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Veröffentlicht am 19.02.2025

starkes Ermittler-Duo

Schmerz
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Schmerz von Jón Atli Jónasson ist sowohl mein erster Isländischer Krimi als auch mein erstes Buch des Autors. Der Klappentext hatte mich neugierig gemacht und alles an dem Buch gefällt mir. Nicht nur dass ...

Schmerz von Jón Atli Jónasson ist sowohl mein erster Isländischer Krimi als auch mein erstes Buch des Autors. Der Klappentext hatte mich neugierig gemacht und alles an dem Buch gefällt mir. Nicht nur dass das Cover irgendwie mystisch auf mich wirkt, was eindeutig an diesem roten Haus auf einer Klippe und dem Schnee liegt, sondern auch irgendwie an den Farbschnitt des Buches mit der blauen Schrift DORA & RADO auf schwarzem Grund liegt. Sicher, ich leibe Farbschnitte aber bei einem Krimi oder Thriller sollte er das Buch unterstützen und nicht gezwungen werden. Bei Schmerz von Jón Atli Jónasson unterstützt und triggert der Farbschnitt so wunderbar!

Ich muss zugeben, dass mich die isländischen Namen etwas überfordert haben und ich nicht wusste wie ich sie lesend aussprechen müsste. Aber ich habe mich dann dazu entschlossen sie für mich einfach ‚deutsch‘ zu lesen und schon wurde mein Lesefluss besser und ich konnte die Geschichte mehr genießen und die Stärke der Protagonisten spüren. Ja, ich habe selten einen Krimi gelesen in dem die Kommissare so anders und doch so viel stärker waren und selbst vermeidliche Nebenfiguren so viel Glanz haben.
Jón Atli Jónasson versteht es den Leser binnen weniger Sätzen so sehr in den Fall um den verschwundenen Teenager, aber auch besonders in die Geschichte der beiden Ermittler zu fesseln. Es sind Ermittler, die unterschiedlicher nicht sein könnten und doch ein so besonderes Team bilden, dass es schier den Atem raubt.

Dora
Dora wurde bei einem früheren Einsatz durch einen Schuss verletzt und muss seither mit Fragmenten der Kugel im Kopf leben. Das macht sie besonders und eigentlich sollte sie lediglich Schreibtischarbeit leisten. Doch durch einen Sondereinsatz ihrer Kollegen ist sie plötzlich die Einzige, die sich um den Fall eines verschwundenen Teenagers kümmern.
Dora hat aber durch diese Schussverletzung noch eine Besonderheit, denn sie sieht Zusammenhänge anders und kann so in einer Vielzahl von Fällen ihrer Kollegen Zusammenhänge sehen. Diesen Aspekt finde ich sehr spannend, denn eine genaue Erklärung gibt es dafür nicht. Aber diese Verletzung hat auch einige Nachteile für sie. Zwischenmenschlich ist sie nicht mehr so fit und firm wie früher und so ist es nicht wunderlich, dass sie quasi über die Trennung ihres Freundes hinweg geht und ach in einem gewissen Maß Tablettenabhängig ist.

Rado
Rado ist mit der Tochter eines Bandenchefs verheiratet und hat einen kleinen Sohn. Von seinen Kollegen als verdeckter Kundschafter auf seinen Schwiegervater angesetzt ohne es genau zu merken muss er feststellen, dass durch die durchgeführte Razzia sein Familienleben zerstört wurde. Es schwirren viele Geheimnisse um ihn, seinen Schwiegervater und dessen Familie um ihn. Es wirkt als wäre er etwas gefühlskalt, am Rand der Verzweiflung und unberechenbar. Ein einsamer Wolf Kämpfer und doch ist er Dora gegenüber so anders, distanziert und abgeschreckt aber doch so freundschaftlich liebevoll.



Zusammen sind sie ein so unperfektes perfektes Ermittler-Duo!



Durch Wendungen und einzelnen Komponenten aus Bandenkrieg, Korruption innerhalb der Polizei und Krankheitsbild entsteht ein atemloser und spannender Krimi im eisigen Island. Es gäbe keinen anderen oder besseren Handlungsort mit aktuellen Themen und den dunklen Seiten der Polizei und Bauunternehmen. Das Zusammenwachsen von Dora und Rado zu einem Team war interessant und spannend, dass ihr erster Fall zwar gelöst ist und doch noch weitere offene Punkte da sind , empfinde ich als nicht störend. Es macht vielmehr neugierig wie es weitergehen wird mit diesem tollen und starken Ermittler-Duo im eisigen Island.

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Veröffentlicht am 18.02.2025

flirrend wie die Luft der Wüste

Der Sternenstaubdieb
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Im Prinzip hat mich Der Sternenstaubdieb von Chelsea Abdullah schon abgeholt und es hat mir auch sehr gut gefallen. Denn allein vom Klappentext her erinnert es mich an eine Mischung aus Aladin und die ...

