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Laraundluca

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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 07.02.2025

Die Insel der Angst

Die Insel der Angst
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Martin Griffins "Insel der Angst" entführt Leser auf die abgelegene Insel Navigaceo. Die flüssige Erzählweise und die lebendigen Beschreibungen der Naturkulisse erzeugen eine dichte, beklemmende Atmosphäre.

Die ...

Martin Griffins "Insel der Angst" entführt Leser auf die abgelegene Insel Navigaceo. Die flüssige Erzählweise und die lebendigen Beschreibungen der Naturkulisse erzeugen eine dichte, beklemmende Atmosphäre.

Die Handlung beginnt langsam, nimmt aber nach einem Leichenfund Fahrt auf. Griffin erzeugt mit wenigen Figuren und einer einzigen Location eine unterschwellige Bedrohung. Die Charaktere sind vielschichtig und haben Geheimnisse, was Misstrauen erzeugt. Protagonistin Tess bleibt ambivalent und unberechenbar.

Trotz spannender Kurve und atmosphärischem Setting hinterlässt das Ende einen zwiespältigen Eindruck. Einige Aspekte wirken konstruiert, andere Fragen bleiben offen. Der finale Aha-Moment fehlt.

Fazit:

Ein solider Thriller mit stimmungsvoller Atmosphäre und vielschichtigen Charakteren. Die schwache Auflösung trübt das Gesamtbild jedoch etwas.

Veröffentlicht am 07.02.2025

Morden ohne Sorgen - Tannenmord im Weihnachtswald

Morden ohne Sorgen - Tannenmord im Weihnachtswald
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Inhalt

Weihnachten steht vor der Tür und ganz Potsdam ist in besinnlicher Adventsstimmung. Nur Frederik Loebell sieht den Feiertagen mit Grauen entgegen: Erst soll er Kekse backen und jetzt auch noch ...

Inhalt

Weihnachten steht vor der Tür und ganz Potsdam ist in besinnlicher Adventsstimmung. Nur Frederik Loebell sieht den Feiertagen mit Grauen entgegen: Erst soll er Kekse backen und jetzt auch noch einen Weihnachtsbaum schlagen. Als er in einer Nacht-und-Nebel-Aktion endlich den richtigen Baum gefunden hat, ist die Netzmaschine blockiert - mit einer Leiche.

Kurz darauf verschwinden auch noch fünfzig Tannenbäume und die vorweihnachtliche Gerüchteküche brodelt: Die Weihnachtsbaum-Mafia treibt in Brandenburg ihr Unwesen. Oder war es ein Mord aus Rache?

Zwischen Glühwein, Gänsebraten und Zimtsternen macht Loebell sich gemeinsam mit Dackel Wilhelm auf die Suche nach dem Mörder. Sogar Kommissarin Edda Kleist schlägt sich diesmal auf seine Seite. Noch ahnen sie alle nicht, in welch tödlicher Gefahr sie schweben ...

Meine Meinung

Ein humorvoller Regionalkrimi mit leichten Schwächen

Der Erzählton ist humorvoll und teilweise slapstickartig. Loebell, im Weihnachtsstress mit der Beschaffung von Weihnachtsbäumen und dem Backen von Keksen, wirkt privat oft zerstreut und unaufmerksam.

Die Figuren in diesem Buch sind liebevoll und sympathisch gezeichnet, auch wenn sie ihre Macken haben. Die Verwandtschaftsbeziehungen sind anfangs etwas verwirrend. Der Fall selbst braucht eine Weile, um in den Mittelpunkt zu rücken.

Erst mit dem zweiten Toten nimmt der Fall Fahrt auf und die Spannung steigt. Das Ermittlerteam um Loebell ist aufmerksam und zieht die richtigen Schlüsse. Bei einer Kinderbescherung kommt es zum Showdown, und der Fall wird nachvollziehbar gelöst.

Die Liebe des Autors zu Potsdam ist in vielen Details spürbar, aber der Kriminalfall gerät zu sehr ins Abseits. Der Schreibstil ist ansprechend, die Figuren jedoch etwas überzeichnet. Die Geschichte wird meist aus der chaotischen Perspektive der Hauptfigur erzählt.

