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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 02.02.2025

Guter Auftakt, aber nicht überragend

Föhnlage
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Erster Fall für Kommissar Jennerwein und der Beginn einer großartigen Alpenkrimireihe.

Nach Rita Falk mein zweiter Alpenkrimi-Autor und so komplett anders als die Eberhofer-Reihe. Spannung und gleichzeitig ...

Erster Fall für Kommissar Jennerwein und der Beginn einer großartigen Alpenkrimireihe.

Nach Rita Falk mein zweiter Alpenkrimi-Autor und so komplett anders als die Eberhofer-Reihe. Spannung und gleichzeitig auch Witz mit einem etwas zynischen und kauzigen Hauptkommissar, den man aber trotzdem oder gerade deswegen sofort ins Herz schließt.

Ein idyllischer und nicht namentlich genannter Kurort in den bayerischen Alpen wird Schauplatz eines grausamen Unfalls. Oder eines Mordes? Oder eines Selbstmordes? Ein Mann stürzt während eines Konzerts von der Decke ins Publikum. Zwei Toten sind die Folge. Zu Beginn des Romans scheint vieles unklar. Doch Kommissar Jennerwein trotzt dem voralpenländischen Föhn und dem häufig etwas unkooperierenden und mafiösen Bestatter-Ehepaar Grasegger. Gemeinsam mit seinem Team, das aus vielen unterschiedlichen Typen besteht, macht er sich an die Lösung des Falls.

Manchmal etwas zu viele Handlungsstränge, was das Lesen teilweise anstrengend macht. Schön dafür ist der bayerische Dialekt und die verschiedenen Charaktere, die die Ermittlung erst richtig realistisch wirken lassen.

Insgesamt manchmal etwas langatmig, aber das Durchhalten lohnt sich auf jeden Fall. Guter Auftakt für eine Kultreihe aus dem bayerischen Voralpenland.

Veröffentlicht am 02.02.2025

Leichte Fortsetzung einer guten Reihe

Hochsaison
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Zweiter Band der Jennerwein-Reihe. Kann allerdings auch unabhängig vom ersten Teil gelesen werden.

Neujahrsspringen in einem bayerischen Kurort (welcher das wohl sein mag…). Ein Skispringer stürzt. Ein ...

Zweiter Band der Jennerwein-Reihe. Kann allerdings auch unabhängig vom ersten Teil gelesen werden.

Neujahrsspringen in einem bayerischen Kurort (welcher das wohl sein mag…). Ein Skispringer stürzt. Ein Anschlag. Doch hier geht es um weit mehr als einen normalen Fall, denn wichtige Funktionäre sind vor Ort, um eine Eignung als Olympiastandort zu überprüfen. Will jemand dieses Projekt sabotieren? Jennerweins gesamtes Team ist gefordert, um die Saison noch zu retten und den Täter zu überführen, bevor noch Schlimmeres geschieht.

Ironisch, zynisch, brillant. Hubertus Jennerwein hat inzwischen schon Kultstatus erlangt. In diesem Band bleibt allerdings die Spannung etwas auf der Strecke. Ein typischer Maurer, der sich gut in einem Tag lesen lässt. Man kann ihn einfach nicht mehr aus der Hand legen. Schön sind auch die expliziten und impliziten Verweise auf die Gegend des Werdenfelser Landes.

Veröffentlicht am 02.02.2025

Atmosphärische Detektivgeschichte

Die Pendragon-Legende
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Mit der Pendragon-Legende schafft Antal Szerb eine wirklich atmosphärische Geschichte, die im Wales des frühen 20. Jahrhunderts spielt. Die Landschaftsbeschreibungen sind so gut gelungen, dass man sich ...

Mit der Pendragon-Legende schafft Antal Szerb eine wirklich atmosphärische Geschichte, die im Wales des frühen 20. Jahrhunderts spielt. Die Landschaftsbeschreibungen sind so gut gelungen, dass man sich als Leser*in sofort in den Schauplatz hineingezogen fühlt.

