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Carolinchen

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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 05.03.2025

Grandios

NACHT
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Inhalt
Auf ihrer Flucht vor ihrem Exfreund nimmt Sóldís kurzerhand eine Stelle als Haushaltshilfe für ein reiches Ehepaar mit zwei Kindern an. Der Hof, auf dem sie helfen soll, liegt sehr abgelegen. Für ...

Inhalt
Auf ihrer Flucht vor ihrem Exfreund nimmt Sóldís kurzerhand eine Stelle als Haushaltshilfe für ein reiches Ehepaar mit zwei Kindern an. Der Hof, auf dem sie helfen soll, liegt sehr abgelegen. Für Sóldís kommt es sehr gelegen. Doch kaum fängt sie dort an zu arbeiten, geschehen merkwürdige Dinge. Sachen verschwinden und der Ehemann benimmt sich verdächtig. Bis sie es schließlich nicht mehr aushält und kündigen will, doch da ist es schon längst zu spät.

Eigene Meinung
Ich bin wieder restlos begeistert von Yrsa Sigurdardóttirs Thriller. "Schnee" und "Rauch" habe ich schon verschlungen und genau so war es hier.
Dazu muss man kurz sagen, dass Nacht vor Rauch spielt. Zwar geht es nur um eine Nebenhandlung der Ermittler, doch ich möchte Reihen auch wegen dieser kleinen Nebenhandlungen lieber in der richtigen Reihenfolge lesen.

Yrsa Sigurdardóttir schreib so unglaublich atmosphärisch, man hat das Gefühl, in dem Moment selbst auf Island in Schnee und Kälte zu sein. Grandios, was sie für ein Talent hat. Noch dazu liebe ich Thriller, die bei Kälte, Schnee und Eis spielen, am besten noch total abgelegen.

Die Spannung war auch von Anfang bis Ende da. Nie abgeflacht, wirklich nie! Der Ball ist immer dadurch oben geblieben, dass sich die Vergangenheit mit der Gegenwart abwechselt. Die Vergangenheit startet mit einem Verbrechen und macht in den nächsten Kapiteln noch einmal einen Sprung nach hinten und man erfährt nach und nach, wie es zu dem Ereignis kommen konnte. Abwechselnd damit finden in der Gegenwart die Ermittlungen statt, welche immer genau passend zu den Kapiteln aus der Vergangenheit neue Erkenntnisse liefern.

Es ist brutaler als "Schnee" und "Rauch", aber dafür umso spannender. Auch die Auslösung hat sich perfekt ins Gesamtbild gefügt und ich bin bis zum Schluss im Dunkeln getappt.

Fazit
Ein grandioses Setting und Spannung bis zum Schluss. Ich kann gar nicht genug von Yrsa Sigurdardóttirs Thrillern bekommen. Sie spielen in der oberen Liga!

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 05.03.2025

Grandiose Fortsetzung

Thrones and Curses – Für die Krone geboren
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Inhalt
Nach Sophronias Tod beginnt Beatriz aktiv, aber noch unentdeckt gegen ihre Mutter zu arbeiten. Verzweifelt versucht sie ein ums andere Mal Daphne davon zu überzeugen, wie gefährlich ihre Mutter ...

Inhalt
Nach Sophronias Tod beginnt Beatriz aktiv, aber noch unentdeckt gegen ihre Mutter zu arbeiten. Verzweifelt versucht sie ein ums andere Mal Daphne davon zu überzeugen, wie gefährlich ihre Mutter ist. Doch Daphne stand schon immer auf der Seite ihrer Mutter. Wird sie auch diesmal Beatriz in den Rücken fallen und sie verraten?

Eigene Meinung
Inhaltlich geht es nach Band eins nahtlos weiter. Ich war wirklich fassungslos von diesem Ende. Ich meine, wie oft hat man es denn, dass Autoren ihre Protagonisten wirklich sterben lassen? Mein Herz schmerzte, vor allem weil der Abschied so Herz zerreißend war.

Band zwei ist wie der erste Band voll mit Intrigen, Machtspielchen und verzweifelter Hoffnung auf ein friedliches Leben. Es ist unglaublich zu sehen, wie stark die Schwestern sind (ja, auch die tote Sophronia) und wie sie anfangen, gegen ihre Mutter aufzubegehren. Alles so leise und heimlich wie es geht, denn es gibt niemand gefährlicheren, als die Kaiserin.

