"Wenn Ende gut, dann alles" ist ein netter Cozy Krimi für Zwischendurch. Die Geschichte ist nicht übermäßig spannend, was bei dem Genre allerdings öfter vorkommt; dafür gibt es eben so einige humorige ...
"Wenn Ende gut, dann alles" ist ein netter Cozy Krimi für Zwischendurch. Die Geschichte ist nicht übermäßig spannend, was bei dem Genre allerdings öfter vorkommt; dafür gibt es eben so einige humorige Momente. Und die fand ich sehr gut gemacht, vor allem auch dafür, dass das Hauptthema dann doch ein erstaunlich ernstes war. (Es geht um das Schicksal einer Frau und ihrer Tochter, die vor dem Ukrainekrieg geflüchtet sind.)
Volker Klüpfl nimmt seinen Protagonisten nicht zu ernst und beschreibt ihn beinahe neckend, aber immer liebevoll, wie er sich bemüht nach den Maßstäben unserer Zeit ein guter Mensch zu sein und alles richtig zu machen. Was bei sovielen widersprüchlichen Vorgaben sehr schwer umzusetzen ist. Für mich eine gut getarnte Gesellschaftskritik, die die fehlende Spannung bei der Auflösung des Verbrechens aufhebt.
Nichts, was ich immer lesen würde, aber trotzdem solide 3,5 von 5 Sternen.
"Seltsame Bilder" ist der erste übersetzte Kriminalroman des neuen Sketch-Mystery Trends aus Japan. Dabei wird ein Kriminalfall mithilfe von Zeichnungen (und deren Interpretation) gelöst.
Das Konzept ...
"Seltsame Bilder" ist der erste übersetzte Kriminalroman des neuen Sketch-Mystery Trends aus Japan. Dabei wird ein Kriminalfall mithilfe von Zeichnungen (und deren Interpretation) gelöst.
Das Konzept fand ich sehr cool und habe mich dewegen im Vorfeld auch sehr auf diese Veröffentlichung gefreut.
Die Aufmachung des Buches empfinde ich dann auch als ausgesprochen harmonisch und gelungen. Dieses Buch macht einfach Lust, es in die Hand zu nehmen. Hier würde ich auch definitiv das gedruckte Buch vor dem ebook empfehlen, auch wenn dieses (wahrscheinlich durch die Bilder) etwas teurer ist.
Durch die Aufteilung in verschiedene kürzere Abschnitte, die am Ende schließlich zu einem großen Ganzen verknüpft werden, liest sich dieses Buch sehr kurzweilig.
Allerdings empfand ich die einzelnen Abschnitte als unterschiedlich stark in ihrer Auflösung. Die Gesamtauflösung des Buches mochte ich, aber die einzelnen Auflösungen waren mal mehr und mal weniger gelungen. Vor allem der Rückblick, der auf den Anfang zurückgreift, war meiner Meinung nach äußerst schwach, auch wenn er die Geschichte insgesamt rund macht. Mehr ins Detail gehen möchte ich nicht, weil das leider ein ziemlicher Spoiler wäre.
Wenn man ein Krimivielleser ist, wird man einiges nämliches einiges ziemlich durchsichtig und vorhersehbar empfinden, zumal die Erklärungen mitunter auch recht detailreich ausfallen. Dadurch könnte man sich fast etwas bevormundet fühlen...
Wer sonst keine Krimis liest, findet mit diesem Buch aber vermutlich einen guten Einstieg in das Genre, weil eben sehr viel erklärt wird.
Allerdings sind manche Details im Zusammenhang nicht ganz 100% stimmig, was ich merkwürdig fand, da die Auflösungen dann wieder sehr detailverliebt (an der Grenze zu nervig) sind. So wird manches angesprochen und dann nie wieder erwähnt und anderes dafür immer wieder wiederholt, bis man dem Autor gerne sagen möchte, dass man es bereits beim ersten Mal verstanden hatte.
Fazit: Ich würde diesem Buch im Speziellen so 3,5 Sterne geben, weil ich es wirklich gerne mögen wollte, es aber durchaus einige Schwächen gibt. Für den Trend prinzipell sehe ich jedoch großes Potential. Allerdings sollte man vielleicht darüber nachdenken, verschiedene Schwierigkeitsstufen einzuführen (analog zu den Exit Games) und da wäre dieser Roman definitiv Einsteigerniveau. Gut geeignet für den Einstieg ins Krimilesen, aber für regelmäßige Krimileser zu seicht.