Veröffentlicht am 06.02.2025

Das Vermächtnis der Apfelblüte

Das Vermächtnis der Apfelblüte
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Inhalt

Appleton Valley an der amerikanischen Ostküste. Ein Armband voller Geheimnisse. Für alle Leser:innen von Lucinda Riley

Die überarbeitete Historikerin Eliza folgt dem Wunsch ihrer Großtante Mildred ...

Inhalt

Appleton Valley an der amerikanischen Ostküste. Ein Armband voller Geheimnisse. Für alle Leser:innen von Lucinda Riley

Die überarbeitete Historikerin Eliza folgt dem Wunsch ihrer Großtante Mildred und kehrt für eine kurze Auszeit in ihre Heimat Appleton Valley in Virgina zurück. Mildred überredet ihre Nichte dazu, ein Spiel mit ihr zu spielen. Wenn Eliza es schafft, das Leben ihrer Vorfahrin Josephine zu rekonstruieren und alle Anhänger ihres verlorenen Bettelarmbandes wiederzufinden, würde ihre Großtante ihr keine Steine mehr über ihre Zukunft in den Weg legen. Dabei bekommt Eliza unterwartete Hilfe von Harrold, ihrem engsten Freund aus Kindertagen. Gemeinsam sollen sie das Rätsel um ihre Familien lösen, die untrennbar miteinander verbunden sind.

Meine Meinung

In "Das Vermächtnis der Apfelblüte" entführt uns Livia Rose in eine fesselnde Geschichte über Familiengeheimnisse, persönliches Wachstum und die unvergängliche Kraft der Liebe. Wir begleiten Eliza, eine Historikerin, die auf Geheiß ihrer Großtante Mildred in ihre Heimatstadt Appleton Valley zurückkehrt. Dort soll sie das Leben ihrer Vorfahrin Josephine enträtseln, die fehlenden Anhänger eines wertvollen Armbands finden und aus der Lebensgeschichte ihrer Urgroßmutter ihre Lehren ziehen. Unterstützung erhält sie dabei von Harrold, einem Freund aus Kindertagen.

Der Roman entfaltet sich in zwei unterschiedlichen Zeitebenen, die nahtlos zwischen Vergangenheit und Gegenwart wechseln. Die Kapitel sind dabei stets klar gekennzeichnet, was dem Leser hilft, den Überblick zu behalten. Denn die Ähnlichkeiten zwischen den beiden Erzählsträngen sind groß und könnten ohne diese Kennzeichnung leicht zu Verwirrung führen.

Das Herzstück der Geschichte bilden die charmanten Charaktere der Großtante Mildred und ihrer temperamentvollen Freundin Agatha. Ihre Auftritte verleihen der Erzählung eine humorvolle und warmherzige Note. Die übrigen Charaktere, sowohl in der Vergangenheit als auch in der Gegenwart, wirken jedoch blasser und weniger ausgearbeitet. Eliza und Josephine, die zentralen Figuren ihrer jeweiligen Zeitebene, verpassen es, den Leser wirklich in ihren Bann zu ziehen und Emotionen hervorzurufen.

Die Geschichte entwickelt sich in einem gemächlichen Tempo und enthüllt nach und nach die Verbindungen zwischen Vergangenheit und Gegenwart. Dieser Ansatz ermöglicht eine gründliche Erforschung der Familienbande und der Geheimnisse um Josephines Leben. Doch erst im letzten Drittel des Buches kommt die Geschichte richtig in Fahrt, als die Puzzleteile zusammenpassen und lang gehütete Geheimnisse ans Licht kommen. Der emotionale Höhepunkt und die zufriedenstellende Auflösung machen die Reise lohnenswert, aber man wünscht sich, die Geschichte wäre durchgehend fesselnder gewesen.

Insgesamt ist "Das Vermächtnis der Apfelblüte" eine unterhaltsame und herzerwärmende Lektüre, die sich mit der Komplexität von Familienbeziehungen und der unvergänglichen Kraft der Liebe auseinandersetzt. Obwohl der Roman kein Pageturner ist, bietet er eine charmante Geschichte mit einem gelungenen Abschluss. Leser, die Familiensagen und Geschichten über die Suche nach der eigenen Identität lieben, werden sich von den spannenden Geheimnissen und den herzerwärmenden Verbindungen, die im Mittelpunkt dieses Romans stehen, angezogen fühlen.

