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Veröffentlicht am 02.08.2025

Viel Potenzial aber auch Schwächen

Blackened Blade 1: The Blackened Blade
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Ich habe mich sehr gefreut das Buch vorab lesen zu dürfen. Die schwarzen Seiten sind wirklich ein Hingucker. Es war anfangs etwas gewöhnungsbedürftig, aber es ist als hätte man den Dark Modus angeschaltet. ...

Ich habe mich sehr gefreut das Buch vorab lesen zu dürfen. Die schwarzen Seiten sind wirklich ein Hingucker. Es war anfangs etwas gewöhnungsbedürftig, aber es ist als hätte man den Dark Modus angeschaltet. Von mir gibt’s einen klaren Daumen noch oben.

Ich liebe Why Choose Bücher und war dementsprechend sehr neugierig auf diese Geschichte. In Sachen Romance wurde aber eher auf die Bremse gedrückt und wir lernen erstmal unsere Protagonisten sowie die Academy kennen. Ich mochte Micai sofort und wollte mehr über sie erfahren. Sie ist stark und sinnt auf Rache. Sie ist eine absolute Badass Protagonistin, die immer wieder aufsteht, nachdem sie zu Boden gegangen ist.

Auch die männlichen Charaktere sind sehr interessant. Ich bin hier auf jeden Fall gespannt wie es weitergeht. Da es mehrere Love Interests gibt, blieben einige Charakter leider sehr oberflächlich. Ich denke sie werden in den Folgebänden noch ausführlicher beschrieben. Wir haben eindeutig einen Slow burn, der mir sehr gefällt.

Das Buch fängt stark an, verrennt sich dann im Schulalltag. Unsere Protagonistin will Rache, jedoch erfordert dies Zeit, Planung und Stärke. Um es den anderen heimzuzahlen, trainiert sie heimlich und wird jeden Tag stärker. Ich fand es gut, dass hier nichts überstürzt wurde. Dennoch bestand das Buch größtenteils nur aus Bullying, Micais Training und Unterricht. Die Welt außerhalb der Academy wird überhaupt nicht thematisiert. Das Worldbuilding tritt hier komplett auf die Stelle. Als Leser habe ich mich oft gefragt, wieso ausgerechnet diese Fächer unterrichtet werden, welche Jobs nach dem Abschluss angenommen werden und was es letztlich mit der Einrichtung auf sich hat.

Ich fand es generell unlogisch, dass Micai einen zweite Chance erhält und sie dann das gleiche „Leben“ erneut lebt, anstatt einen Neuanfang zu wagen. Sie hasst die Academy, die Lehrer sowie ihre Peiniger. Sie langweilt sich und muss schreckliche Dinge durchleben. Wieso also bleibt sie? Rache hin oder her, aber in Anbetracht der Situation ist es doch sehr unlogisch sich selber so zu foltern.
Auch in Sachen Magie habe ich mehr erhofft. Abgesehen von den Erwägungen von Kräften und verschiedenen Wesen, verhalten sich alle so als wären sie normale Menschen. Es gibt zwar Monster, die ihr Unwesen treiben, aber das war es dann auch schon. Sonstige Fantasy Elemente sucht man vergebens. Ich glaube die Autorin sollte sich ein Beispiel an Zodiac Academy nehmen. Dort gibt’s eine gute Mischung aus Schulalltag, Bullying und Magie(Training). Im Laufe des Buches stellt man sich viele Fragen, welche auch bis zuletzt unbeantwortet bleiben. Natürlich ist es der erste Teil einer Reihe, dennoch hätte ich mir ein paar Antworten gewünscht. Micai hinterfragt einfach auch nichts. Ein plötzliches Tattoo, die Zeitreise, die Einrichtung??? So vieles wird einfach nicht thematisiert.

Ich liebe die Prämisse dieser Geschichte. Die Protagonistin ist Badass, die Männer interessant und der Plot hat viel Potenzial. Ich habe das Buch innerhalb von zwei Tagen gelesen - eigentlich ein gutes Zeichen - dennoch blieben alle Fragen offen, vieles macht keinen Sinn oder wird nicht von Micai hinterfragt und mir fehlten die Fantasy Elemente. Ich wollte das Buch lieben, aber rückblickend hinterlässt es doch gemischte Gefühle. Es hat viel Potenzial, nur leider fokussiert sich die Autorin auf zu vielen alltäglichen Dingen anstatt den Plot voranzubringen. ⭐️3/5⭐️

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Veröffentlicht am 28.03.2025

Das war wohl nichts

Quicksilver - Tochter des Silbers. Gefangener der Schatten
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“Quicksilver” ist eine typische Romantasy-Geschichte voller beliebter Tropes und Klischees, die leider nicht immer zur Handlung oder den Charakteren passen.

Die Handlung folgt Saeris, einer Diebin mit ...

“Quicksilver” ist eine typische Romantasy-Geschichte voller beliebter Tropes und Klischees, die leider nicht immer zur Handlung oder den Charakteren passen.