... aber kein schlechtes Buch.
Ich hätte mir etwas mehr historischen Roman gewünscht, also in dem Sinne, dass wir etwas mehr Fakten zum Thema Bau des Panamakanals bekommen. Denn das ist wahrscheinlich ...
... aber kein schlechtes Buch.
Ich hätte mir etwas mehr historischen Roman gewünscht, also in dem Sinne, dass wir etwas mehr Fakten zum Thema Bau des Panamakanals bekommen. Denn das ist wahrscheinlich nicht nur für mich ein unbekanntes Thema. Genau aus diesem Grund hatte ich mich auch für das Buch interessiert, um eben unbekanntes Faktenwissen in einem Roman verpackt lesen zu können.
Auch hatte ich ein etwas mehr abenteuerliches Buch erwartet.
Stattdessen geht es sehr viel um zwischenmenschliche Beziehungen. Das war auch wirklich gut gemacht, wie die einzelnen Erzählstränge sich immer mehr annähern und zum Schluss zu einer Erzählung verflechten! Leider verkommt dadurch das Setting zur bloßen Randkulisse, denn diese Handlung hätte man genausogut zu einer anderen Zeit und an einem anderen Ort spielen lassen können. Das hatte ich so nicht erwartet und es hat mich schon ein bisschen enttäuscht. Da mich aber die Protagonisten und ihre Geschichten trotzdem für sich einnehmen konnten, würde ich eine Gesamtbewertung von 3,5 Sternen vergeben und das Buch an alle Lesenden von gesellschaftskritischen Stoffen weiterempfehlen. Aber nicht unbedingt an die typische Leserschaft historischer Romane. Es ist eben mehr Roman als historisch.
Für ein Jugendbuch ist Seven Ways to Tell a Lie auf jeden Fall in der oberen Liga, aber die Vermarktung als "all age-Thriller" finde ich schwierig. Zum ...
... aber zum Ende hin leider stark nachgelassen.
Für ein Jugendbuch ist Seven Ways to Tell a Lie auf jeden Fall in der oberen Liga, aber die Vermarktung als "all age-Thriller" finde ich schwierig. Zum einen, weil man das Buch dann mit ganz anderen Maßstäben bewerten müsste und es nur noch Mittelmaß wäre und zum anderen, weil das Thema und Setting (Schule) ältere Erwachsene vermutlich nicht mehr so brennend interessiert.
Als jüngere erwachsene Leserin fand ich das gewählte Thema jedoch noch passend und spannend. Deepfakes werden ja leider ein zunehmendes Problem und Geheimnisse auf diesem Weg aufdecken ist echt übel.
Leider wurde das Ende zunehmend unrealistischer. Und ja, ich weiß, Realismus ist nicht das Hauptkriterium bei der Bewertung eines Thrillers, aber hier hätte ich weniger als mehr empfunden. Die Auflösung war nämlich echt gut, ging allerdings in dem nur auf Adrenalin getrimmten Showdown etwas unter.
Ich würde das Buch bei 3,5 von 5 Sternen sehen.
"Dorn - Zimmer 103" ist ein interessanter Reihenauftakt, in dem ich durchaus Potential für mehr sehe, auch wenn der erste Band mich noch nicht total umgehauen hat.
Ausgewählt hatte ich den Krimi, weil ...
"Dorn - Zimmer 103" ist ein interessanter Reihenauftakt, in dem ich durchaus Potential für mehr sehe, auch wenn der erste Band mich noch nicht total umgehauen hat.
Ausgewählt hatte ich den Krimi, weil ich das Setting in Bad Gastein sehr orignell fand und eine Schwäche für schrullige Ermittler hege. Ersteres hätte für meinen Geschmack etwas mehr sein können; Letzterer ist schon beinahe grotesk überzeichnet. Hier wäre ein bisschen weniger vielleicht mehr gewesen, andererseits kann ich mir so vorstellen, dass es in den weiteren Bänden viel Raum für Charakterentwicklung geben wird.
Die Auflösung war auf jeden Fall ungewöhnlich und auch wenn ich einige Teile erahnen konnte, gab es noch genügend Überraschungen, sodass es nicht unbefriedigend war, Recht zu haben.
Es war mein erster Jan Beck, aber wahrscheinlich nicht mein Letzter!
Diesen Band würde ich mit 3,5 Sternen bewerten.