Eine Geschichte, die uns als Warnung dienen sollte
Der Report der MagdThe Handmaids Tale gehört zu dieser einen Art Bücher, bei der man gar nicht so genau weiß, was man sagen soll.
Zu diesen unfassbar guten und wichtigen Büchern, die einen gleichzeitig so viel Frustration ...
The Handmaids Tale gehört zu dieser einen Art Bücher, bei der man gar nicht so genau weiß, was man sagen soll.
Zu diesen unfassbar guten und wichtigen Büchern, die einen gleichzeitig so viel Frustration und Wut spüren lassen.
Das Buch spiegelt eine Gesellschaft wieder, von der mich sich vielleicht zunächst denkst, zum Glück müssen wir nicht so leben. Dabei liegt das ganze gar nicht mal so fern und auch wir gehen stellenweise in die Richtung dieses Regimes, was ja auch die Grundlage dieses Buches bildet.
Was mir besonders gut gefallen hat ist, dass wir uns hier nicht mitten in einem dystopischen Regime befinden, das gefühlt schon immer existiert. Stattdessen hat die Protagonistin die Welt vorher und die gesellschaftliche Umwälzung am eigenen Leib miterlebt. Besonders die Ambivalenz in ihr fand ich sehr spannend. Das man natürlich an all seinen Erinnerungen und dem Leben, das einem weggenommen wurde festhält und sich dennoch so schnell einfügt. Das man versucht, einen Ausweg zu finden und zu rebellieren und doch auch so viele der neuen Denkweisen schnell selbst aufnimmt.
Auch die Gesellschaft selbst ist sehr spannend aufgebaut und baut auf vielen bereits jetzt bestehenden Denkweisen auf, nur eben in einer extremen Form umgesetzt. Besonders interessant war es zu sehen, wie die Gesellschaft der Frau einerseits eine so wichtige Rolle zuschreibt und sich darüber definiert, wie viel sicherer das Leben für sie jetzt ist und auf der anderen Seite sie trotzdem vollends unterdrückt und fremdbestimmt.
Das Ende lässt mich mit vielen Fragen zurück, weshalb ich auch den 2. Teil zeitig noch lesen möchte.