Ein würdiger Abschluss.
Der Teufel von DundeeMit 'Der Teufel von Dundee' halten wir den 7. und letzten Band der "Ian Frey und Adolphus McGray"-Reihe in der Hand.
Nach den Ereignissen des Vorgängers verweilt Ian Frey in London. Fernab von Schottland, ...
Mit 'Der Teufel von Dundee' halten wir den 7. und letzten Band der "Ian Frey und Adolphus McGray"-Reihe in der Hand.
Nach den Ereignissen des Vorgängers verweilt Ian Frey in London. Fernab von Schottland, fernab der verstörenden Vorkommnisse und der Polizei versucht er zu heilen und zu Kräften zu kommen. Dies gelingt ihm nur mäßig. Denn schon kurze Zeit später wendet sich Caroline Ardglass mit einem Hilfegesuch an ihn. Nur widerwillig geht Frey zurück nach Edinburgh und ermittelt auf eigene Faust.
Auch, wenn nicht andauernd extrem viel geschieht, war die Geschichte zu jeder Zeit spannend. Mit einer angenehmen Kapitellänge und dem geschickten Platzieren von Perspektivwechseln weiß der Autor zu fesseln.
Da sich extrem viel aufklärt und viele Stränge aus den Teilen 1-6 zusammenlaufen, wirkt es leider stellenweise etwas überladen. Wenn man nicht alles auf dem Schirm hat, kann das auf jeden Fall verwirrend sein.
Positiv hervorheben möchte ich noch, dass der geschichtliche Hintergrund ausnahmslos bestens recherchiert und wiedergegeben wird. Ende des 19. Jahrhunderts gab es im viktorianischen Großbritannien viele kritische gesellschaftliche Themen, die Muriel mit Humor aber trotzdem mit dem nötigen Respekt aufgreift, in einen mystischen Fall verpackt und mit charismatischen Charakteren würzt. Chapeau!
Nun bin ich wirklich etwas melancholisch, denn eine meiner Lieblingsreihen geht zu Ende. Ich empfehle, die Reihe von Anfang an und unbedingt in der richtigen Reihenfolge zu lesen. Dann steht einem historischen und spannenden Leseerlebnis nichts im Wege.