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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 26.05.2025

Langatmig, seicht, verwirrend

Perfect Crime - Wenn niemand dir glaubt
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Ich weiß gar nicht so recht, wie ich in Worte fassen soll, was ich da gelesen habe. Aber von vorne. Die Story wird aus Sicht von Emilia in der dritten Person erzählt. Hin und wieder gibt es Kapitel, die ...

Ich weiß gar nicht so recht, wie ich in Worte fassen soll, was ich da gelesen habe. Aber von vorne. Die Story wird aus Sicht von Emilia in der dritten Person erzählt. Hin und wieder gibt es Kapitel, die von einer geheimnisvollen Daisy erzählen, deren Identität erst später Sinn ergibt. Dazwischen werden wir Zeuge von Ermittlungsgesprächen der Polizei. Leider habe ich sehr lange gebraucht, bis ich mich in der Story zurechtgefunden habe bzw. habe ich jetzt am Ende das Gefühl, dass ich tatsächlich nie richtig angekommen bin. Die Charaktere konnte ich nur schwer auseinanderhalten und die Geschichte an sich hat mich einfach nicht richtig überzeugen können, weil sie total unrealistisch wirkte. Schade, denn die Bücher von Douglas habe ich sonst immer weginhaliert.

Emilia ist zwar eine interessante Protagonistin, erfolgreiche Autorin und liebevolle Mutter, aber emotional hat sie mich zu keinem Zeitpunkt berührt. Die Kapitelwechsel von Emilia zu Daisy und hin und wieder auch zu irgendwelchen Ermittlungen haben mich oft verwirrt und mit vielen offenen Fragen zurückgelassen. Zum Ende hin wurden diese jedoch beantwortet und zumindest das hat mich positiver gestimmt.

Der Schreibstil ist gewohnt Douglas, wobei ich mich diesmal ziemlich schwertat und das Buch ständig zur Seite legen musste, weil es mich so gelangweilt hat. Das ist richtig untypisch für Douglas, weil mich ihre Bücher bisher immer direkt gefesselt haben. Dabei war ich vom Klappentext so angefixt und habe mich dementsprechend auf eine richtig coole Story gefreut.

Fazit: Das war leider nix! Ein sehr langatmiger "Thriller", der für mich eher in die Kategorie "seichter Krimi" einzuordnen wäre. Dabei fand ich die Plotidee richtig cool und hatte dementsprechend hohe Erwartungen. Der Autorin bleibe ich dennoch treu, denn ich liebe ihre anderen Bücher total!

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Veröffentlicht am 10.04.2025

Relativ langatmige Familiengeschichte

Tochterliebe
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Cleo ist genervt von ihrer Mutter, die es mit ihrer Fürsorge oftmals etwas übertreibt. Die beiden verabreden sich, um sich mal richtig auszusprechen, doch als Cleo ankommt, findet sie nur Chaos vor. Von ...

Cleo ist genervt von ihrer Mutter, die es mit ihrer Fürsorge oftmals etwas übertreibt. Die beiden verabreden sich, um sich mal richtig auszusprechen, doch als Cleo ankommt, findet sie nur Chaos vor. Von ihrer Mutter keine Spur - bis auf einen blutigen Schuh. Cleos Anrufe bei Kat gehen ins Leere und auch sonst hat niemand sie gesehen. Als Cleos Vater Aidan kurz darauf von einer Geschäftsreise nach Hause kommt und Cleo beichtet, dass er sich schon vor Monaten von Kat getrennt hat, bricht für sie eine Welt zusammen. Was hat ihre Mutter noch vor ihr verheimlicht?

Die Story wird abwechselnd aus der Sicht von Cleo und Katrina erzählt. Während wir Cleo nach dem Verschwinden ihrer Mutter begleiten, blicken wir mit Katrina auf die Geschehnisse eine Woche vor ihrem Verschwinden zurück. Immer mal wieder tauchen Kapitel auf, bei der wir Zeuge einer Therapiesitzung von Cleo werden. Diese Kapitel waren für mich erst nicht ganz nachvollziehbar, zum Ende hin ergaben sie aber Sinn und waren auch für die Handlung selbst unabkömmlich. Dass die beiden keine gute Beziehung zueinander hatten, kommt sehr schnell zum Vorschein.

Der Schreibstil ist flüssig und leicht verständlich. Was die Spannung betrifft, hätte die Autorin ruhig die Zügel etwas mehr anziehen können. Ich fand die Story oft ziemlich langatmig und habe mich das ein oder andere Mal regelrecht zum Weiterlesen zwingen müssen.

Auch die Charaktere waren mir zu unnahbar, und so konnte ich bis zum Schluss weder zu Katrina noch zu Cleo eine Verbindung aufbauen. Zwar erfährt man von beiden Protagonistinnen genau das, was man wissen muss und es kommt auch sehr gut zum Vorschein, was für eine fürsorgliche Mutter Katrina ist. Dennoch hat mir die emotionale Verbindung gefehlt, da ich sehr gern die Gedanken und Gefühle der Figuren nachempfinde.

