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Veröffentlicht am 04.02.2025

Ein tolles Buch

In einem Zug
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Wenn Daniel Glattauer eines kann dann gute Dialoge und vielschichtige Protagonisten.

Das hat er auch in diesem Buch wieder bewiesen. Die Handlung von "in einem Zug" spielt ebenda. Ein Autor trifft auf ...

Wenn Daniel Glattauer eines kann dann gute Dialoge und vielschichtige Protagonisten.

Das hat er auch in diesem Buch wieder bewiesen. Die Handlung von "in einem Zug" spielt ebenda. Ein Autor trifft auf eine junge Frau die ihn sofort mit Fragen bombardiert obwohl Eduard Brünhofer, Romanautor und auf dem Weg zu seinem Verlag, eigentlich nur überlegen will wie er beim Verlag rechtfertigen kann das er nicht mehr liefern möchte was sie erwarten.

Die Handlung ist nach Stationen der Zugfahrt gegliedert, was ich total gelungen finde und Glattauer beweist auch hier meiner Meinung nach sein Talent für vielschichtige Charaktere, tolle Dialoge und interessante innere Monolge seiner Protagonisten. Mit gewohnter scharfsinnigkeit, Selbstironie und der Ironie die ich an dem Autor sehr schätze erzählt er hier die Geschichte einer Zugfahrt mir deren Ausgang man wohl so nicht gerechnet hat.

Wer hier einen Liebesroman nach der Art von "gut gegen Nordwind" erwartet wird wohl enttäuscht. Wer allerdings ein Schatfsinniges sinnieren über das Leben und die Liebe nicht scheut und sich auf die Geschichte einlassen möchte der kommt hier voll auf seine Kosten.

Als riesiger Fan von Daniel Glattauer war ich natürlich auch auf der Lesung des aktuellen Romans und kann nur sagen.... bisher hat sich jedes Glattauer Buch für mich total gelohnt.

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Veröffentlicht am 01.02.2025

Ein sehr lehrreiches Buh

Und jetzt du.
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Racial Profiling, Othering, White Fragility, Happyland, intersektionalität... das alles und noch viel mehr sind Begriffe die einem in Tupoka Ogettes Buch begegnen.

Teilweise kennt man die Begriffe, teilweise ...

Racial Profiling, Othering, White Fragility, Happyland, intersektionalität... das alles und noch viel mehr sind Begriffe die einem in Tupoka Ogettes Buch begegnen.

Teilweise kennt man die Begriffe, teilweise sind sie der breiten Masse wohl eher unbekannt. Was sie alle gemeinsam haben ist das sie mit Rassismus zu tun haben. Mit einer Ideologie die seit Jahrhunderten ihr Unwesen treibt und unglaublich viel Leid, Wut und Verzweiflung bis zu Mord hervorbringt. Doch wie kommt man gegen ein System an das so tief verwurzelt ist und was muss sich ändern? Wie schaffen wir es Rassismuskritisch zu leben und wie schaffe ich als weiße Person den Auszug aus "Happyland" also dem Zustand sich nicht mit Rassismus auseinandersetzen zu müssen?

Diese und viele andere Fragen beantwortet die Autorin sehr interessant. Immer wieder lässt sie persönliche beispiele, erfahrungen ebenso in ihr Buch einfließen wie Statistiken, Fakten, Fachbegriffe und scheut sich nicht davor ihre eigenen Wunden zu offenbaren.

Eines wird dabei klar... es reicht nicht, bei weitem nicht sich hinzustellen und zu sagen :" Ich sehe keine Hautfarben" oder "für mich sind alle Menschen gleich" denn das beschriebt nicht einmal annähernd den Schmerz, die Wut und das Leid dem Menschen durch Rassismus ausgesetzt sind.

Es braucht aktive Auseinandersetzung mit dem System Rassismus, der eigenen Sozialisierung, das hinterfragen der eigenen Privilegien und dem begreifen das diese nicht Selbstverständlich sind. Es braucht aktive Rassismuskritik und Zivilcourage.
Nur so kann sich etwas zum positiven ändern.

Ich wünsche mir wirklich sehr das dieses Buch noch sehr viele Menschen lesen und das mehr Menschen ihre rassistische Sozialisierung hinterfragen und so etwas ändern können. Da ich selbst in der Kinderbetreuung arbeite und man auch dort merkt wie bestimmte Stereotype immer wieder reproduziert werden wünsche ich mir wirklich mehr Aufklärung zum Thema und auf jeden Fall mehr Fortbidlungen für Bildungspersonal.

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Veröffentlicht am 30.01.2025

Sehr interessant

Der Tod eines Guru
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Dieses Buch finde ich wirklich spannend. Der Autor beschreibt seine Reise vom Hinduismus zum glaube an Jesus und seine Suche nach Erfüllung die er weder im Hinduismus noch im Yoga zu finden vermochte. ...