Im Prinzip hat mich Der Sternenstaubdieb von Chelsea Abdullah schon abgeholt und es hat mir auch sehr gut gefallen. Denn allein vom Klappentext her erinnert es mich an eine Mischung aus Aladin und die Wunderlampe, einen guten Krimi und einen traumhaften Reise mit einer Karawane. Besuchen von Basaren und orientalischen Landschaften und Leben. Irgendwie interessant was so ein Klappentext in einem Leser auslösen kann und welche Erwartungen er weckt. Das habe ich sonst nicht immer bei Büchern, aber Der Sternestaubdieb hat dies in mir ausgelöst und ich muss sagen ich bin so froh dieses Buch gelesen zu haben, wobei ich habe es nicht nur gelesen. Ich habe es genossen, in vollen Zügen und mit sehr viel Zeit.

Chelsea Abdullah hat es geschafft mir eine wunderschöne und doch grausame Welt mit der Magie der Dschinn zu zeigen. Mit einer atemberaubenden Umgebung, so bunt wie der Nachtmarkt und Basaren und doch trist in der Wüste aus Sand und Hitze. Die Protagonisten gefielen mir alle, denn alle haben Tiefe aber auch Ecken und Kanten, eben das was eine gute Figur in einem Buch haben sollten. Es ist also das Gesamtbild das in Der Sternenstaubdieb gezeichnet wird, so flirrend wie die Luft der Wüste, voller Düfte des Marktes. Magie, die es kaum möglich macht sich ihr zu entziehen und starken, glanzvollen und geheimnisvollen Protagonisten.

Ich habe es genossen zusammen mit Loulie, Quadir, Prinz Omar und Aisha über Märkte zu streifen und durch die Wüste zureisen. Dschinns ihre Magie zu entreißen und die magische Lampe zu suchen. Zwar haben mich die teilweise vorhandenen Wiederholungen der vorherigen Berichte nochmals zu lesen am Beginn des Buches gestört. Denn dadurch das die Geschichte in der Ich-Form aus der Sicht von der Protagonisten erzählt wird und diese sich dann eben manchmal wiederholen um dann doch weitererzählt werden, war dies manchmal langatmig aber dennoch nötig. Nachdem ich mich daran gewöhnt hatte fiel es mir kaum noch auf und ich war nur vertieft in die Geschichte.



Der Sternenstaubdieb von Chelsea Abdullah ist ein wundervoll magischer und schöner Start einer Trilogie und ich bin wirklich mehr wie neugierig auf die Fortsetzung.

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Veröffentlicht am 14.02.2025

der große Architekt der ehemaligen DDR

Die Allee
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Die Allee von Florentine Anders ist ein wundervoller Blick auf ihren Großvater, sein Schaffen und sein immer noch währendes Werk. Hermann Henselmann der große Architekt der ehemaligen DDR. Es ist ein Blick ...

Die Allee von Florentine Anders ist ein wundervoller Blick auf ihren Großvater, sein Schaffen und sein immer noch währendes Werk. Hermann Henselmann der große Architekt der ehemaligen DDR. Es ist ein Blick auf sein Leben geprägt vom Kampf gegen eine Regierung, die ihn nie wirklich verstanden hat aber ihm dennoch große Bauten zustanden.





Hermann Henselmann
Seine lebenslange Leidenschaft für die Ideen des Bauhaus-Stil und der Moderne. Aber auch ein Blick auf sein Leben als Ehemann von Isi und Familienvater, der sich doch auch das Recht nahm Geliebte zu haben und seinen Unmut leider auch durch Schläge an einen seiner Söhne aber ganz besonders an Isa, einer seiner Töchter ausließ. Beim Lesen spürte ich förmlich sein Charisma und seine Liebe für die Architektur. Besonders beeindruckt hat mich gleich zu Beginn des Buches seine Konsequenz gegenüber ehemaliger Hitler Befürworter in der nach dem Krieg neugeschaffenen Behörde. Eigentlich hat mich seine gesamte Entschlossenheit, sein Freigeist und seine bis heute noch vorhanden Bauwerke beeindruckt. Ich kenne zwar den Fernsehturm in Berlin auch die Stalinallee, aber ich hatte da keinen Architekten dafür auf dem Schirm.





Isi Henselmann
Seine Frau Isi empfand ich teilweise sehr blass in ihrer Person, die gegen Ende und im Alter dann doch mehr und mehr zu einer starken und bewundernswerten Frau. Das nahezu perfekte Gegenstück zu Hermann Henselmann und doch in sich teils unglücklich. Obwohl sie sich hautsächlich in seinem Schatten hielt, ihm acht Kinder gebar und diese eigentlich immer nur durch Kindermädchen aufziehen ließ, niemals selbst kochte und immer ihrem Traum von einem Architekturstudium hinterher rannte konnte sie Erfolge feiern. Hier hatte ich zwar von der in der DDR führende Frauenzeitschrift Sibylle, „Zeitschrift für Mode und Kultur“ im Gedächtnis. Jedoch wusste ich nicht diese auch einige Artikel über die Inneneinrichtung beinhaltete und von Isi Henselmann unter ihren Mädchennamen veröffentlichte. Zudem ‚durfte‘ Isi auch Küchen und Bäder für die Plattenbauten entwerfen. Dies klang zwar etwas befremdlich für mich, die in der BRD aufgewachsen ist, aber doch auch sehr spannend.



