Solider Abschluss
Chasing EternityNach dem starken Start der Gray Wolf Academy-Trilogie hatte ich hohe Erwartungen an das Finale – doch leider konnte Chasing Eternity nicht ganz überzeugen.
Auch am Ende des Buches bin ich nicht schlauer. ...
Nach dem starken Start der Gray Wolf Academy-Trilogie hatte ich hohe Erwartungen an das Finale – doch leider konnte Chasing Eternity nicht ganz überzeugen.
Auch am Ende des Buches bin ich nicht schlauer. Die Handlung war oft verwirrend, und selbst nach der letzten Seite hatte ich nicht das Gefühl, wirklich alles verstanden zu haben. Ich hätte mir eine klarere Auflösung gewünscht, um die Reihe mit einem rundum zufriedenen Gefühl abschließen zu können.
Ein großes Manko waren für mich die detailreichen Beschreibungen der Kunstwerke – sie nahmen viel Raum ein, ohne dass ich mir die Bilder wirklich vorstellen konnte. Dadurch zog sich die Geschichte phasenweise und hat meinen Lesefluss eher gehemmt als bereichert.
Auch die Charaktere blieben für mich bis zum Schluss schwer greifbar. Ich konnte keine wirkliche Verbindung zu ihnen aufbauen, weil ihre Motive und Entwicklungen nicht immer nachvollziehbar waren. Besonders Arthur, der sonst immer einen Schritt voraus war, wirkte in manchen Momenten untypisch naiv.
Positiv hervorzuheben ist jedoch der Schreibstil von Alyson Noël – atmosphärisch und flüssig, sodass ich trotz meiner Kritikpunkte weiterlesen wollte. Auch die Spannung war stellenweise vorhanden, und einige Wendungen haben mich durchaus überrascht.
Insgesamt bleibt Chasing Eternity ein solides Finale mit einigen Schwächen. Wer die Reihe begonnen hat, wird sie vermutlich trotzdem beenden wollen – ein wirklich befriedigender Abschluss war es für mich aber nicht.
3,5 Sterne