Dieses Buch finde ich wirklich spannend. Der Autor beschreibt seine Reise vom Hinduismus zum glaube an Jesus und seine Suche nach Erfüllung die er weder im Hinduismus noch im Yoga zu finden vermochte. Seit seiner Kindheit hört der Ich Erzähler immer wieder das er auserwählt sei was zu einer Art Überheblichkeit und wachsender Intoleranz gegenüber denen führt die in seinen Augen nicht erwählt oder zu wenig dem Folgen was für ihn als Lebensweg und "richtiges" Leben gilt. Immer engstirniger und extremer wird er in seinen Überzeugungen doch bleibt er innerlich leer. Je mehr er sich selbst als auserwählten und Guru zu betrachten beginnt desto mehr entfernt er sich von sich selbst und denen die er vorgibt zu lieben und zu führen. Doch dann gibt es einen absoluten Wendepunkt nach dem nichts mehr so ist wie davor.

Eine wirklich sehr spannenden Biografie und ein Buch über die Suche nach dem Sinn des Lebens, dem Glauben und spiritueller Erfüllung das mich immer wieder dazu gebracht hat mich selbst zu reflektieren. Die grundaussage des Buches war für mich das man wahre Erfüllung erst finden kann wenn man in seinem Herzen nach der Wahrheit sucht und lernt das liebe keine an eine Person gebunden Emotion sondern eine Grundeinstellung sein sollte. Je mehr man davon gibt desto mehr wird man davon erfüllt sein und je mehr Menschen man liebe geben kann, unabhängig von ihrem Glauben, ihrer sozialen Zugehörigkeit oder sonstigen äußeren Faktoren desto mehr wird man selbst von liebe erfüllt sein.

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Veröffentlicht am 28.01.2025

Sehr gelungen

Widder Willi will aber!
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Widder Willi ist für mich ein ausgesprochen gut gelungenes Kinderbuch für Kinder die sich schwer damit tun Kompromisse einzugehen. Ich weiß sehr gut das das ein oftmals sehr schwieriges Thema ...

Widder Willi ist für mich ein ausgesprochen gut gelungenes Kinderbuch für Kinder die sich schwer damit tun Kompromisse einzugehen. Ich weiß sehr gut das das ein oftmals sehr schwieriges Thema ist und man da als erwachsener auch gut begleiten muss. Da kann dieses Buch glaube ich sehr hilfreich sein. Es ist toll erzählt, wirklich ausgesprochen schön gestaltet und erklärt altersgerecht den besprochenen Sachverhalt. Immerhin muss man irgendwann lernen sich in Gruppen einzufügen und hier hat man das thematisiert ohne das es das Kimd gleich mal am eigene Leib zu spüren bekommt bzw kann man falls dies passiert ist mit diesem Buch gut das Thema begleiten und altersgerecht und liebevoll aufgreifen ohne gleich total belehrend und besserwisserisch rüberkommen zu müssen was ich sehr gelungen und wichtig im Umgang mit dem Thema finde

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Veröffentlicht am 18.01.2025

Ein wichtiges Buch

Beklaute Frauen
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Was ist der "Matilda Effekt" und warum hat Rosalind Franklin keinen Nobelpreis? Wieso wissen wir so wenig über Frauen im bewaffneten Widerstand und was hat das mit patriachalen Strukturen zu tun? Wieso ...

Was ist der "Matilda Effekt" und warum hat Rosalind Franklin keinen Nobelpreis? Wieso wissen wir so wenig über Frauen im bewaffneten Widerstand und was hat das mit patriachalen Strukturen zu tun? Wieso beging die erste Frau mit Doktortitel in Chemie, Clara Immerwahr aus Protest gegen die Rolle ihres Mannes in der Entwicklung von Giftgas Suizid? Was hat all das mit unserem Leben heute zu tun und vor allem... wieso kennen wir all diese Frauen nicht?

Wieso stehen sie nicht in den Geschichtsbüchern, wieso lernen wir nichts in der Schule über sie und wäre es nicht an der Zeit endlich die Diversität der Welt zu sehen und anzuerkennen?

Würden wir nicht alle von neuen "Role models" profitieren mit denen wir uns identifizieren können anstatt durch "othering" also das gezielte darstellen von andersartigkeiten als Problem immer wieder Ungleichheiten und Unterdrückungsmechanismen zu reproduzieren und zu stärken?

Diesen Fragen und noch vielen anderen mehr widmet sich die Historikern, Journalistin und Moderatorin Leonie Schöler in diesem interessanten und großartig recherchierten Buch. Es war wirklich ungemein informativ allerdings musste ich während dem Lesen immer wieder mal kurze Pausen einlegen.

Dies war aber auf keinen Fall dem sehr flüssigen Schreibstil Schölers geschuldet sondern meiner beim Lesen immer wieder aufkommenden Wut und Frustration angesichts der strukturellen Ungerechtigkeiten die die Autorin in ihrem Buch aufzeigt und auch dem Drang bestimmte Persönlichkeiten die im Buch vorkommen in Suchmaschinen einzugeben um herauszufinden was das Internet so über sie ausspuckt.

Man fragt sich wieso nicht längst alle Geschichtsbücher komplett überarbeitet wurden und bekommt gleichzeitig die Antwort die man befürchtet und mit der man gleichzeitig rechnet... strukturelles totschweigen, mathilda Effekt (die systematische Verdrängung und Leugnung des Beitrags von Frauen in der Wissenschaft, deren Arbeit häufig ihren männlichen Kollegen zugerechnet wird) und tief verwurzelter Sexismus und misogynie die von Karl Marx und Siegmund Freud bis heute immer wieder die Geschichte durchdringt sieht man als Antrieb eines Systems das von Ungleichheit profitiert.

Tolles Buch

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