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Veröffentlicht am 29.01.2025

Ungewöhnliche Fortsetzung

Verlassen
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Mit dem markant gestalteten Cover passt sich „Verlassen“ als vierter und letzter Teil gut in die „Mörderisches Island“-Reihe ein.
Wer die Vorgänger nicht gelesen hat – kein Problem. Es gibt keinen Bezug ...

Mit dem markant gestalteten Cover passt sich „Verlassen“ als vierter und letzter Teil gut in die „Mörderisches Island“-Reihe ein.
Wer die Vorgänger nicht gelesen hat – kein Problem. Es gibt keinen Bezug zu den anderen Teilen. Das ist allerdings für mich ein Punkt, der mich enttäuscht hat. Ich war davon ausgegangen, dass ich auch wieder mit Elma ermitteln und noch mehr über ihre Entwicklung erfahren würde. In diesem Krimi spielen die Ermittler jedoch nur eine untergeordnete Rolle. Der Fall wird quasi familien-intern ermittelt und gelöst.
Zur Story: eine reiche und landesweit bekannte isländische Großfamilie kommt in einem abgelegen Hotel zu einem Familienfest zusammen, und es kommt zu einem Todesfall…
Die Geschichte ist spannend aufgemacht, da man erst sehr spät erfährt, wer zu Tode gekommen ist. Die Kapitel sind kurz gehalten und aus der Sicht vieler Personen verfasst, was die Lektüre interessant und kurzweilig macht.
Mein Fazit: eine ungewöhnliche Fortsetzung der Reihe, die mich nicht ganz überzeugen konnte.

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Veröffentlicht am 06.11.2024

Mord auf Schwedisch

Still ist die Nacht (Ein Fall für Maya Topelius 2)
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Mit dem hübsch gestalteten Cover lande ich auf der kleinen Schäreninsel Svartlöga, wo ein Yoga Retreat stattfinden soll, an dem auch die Kriminalinspektorin Maya teilnimmt. Das Retreat wird von ihrer Freundin ...

Mit dem hübsch gestalteten Cover lande ich auf der kleinen Schäreninsel Svartlöga, wo ein Yoga Retreat stattfinden soll, an dem auch die Kriminalinspektorin Maya teilnimmt. Das Retreat wird von ihrer Freundin Emely geleitet, und Maya hofft auf ein paar entspannte Tage, die sich bereits nach der ersten Nacht in Wohlgefallen auflösen: Maya muss erfahren, dass ihre Freundin sie jahrelang angelogen hat, und auf der Insel wird ein Toter gefunden, der keines natürlichen Todes gestorben ist. Natürlich beginnt Maya, undercover zu ermitteln...
Die Autorin schreibt in einem flüssigen Stil mit schönen Landschaftsbeschreibungen.Sie zeichnet gut durchdachte Charaktere und spinnt eine nicht so leicht vorhersehbare Geschichte, die leider aber nur teils spannend ist. Das Buch enthält für mich leider zu viel Privates (den Streit zwischen Maya und Emely). Ebenso kann ich mit den spirituellen Eingebungen der Französin Penelope, die eingeflochten werden, nicht so viel anfangen. Das führt dazu, das einiges etwas zu konstruiert wirkt.

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Veröffentlicht am 14.09.2024

Spannend nach wahren Begebenheiten

In Zeiten des Todes
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Das spannend gestaltete Cover führt mich nach Bozen, wo der neue Commissario Luther Krupp den Mord an einer Prostituierten bearbeiten muss. Hierbei stößt er nicht nur auf interne Hindernisse in Form von ...

