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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 05.02.2025

Derbe Enttäuschung

A Pessimist's Guide to Love
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„A Pessimist’s Guide to Love“ ist Teil 2 einer Dilogie von Jennifer Hartmann und setzt nahtlos an, wo Band 1 endete. Entgegen zu seinem Vorgänger konnte mich die Fortsetzung leider nicht so begeistern. ...

„A Pessimist’s Guide to Love“ ist Teil 2 einer Dilogie von Jennifer Hartmann und setzt nahtlos an, wo Band 1 endete. Entgegen zu seinem Vorgänger konnte mich die Fortsetzung leider nicht so begeistern. Dies lag vor allem daran, dass sich beide Hauptfiguren unermesslich in ihren Emotionen und damit einhergehenden Problemen wie Alkohol und Drogen ausmehren bzw. diese krampfhaft versuchen zu verdrängen und ich die ganze Zeit das Gefühl hatte, hier wäre wirklich professionelle psychologische Hilfe erforderlich. Hinzu kam unangenehmer, plumper Spice, der mir nach und nach zu viel wurde. Die niedlichen Annäherungsszenen zwischen Lucy und Cal waren leider passé. Während Band 1 fesselnd und ein überraschendes Jahreshighlight für mich war, empfand ich Teil 2 fast als Flop. Einzig der Schreibstil der Autorin blieb gewohnt gut und flüssig, sodass ich den Roman zügig beenden konnte.

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Veröffentlicht am 05.02.2025

auf der Suche nach dem Puzzlemörder

Das mörderische Christmas Puzzle
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Die 80-Jährige Edie lebt zurückgezogen in einer englischen Kleinstadt. Als kurz vor Weihnachten ein Päckchen mit 6 Puzzleteilen auf ihrer Türschwelle liegt, gerät ihr geruhsames Leben aus den Fugen. Denn ...

Die 80-Jährige Edie lebt zurückgezogen in einer englischen Kleinstadt. Als kurz vor Weihnachten ein Päckchen mit 6 Puzzleteilen auf ihrer Türschwelle liegt, gerät ihr geruhsames Leben aus den Fugen. Denn dem Paket liegt die Drohung bei, dass bis Heilig Abend 4 Menschen sterben werden, sollte Edie den Absender nicht rechtzeitig entlarven können…

„Das mörderische Christmas Puzzle“ ist bereits der zweite Kriminalroman der Autorin Alexandra Benedict. Der Krimi ist eher gemütlich und mit angenehmem Weihnachtssetting konnte ich mich in Weihnachtsstimmung bringen. Meiner Meinung nach lässt sich der Roman aber auch unabhängig von Weihnachten gut lesen. Die Hauptfigur Edie empfand ich als ziemlich kratzbürstig und habe deshalb eine Weile gebraucht, um mit ihr warm zu werden. Gut gefallen hat mir jedoch die charakterliche Wandlung der Protagonistin, die auf mich authentisch wirkte. Zudem hatte ich ihren Neffen Sean und dessen Ehemann schnell ins Herz geschlossen. Der Fall entrollte sich gemächlich und die einzelnen Zwischensequenzen waren mir manchmal zu zäh und ich blieb eher unbeteiligt am Rande, statt mit der Nase im Buch zu stecken. Wirklich Spannung kam bei mir erst zum Grand Finale auf. Die Auflösung war nicht vorhersehbar, was aber vor allem daran lag, dass man als Leser viel zu wenig Informationen erhalten hatte.

Fazit: Die Grundidee des Romans hat mich sehr begeistert. Von der Spannung und dem Tempo in diesem Krimi habe ich mir jedoch deutlich mehr erhofft.

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Veröffentlicht am 03.02.2025

Mangelhafte Umsetzung

Degrees of Engagement
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Bianca Dimitriou ist immer für ihre Familie und ihre Freunde da - ob bei Hochzeiten, Geburten oder sonstigen Anlässen - jeder kann sich auf sie verlassen. Als sie selbst jedoch den größten Triumph - Erreichen ...

Bianca Dimitriou ist immer für ihre Familie und ihre Freunde da - ob bei Hochzeiten, Geburten oder sonstigen Anlässen - jeder kann sich auf sie verlassen. Als sie selbst jedoch den größten Triumph - Erreichen ihres Doktortitels - erreicht, kommt keiner ihrer Herzensmenschen zu ihrer Feier. Als Bianca klar wird, dass der Doktortitel kein Meilenstein ist, den ihre Familie und Freunde schätzen, ist sie zutiefst verletzt und beschließt, mit ihrem Kommilitonen Xavier eine Verlobung vorzutäuschen. Die Anziehung, die schon immer unausgesprochen zwischen ihnen bestand, ist dabei jedoch nur ein Problem, das die Fake-Verlobung geradewegs Richtung Katastrophe schippern lässt...

Dieser Roman hätte so viel Potential gehabt! Die Frage, ob Frauen mehr wert sind, wenn sie klassische konservative "Meilensteine" erreichen wie eine Hochzeit oder Geburt eines Kindes, im Vergleich zu denen, die sich für Karriere oder andere Lebenswege entscheiden, hatte dafür gesorgt, dass ich die RomCom unbedingt lesen wollte. Leider kratzte der Roman inhaltlich nur an der Oberfläche dieser gesellschaftskritischen Frage und auch das wissenschaftliche Setting wurde für meinen Geschmack zu wenig beleuchtet. Hinzu kam, dass die Figuren Bianca und Xavier dieses Manko nicht recht ausgleichen konnten - ich hatte große Schwierigkeiten, mit ihnen mitzufühlen, da die Geschichte aus der 3. Person geschildert wurde. Dies hat bei mir für zu viel Distanz zu den Figuren gesorgt. Die zunehmende aufkeimende Anziehung der beiden hat mir gut gefallen, jedoch konnte ich die Ausreden, warum sie dem seit Jahren nicht nachkommen durften, nicht ganz nachvollziehbar. Ferner hat mir der emotionale Tiefgang gefehlt. Beide Figuren hatten zwar viele wichtige Themen in petto (Verlust eines Elternteils etc.), hier wurde aber leider nicht in die Tiefe gearbeitet. Der Roman ließ sich dank der flüssigen Schreibweise gut lesen, dennoch konnte er mich ob seiner Oberflächlichkeit nicht vollends überzeugen.

