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Veröffentlicht am 29.03.2025

Kreative Plotideen, nicht gut umgesetzt

Die Yacht
1

Goodwin erzählt uns die Story aus der Sicht von Hannah, die somit unsere Hauptprotagonistin ist.

Hannah ist eine freundliche junge Frau und wird von der Autorin authentisch dargestellt. Es war schön, ...

Goodwin erzählt uns die Story aus der Sicht von Hannah, die somit unsere Hauptprotagonistin ist.

Hannah ist eine freundliche junge Frau und wird von der Autorin authentisch dargestellt. Es war schön, ihre Geschichte zu verfolgen und ihrer Entwicklung beizuwohnen. Die übrigen Charaktere jedoch fand ich ziemlich öde und blass und haben für mich genau das dargestellt, was man mit den reichen Schnöseln verbindet. Für mich waren sie einfach zu unnahbar und arrogant. Richtige Kotzbrocken.

Das Setting mit der Yacht fand ich richtig cool. Goodwin hat sie bildhaft beschrieben: prunkvoll, luxuriös und dazu mit eigenem Hubschrauber – das perfekte Partyboot! Ich konnte mich imaginär tatsächlich dort liegen sehen, im stylischen Bikini, mit der warmen Sonne auf meinem Körper und einem Glas Champagner in der Hand. Hachz!

Die darauffolgenden Geschehnisse hätte ich allerdings nicht miterleben wollen…

Ich mochte zwar Sprache und Stil der Autorin, doch die Länge der Kapitel empfand ich teilweise als störend. Ist sicherlich eine Frage des Geschmacks.

Und auch was die Spannung betrifft, hat Goodwin mich leider nicht überzeugen können. Was zu Beginn rasant anfing, ebbte leider sehr schnell ab. Nervenkitzel? Fehlanzeige! Adrenalin? Pustekuchen! Stattdessen driftete die Story ab der Mitte des Buches und wurde mir zu schnarchig. Als wäre plötzlich die Luft rausgewesen. Wohl eher Schlauchboot statt Yacht. Doch da ich weiß, dass Goodwin ihr Handwerk beherrscht, habe ich tapfer bis zum Ende durchgehalten. Leider kam außer vielen Wiederholungen und unnötig in die Länge gezogenen Szenen nur noch heiße Luft.

Fazit: Ich mochte die Plotideen, weniger die Umsetzung ebenjener. Das coole Setting hat nicht über die fehlende Spannung hinwegtrösten können.

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Veröffentlicht am 06.02.2025

Solide Lektüre für zwischendurch

The Trap. Wie weit würdest du gehen, um deine Schwester zu retten?
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Lucy ist verzweifelt. Ihre Schwester Nicki ist plötzlich verschwunden und alles deutet darauf hin, dass auch sie dem Frauenentführer ins Netz gegangen ist. Seit geraumer Zeit verschwinden Frauen spurlos ...

Lucy ist verzweifelt. Ihre Schwester Nicki ist plötzlich verschwunden und alles deutet darauf hin, dass auch sie dem Frauenentführer ins Netz gegangen ist. Seit geraumer Zeit verschwinden Frauen spurlos - nur ihre Handys werden verlassen am Straßenrand vorgefunden. Um ihre Schwester zu finden, lässt sich Lucy mitten in der Nacht auf einer einsamen Landstraße von zufällig vorbeifahrenden Autos mitnehmen. Angst verspürt sie dabei keine, denn die Hoffnung, Nicki lebend wiederzufinden, überwiegt.

Lucy fand ich als Protagonistin sehr authentisch. Die Ungewissheit, was mit ihrer Schwester Nicki passiert ist, nagt spürbar an ihr. Dennoch ist sie mutig genug, sich als Köder zur Verfügung zu stellen, um Nicki zu retten. Diese Entschlossenheit hat mir einerseits sehr imponiert, andererseits habe ich mich gefragt, ob das wirklich so schlau gewesen ist. Und ob ihre Schwester das gewollt hätte.

Der Schreibstil von Howard ist leicht verständlich und flüssig. Die Kapitel haben eine angenehme Länge und wechseln sich in der Erzählperspektive ab. Neben Lucy kommt auch der Entführer selbst zu Wort und spricht uns dabei direkt an. Zumindest hat man während des Lesens das Gefühl, dass die Worte direkt an den Leser gerichtet sind – im Laufe der Handlung erfahren wir jedoch, für wen sie eigentlich bestimmt waren. Einige Kapitel begleiten Angela, die bei Missing Persons Unit, der Dienststelle für vermisste Personen, arbeitet. Ihre Aufgabe ist es, die Suche nach den vermissten Mädchen zu verschärfen.

Angefixt vom Klappentext habe ich mich auf eine spannende und nervenaufreibende Story gefreut, wurde aber leider ein wenig enttäuscht. Denn die Spannung, mit der die Geschichte anfängt, ebbt ziemlich schnell ab und kann von Howard im weiteren Verlauf nicht mehr angehoben werden. Wirklich schade, denn die Plotidee an sich war wirklich gut. Und angesichts der realen Ereignisse, die Howard - wie sie in ihrem Nachwort erwähnt - zum Schreiben dieses Thrillers animiert haben, hätte hier ein cooler Pageturner entstehen können.

