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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 24.02.2025

nette Unterhaltung

Something Old, Someone New
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"Ein Ring - vier Liebesgeschichten" - die Überschrift des Klappentextes - was sich dahinter wohl verbirgt stellte ich mir die Frage? Der restliche Klappentext machte mich dann vollends neugierig auf Shea, ...

"Ein Ring - vier Liebesgeschichten" - die Überschrift des Klappentextes - was sich dahinter wohl verbirgt stellte ich mir die Frage? Der restliche Klappentext machte mich dann vollends neugierig auf Shea, die geschworen hat, auf die Warnung ihrer Nonna zu hören und eben genau kein Erbstück als Verlobungsring annehmen will. Tja und dann steht ihr Freund John genau mit so einem Ring vor ihr. Puh - was tun? Um das Karma zu "retten" macht sie sich auf die Suche nach den vorherigen Trägerinnen des Rings. Dabei geht es mit dem Leser quer über den Planeten (Italien, Portugal, USA) und zu den unterschiedlichsten Menschen und dabei auch ein großes Stück zur Protagonistin selbst, die viel über sich erfahren darf.
Während mir die farbliche Gestaltung des Buches nicht zugesagt hat, kann ich das für die Geschichte nicht sagen: die Idee der Autorin finde ich klasse! Ein interessantes Gedankenspiel die "Vorgeschichte" des Rings quasi zu ergründen. Shea dabei zu begleiten hat mir gut gefallen. Phasenweise war es mir ab und an etwas zu langatmig was die Beschreibungen bzw. den "Fortschritt" der Geschichte betrifft, aber das haben dann wieder spannende, unerwartete Entwicklungen kompensiert.
Alles in allem war das Buch sehr schön und angenehm zu lesen. Sehr positiv sind mir die Kapitellängen aufgefallen: dadurch konnte ich auch einfach mal "schnell zwischendurch" ein ganzen Kapitel am Stück lesen.

Fazit: einfach nette Unterhaltung mit einer kreativen Buchidee, ein bisschen Spannung und tollen Schauplätzen

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Veröffentlicht am 09.02.2025

interessanter Auftakt zur "Solo-Nummer" von Volker Klüpfel

»Wenn Ende gut, dann alles«
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Als treuer und langjähriger Klufti-Leser war ich nach dem Debüt von Michael Kobr als "Solo-Autor" nun natürlich auch gespannt auf das Debüt von Volker Klüpfel.
Soviel vorab: es war anders als ich es erwartet ...

Als treuer und langjähriger Klufti-Leser war ich nach dem Debüt von Michael Kobr als "Solo-Autor" nun natürlich auch gespannt auf das Debüt von Volker Klüpfel.
Soviel vorab: es war anders als ich es erwartet hatte.
Der Autor schickt das ungleiche Duo Svetlana - eine ukrainische, lebenserfahrene Putzfrau, die weiß was sie will - und Tommi - ein erwachsener Möchte-Gern-Vielleicht-Irgendwann-mal-Autor, der in seinem bisherigen Leben noch nicht viel auf die Reihe bekommen hat, in ein Abenteuer. Tommi, der im Wohnwagen lebt, weil er sich eine Wohnung schlicht nicht mehr leisten kann, ist immer wieder auf der Suche nach neuen Stellplätzen um nicht schon wieder ins Visier der Polizei zu geraten. Das Wohnmobil sowie die Putzfrau verdankt er dem "Sponsoring" seines Vaters, der sich nun in eine Seniorenresidenz begeben hat und dort anscheinend auch kein Kind von Traurigkeit ist und daher das Wohnmobil nicht mehr benötigt. Auf einer Fahrt mit Tommi entdeckt Svetlana das einsame Kind am Waldrand, dessen sie sich dann annehmen und auf die Suche nach dessen Eltern machen wollen. Dabei stoßen sie auf einen Kriminalfall.