Der Schlussteil konnte mich ebenfalls nicht so richtig überzeugen. Dieser war viel zu vorhersehbar und überraschte mich daher leider überhaupt nicht. Eigentlich bin ich es von McCreight gewohnt, dass sie ihre Leser am Ende nochmal mit einer unerwarteten Wendung aus den Socken haut. Ich habe einen richtigen Kracher am Ende erwartet – aber leider blieb dieser aus. Schade!

Fazit: Eine relativ langatmige Familiengeschichte, die mich aufgrund fehlender Spannung enttäuschte. Da ich einige Bücher der Autorin schon gelesen habe, weiß ich, dass sie es besser kann und werde ihr auch weiterhin treu bleiben.

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Veröffentlicht am 29.03.2025

Kreative Plotideen, nicht gut umgesetzt

Die Yacht
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Goodwin erzählt uns die Story aus der Sicht von Hannah, die somit unsere Hauptprotagonistin ist.

Hannah ist eine freundliche junge Frau und wird von der Autorin authentisch dargestellt. Es war schön, ...

Goodwin erzählt uns die Story aus der Sicht von Hannah, die somit unsere Hauptprotagonistin ist.

Hannah ist eine freundliche junge Frau und wird von der Autorin authentisch dargestellt. Es war schön, ihre Geschichte zu verfolgen und ihrer Entwicklung beizuwohnen. Die übrigen Charaktere jedoch fand ich ziemlich öde und blass und haben für mich genau das dargestellt, was man mit den reichen Schnöseln verbindet. Für mich waren sie einfach zu unnahbar und arrogant. Richtige Kotzbrocken.

Das Setting mit der Yacht fand ich richtig cool. Goodwin hat sie bildhaft beschrieben: prunkvoll, luxuriös und dazu mit eigenem Hubschrauber – das perfekte Partyboot! Ich konnte mich imaginär tatsächlich dort liegen sehen, im stylischen Bikini, mit der warmen Sonne auf meinem Körper und einem Glas Champagner in der Hand. Hachz!

Die darauffolgenden Geschehnisse hätte ich allerdings nicht miterleben wollen…

Ich mochte zwar Sprache und Stil der Autorin, doch die Länge der Kapitel empfand ich teilweise als störend. Ist sicherlich eine Frage des Geschmacks.

Und auch was die Spannung betrifft, hat Goodwin mich leider nicht überzeugen können. Was zu Beginn rasant anfing, ebbte leider sehr schnell ab. Nervenkitzel? Fehlanzeige! Adrenalin? Pustekuchen! Stattdessen driftete die Story ab der Mitte des Buches und wurde mir zu schnarchig. Als wäre plötzlich die Luft rausgewesen. Wohl eher Schlauchboot statt Yacht. Doch da ich weiß, dass Goodwin ihr Handwerk beherrscht, habe ich tapfer bis zum Ende durchgehalten. Leider kam außer vielen Wiederholungen und unnötig in die Länge gezogenen Szenen nur noch heiße Luft.

Fazit: Ich mochte die Plotideen, weniger die Umsetzung ebenjener. Das coole Setting hat nicht über die fehlende Spannung hinwegtrösten können.

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Veröffentlicht am 06.02.2025

Solide Lektüre für zwischendurch

The Trap. Wie weit würdest du gehen, um deine Schwester zu retten?
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Lucy ist verzweifelt. Ihre Schwester Nicki ist plötzlich verschwunden und alles deutet darauf hin, dass auch sie dem Frauenentführer ins Netz gegangen ist. Seit geraumer Zeit verschwinden Frauen spurlos ...

Lucy ist verzweifelt. Ihre Schwester Nicki ist plötzlich verschwunden und alles deutet darauf hin, dass auch sie dem Frauenentführer ins Netz gegangen ist. Seit geraumer Zeit verschwinden Frauen spurlos - nur ihre Handys werden verlassen am Straßenrand vorgefunden. Um ihre Schwester zu finden, lässt sich Lucy mitten in der Nacht auf einer einsamen Landstraße von zufällig vorbeifahrenden Autos mitnehmen. Angst verspürt sie dabei keine, denn die Hoffnung, Nicki lebend wiederzufinden, überwiegt.

Lucy fand ich als Protagonistin sehr authentisch. Die Ungewissheit, was mit ihrer Schwester Nicki passiert ist, nagt spürbar an ihr. Dennoch ist sie mutig genug, sich als Köder zur Verfügung zu stellen, um Nicki zu retten. Diese Entschlossenheit hat mir einerseits sehr imponiert, andererseits habe ich mich gefragt, ob das wirklich so schlau gewesen ist. Und ob ihre Schwester das gewollt hätte.

