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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 03.03.2025

Absolute Leseempfehlung

The First to Fall
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Das Leben von Jakob und Aurora wird schlagartig auf den Kopf gestellt, als es zu einem schweren Unglück von Auroras Schwester kommt. Jakobs Träume bei Olympia anzutreten platzen und er muss seiner ...

Das Leben von Jakob und Aurora wird schlagartig auf den Kopf gestellt, als es zu einem schweren Unglück von Auroras Schwester kommt. Jakobs Träume bei Olympia anzutreten platzen und er muss seiner Mutter helfen, ihren Familienbetrieb zu retten. Aurora beschließt mit ihrem Van die letzte Reise ihrer Schwester nachzuvollziehen und sucht Antworten an dem Ort ihres Todes. Beide scheinen schicksalhaft voneinander angezogen und doch stehen große Geheimnisse zwischen ihnen...

Sobald ich das Buch in den Händen hielt war ich verzaubert von dem wunderschönen Farbschnitt und der einzigartigen Cover Gestaltung- was für traumhafte Farbwahl!
Nicht nur sein Äußeres ist bezaubernd, sondern auch der Inhalt hielt mich sofort gefangen. Bereits nach den ersten Kapiteln war ich Feuer und Flamme für das Buch und wollte es nicht mehr aus der Hand legen, passierte mir schon länger nicht mehr. Die Autorin Kristina Moninger hat es mit diesem Roman geschafft, die perfekte Balance zwischen Romantik und Spannung zu finden. Auch wenn ich als erfahrene Krimileserin nicht sagen würde, dass es sich hier um einen solchen handelt, sind doch durchaus sehr fesselnde Elemente eingebaut. Man lebt mit den beiden Hauptprotagonisten Aurora und Jakob, aus deren Sicht der Roman abwechselnd geschrieben ist wahrlich mit und kann ihre Emotionen beim Lesen der Zeilen stark bei sich selbst spüren. Mir gefielen besonders die Orte der Handlungen gut, da ich mit den Gegenden vertraut bin und z.B. starke Verknüpfungen mit der Fußball Mannschaft Rapid habe, die auch erwähnt wird.

Fazit: Das Buch bekommt von mir eine riesige Leseempfehlung für alle New Adult/Liebesroman Fans, die mal etwas Abwechslung in ihre 0815 Romanen bekommen wollen!

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Veröffentlicht am 05.02.2025

Tierisches True Crime

True Crime in Nature
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Waaaaas?! Fast jede vierte Bienenart bei uns ist parasitisch!
Dieses kurze Buch verknüpft für mich zwei Themenbereiche, die ich wirklich spannend finde: Tiere und True Crime! Man sollte es jedoch nicht ...

Waaaaas?! Fast jede vierte Bienenart bei uns ist parasitisch!
Dieses kurze Buch verknüpft für mich zwei Themenbereiche, die ich wirklich spannend finde: Tiere und True Crime! Man sollte es jedoch nicht wie ein menschliches True Crime sehen, sondern als lehrreich, spannend und humorvolle Anekdoten über das Überleben im Tierreich und wie einfallsreich unsere Natur doch ist, um es in der Evolution an fie Spitze zu schaffen!
Der Schreibstil und die Struktur im ganzen Buch gefallen mir außerordentlich gut und ich musste einige Male Schmunzeln über die witzige Art des Schreibens der Autorin Farina Graßmann über eigentlich durchaus grausame Methoden der Insekten bzw. Tiere sich durchzusetzen bzw. die Hintergründe hinter gewissen Taten. Aus Sicht der Natur geht es ja eigentlich meistens nur um das blanke Überleben und taktische Entwicklungen in der Tier- und Pflanzenwelt ein Schritt weiter als die anderen zu sein. So berichtet sie unter anderem von Schlupfwespen, ihrem Röntgenblick, ihrer Fähigkeit durch das Holz ihr Opfer für die Ei Ablage in dessen Körper zu erriechen. Eine Orchidee ohne bunter Blüten und ohne Chlorophyll, die nur mit Hilfe von einem Pilz an ihren Wurzeln überlebt oder von dem altbekannten Maulwurf, der bis zu 2kg geköpfter, aber lebendiger Regenwürmer als Vorrat einbunkert. Auch Parasiten, die in unserer Vorstellung oft sehr negativ behaftet sind, finden positive, sowie anerkennende Worte und ihre Wichtigkeit im Ökosystem wird erklärt.
Unzählig spannende Geschichten mit vielen wissenschaftlichen Fakten zu den Kriminellen der etwas anderen Sorte finden sich weiters in dem gut zusammengefassten "Sachbuch".
Die kleinen schwarz-weißen Illustrationen mit oft dazu passendem roten Untergrund finde ich in einem lustigen Stil gezeichnet und sind Comic-haft eine Auflockerung zwischen den Texten. Vereinzelt finden sich auch Fotos von den erklärten Lebewesen.