Das Buch ist voller Wendungen und Rückschlägen. Oft glaubt man, die Schwestern hätten einen Schlag gegen die Kaiserin getan nur um dann zu erkennen, dass diese den beiden schon wieder zehn Schritte voraus war.

Sehr erfrischend fand ich hier wieder, dass die Romanze immer noch kaum eine Rolle spielt. Es geht vielmehr um Freundschaft, verbünden mit dem Feind und Familienbanden.

Die Lage spitzt sich immer mehr zu, bis zu einem weiteren Cliffhanger. Gott sei Dank ist Band drei nicht mehr weit. Ich bin sehr gespannt, ob die beiden gegen ihre Mutter bestehen, oder ob es ein total unkonventionelles Ende geben wird... Schließlich wurde Sophronia ja ebenfalls ausradiert...

Fazit
Ein tolles Buch über starke Frauen. Vor allem für jeden, die mal wieder eine Fantasyreihe lesen wollen, bei der die Romanze wirklich an allerletzter Stelle steht.

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 05.03.2025

Alles, was das Bäckerherz begehrt

Die Butter mit dem Zucker schaumig schlagen ...
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Vorweg gibt es eine Einleitung mit vielen Tipps, Tricks und Informationen zu den verwendeten Produkten in den Rezepten.

Es startet mit Plätzchen und Kuchen und dann gleich mehrere verschiedene Variationen ...

Vorweg gibt es eine Einleitung mit vielen Tipps, Tricks und Informationen zu den verwendeten Produkten in den Rezepten.

Es startet mit Plätzchen und Kuchen und dann gleich mehrere verschiedene Variationen der feinen Gebäcke. Einige Beispiele:
Plätzchen: Chocolate Chip Cookies, Shortbread, Macarons, genauso wie zum Beispiel auch herzhafte Plätzchen mit Käse.
Im Kuchen Kapitel gibt es trockene Kuchen, feuchte Kuchen, gefüllte Kuchen, würzige Kuchen, alleine 6 verschieden Brownies auf einer Seite.
Sehr gefallen hat mir hier, dass bei kleinen Kuchen oft unten drunter eine Variante in einer großen Backform mit der gleichen Teigmenge steht. Oft stehen dort dann auch Tipps zum füllen, um daraus eine tolle Torte zu kreieren.

Im Tarte Kapitel gibt es vorweg drei verschiedene Grundteige (hell, Haselnuss, Schoko) auf denen fast alle Tarterezepte basieren. Hier habe ich tolle Ideen für Füllungen gefunden. Nicht nur zum Backen, sondern auch kalte Füllungen wie Pana Cotta oder Schokoladenmousse. Auch hier überzeugen die vielen Abwandlungen der Rezepte, oft inklusive Fotos (Ursprungsgericht mit den Varianten auf einem Foto), welche dann eine wunderschöne, appetitliche Zusammenstellung ergeben.

Anschließend gibt es im Brandteigkapitel alle möglichen Variationen von Eclairs (zb Tiramisu, oder Erdbeere), Windbeuteln (Zitrone mit Baiserhäubchen sieht einfach himmlisch aus!) und anderen Leckereien aus Brandteig gefüllt mit Cremes, eine köstlicher als die andere.

Das letzte große Kapitel dreht sich um Hefegebäcke. Ob mit frischer oder mit trockener, einfach oder raffiniert, auch hier ist alles dabei.
Auf den letzten paar Seiten sammeln sich ein paar Grundrezepte. Verschiedene Füllungen, Toppings, Buttercremes und vieles mehr.

Die Rezepte sind sehr gut strukturiert. Auf der einen Seite ist das Rezeptfoto, auf der anderen das Rezept. Links auf der Seite sind die Zutaten, rechts ist die Zubereitung und oberhalb davon hat Emilia Jackson jedesmal eine kleine Einleitung zum Rezept geschrieben zum Beispiel woher sie das Rezept hat, was es so besonders macht, wie vielseitig abwandelbar es ist, oder Tipps zum Gelingen.

Zwischen den Kapiteln gibt es wertvolle Tipps für das jeweils nächste, inklusive Schritt für Schritt Anleitungen für zb das Zusammensetzen einer Torte.

Normalerweise klebe ich Post-its in Backbücher, damit ich favorisierte Rezepte schneller nachschlagen kann. Doch hier habe ich kein einziges geklebt, da ich sonst auf fast jeder Seite eines gehabt hätte! Lange nicht mehr hat mich ein Backbuch so sehr überzeugt, wie dieses hier.
Für wirklich jeden Geschmack ist etwas dabei, inklusive vieler Ideen für Variationen.