Der Schreibstil von Howard ist leicht verständlich und flüssig. Die Kapitel haben eine angenehme Länge und wechseln sich in der Erzählperspektive ab. Neben Lucy kommt auch der Entführer selbst zu Wort und spricht uns dabei direkt an. Zumindest hat man während des Lesens das Gefühl, dass die Worte direkt an den Leser gerichtet sind – im Laufe der Handlung erfahren wir jedoch, für wen sie eigentlich bestimmt waren. Einige Kapitel begleiten Angela, die bei Missing Persons Unit, der Dienststelle für vermisste Personen, arbeitet. Ihre Aufgabe ist es, die Suche nach den vermissten Mädchen zu verschärfen.

Angefixt vom Klappentext habe ich mich auf eine spannende und nervenaufreibende Story gefreut, wurde aber leider ein wenig enttäuscht. Denn die Spannung, mit der die Geschichte anfängt, ebbt ziemlich schnell ab und kann von Howard im weiteren Verlauf nicht mehr angehoben werden. Wirklich schade, denn die Plotidee an sich war wirklich gut. Und angesichts der realen Ereignisse, die Howard - wie sie in ihrem Nachwort erwähnt - zum Schreiben dieses Thrillers animiert haben, hätte hier ein cooler Pageturner entstehen können.

Fazit: Leider hat der Klappentext hier mehr Action versprochen, als tatsächlich geboten wurde. Schade eigentlich, denn die Story hatte großes Potenzial. Dank der Kapitellänge und der interessanten Figuren, ist THE TRAP dennoch eine unterhaltsame (solide) Lektüre für zwischendurch.

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Veröffentlicht am 26.01.2025

Etwas langatmig, dennoch unterhaltsam

Die Tochter des Serienkillers
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Jenny ist die Tochter des "Schmetterling-Killers", wie ihn die Presse taufte. So mordete er nicht nur hauptsächlich in der Rotlichtszene, sondern heftete jedem seiner Opfer einen toten Schmetterling an. ...

Jenny ist die Tochter des "Schmetterling-Killers", wie ihn die Presse taufte. So mordete er nicht nur hauptsächlich in der Rotlichtszene, sondern heftete jedem seiner Opfer einen toten Schmetterling an. Nach seiner Verurteilung hat Jenny noch ein paar Jahre mit ihrer Mutter Claire verbracht, wollte dann jedoch ein neues Leben führen. Mit neuer Identität hat sie sich mit Ehemann Mark und ihren beiden Kindern ein neues Leben geschaffen. Doch ihr Ehemann weiß nichts von ihrer Vergangenheit. Als plötzlich Olivia verschwindet, die Frau, mit der Mark eine kurze Affäre hatte, kommt die Vergangenheit in Jenny wieder hoch. Außerdem hat sie mit unkontrollierbaren Blackouts zu kämpfen, die sie an den Rand des Wahnsinns treiben. Auch Mark wird immer skeptischer, zumal er seine eigenen Geheimnisse vor Jenny hat ...

Ich dachte ja eigentlich, dass dieses Buch an den Vorgänger anknüpfen würde, doch dies ist tatsächlich nicht der Fall. Wir haben es hier mit ganz anderen Charakteren und damit einer völlig anderen Story zu tun, was ich aber keinesfalls negativ bewerten würde. Denn Hunter erzählt auch diesmal die Geschichte aus diversen Perspektiven und hebt im Besonderen Jenny hervor, deren Vater als Serienmörder verurteilt wurde und eine lebenslange Freiheitsstrafe absitzt. Immer wieder werden wir Zeuge der Vergangenheit und begleiten Jenny und ihren Vater, deren Beziehung zueinander sehr innig ist. Seine Prinzessin, wie er sie liebevoll nennt, begleitet ihn auf Schritt und Tritt und somit auch zu den Tatorten. Einige Kapitel bringen sogar einen Briefwechsel zwischen Jenny und ihrem Vater hervor, die deutlich machen, wie nahe sich die beiden standen.

Der Schreibstil ist gewohnt flüssig und mitreißend, dennoch hätte Hunter für meinen Geschmack ruhig ein bisschen mehr Spannung einbauen dürfen. Diese habe ich im Gegensatz zu Teil eins stellenweise vermisst und war daher auch nicht so stark an die Handlung gefesselt. Die Storyline an sich fand ich zwar interessant, jedoch wirkte die Geschichte manchmal langatmig - und ich hätte mir mehr Interaktion von Jennys Ehemann Mark erhofft. Im Schlussteil legt die Autorin eine Schippe drauf und kommt mit einem Kracher ums Eck, der mich völlig unvorbereitet getroffen und damit mega überrascht hat! Dranbleiben lohnt sich also.
Den Epilog hätte es für mich gar nicht mehr gebraucht und ich fand diesen leider auch etwas übertrieben.

Fazit: Ein solider Thriller, der nicht mit dem Vorgänger mithalten kann, aber trotzdem zu unterhalten weiß. Hunter nimmt diesmal die Tochter eines Serienmörders ins Visier und lässt diese ihre Geschichte erzählen. Kann man gut zwischendurch lesen.

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