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Veröffentlicht am 04.04.2025

Melodie der Sehnsucht

Für Polina
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Hannes und Polina kennen sich seit ihrer jüngsten Kindheit. Sie sind Freunde, die gemeinsam durch dick und dünn gehen. Doch wie das Leben manchmal spielt, verliebt sich Hannes in Polina. Aus dieser Liebe ...

Hannes und Polina kennen sich seit ihrer jüngsten Kindheit. Sie sind Freunde, die gemeinsam durch dick und dünn gehen. Doch wie das Leben manchmal spielt, verliebt sich Hannes in Polina. Aus dieser Liebe heraus komponiert er für sie eine wunderschöne Melodie. Ihre Wege trennen sich, Hannes wird älter, doch er fühlt, dass ihm die Liebe seines Lebens weiterhin fehlt.
Takis Würger gelingt mit diesem Roman eine zu Herzen gehende Erzählung. Zwar driftet die Geschichte an einigen Stellen ins Kitschige ab, doch trotzdem habe ich das Buch gerne gelesen - manchmal wirkt es auch fast märchenhaft. Es handelt von einer großartigen Freundschaft und einer Liebe, die scheinbar alles überwindet. Einige Ereignisse sind zwar vorhersehbar, doch das tut der Geschichte keinen Abbruch. Auch die Nebenfiguren werden einfühlsam beschrieben – ob sie dem Leser sympathisch sind, muss jeder selbst entscheiden.
Ich bewerte diese tragische Liebesgeschichte mit klaren vier Sternen.

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Veröffentlicht am 20.03.2025

Herzerwärmend

Note to myself: Liebe ist keine Option
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Alice erwischt ihren Freund Bennett in flagranti mit einer ihrer Freundinnen. Enttäuscht schmeißt sie die beiden aus ihrer Wohnung – und die Matratze gleich hinterher. Doch als die Matratze den ...

Alice erwischt ihren Freund Bennett in flagranti mit einer ihrer Freundinnen. Enttäuscht schmeißt sie die beiden aus ihrer Wohnung – und die Matratze gleich hinterher. Doch als die Matratze den zufällig vorbeikommenden Lennon streift, nimmt das Schicksal seinen Lauf. Was sich daraus entwickelt, lässt sich sicher schon erahnen.

Doch nicht nur Alice ist von Beziehungskomplikationen betroffen. Auch ihre beste Freundin Zara und ihr Kollege Tobey haben ihre eigenen Herausforderungen im Liebesleben zu meistern. Werden alle drei ein Happy End erleben? Die Protagonisten sind unglaublich warmherzig und sympathisch – man kann sie einfach nur mögen. Eine Ausnahme bildet Bennett, aber ein "Fiesling" darf in einer guten Liebesgeschichte natürlich nicht fehlen.

Die Geschichte ist herzerwärmend und hat mich von Anfang an gepackt. Besonders gelungen ist Alice' Vorliebe für Listen, mit denen sie versucht, ihr Leben unter Kontrolle zu halten. Diese Listen fungieren wie ein roter Faden im Buch, und oft musste ich schmunzeln, wenn sie wieder zu einem neuen "Plan" griff. Die Entwicklung der Story ist zwar ziemlich vorhersehbar, doch sie zeigt eindrucksvoll, wie wichtig wahre Freundschaften im Leben sind.

Insgesamt eine wirklich lesenswerte Liebesgeschichte, die trotz der Vorhersehbarkeit ihre ganz eigenen, charmanten Momente hat. Eine klare Leseempfehlung von mir – vier Sterne!

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Veröffentlicht am 31.01.2025

Was macht mein Leben aus?

Das Leben ist ungerecht
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Der Titel „Das Leben ist ungerecht und das ist auch gut so“ hat sofort mein Interesse geweckt. Diese Aussage erscheint mir wie ein Widerspruch in sich. Doch die Keynote-Speakerin Miriam Höller zeigt in ...

Der Titel „Das Leben ist ungerecht und das ist auch gut so“ hat sofort mein Interesse geweckt. Diese Aussage erscheint mir wie ein Widerspruch in sich. Doch die Keynote-Speakerin Miriam Höller zeigt in ihrem Buch, dass es auch anders sein kann.

Miriam Höller ist mir aus dem Motormagazin GRIP und als Stuntfrau bekannt. Jahrelang lebte sie auf der Überholspur, bis das Schicksal innerhalb kurzer Zeit brachial zuschlägt. Bei einem Stunt bricht sie sich beide Füße, und während ihrer Rehabilitation verunglückt ihr Lebenspartner tödlich. Diese einschneidenden Ereignisse ziehen sich wie ein roter Faden durch das Buch. Miriam will am Leben verzweifeln, doch sie steht immer wieder auf und schildert eindrucksvoll ihren Kampf gegen sich selbst. „Darf man nach einem tragischen Verlust wieder glücklich sein?“ Diese Frage beantwortet sie aus tiefstem Herzen mit einem klaren „Ja“.

