Cover-Bild Immer wenn ich dieses Lied höre
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22,00
inkl. MwSt
  • Verlag: Aufbau
  • Themenbereich: Biografien, Literatur, Literaturwissenschaft - Literatur: Geschichte und Kritik
  • Genre: Romane & Erzählungen / Sonstige Romane & Erzählungen
  • Seitenzahl: 173
  • Ersterscheinung: 13.01.2025
  • ISBN: 9783351042134
Lola Lafon

Immer wenn ich dieses Lied höre

Im Versteck von Anne Frank
Elsbeth Ranke (Übersetzer)

»Dieses Buch bringt Anne Frank zurück in die Literatur. Eine außergewöhnliche Leistung.« Elle 

Eine aufrüttelnde und aktuelle Würdigung Anne Franks im Jahr ihres 80. Todestages und des 80. Jahrestages der Befreiung vom Nationalsozialismus 1945 

Ausgezeichnet mit dem Grand Prix des Lectrices ELLE 2023 und dem Prix Les Inrockuptibles

Lola Lafon hat eine Nacht allein im ehemaligen Versteck der Familie Frank in Amsterdam verbracht. Sie geht von Raum zu Raum, lauscht dem Echo derer, die dort ausharren mussten, und spürt der Dunkelheit nach. Was sie findet, ist nicht nur die Geschichte Anne Franks, sondern auch die Geschichte ihrer eigenen Familie. Selbst zum verbindenden Element geworden, tastet sich Lola Lafon immer weiter vor. Ein beeindruckender dokumentarischer Roman, der gegen das Vergessen anschreibt und etwas Neues erschafft. 

»Ich stellte mir die Nacht als eine Zeit der Stille vor. Ich stellte mir vor, dass sie die Abwesenheit von Anne Frank aufnehmen würde. Aber ich habe mich geirrt. Die Nacht wurde bewohnt, von Lichtreflexen erhellt; im Herzen des Hinterhofs lauerte eine Dringlichkeit, die es zu finden galt. « Lola Lafon

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Lesejury-Facts

  • Dieses Buch befindet sich bei lielo99 in einem Regal.

Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 18.02.2025

Ein wunderbares Buch, welches zum Nachdenken anregt

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Die Idee der Autorin, eine Nacht im Versteck bzw. Hinterhaus von Anne Frank und ihrer Familie, der Familie van Pels und von Fritz Pfeffer zu verbringen, finde ich großartig und bemerkenswert. Ferner arbeitet ...

Die Idee der Autorin, eine Nacht im Versteck bzw. Hinterhaus von Anne Frank und ihrer Familie, der Familie van Pels und von Fritz Pfeffer zu verbringen, finde ich großartig und bemerkenswert. Ferner arbeitet die Autorin die eigene Lebensgeschichte anhand dessen auf, was auch sehr interessant zu lesen ist.

Mehr zum Buch auf meinem youtube-Kanal "Esses literarischer Salon".

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Veröffentlicht am 09.02.2025

Wir können uns das Leid nicht ausmalen, niemals

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Nur 7 Sekunden dauerte der Ausschnitt. In einem Stummfilm, der die kleine Anne Frank zeigte. Es sollten die einzigen bewegten Bilder ihres kurzen Lebens bleiben. Ein Foto daraus ist auf dem Cover zu sehen. ...

Nur 7 Sekunden dauerte der Ausschnitt. In einem Stummfilm, der die kleine Anne Frank zeigte. Es sollten die einzigen bewegten Bilder ihres kurzen Lebens bleiben. Ein Foto daraus ist auf dem Cover zu sehen. In ihrem Buch "Immer wenn ich dieses Lied höre" schreibt die Autorin Lola Lafon, was sie mit Anne verbindet. Es ist nicht nur diese eine Nacht, die sie im Versteck der Franks verbringt.

Nach einem holländischen Verlag erklärte sich auch ein deutscher bereit, das Tagebuch Annes zu veröffentlichen. Allerdings nur, wenn einige Passagen gestrichen würden. So zum Beispiel jene, in denen die junge Frau sich abfällig über die „Nazis“ äußerste. Weil sie so sehr antisemitisch waren und selbst Nachbarn und enge Freunde denunzierten. Die Verleger meinten dazu: „Solche Seiten könnten die Leser „vor den Kopf stoßen“.“ Unfassbar, dass es nach der Schoah zu solchen Äußerungen kam.

1941 war ihr letzte Jahr in Freiheit. Leider gab es immer wieder Menschen, die das Leben Annes leugneten. Simon Wiesenthal sorgte dafür, dass im Jahr 1963 jener Mann gefunden wurde, der die Familie festnahm und zur Deportation führte. Er konnte sich sogar an Anne erinnern. Musste für seine Taten allerdings nicht gerade stehen. Er habe schließlich nur einen Auftrag durchgeführt, so urteilte das Gericht.

Das Buch ist in der Ich-Form aus der Sicht der Autorin geschrieben. Sie berichtet über das Tagebuch von Anne, ihr Leben in der kleinen Wohnung sowie über ihre Ängste und Wünsche. Aber auch über die Nähe zu ihr, da sie selbst ebenfalls als Jüdin geboren wurde. Auch sie hat Familienmitglieder durch Mord im „Dritten Reich“ verloren. Ich habe das Tagebuch noch nicht gelesen, werde es aber so schnell wie möglich nachholen. Das Schicksal dieser jungen Frau hat mich sehr berührt.

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