Fazit: Leider hat der Klappentext hier mehr Action versprochen, als tatsächlich geboten wurde. Schade eigentlich, denn die Story hatte großes Potenzial. Dank der Kapitellänge und der interessanten Figuren, ist THE TRAP dennoch eine unterhaltsame (solide) Lektüre für zwischendurch.

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Veröffentlicht am 26.01.2025

Etwas langatmig, dennoch unterhaltsam

Die Tochter des Serienkillers
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Jenny ist die Tochter des "Schmetterling-Killers", wie ihn die Presse taufte. So mordete er nicht nur hauptsächlich in der Rotlichtszene, sondern heftete jedem seiner Opfer einen toten Schmetterling an. ...

Jenny ist die Tochter des "Schmetterling-Killers", wie ihn die Presse taufte. So mordete er nicht nur hauptsächlich in der Rotlichtszene, sondern heftete jedem seiner Opfer einen toten Schmetterling an. Nach seiner Verurteilung hat Jenny noch ein paar Jahre mit ihrer Mutter Claire verbracht, wollte dann jedoch ein neues Leben führen. Mit neuer Identität hat sie sich mit Ehemann Mark und ihren beiden Kindern ein neues Leben geschaffen. Doch ihr Ehemann weiß nichts von ihrer Vergangenheit. Als plötzlich Olivia verschwindet, die Frau, mit der Mark eine kurze Affäre hatte, kommt die Vergangenheit in Jenny wieder hoch. Außerdem hat sie mit unkontrollierbaren Blackouts zu kämpfen, die sie an den Rand des Wahnsinns treiben. Auch Mark wird immer skeptischer, zumal er seine eigenen Geheimnisse vor Jenny hat ...

Ich dachte ja eigentlich, dass dieses Buch an den Vorgänger anknüpfen würde, doch dies ist tatsächlich nicht der Fall. Wir haben es hier mit ganz anderen Charakteren und damit einer völlig anderen Story zu tun, was ich aber keinesfalls negativ bewerten würde. Denn Hunter erzählt auch diesmal die Geschichte aus diversen Perspektiven und hebt im Besonderen Jenny hervor, deren Vater als Serienmörder verurteilt wurde und eine lebenslange Freiheitsstrafe absitzt. Immer wieder werden wir Zeuge der Vergangenheit und begleiten Jenny und ihren Vater, deren Beziehung zueinander sehr innig ist. Seine Prinzessin, wie er sie liebevoll nennt, begleitet ihn auf Schritt und Tritt und somit auch zu den Tatorten. Einige Kapitel bringen sogar einen Briefwechsel zwischen Jenny und ihrem Vater hervor, die deutlich machen, wie nahe sich die beiden standen.

Der Schreibstil ist gewohnt flüssig und mitreißend, dennoch hätte Hunter für meinen Geschmack ruhig ein bisschen mehr Spannung einbauen dürfen. Diese habe ich im Gegensatz zu Teil eins stellenweise vermisst und war daher auch nicht so stark an die Handlung gefesselt. Die Storyline an sich fand ich zwar interessant, jedoch wirkte die Geschichte manchmal langatmig - und ich hätte mir mehr Interaktion von Jennys Ehemann Mark erhofft. Im Schlussteil legt die Autorin eine Schippe drauf und kommt mit einem Kracher ums Eck, der mich völlig unvorbereitet getroffen und damit mega überrascht hat! Dranbleiben lohnt sich also.
Den Epilog hätte es für mich gar nicht mehr gebraucht und ich fand diesen leider auch etwas übertrieben.

Fazit: Ein solider Thriller, der nicht mit dem Vorgänger mithalten kann, aber trotzdem zu unterhalten weiß. Hunter nimmt diesmal die Tochter eines Serienmörders ins Visier und lässt diese ihre Geschichte erzählen. Kann man gut zwischendurch lesen.

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Veröffentlicht am 27.12.2024

Luft nach oben

Once You're Mine
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Der Roman handelt von Calista, der Tochter eines in Ungnade gefallenen Senators, der kürzlich ermordet wurde. Bei dem verzweifelten Versuch, seinen Mörder zu finden, nimmt sie widerwillig die Hilfe von ...

Der Roman handelt von Calista, der Tochter eines in Ungnade gefallenen Senators, der kürzlich ermordet wurde. Bei dem verzweifelten Versuch, seinen Mörder zu finden, nimmt sie widerwillig die Hilfe von Hayden, dem Staatsanwalt im Strafverfahren ihres Vaters, an. Was Calista nicht weiß, ist, dass Hayden zwar beruflich auf der rechten Seite des Gesetzes lebt, in seinem Privatleben jedoch andere Regeln gelten. Es dauert nicht lange, bis Calista sich in Hayden verliebt und langsam entdeckt, dass mehr hinter seiner Fassade steckt, als man auf den ersten Blick sieht.