Fazit: Sehr lehrreiche Geschichten über unsere Natur, witzig und spannend erzählt!

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Veröffentlicht am 27.01.2025

Geschwister als starkes Team

Mein artgerecht-Geschwisterbuch: Ich zuerst! Nein, ich!
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Es handelt sich hier um eine Vorlesegeschichte von der Autorin Nicola Schmidt über Geschwister. Im Alltag entstehen natürlich zahlreiche Konflikte, aber dieses Buch zeigt, dass Geschwister einander ...

Es handelt sich hier um eine Vorlesegeschichte von der Autorin Nicola Schmidt über Geschwister. Im Alltag entstehen natürlich zahlreiche Konflikte, aber dieses Buch zeigt, dass Geschwister einander helfen, gemeinsam Lösungen finden können und am Ende doch unzertrennlich sind!

Das Buch ist genau das richtige für uns! Mein Sohn hat auch eine kleine Schwester bekommen und es ist sehr schwer zu lernen, dass sie erstens noch nicht alles so versteht wie er und dann, dass man nun nicht mehr alles für sich alleine hat.
Der Umgang mit einem neuen Familienmitglied und allem was dadurch folgt wie etwa Streit muss erst gelernt werden, bei kleinen Kindern genauso wie bei Erwachsenen diesen richtig zu moderieren. Ein lustiges Zahnputzlied ist auch eingebaut und wird bei uns mal probiert!
Das einzige, dass mir nicht so gefällt ist das Wort hassen, welches bei Vincent einmal gegen seine Schwester verwendet wird. Das hätte man ein wenig abschwächen können mit: "ich mag sie nicht mehr!" oder dergleichen.

Die Illustrationen sind wirklich sehr lieb und kindgerecht gestaltet. Die kleine Eichhörnchen Familie ist sehr süß gemacht, auch wenn natürlich irgendwo der Papa fehlt.
Sehr schön finde ich am Ende des Buchs den Hinweis für Erwachsene "Wie aus Geschwistern ein Team wird" mit 9 Punkten, die man als Elternteil im Umgang mit seinen Kindern/ eben dann untereinander Geschwistern beachten kann, z.B. nicht Vergleichen, nicht Richter sein,...

Fazit: Ein gelungenes Kinderbuch mit ganz wichtiger Botschaft für Groß und Klein.

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Veröffentlicht am 11.04.2026

Die Kunst im Leben und der Liebe

Weißer Sommer
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Jeder Sommer hat eine andere Farbe, nur dieser nicht, er ist Weiß. In der Zeitspanne von ein paar Tagen folgen wir dem von Zerwürfnis geplagten Paar Alma und Theo, die in Südfrankreich jeder für sich ihre ...