„Es geht um den Umgang mit Herausforderungen und die Fähigkeit, an Tiefschlägen zu wachsen.“ Für mich sind das die Kernaussagen des Buches. Es ist ein Ratgeber für Menschen, die am Leben verzweifeln, und Miriam gibt ihren Lesern Mut und Zuversicht, das Leben zu verändern und viele Dinge, die negativ erscheinen, positiv zu bewerten.

Mir persönlich war es manchmal etwas zu viel von den guten Worten und Dogmen. Daher vergebe ich nur vier Sterne. Aber vielleicht braucht es im Leben einfach Menschen, die andere inspirieren und anleiten. Die Hallen, die Miriam als Rednerin füllt, sprechen eindeutig dafür!

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Veröffentlicht am 18.01.2025

Fünf Frauen - Fünf Geheimnisse

Die Villa
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Der Thriller spielt auf zwei Zeitebenen:

Damals
Es sollte eine unvergessliche Party werden, so der Plan der ersten Brautjungfer. Feiern und Spaß haben in Marbella. Doch für eine von ihnen endet der Junggesellenabschied ...

Der Thriller spielt auf zwei Zeitebenen:

Damals
Es sollte eine unvergessliche Party werden, so der Plan der ersten Brautjungfer. Feiern und Spaß haben in Marbella. Doch für eine von ihnen endet der Junggesellenabschied tödlich: Aiofe, die zukünftige Braut, wird ermordet. Nicht nur Aiofe, sondern auch ihre vier Freundinnen haben Geheimnisse, die nach und nach ans Licht kommen – mit verheerenden Folgen.

Heute
Dani, eine der Freundinnen, kehrt drei Jahre später mit den anderen Frauen an den Ort des Geschehens zurück. Sie sucht einen Abschluss für das damalige Grauen – aber nicht nur sie hat ihre Gründe für diese Reise. Jede der Beteiligten bringt ihre Geheimnisse mit, die noch immer zwischen ihnen stehen.

Der Roman hat mich von der ersten bis zur letzten Zeile gepackt. Die Wechsel zwischen den Zeitebenen und die Perspektiven aus Sicht der Freundinnen sorgen für durchgehende Spannung. Alte Konflikte brechen auf, und vieles ist nicht so, wie es scheint. Jess Ryder versteht es wieder einmal, die Leser mit ihrer Story in den Bann zu ziehen.

Ein wenig erinnert mich die Geschichte an „One of the Girls“ von Lucy Clarke. Persönlich fand ich die Partys ein wenig zu sehr ausgeufert – zu freizügig, zu viel Alkohol. Vielleicht sind Junggesellenabschiede an so mondänen Orten wie Marbella heutzutage einfach so.

Dennoch gibt es von mir für diesen Thriller eine klare Leseempfehlung. Man meint, seine Freunde zu kennen – doch dieser Roman beweist das Gegenteil!

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Veröffentlicht am 19.11.2024

Authentische Erzählung

Strong Female Character
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Fern Brady lässt uns in ihrem Buch tief in ihre Welt eintauchen. Sie beschreibt mit schonungsloser Ehrlichkeit, wie es ist, mit Autismus in einer oft unverständigen Gesellschaft zu leben und wie das auch ...

Fern Brady lässt uns in ihrem Buch tief in ihre Welt eintauchen. Sie beschreibt mit schonungsloser Ehrlichkeit, wie es ist, mit Autismus in einer oft unverständigen Gesellschaft zu leben und wie das auch ihr Privatleben beeinflusst. Der Erzählstil hat mir besonders gut gefallen. Die Autorin schafft es, mit ihrem Humor und einer direkten, manchmal scharfen Art, die Leser zu fesseln. Es ist wirklich mutig, so offen über einen Teil ihrer Persönlichkeit zu sprechen, den sie selbst nicht in jeder Facette versteht. Allerdings waren mir die Rückblenden stellenweise etwas zu verworren, was das Lesen manchmal erschwert hat. Einige Passagen wirken auch wie eine Abrechnung mit bestimmten Personen in ihrem Leben. Trotzdem ist das Buch eine Art Coming-Out: Fern Brady versteckt sich nicht mehr und geht mit ihrem Autismus so offen wie möglich um. Besonders wertvoll finde ich das Werk in Hinblick auf junge Menschen, die möglicherweise noch auf eine Diagnose warten oder Schwierigkeiten haben, sich selbst zu verstehen. Bei Frauen wird Autismus meist sehr spät diagnostiziert, wenn es überhaupt zur Diagnose kommt. Auch wenn ich selbst nicht direkt mit Autismus zu tun habe, fand ich diesen Blick einer betroffenen Person sehr interessant, besonders in Bezug auf die sogenannten „Meltdowns“, bei denen die Betroffenen von ihren Gefühlen übermannt werden und es eine Art Kurzschluss-Reaktion gibt. Die angesprochenen Themen rund um Feminismus und Sexismus werden im Buch zwar angeschnitten, aber die Ausführungen gehen nicht so tief, wie ich es mir gewünscht hätte. Das klingt jetzt vielleicht nach viel Kritik, aber insgesamt hat mir das Buch wirklich gut gefallen, und ich spreche auf jeden Fall eine Leseempfehlung aus.

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