Das spannend gestaltete Cover führt mich nach Bozen, wo der neue Commissario Luther Krupp den Mord an einer Prostituierten bearbeiten muss. Hierbei stößt er nicht nur auf interne Hindernisse in Form von nicht kooperativen Kollegen und unorthodoxen Methoden, sondern auch auf Zusammenhänge mit einem alten Fall und weitere Todesfälle. In Kollegin Arianna Licci findet er zunächste wenigstens eine loyale Mitstreiterin.
Der Fall wird ebenso aus Sicht des jungen Alex Milla, der sich als Journalist einen Namen machen will, aber von seinem Vorgesetzten Jo ausgebremst wird.
Luca d’Andrea hat aus der wahren Geschichte einen spannenden Thriller entworfen, der mich in seinen Bann gezogen hat. Ich tauche tief in die (teil erschreckenden) Hierarchien und Methoden der Polizeiarbeit und des Journalismus ein genauso wie in die psychischen Auswirkungen des Erlebten auf die jeweiligen Beteiligten.
Ich war erst ein wenig skeptisch ob der Länge des Buches, aber mit seinem frischen, zeitgemäßen Schreibstil und der erzeugten Spannung habe ich es recht schnell durchgelesen.
Einziger Kritikpunkt: es gibt viele Wiederholungen von Mantras und Gedanken, das hat mich etwas gestört.

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Veröffentlicht am 16.08.2024

Gelungener Auftakt

Tode, die wir sterben
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Mit dem schwedisch blau/gelb gestalteten Cover mit der Öresundbrücke lande ich direkt in Malmö und dem ersten Fall des neu zusammengewürfelten Ermittlerteams Jon Nordh und Svea Karhuu.
Jon hat mit dem ...

Mit dem schwedisch blau/gelb gestalteten Cover mit der Öresundbrücke lande ich direkt in Malmö und dem ersten Fall des neu zusammengewürfelten Ermittlerteams Jon Nordh und Svea Karhuu.
Jon hat mit dem Unfalltod seiner Frau, deren Untreue und der Versorgung der Kinder zu kämpfen und flüchtet nur zu gern in die Ermittlungen, die ihm – nach erfolgreichem Abschluss – zur Freigabe der Unfallakten verhelfen sollen.
Die dunkelhäutige Svea trägt den Vorwurf und der Schuld der Tötung eines Kollegen im Undercover-Einsatz mit sich und sieht sich mit Diskriminierung konfrontiert.
Beide müssen erst Vertrauen ineinander finden, um den Tod eines 13-jährigen Jungen aufzuklären. Hierbei tauchen sie tief ins Gangmilieu und die sozialen Brennpunkte von Malmö ein.
Der Krimi (auch ein wenig Sozialstudie) ist spannend geschrieben, sehr emotional und durchgängig interessant, so dass ich ihn schnell durchgelesen habe. Die Charaktere sind detailliert ausgearbeitet und man baut rasch eine Beziehung zu ihnen auf.
Einziger Kritikpunkt: Auch wenn Jons Trauer ein zentrales Thema ist, nimmt sie mir ein wenig zu viel Platz im gesamten Verlauf ein.
Insgesamt ist dem Autorenduo ein guter Auftakt für diese neue Serie gelungen – ich freue mich schon auf den 2. Teil!

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Veröffentlicht am 18.06.2024

Bewegend!

Der Sommer, in dem alles begann
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Der hübsch gestaltete, romantisch anmutende Umschlag versetzt mich direkt in die Bretagne, wo Hélene ihre gesamte Kindheit und Jugend verbringt. Hier entdeckt sie mit Hilfe der zugezogenen Lehrerin Marguerite ...

Der hübsch gestaltete, romantisch anmutende Umschlag versetzt mich direkt in die Bretagne, wo Hélene ihre gesamte Kindheit und Jugend verbringt. Hier entdeckt sie mit Hilfe der zugezogenen Lehrerin Marguerite (auf der Suche nach ihrer Mutter) ihre Liebe zur Literatur, überdenkt ihr Verhältnis zu Yannick (Kämpfer für die bretonischer Freiheit), ihrem Freund seit Kindestagen an, und muss die ersten Schicksalsschläge hinnehmen.

Mit ihrem einfühlsamen Schreibstil erzählt Claire Léost eine mitreißende Geschichte vom Erwachsenwerden, Heimatliebe und gesellschaftlichen Zwängen in verschiedenen Epochen in Frankreich.

Ein Roman, der bewegt und mitreißt!

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