Der erste Teil des Buches las sich für mich weniger wie ein Krimi, sondern phasenweise eher wie ein Roman und fast ein bisschen langatmig. Dass man die Figuren, die man über mehrere künftige Bände verwenden will, zu Beginn einer Reihe ausreichend vorstellt ist für mich in Ordnung, aber für mich war es zu Beginn einfach ein bisschen too much. Das hat die Figur der Swetlana ein wenig kompensieren können, die durch ihr gebrochenes Deutsch und ihre Unmenge an Sprichwörtern immer wieder für Abwechslung gesorgt hat. Mit der zweiten Hauptfigur Tommi wurde ich überhaupt nicht "warm" - für mich ist er ein fauler und auch egoistischer Kerl. Letzteres weil er die Meinung vertritt, dass sein Vater "sein Erbe durchbringt" weil er sich in einer Seniorenresidenz einquartiert hat. Sorry, aber da habe ich wirklich kein Verständnis für Tommi.
Das Lesen von Volker Klüpfels Buch machte Spaß, weil der Schreibstil, den er dem Leser präsentiert super schön ist: niveauvoll und angenehm zu lesen mit zum Teil tiefgründigen Themen. Das ungleiche Ermittlerduo sucht seines gleichen, wobei Svetlana mein absoluter Liebling ist. Das liegt u.a. an ihrem Humor, ihrer resoluten Art und ihrer Vielzahl an Sprichwörtern, die sie bei jeder sich bietenden Gelegenheit präsentiert.

Mein Fazit: das Krimifeeling suchte ich ehrlicherweise über längere Strecken. Die Bezeichnung als Roman mit Cosy-Crime-Momenten und hohem Unterhaltungswert trifft es m.E. besser.

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Veröffentlicht am 27.01.2025

spannender Krimi im Norden

Die Brandung – Leichenfischer
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Das zwar etwas düster aber für mich sehr gelungene Buchcover hatte mich auf das Buch aufmerksam gemacht. Von der Autorin hatte ich bis dato noch kein Werk gelesen, und die Zusammenfassung gefiel mir, alles ...

Das zwar etwas düster aber für mich sehr gelungene Buchcover hatte mich auf das Buch aufmerksam gemacht. Von der Autorin hatte ich bis dato noch kein Werk gelesen, und die Zusammenfassung gefiel mir, alles Punkte, die mich neugierig gemacht haben.
Alleine der Einstieg in die Geschichte gefiel mir super gut - einerseits die Grabungen und die aufgefundene Leiche, parallel dazu die Erzählung der Frau, die gegen ihren Willen festgehalten wird. Zwei Stränge, die parallel laufen und meine Fantasie anregten, wie sie wohl zusammenhängen. Dazu gab es immer wieder alltägliche oder auch lustige Szenen (z.B. der fremde Mann im Bad). Auch im weiteren Verlauf des Buches gab es diese "Parallelwelten". Die Autorin schaffte es eben nicht "nur" den Krimi zu erzählen sondern auch für gute Unterhaltung zu sorgen. Den Vorgängerband kenne ich nicht. Das empfand ich aber nicht als störend oder fehlend, denn ich konnte mich gut in die Geschichte und die Figuren einfinden. Die fast ein bisschen pfiffig wirkenden Fria hat mir besonders gut gefallen.
Das einzige kleine Manko: mir waren es dann in Summe "zu viele Frauen", die hier als "Opfer gedient" haben. Ein bisschen weniger hätte es meiner Ansicht nach auch getan. Aber das ist wohl Geschmackssache.

Daher mein Fazit: schöne Unterhaltung mit Krimifeeling im Norden

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Veröffentlicht am 04.11.2024

gute Unterhaltung

Das Buch der neuen Anfänge
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Ich kannte die Autorin bisher nicht und daher war ich umso mehr gespannt auf das was mich erwarten wird. Meine Aufmerksamkeit hatte das Buch durch sein farbenfrohes Cover geweckt, auf dem ein geöffneter ...

