Kreative Plotideen, nicht gut umgesetzt
Die YachtGoodwin erzählt uns die Story aus der Sicht von Hannah, die somit unsere Hauptprotagonistin ist.
Hannah ist eine freundliche junge Frau und wird von der Autorin authentisch dargestellt. Es war schön, ...
Goodwin erzählt uns die Story aus der Sicht von Hannah, die somit unsere Hauptprotagonistin ist.
Hannah ist eine freundliche junge Frau und wird von der Autorin authentisch dargestellt. Es war schön, ihre Geschichte zu verfolgen und ihrer Entwicklung beizuwohnen. Die übrigen Charaktere jedoch fand ich ziemlich öde und blass und haben für mich genau das dargestellt, was man mit den reichen Schnöseln verbindet. Für mich waren sie einfach zu unnahbar und arrogant. Richtige Kotzbrocken.
Das Setting mit der Yacht fand ich richtig cool. Goodwin hat sie bildhaft beschrieben: prunkvoll, luxuriös und dazu mit eigenem Hubschrauber – das perfekte Partyboot! Ich konnte mich imaginär tatsächlich dort liegen sehen, im stylischen Bikini, mit der warmen Sonne auf meinem Körper und einem Glas Champagner in der Hand. Hachz!
Die darauffolgenden Geschehnisse hätte ich allerdings nicht miterleben wollen…
Ich mochte zwar Sprache und Stil der Autorin, doch die Länge der Kapitel empfand ich teilweise als störend. Ist sicherlich eine Frage des Geschmacks.
Und auch was die Spannung betrifft, hat Goodwin mich leider nicht überzeugen können. Was zu Beginn rasant anfing, ebbte leider sehr schnell ab. Nervenkitzel? Fehlanzeige! Adrenalin? Pustekuchen! Stattdessen driftete die Story ab der Mitte des Buches und wurde mir zu schnarchig. Als wäre plötzlich die Luft rausgewesen. Wohl eher Schlauchboot statt Yacht. Doch da ich weiß, dass Goodwin ihr Handwerk beherrscht, habe ich tapfer bis zum Ende durchgehalten. Leider kam außer vielen Wiederholungen und unnötig in die Länge gezogenen Szenen nur noch heiße Luft.
Fazit: Ich mochte die Plotideen, weniger die Umsetzung ebenjener. Das coole Setting hat nicht über die fehlende Spannung hinwegtrösten können.