Ein tolles, umfangreiches Backbuch mit allem, was das Herz begehrt.

Veröffentlicht am 05.03.2025

Tolle Auswahl an veganen und saisonalen Gerichten!

Ganz entspannt vegan – Das Jahreszeitenkochbuch
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Das Buch besticht durch eine klare und übersichtliche Gestaltung, es nicht zu überladen. Ganz unten auf der Seite stehen die Nährwerte, so wie eine realistische Zubereitungszeit. Es gibt zu jedem Gericht ...

Das Buch besticht durch eine klare und übersichtliche Gestaltung, es nicht zu überladen. Ganz unten auf der Seite stehen die Nährwerte, so wie eine realistische Zubereitungszeit. Es gibt zu jedem Gericht ein Foto, welche ich allesamt ansprechend fand.
Unterteilt ist es nach Jahreszeit und darin in Suppen/Salate, Hauptspeisen, Kuchen/Dessert und Getränke/Snacks.

Hier ist durch die Bank weg alles dabei. Suppen, panierte "Schnitzel", Pfannengerichte, Nudelgerichte, Kuchen, Cremes, Crumble usw. Eine sehr schöne Mischung und wie ich finde, sehr ausgewogen. Nicht zu viele Suppen, oder zu wenige Salate. Es war wirklich stimmig.

Es kommen viele Hülsenfrüchte zum Einsatz, besonders Bohnen, genau so wie Kartoffeln. Gewürzt ist überwiegend mit Salz, Pfeffer und Kräutern. Weniger exotisch, mehr nach "deutscher Küche". Nichts ausgefallenes. Fand ich aber auch passend so, da die Gerichte eben auch nicht orientalisch, asiatisch oder ähnliches sind, sondern mit heimischen Lebensmitteln und vor allem saisonal.

Gut gefallen haben mir die vielen verschiedenen Bratlinge, so wie die abwechslungsreichen Salate (gut auch für to-go) und die tolle Auswahl an Suppen.
Es sind viele Gerichte für die schnelle Küche dabei, so wie gut zum Vorbereiten, aber auch mal aufwendigere Sachen.

Sehr gefreut hat mich der Einsatz von Kala Namak, ist es doch essenziell um aus einer Tofucreme (oder ähnlichem) einen Ei-Ersatz zu machen. Ich liebs total! Kommt hier zum Beispiel bei zwei Quiches zum Einsatz.
Auch Hefeflocken kommen hier oft vor, für den käsigen Touch. Die werde ich mir wohl doch wieder in den Vorratsschrank stellen.

Wer auf der Suche nach einem saisonalen Kochbuch ist, macht hiermit garantiert nichts falsch.

Veröffentlicht am 30.01.2025

Die Scham muss die Seite wechseln

Und ich werde dich nie wieder Papa nennen
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Tagebuchartig erzählt Caroline Darian, die Tochter von Gisèle und Dominique Pelicot, wie das Verbrechen ihres Vaters Stück für Stück ihre Familie zerstört.

Das Buch ließ sich schnell lesen (wenige Seiten, ...

Tagebuchartig erzählt Caroline Darian, die Tochter von Gisèle und Dominique Pelicot, wie das Verbrechen ihres Vaters Stück für Stück ihre Familie zerstört.

Das Buch ließ sich schnell lesen (wenige Seiten, teilweise kurze Kapitel), jedoch keineswegs leicht. Mehrmals musste ich beim Lesen pausieren, um das Ausmaß des ganzen zu fassen bzw es zu versuchen. Denn das Verbrechen von Dominique Pelicot ist entsetzlich und zieht weite Kreise.

Man kann einfach nicht glauben, was man liest und ist von jedem neuen Schlag, jeder neuen Erkenntnis und neuen Verbrechen, die aufgedeckt werden, tief getroffen.

Es ist gut, dass der Prozess öffentlich gemacht wurde, denn so wird die Welt erst auf solche Verbrechen aufmerksam und es ebnet den Weg für zukünftige Opfer derartiger Verbrechen.

Man spürt die Trauer und Wut von Caroline Darian in jeder Zeile und es schmerzt mit anzusehen, wie sich die Familie (insbesondere Mutter und Tochter) mit jedem neuen aufgedeckten Geheimnis mehr entzweit.

Mir fehlen immer noch die Worte, angesichts dieser Grausamkeiten.
Caroline Darians Dokumentation ist nichts für schwache Nerven.