Jeder Sommer hat eine andere Farbe, nur dieser nicht, er ist Weiß. In der Zeitspanne von ein paar Tagen folgen wir dem von Zerwürfnis geplagten Paar Alma und Theo, die in Südfrankreich jeder für sich ihre Gedanken an ihre gemeinsame Vergangenheit schweifen lassen.
Während die pessimistisch, realistische Alma ein Porträt von dem radikal, selbstbewussten Theo malt, zeichnet die Autorin Eva Pramschüfer gleichzeitig mit sanften, feinfühligen Worten und zahlreichen, anschaulichen Metaphern die Entstehung ihrer Liebesbeziehung.
In der Gegenwart erleben beide Wut und Enttäuschung über die Veränderung des geliebten Menschen, fehlende Kommunikation und Ehrlichkeit sowie den generellen Lauf der Dinge.
Gleichzeitig liest man spürbar über die Schönheit des ersten nervösen Kennenlernen, die
selektive Wahrnehmung beim Verlieben und, dass Nähe sich stets auch wie Risiko anfühlt.
Zugleich stellen sich die Protagonisten glaubhaft Thematiken wie Sucht und die damit verbundene, zerrissene Gedankenwelt, falschen Freunden bzw. wahren Freunden, schwierigen, abwesenden Eltern, Zukunftsfragen zu Ausbildung und Arbeit und sozialer Ungleichheit in ihrer Beziehung.

Großartig gefallen hat mir persönlich die vielen Aspekte der Kunst, die einen erheblichen Anteil im Roman einnahmen und das Buch selbst in ein malerisches Licht rückten.

"Du redest mit mir in Worten und ich in Gefühlen."
Plötzlich fehlten ihnen jedoch die Worte, wenn auch nicht die Gefühle und es bleibt die Frage, besteht Hoffnung für eine gemeinsame Zukunft?!

Die Stimme von Jodie Ahlborn transportiert die richtige Sanftheit, um die wärmende Atmosphäre der Tage im Sommer zwischen Alma und Theo wiederzugeben!

Fazit: Ein berührend, sanfter Roman über die Entwicklung einer Beziehung zwischen Entscheidungen, Wachstum und Veränderung! Die richtige Person zu falschen Zeit und vielleicht doch Kompromisse sehen, Erwachsen werden und dabei sich selbst nicht verlieren!

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Veröffentlicht am 14.02.2025

Fiktiv, reale Fälle

Dunkle Momente
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In diesem Buch stellt die Strafverteidigerin Eva Herbergen einige ihrer unterschiedlichsten fiktiven Fälle,inspiriert von der Realität, vor: Notwehr, Kindersoldaten,...
Sie stellt dabei Recht und Gerechtigkeit ...

In diesem Buch stellt die Strafverteidigerin Eva Herbergen einige ihrer unterschiedlichsten fiktiven Fälle,inspiriert von der Realität, vor: Notwehr, Kindersoldaten,...
Sie stellt dabei Recht und Gerechtigkeit in Frage, obwohl sie von sich sagt mit Leib und Seele ihren Beruf auszuüben. Somit bietet der Roman der Autorin Elisa Hoven uns einen interessanten Blick auf Dinge, die doch eigentlich so eindeutig scheinen.

Die Biografie der Autorin beinhaltet einige beachtliche Lebenspunkte und gleich zu Beginn führt sie ein Interview mit ihr selbst und umso mehr war ich auf den Roman gespannt.
Der Aufbau ist sehr interessant, da er sich in neun Fälle gliedert, die widerum weiter unterteilt sind.
Jede Geschichte für sich war teilweise so fesselnd, dass ich manchmal vergaß, dass dies nicht die Handlung des gesamten Buchs ist, sondern nur ein Fall. Bei der Story über Larissa und ihrem Bruder war ich vollkommen gepackt und musste erstmal zurückfinden zur Anwältin, die eigentlich Mittelpunkt dieses Romans ist. Natürlich sollte man hier annehmen, dass es nur eine fiktive Handlung ist, da sich die Hauptprotagonistin Eva sonst strafbar macht.
Zudem war ich immer wieder verwirrt, inwieweit nun Teile frei erfunden sind und dann, ob es doch der Realität der Autorin entspricht. Das kann man als positiv und negativ betrachten, je nachdem wie man zu dem Genre steht, mich störte es beim Lesen nicht.
Der Schreibstil gefiel mir außerordentlich gut und die Art und Weise wie die einzelnen Fälle aufgearbeitet sind, macht die ganze Sache spannend, da man auch Hintergründe zu den Beteiligten aus deren Sicht erfährt.

Fazit: Packende Erzählweise mit leichten Verwirrungen zwischen Realität und Fiktion.

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