersten Teil
Bei Büchern mit einem zweiten Teil, bei denen ich Teil 1 sehr mochte, habe ich immer die Sorge, ob es genauso bahnbrechend weitergeht oder abfällt und mir das Leseerlebnis aus Teil 1 trübt. Einen kleinen ...
Bei Büchern mit einem zweiten Teil, bei denen ich Teil 1 sehr mochte, habe ich immer die Sorge, ob es genauso bahnbrechend weitergeht oder abfällt und mir das Leseerlebnis aus Teil 1 trübt. Einen kleinen Teil dieser Sorge hatte ich auch bei der Hofreiterin – Das Versprechen der Liebe. Denn in Teil 1 habe ich schon sehr mitgefiebert, als Irma als Mann verkleidet mit ihrem Hengst Novio in der Spanischen Hofreitschule in Wien unterkommen will, enttarnt wird und sich dann auch noch in ihren Ausbilder verliebt. Aber ich war einfach zu neugierig auf Irmas weiteres Schicksal, um es nicht zu lesen. Also habe ich Irma, die nun mittlerweile als Frau offiziell an der Spanischen Hofreitschule trainieren darf, in Wien wiedergetroffen.
An Irmas Seite ist immer noch ihr treuer Hengst Novio, den wir schon aus dem ersten Teil kennen. Und auch aus Irma und Stephan ist inzwischen mehr geworden. Allerdings bleibt es bei einer geheimen Affäre, da Stephan verheiratet ist und sich nicht von seiner pflegebedürftigen Frau trennen kann. Für Irma stellt das immer mehr eine Belastung dar und so kommt es ihr gerade recht, dass der attraktive Zeitungsreporter Michael Brunner sich für sie zu interessieren scheint. Damit spielt die Liebe auch in Teil 2 eine große Rolle für Irma. Neben diesen großen Gefühlen kommen auch ihre Familie sowie ihre Freunde in der Steiermark wieder zur Sprache und dort warten ebenso einige unvorhersehbare Wendungen auf uns Leser. Die Spannung und auch die Emotionen, die so gut transportiert sind, sind also genauso gut wie im ersten Teil.
Besser als Teil 1 ist dieser Band für mich aber durch Irmas Wandlung. Sie war im ersten Part schon sehr stark und ist für ihre Träume eingestanden, aber das toppt sie hier nochmal deutlich. Denn Irma ist richtig erwachsen geworden und kein bisschen zögerlich mehr. Sie weiß ganz genau, was sie will und findet ihre eigenen Wege, um dorthin zu kommen. Dabei besticht sie durch ihre sympathische Persönlichkeit und dadurch, dass sie stets ihren Prinzipien treu bleibt und wahnsinnig hohe Ansprüche und Werte hat. Dadurch habe ich umso mehr mitgefiebert, als sie sich manches Mal gegen ihre Gefühle und für die Vernunft entschieden hat.
Es war wieder wahnsinnig aufregend und gleichermaßen emotional! Dieses Buch ist nicht nur etwas für eingefleischte Pferdefans, sondern für alle, die starke Protagonistinnen lieben.