Mit dem Schreibstil konnte ich zu Beginn nur wenig anfangen. Ich habe nur sehr schwer ins Buch gefunden; die ersten 50 Seiten haben sich gezogen. Danach wurde es zum Glück immer besser. Die Detektivgeschichte fand ich tatsächlich ganz unterhaltsam, das Ende mit Szerbs Ausflug in die Fantastik hingegen fand ich absolut unpassend für den Roman. Hier hat Szerb mich dann doch wieder verloren. Außerdem negativ hervorzuheben ist die Rolle der Frau in diesem Werk. Maximal Nebenfiguren, sollen schön aussehen und am besten nicht zu intelligent sein. Fragwürdig...

Ein paar mehr Absätze hätten dem Buch sicher auch gut getan und zu einem besseren Lesefluss beigetragen.

Veröffentlicht am 02.02.2025

Bleibt leider eher flach

White Zero
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Ein Buch à la "The Day After Tomorrow".
Wie schon bei Falks erstem Klimabuch "Dark Clouds" fand ich auch hier das Cover sehr gelungen. Sowohl die Eisthematik als auch der Bezug zu Deutschland mit dem Brandenburger ...

Ein Buch à la "The Day After Tomorrow".
Wie schon bei Falks erstem Klimabuch "Dark Clouds" fand ich auch hier das Cover sehr gelungen. Sowohl die Eisthematik als auch der Bezug zu Deutschland mit dem Brandenburger Tor im Hintergrund wurden richtig gut in Szene gesetzt. Mochte ich sehr!
Was mir an diesem Buch auch sehr gefallen hat, war der jeweilige Beginn der Kapitel. Neben der Hauptfigur des Kapitels war dort immer auch der Ort und die aktuelle Temperatur angegeben. Und ich mochte es, dass es mit Jana eine weibliche Wissenschaftlerin gab, die versucht, die Welt zu retten.
Schade fand ich, dass leider kaum Spannung aufkam. Die Story plätscherte so vor sich hin, vom angepriesenen Thriller war wenig zu sehen. Ich würde das Buch eindeutig anders einordnen. Auch die Interaktion der Charaktere hätte mehr Potential. Die Dialoge wirkten manchmal etwas steif und ich onnte mich nicht wirklich in die einzelnen Figuren hineinversetzen.
Wer Lust auf Klimathriller hat, ist bei anderen Autor*innen sicher besser aufgehoben. White Zero ist auf jeden Fall eine nette Lektüre, aber man darf hier eher einen Klimaroman als einen Thriller erwarten.

Veröffentlicht am 02.02.2025

Kann die Erwartungen leider nicht erfüllen

Antichristie
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Das Cover von Antichristie finde ich tatsächlich wahnsinnig kreativ und gut gemacht. Ganz großartig! Es sticht sofort unter den vielen Büchern im Regal heraus und ist mal etwas erfrischend anderes.
Die ...

Das Cover von Antichristie finde ich tatsächlich wahnsinnig kreativ und gut gemacht. Ganz großartig! Es sticht sofort unter den vielen Büchern im Regal heraus und ist mal etwas erfrischend anderes.
Die Idee des Romans finde ich sehr originell, die Umsetzung hat mich dann aber nur so bedingt überzeugt.
Gelungen finde ich die metatextuellen Bezüge zu Agatha Christie und zum (Post-)Kolonialismus. Die Idee der Geschlechterwandlung während des Werks findet sich auch schon im postkolonialen britischen Theater. Auch die Kapiteleinteilung und die Aufmachung als Drehbuch finde ich sehr unewöhnlich und gelungen.
Jedoch war mir der Roman am Schluss dann deutlich zu lang und durch die Zeitsprünge teilweise zu verwirrend. Mithu Sanyal bedient sich meiner Meinung nach an zu vielen literarischen Konzepten gleichzeitig, was den Lesefluss teilweise stört und unnötig verkompliziert. Hier wäre etwas weniger wahrscheinlich mehr gewesen.
Alles in allem, keine wirklich klare Leseempfehlung von mir.