Ich kannte die Autorin bisher nicht und daher war ich umso mehr gespannt auf das was mich erwarten wird. Meine Aufmerksamkeit hatte das Buch durch sein farbenfrohes Cover geweckt, auf dem ein geöffneter Koffer mit unterschiedlichsten Dingen darin zu sehen ist (u.a. ein Schlüssel und ein Fuchs - was die beiden wohl zu bedeuten haben?). Auch der kurze Teaser auf der Rückseite des Buches klang verlockend: Jo - vom Freund verlassen und von der besten Freundin entfremdet - fühlt sich allein. Da kommt die Aufgabe den Onkel in dessen Schreibwarenladen zu vertreten zur passenden Zeit. Dort angekommen lernt sie u.a. Ruth und Malcolm kennen und erkennt, dass nicht nur sie sich Herausforderungen im Leben stellen muss.

Berührt hat mich an dem Buch u.a. der Schauplatz - total nostalgisch mit Füllhaltern und Briefpapier, ein Ort den man in der heutigen Zeit nicht mehr häufig antrifft, der aber auf mich eine ganz besondere Faszination ausstrahlt (ähnlich dem einer Buchhandlung). Passend dazu wurde von der Autorin die Geschichte erschaffen, die sie mit Jo in der Hauptfigur erzählt. An einigen wenigen Stellen hätte es m.E. kürzer sein können, aber der rote Faden war für mich immer erkennbar. Interessant fand ich auch die beiden Figuren Malcolm sowie Ruth, ein bisschen crazy, aber total liebenswert.

Fazit: schöne Unterhaltung gepaart mit fast schon einer Liebeserklärung an die Freundschaft

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Veröffentlicht am 21.10.2024

für Buchliebhaber - einfach schön

Die Abende in der Buchhandlung Morisaki
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Satoshi Yagisawa hat mit dem vorliegenden Buch die Fortsetzung von "Die Tage in der Buchhandlung Morisaki" geschrieben. Diesen habe ich bis jetzt noch nicht gelesen, konnte mich aber sehr schnell in den ...

Satoshi Yagisawa hat mit dem vorliegenden Buch die Fortsetzung von "Die Tage in der Buchhandlung Morisaki" geschrieben. Diesen habe ich bis jetzt noch nicht gelesen, konnte mich aber sehr schnell in den Folgeband einfinden, u.a. auch dank dem "Abholer" der im ersten Kapitel dem Leser durch die Hauptfigur Takako gegeben wird.
Aus der Ich-Perspektive erzählt Takako, die erneut in der Buchhandlung ihres Onkels und ihrer Tante arbeitet, da diese leider erneut schwer erkrankt ist und ihre Familie daher ihre Hilfe braucht.

Was mich an dem Buch so begeistert hat, ist der gefühlte "Gegenpol" zu unserer heutigen, schnelllebigen Welt - nämlich eine ruhige Erzählweise, die aber deswegen nicht weniger spannend auf mich als Leser gewirkt hat, im Gegenteil. Vielleicht ist es gerade auch diese etwas andere Art, die mich so in den Bann gezogen hat. Die andere Kultur hat sicherlich auch einen Aspekt dazu beigetragen und natürlich auch das Ambiente - eine Buchhandlung als "Schauplatz" - was kann es für Leseratte besseres geben, als das?

Das Buchcover stimmt mit den warmen, farbenfrohen Tönen den Leser ein, allerdings hätte ich - bedingt durch die Farbwahl - ein etwas anderes Ende vermutet. Durch die Geschichte und die nicht immer positiven Themen, im Gegenteil (die Krebserkrankung), die erzählt werden, hat der Autor mir den ein und anderen Denkanstoß gegeben.

Ich werde mir auf jeden Fall noch den ersten Band besorgen.

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