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Veröffentlicht am 15.01.2025

Nichts Neues

Wir finden Mörder (We Solve Murders-Serie 1)
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Inhalt: Amy Wheeler ist es als Bodyguard gewohnt, ihr Leben zu riskieren. Aber dass sie selbst ins Visier gerät, ist auch für Amy neu. Zumal sie nicht weiß, warum da plötzlich jemand wie verrückt auf sie ...

Inhalt: Amy Wheeler ist es als Bodyguard gewohnt, ihr Leben zu riskieren. Aber dass sie selbst ins Visier gerät, ist auch für Amy neu. Zumal sie nicht weiß, warum da plötzlich jemand wie verrückt auf sie schießt, während sie in South Carolina auf eine unfassbar reiche und erfolgreiche Thrillerautorin aufpasst. Ob es mit den Morden an Influencern zusammenhängt, die allesamt von ihrer Agentur betreut wurden?
Zu Hause in England genießt ihr Schwiegervater, der Ex-Kriminalkommissar Steve Wheeler, derweil die Freuden der Pensionierung: ein Pub, ein Pint, ein Quiz – und die Ruhe des Waldes.
Mit der jedoch ist’s vorbei, als seine Schwiegertochter anruft und ihn zu sich zitiert. Um mit ihm die Morde aufzuklären. Und so die Hintermänner zu finden, die ihr nach dem Leben trachten.

Den Autor Richard Osman kenne ich bereits von seiner Reihe rund um den Donnerstagsmordclub, die ich begeistert verfolge. Sein neuer Reihenauftakt "Wir finden Mörder" konnte mich im Vergleich dazu nicht vollständig abholen. Die Geschichte wirkte sehr überdreht, wenn auch kurzweilig auf mich. Die Figuren empfand ich als überwiegend sympathisch, allerdings gab es mir in der ein oder anderen Facette zu viel Ähnlichkeit zur Donnerstagsmordclub-Reihe. Auch das herzerwärmende Gefühl rund um die Hauptreihe des Autors stellte sich nicht so recht ein. Die Handlung empfand ich als nicht anspannend, aber besonders zum Ende hin eher schwer nachvollziehbar und ich habe ein paar Mal den Faden verloren. Ich habe den Roman als Hörbuch gelesen und empfand die Sprecher Richard Barenberg und Wolfgang Wagner als überaus gut gewählt. Die verschiedenen Figuren wurden stimmlich toll herausgearbeitet und die Geschichte durchweg lebhaft vorgelesen!

Insgesamt ein unterhaltsamer Roman, der für meinen Geschmack sowohl von der Handlung als auch den Figuren her nicht an die Donnerstagsmordclub-Reihe herankommt.

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Veröffentlicht am 20.11.2024

Mittelprächtig

Der Kuss der Lüge
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Als Lia, die erstgeborene Tochter des Königshaus Morrighan, zur Allianzbildung einen fremden Prinzen heiraten soll, flüchtet sie am Hochzeitstag mit ihrer Gehilfin und Freundin aufs Land. Dort kommen sie ...

Als Lia, die erstgeborene Tochter des Königshaus Morrighan, zur Allianzbildung einen fremden Prinzen heiraten soll, flüchtet sie am Hochzeitstag mit ihrer Gehilfin und Freundin aufs Land. Dort kommen sie in einer Taverne unter und genießen das Leben als einfache Arbeiterinnen. An ihre Fersen geheftet haben sich jedoch zwei Männer - ein Assassine, um Lia zu töten, und der fremde Prinz, der seine flüchtige Braut kennenlernen möchte. Als Lia ihnen begegnet, fühlt sie sich zu beiden hingezogen, ohne zu wissen, dass beide von Beginn an unehrlich zu ihr sind…

Dieser Roman war wirklich ein ganzes Stück Arbeit. Die ersten zwei Drittel empfand ich leider als ziemlich langatmig und langweilig. Der Roman las sich wie ein typischer Auftakt zu einer Reihe, bei dem noch nicht so viel preisgegeben werden soll, um die Leser am Ball zu behalten. Hierdurch entstanden wenig spannende Längen, die leider nicht mittels niedlicher Figuren oder Witz kompensiert wurden. Mit der Hauptfigur Lia wurde ich über den Roman hinweg nicht recht warm und der sehr detaillierte Sprachstil, der zwar sehr gut zu dem mittelalterlichen Setting passt, verlor sich jedoch oftmals in diversen überflüssigen Beschreibungen. Dadurch kam ich kaum voran, weil sich hiermit auch die Handlung nur schwerlich entwickelte. Das letzte Drittel war hingegen sehr spannend, da sich die beiden Männer Lia bzw. den LeserInnen gegenüber offenbaren und die Handlung erstmals Aufschwung nimmt. Der Roman endete wie erwartet mit einem fiesen Cliffhanger und ich möchte zwar wissen, wie es weiter geht, brauche aber trotzdem erstmal eine Pause von Morrighan.

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