Die Handlung folgt Saeris, einer Diebin mit gutem Herz, die mit ihrem Bruder in der von einer grausamen Königin regierten Stadt Zilvaren ums Überleben kämpft. Als sie vor die Herrscherin gezerrt wird, scheint ihr Schicksal besiegelt – bis ein geheimnisvoller, düsterer Fremder sie rettet und in die politischen Intrigen eines fremden Reiches zieht. Natürlich ist dieser Retter niemand anderes als Kingfisher, der trotz seines schrecklichen Namens als unwiderstehlich beschrieben wird. Und ja, er ist ein Fae.

Von hier aus entfaltet sich eine Geschichte voller missverstandener Helden, loyaler Gefährten und humorvoller (gelegentlich kindischer) Wortgefechte. Auch Spice fehlt nicht – obwohl ich persönlich nichts dagegen gehabt hätte, wenn der Großteil davon gestrichen worden wäre. Das Finale bringt Saeris in eine neue, potenziell spannende Lage.

Was die Charaktere betrifft, fällt es schwer zu glauben, dass ihr Alter zwischen 24 und 1800 Jahren liegt – ihr Verhalten erinnert oft eher an Teenager.

Saeris blieb für mich als Protagonistin blass. Sie entwickelt sich kaum weiter und besitzt von Anfang an alle Eigenschaften, die andere Charaktere scheinbar magisch anziehen. Leider weckt sie keinerlei Empathie.

Kingfisher ist der typische edle, gequälte Held, der für andere leidet. Trotz seines anfänglich interessanten Potenzials beschränkt sich sein Charakter auf flirty Schlagabtausch und endlose Selbstaufopferung.

Ich wünschte, Autoren würden aufhören, Bücher als „Enemies to Lovers“ oder „Slow Burn“ zu vermarkten, wenn diese Tropes nur für wenige Seiten existieren. Tatsächlich entwickelte sich die Beziehung der Hauptfiguren eher zu Insta-Love (oder besser gesagt, Insta-Lust?). Trotz 800 Seiten fehlte es völlig an echter Chemie. Die Liebesgeschichte hatte Potenzial, wurde aber unter zu vielen Tropes begraben – es wirkte, als hätte die Autorin eine Checkliste abgearbeitet, statt wenige Elemente sinnvoll auszuarbeiten.

Insgesamt kein schlechtes Buch, aber auch weit entfernt von dem Meisterwerk, als das es von vielen beworben wird. Wer eine unterhaltsame, wenn auch etwas lange Geschichte mit aktuellen Booktropes sucht, wird hier fündig – sollte aber nicht zu viel erwarten. Ich habe genau diesen Fehler gemacht und bin nun etwas enttäuscht.⭐️3/5⭐️

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Veröffentlicht am 05.03.2025

Für mich bisher der schwächste Teil der Reihe

The Ruthless Fae King - Die Chroniken von Avalier 3
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Ich habe mich wieder sehr auf einen weiteren Band der Kings of Avalier Reihe von Leia Stone gefreut. Das Cover zusammen mit dem Farbschnitt ist auch wieder ein absoluter Traum.

Die Reihe hat mich bisher ...

Ich habe mich wieder sehr auf einen weiteren Band der Kings of Avalier Reihe von Leia Stone gefreut. Das Cover zusammen mit dem Farbschnitt ist auch wieder ein absoluter Traum.

Die Reihe hat mich bisher verzaubert, da die Buchseiten sehr schnell verfliegen. Band 3 entpuppt sich aber bisher als schwächster Teil. Es gab eine Wendung, die mich überhaupt nicht überzeugt hatte. Die erste Hälfte war in Ordnung, aber ich mochte nicht, wohin die Handlung in der zweiten Hälfte ging. Im Vergleich zu den vorherigen Büchern wurde auch weniger Wert auf die Romanze gelegt. Da diese Reihe kein wirklich ausgefeiltes Worldbuilding hat, war es der romantische Aspekt, der mein Interesse aufrechterhalten hat. Die Tatsache, dass er hier in den Hintergrund gedrängt wurde, zusammen mit dieser Wendung, hat das Buch für mich ein bisschen ruiniert. Die Gastauftritte der anderen Charaktere aus den vorherigen Bänden war für mich wiederum das Highlight. Ich habe sie einfach ins Herz geschlossen. Auch der Anfang und die Tropes waren gut. Es war hauptsächlich die Richtung in die sich die Handlung entwickelte, die mich einfach nicht überzeugte. Letztlich blieben die Figuren auch oberflächlich. Gerade Madelynn’s Charakterisierung ist sehr flatterhaft.

Es bricht mir ein wenig das Herz, weil ich mich sehr auf das Buch gefreut habe und letztlich eher enttäuscht wurde. Ich möchte trotzdem auf jeden Fall auch den vierten und letzten Teil der Reihe lesen und hoffe er wird wieder besser. ⭐️3/5⭐️

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Veröffentlicht am 12.02.2025

Hmmm

Dark Cinderella
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Bisher habe ich die Bücher von Anya Omah immer sehr gerne gelesen. Als „Dark Cinderella“ angekündigt wurde, war ich hellauf begeistert und wollte am liebsten sofort lesen. Die Idee ein modernes Märchen-Retelling ...