Haydens Charakter ist kontrastreich. Seine Fähigkeit, seine öffentliche Person zu steuern und gleichzeitig intensive Gefühle für Callista zu hegen, bietet den Lesern einen Einblick in die Komplexität seiner Psyche. Haydens Besessenheit ist zwar beunruhigend, verleiht seinem Charakter aber eine besondere Tiefe, was ihn als Figur faszinierend und manchmal überraschend greifbar macht.

Callistas Reaktion auf die Erkenntnis, dass sie einen Stalker hat, ist hingegen enttäuschend. Sogar etwas befremdlich. Es mangelt ihr an emotionaler Tiefe, wenngleich man die Mischung aus Angst und Anziehung zwischen den beiden durchaus wahrnimmt. Die verworrenen Gefühle zwischen Hayden und Callista sind greifbar, ihre Interaktionen reichen von erschreckend bis äußerst leidenschaftlich. Zudem schwankt die Story am Rande eines Psychothrillers, ist aber über weite Strecken nur wenig fesselnd und lässt den Leser stets nach mehr Spannung und einer tieferen Erforschung der Gefühlswelt der Charaktere verlangen. So ist der Plot quasi nichts Halbes und nichts Ganzes.

Im Verlauf der Geschichte wird deutlich, dass tiefere Geheimnisse in die Handlung verwoben sind. Und man hätte so viel mehr daraus machen können. Denn diese Kombination aus einem dramatischen Stalker, einem urkomisch perversen besten Freund und einer Kulisse aus vertrackten Geheimnissen schafft per se eine interessante und abwechslungsreiche Reise voller Freundschaft, Obsession und Selbstfindung. Das hat mich einerseits zum Lachen gebracht, andererseits hinterfragen lassen, was Liebe und Loyalität wirklich bedeuten. Trotzdem war nach oben hin immer reichlich Luft.

Fazit: Für diejenigen, die sich von der dunklen Seite der Romantik magisch angezogen fühlen, ist dieses Buch eine nette Ergänzung der Leseliste. Abgesehen von einigen Schwächen lässt sich das Buch wunderbar nebenbei schmökern.

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Veröffentlicht am 24.09.2024

Streckenweise wendungsreich, etwas langatmig

Eine perfekte Ehe
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Nach einer Party wird Amanda in ihrem Haus von ihrem Mann Zach tot aufgefunden, der daraufhin direkt festgenommen wird. Die Anklage lautet auf Mord. Zach ist Milliardär und könnte sich jeden Star-Anwalt ...

Nach einer Party wird Amanda in ihrem Haus von ihrem Mann Zach tot aufgefunden, der daraufhin direkt festgenommen wird. Die Anklage lautet auf Mord. Zach ist Milliardär und könnte sich jeden Star-Anwalt leisten, aber er will Lizzie, die er von früher kennt. Die hat eigentlich keine Erfahrung in Mordprozessen und will das Mandat daher nicht übernehmen, ihren alten Freund allerdings auch nicht hängen lassen. Und so schlittert sie unbedacht in eine ganz verdrehte Angelegenheit, die ihr Leben mehr beeinflussen wird, als sie zunächst ahnt...

Der Prolog beginnt mit einem Brief von jemandem, der im Gefängnis sitzt. Hier weiß der Leser jedoch nicht, wer diese Person ist und was sie verbrochen hat.

Zitat S. 10:
"Und früher oder später bekommt man einen Spiegel vorgehalten und ist gezwungen, sich selbst ins Gesicht zu blicken. Und wer zum Teufel kann damit leben?"

Es folgen Schilderungen zu Lizzie und ihren Eheproblemen, und auch Amanda berichtet von ihrem Leben, in deren Ehe so einiges schief lief.

Zitat S. 65:
"War nicht genau das das Geheimnis einer funktionierenden Ehe? So zu tun, als ob ein paar intakte Dinge all das wettmachen konnten, was über die Jahre zerbrochen war?"

Aber es gibt noch viel mehr Informationen, die auf den Leser einprasseln: ein Datenleck in der Schule der Kinder, dazu verschiedene Akteneinträge und diverse Vernehmungsprotokolle. Die Spannung wird dadurch sehr hoch getrieben, da man so keinerlei Verbindungen herstellen kann und ständig am Miträtseln ist. Meiner Meinung nach hat die Autorin die Geheimniskrämerei dann aber im Mittelteil zu lange hinausgezögert, so dass ich am liebsten zum Ende vorgesprungen wäre.
Erst nach der Hälfte des Buches nimmt die Handlung eine Wendung und wird damit wieder interessanter. Auf einmal gibt es mehrere Verdächtige und es offenbaren sich einige Geheimnisse.

Zitat S. 186:
Unter den entsprechenden Umständen war jeder zu allem fähig.

Mit der Auflösung hatte ich nicht gerechnet. Auch wenn ich zwischenzeitlich nicht mehr daran geglaubt hatte, löste sich alles logisch und schlüssig auf.

Fazit: Ein Thriller mit einigen Wendungen, der aber gerne 100 Seiten weniger hätte haben können, ansonsten aber gut konstruiert war und mich unterhalten konnte.

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