Veröffentlicht am 06.02.2025

Cop Town

Cop Town
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Inhalt

Atlanta, 1974: Ein grausamer Killer hat es auf Cops abgesehen, seine Opfer sind zahlreich. Bis jetzt konnte ihn niemand stoppen, alle Spuren verlaufen ins Nichts. Je mehr Polizisten sterben, desto ...

Inhalt

Atlanta, 1974: Ein grausamer Killer hat es auf Cops abgesehen, seine Opfer sind zahlreich. Bis jetzt konnte ihn niemand stoppen, alle Spuren verlaufen ins Nichts. Je mehr Polizisten sterben, desto hitziger wird die Jagd nach dem Attentäter. Kate Murphy, die ihren ersten Dienst als Polizistin antritt, muss sich plötzlich nicht nur gegenüber ihren männlichen Kollegen behaupten. Denen ist jedes Mittel recht, um den Killer zur Strecke zu bringen – und bald sind sie so gefährlich wie der Attentäter selbst. Kate muss fürchten, dass ihr erster Tag gleichzeitig ihr letzter sein könnte …

Meine Meinung

"Cop Town" ist ein in sich abgeschlossener Thriller von Karin Slaughter. Die Geschichte spielt im Atlanta des Jahres 1974, wo ein Serienmörder Polizisten gezielt umbringt. Im Zentrum der Handlung stehen die Polizistinnen Maggie Lawson und Kate Murphy, die sich in einer von Männern dominierten und von Korruption geprägten Polizeiwelt behaupten müssen.

Die beiden Frauen, die unterschiedlicher nicht sein könnten, nehmen die Ermittlungen auf und stoßen schnell auf Ungereimtheiten. Maggies Bruder, ebenfalls Polizist, scheint etwas zu verbergen, und auch innerhalb der eigenen Reihen stoßen sie auf Widerstand.

Slaughter zeichnet ein düsteres Bild der damaligen Zeit, in der Rassismus, Frauenfeindlichkeit und Korruption an der Tagesordnung sind. Die Charaktere sind vielschichtig und die Handlung ist packend, wenn auch nicht immer angenehm. Der Schreibstil ist, wie von Slaughter gewohnt, direkt und schonungslos.

"Cop Town" ist ein spannender und gesellschaftskritischer Thriller, der jedoch aufgrund seiner Thematik und der expliziten Gewaltdarstellung nicht für jeden Leser geeignet ist.

Veröffentlicht am 05.02.2025

Wächter der Unterwelt

Wächter der Unterwelt
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Inhalt

Als Sara in die blauen Augen von Dante Craven blickt, ist ihr Schicksal besiegelt. Sie verfällt ihrem charmanten Mitschüler, ohne zu ahnen, welches Geheimnis er hütet. Auch wenn er gegen jede Regel ...

Inhalt

Als Sara in die blauen Augen von Dante Craven blickt, ist ihr Schicksal besiegelt. Sie verfällt ihrem charmanten Mitschüler, ohne zu ahnen, welches Geheimnis er hütet. Auch wenn er gegen jede Regel verstösst, die der Rat aufgestellt hat, Dante kann Sara nicht fern bleiben. Er besucht sie Nacht für Nacht, bis das nicht mehr reicht. Ein Wächter der Unterwelt darf keine Sterbliche lieben und doch tut er es. Mitreissende Romantasy-Reihe mit Suchtfaktor.

Meine Meinung

Der Schreibstil ist flüssig und deutlich auf eine junge Leserschaft zugeschnitten.

Dieses Buch entführt die Leser in die magische Welt von Atlantis, die nicht nur als mystische Stadt, sondern als lebendiges und zum Untergang verdammtes Reich existiert. Atlantis wird hier auch als Unterwelt dargestellt. Der Titel bezieht sich also nicht auf die Welt der Toten, sondern auf das Reich von Atlantis selbst.

Trotz der gut ausgearbeiteten Hauptfiguren und einiger spannender Wendungen überwiegen jedoch haufenweise Klischees, die die Charaktere etwas eindimensional wirken lassen. So hätte der Fokus einfach mehr auf den Fantasy-Aspekten liegen können als ständig auf der Liebesgeschichte zwischen Sara und Dante.

Die Geschichte um Atlantis und das Geheimnis der Unsterblichen bietet großes Potenzial für die Fortsetzung, und ich hoffe, dass der zweite Band noch etwas mehr auf die Tiefen der fantastischen Welt eingeht.