Bisher habe ich die Bücher von Anya Omah immer sehr gerne gelesen. Als „Dark Cinderella“ angekündigt wurde, war ich hellauf begeistert und wollte am liebsten sofort lesen. Die Idee ein modernes Märchen-Retelling mit Suspense-Romance zu verbinden, fand ich spannend und vielversprechend.

Anfangs war mir die Protagonistin sehr sympathisch, sie wirkte vielschichtig und mit authentischer innerer Zerrissenheit. Doch im Verlauf der Geschichte entwickelte sie sich zunehmend zu einem wandelnden Klischee. Durch die vielen klischeehaften Elemente lies meine anfängliche Begeisterung immer mehr nach. Vieles fühlte sich einfach sehr forciert an, als wollte die Autorin zwanghaft eine bestimmte Symbolik anbringen. Der Schreibstil ist flüssig und die Seiten verfliegen sehr schnell. Einige Dialoge wirkten dennoch unnatürlich. Auch hier wirkte vieles künstlich inszeniert um die Figuren an gewisse Punkte zu bringen.

Die Handlung selbst schwankt zwischen fesselnden Wendungen und vorhersehbaren Entwicklungen. Besonders im Mittelteil zieht sich die Geschichte, da so viele verschiedene Elemente gleichzeitig untergebracht wurden. Märchen-Retelling, Intrigen, dunkle Geheimnisse und eine Liebesgeschichte, die dann schnell sehr intensiv wird, ohne dabei emotional wirklich in die Tiefe zu gehen.

Die Geschichte wird aus der Perspektive von Maximilian und Sofia erzählt, wodurch man sowohl in die Welt der Privilegierten als auch in die der „normalen“ Menschen eintaucht. Gerade durch die unterschiedlichen Blickwinkel erhält der Leser gute Einblicke, da beide Figuren jeweils andere Aspekte in die Handlung einbringen.

Bei mir hinterlässt das Buch gemischte Gefühle. Ich liebe den flotten Schreibstil von Anya Omah sehr und habe mich auf eine royale Geschichte gefreut. Leider aber konnte mich das Buch nicht komplett überzeugen. Es war ein auf und ab. Es gab immer wieder Momente, in denen es so schien, als würde die Handlung richtig an Fahrt aufnehmen – doch kaum wurde die Spannung aufgebaut, ebbte sie auch direkt wieder ab. Eigentlich sollte es ja auch eine Suspense-Romance werden, aber der Krimi-Anteil war praktisch nonexistent. Keine Ahnung, ob hier erst mehr im zweiten Teil kommt, aber in Band 1 wurde im Klappentext diesbezüglich schon alles gesagt. Aus diesem Grund kann ich nur ⭐️3/5⭐️ vergeben.

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Veröffentlicht am 07.02.2025

Schwächer als Band 1

Leather & Lark - Hass und Liebe liegen nah beieinander
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Nachdem mich Butcher & Blackbird positiv überrascht hat, war ich sehr gespannt auf den zweiten Teil dieser Dark Romance Romcom.

Larks und Lachlans Geschichte ist über weite Strecken der ersten Hälfte ...

Nachdem mich Butcher & Blackbird positiv überrascht hat, war ich sehr gespannt auf den zweiten Teil dieser Dark Romance Romcom.

Larks und Lachlans Geschichte ist über weite Strecken der ersten Hälfte ein klassischer Slow Burn. Die anfängliche Feindseligkeit und das Misstrauen zwischen ihnen haben die Stimmung etwas gedrückt. Ein Teil des Humors und der Unbeschwertheit aus Band eins fehlte. Obwohl ich es liebe, dass Lachlan seine Meinung über Lark änderte, sobald er hinter ihre geübte Fassade blickte, und er danach unglaublich süß und leidenschaftlich um sie warb, hat ihre Interaktion nicht die Chemie entfacht, die ich bei Sloane und Rowan so mühelos gespürt habe.

Ich wollte dieses Buch genau so sehr lieben wie Band 1, aber irgendwie sprang der Funke nicht vollständig über. Ich würde sagen, dieses Buch war stärker charaktergetrieben als Butcher & Blackbird. Diesmal gibt es keine unterhaltsamen Mordspiele, und obwohl die Geschichte der gleichen Formel wie der erste Band folgt, wirkte sie etwas weniger mitreißend.

Dennoch gibt es reichlich Gore und das wahnsinnige Treiben von Serienkillern – ebenso wie einige durchaus überzeugende Spice-Szenen. Alles in allem kann man das Buch schnell lesen, aber der Charme aus dem ersten Teil fehlte mir. Ich bin trotzdem sehr gespannt auf Band 3, weil mir die Kombi aus Dark Romance meet Romcom schon sehr gefällt. ⭐️3/5⭐️

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