Deutlich weniger Spannung als erwartet
Reality ShowDie einflussreichsten und mächtigsten Personen Deutschlands werden in ihren eigenen Häusern als Geiseln genommen. Und das sind mitnichten die Politiker:innen, die gewählt wurden, sondern die Strippenzieher:innen ...
Die einflussreichsten und mächtigsten Personen Deutschlands werden in ihren eigenen Häusern als Geiseln genommen. Und das sind mitnichten die Politiker:innen, die gewählt wurden, sondern die Strippenzieher:innen im Hintergrund. Alles mehr als wohlhabende Menschen, die düstere Geheimnisse haben und ihren Reichtum auf dem Elend anderer aufgebaut haben. Die Geiselnahme wird live übertragen und die Zuschauer haben die Wahl, welche Bestrafung sie für angemessen halten.
🧑⚖️
Diese Vorstellung ist gleichermaßen erschreckend wie interessant. Ich habe einen nervenaufreibenden Thriller erwartet, der die Grenzen zwischen Moral, Gerechtigkeit und Selbstjustiz verschwimmen lässt. Leider war ich ein bisschen enttäuscht. Letztendlich werden nur zwei von zehn „Fällen“ verhandelt. Es wird stattdessen viel drumherum erzählt. Wir erfahren anhand von jede Menge Perspektivenwechseln einiges über die Gefühle, Gedanken und Beweggründe von Geiseln, Geiselnehmer:innen und Zuschauenden. Wer ist hier eigentlich Täter und wer Opfer? Insgesamt fand ich keinen der Charaktere wirklich sympathisch.
🤔
Zudem gibt es einige Zeitsprünge, in denen wir erfahren, wer eigentlich hinter „Reality Show“ steckt, wie es überhaupt zu diesem Plan kam und wie er ausgeführt wurde. Hier spielen auch die Beziehungen untereinander eine Rolle. Dadurch kommt es zu deutlich weniger Spannung als erwartet, es war alles etwas langatmig.
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