Isa
Isa, die Tochter von Isi und Hermann Henselmann, eben jene Tochter die all die Wut ihres Vaters und die Ablehnung ihrer Mutter erleiden musste, ist für mich die heimliche Heldin dieser Lebensgeschichte. Mutig und kraftvoll, verletzt und doch immer sie selbst bleibend hat sie so viel überstanden. Anders als ihre Geschwister, die in der Geschichte immer wieder auftauchen ist sie es die trotz allem immer der DDR treu war und doch auch ein selbst bestimmtes Leben lebte. Sich der Stasi widersetzte und auch die ‚Tripperburg‘, in die sie grundlos eingeliefert wurde weil sie sich widersetzte, nach außen hin schadlos überstand. Ja, Isa ist meine Helden des Buches. Sie ließ ihren Kindern all die Freiheit, die sie zwar auch auf gewisser Weise erlebte, um sich zu entwickeln und als starke Person im Leben zu stehen.

Florentine Anders hat es wirklich geschafft Zeitgeschichte, persönliche Belange und die Abgründe der Regierung der damaligen DDR in ein so tolles Werk zusammen zu fassen! Ich bin wirklich glücklich, dieses Buch gelesen zu haben und so viel mehr als nur ‚Augenzeugenberichte‘ zu einer vergangenen Zeit mit großen Bauten und noch größerem Mut gelesen zu haben!

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Veröffentlicht am 14.02.2025

Gänsehaut Garant

The Killer Profile
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The Killer Profile von Helen Fields hat wirklich alles was einen richtig guten und spannenden Psychothriller bieten sollte. Das was ich bei anderen Psychothrillern bemängelt habe, weil sie einfach irgendwie ...

The Killer Profile von Helen Fields hat wirklich alles was einen richtig guten und spannenden Psychothriller bieten sollte. Das was ich bei anderen Psychothrillern bemängelt habe, weil sie einfach irgendwie sehr leicht durchschaubar oder durch blasse Protagonisten quälten ist The Killer Profil das absolute Gegenteil. Helen Fields hat mir so manchen Gänsehautschauer beschert und ist wirklich tief in die Psyche des Serienkillers Eddy eingetaucht. Ich empfand ihn als absolut verabscheuungswürdig! Seine Taten ließen mir das Blut in den Adern gefrieren und sorgten für Angstmomente. Denn was, wenn es wirklich einmal soweit kommt? Das ein Mensch der an dem Renfield Syndrom erkrankt ist und in Dracula Manie das Blut seiner Opfer trinkt. Tötet er nur um dieses abstrakte und abscheuliche ‚Verlangen‘ zu stillen oder verfolgt noch andere Gründe?

Midnight Jones ist ein starker und kluger Charakter, als Mitarbeiterin bei einem Biotech-Unternehmen schier unglaubliches entdeckt. Bei den Auswertungen von Persönlichkeitstests hat sie das Profil eines Serienkillers entdeckt! Eine gruselige Vorstellung, denn in ihrer Nachbarschaft werden Frauen getötet und niemand will ihr glauben, dass die Taten genau auf das gefundene Profil passt. Als dann plötzlich alles darauf hindeutet, dass Midnight das nächste Opfer von Eddy wird überschlagen sich die Ereignisse in einem Kampf ums Überleben.

Der Psychothriller war wirklich sehr interessant und hat mir persönlich stellenweise ein wenig Angst gemacht. Denn ich war so gefesselt von der Geschichte, den Ereignissen und den Blickwinkeln, dass ich das Buch kaum aus der Hand legen möchte. Ein wirklich empfehlenswertes Buch von Helen Fields.

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Veröffentlicht am 10.02.2025

endlich Ordnung

Ordnung für immer
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Ich war sehr skeptisch was dieses Buch angeht und dennoch dachte ich mir, probiere es einfach mal aus. Also begann ich zu lesen und die Tipps kamen mir logisch vor. Auch das man dem Buch anfühlt das es ...

Ich war sehr skeptisch was dieses Buch angeht und dennoch dachte ich mir, probiere es einfach mal aus. Also begann ich zu lesen und die Tipps kamen mir logisch vor. Auch das man dem Buch anfühlt das es einen psychologischen Hintergrund gibt fand ich sehr gut. Denn wie oft ist äußere Unordnung oder die berühmt berüchtigte unordentliche Schublade oder Schrank ein Zeichen für innere Unordnung.

Das Buch hat mir neue Ansätze für komplette Ordnung in allen Räumen, Schränken und Schubladen gegeben. Einiges habe ich sehr leicht umsetzten können, bei anderen tue ich mich noch etwas schwer. Aber ich bin mir sicher, dass ich wenn ich mit dem Buch weiter ‚arbeite‘ noch viel mehr schaffen kann. Auch wenn man einiges davon nicht sofort sehen wird, da es sich im Schrank befindet wird es mir doch jeden Tag ein gutes und aufgeräumtes Gefühl geben.

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