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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 20.03.2025

Gelungenes Horrormagazin mit 20 abwechslungsreichen Geschichten und 2 interessanten Artikeln

Zwielicht 21
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In der inzwischen bereits 21. Ausgabe der Reihe Zwielicht haben die beiden Herausgeber Achim Hildebrand und Michael Schmidt erneut eine abwechslungsreiche Sammlung an Kurzgeschichten und Artikeln aus den ...

In der inzwischen bereits 21. Ausgabe der Reihe Zwielicht haben die beiden Herausgeber Achim Hildebrand und Michael Schmidt erneut eine abwechslungsreiche Sammlung an Kurzgeschichten und Artikeln aus den Bereichen Horror und phantastische Literatur zusammengestellt.

In insgesamt 20 Kurzgeschichten wird ein gelungener Querschnitt der Möglichkeiten, den dieses Genre bietet, abgebildet, so dass jeder Liebhaber hier die eine oder andere Geschichte ganz nach seinem Geschmack finden sollte. Darunter befinden sich nicht nur neue Geschichten, sondern auch ein paar ältere Beiträge aus den Jahren 1893 bis 1950, die aber kein bisschen bzw. nur wenig angestaubt rüberkommen.

Meine persönlichen Favoriten waren die Geschichten von Charline Winter, Erik Hauser, Michael Tillmann und Karin Reddemann. Aber auch die übrigen Geschichten konnten mich gut unterhalten, echte Ausreißer nach unter gab es hier für mich nicht.

Neben den Geschichten befinden sich in dem Buch noch zwei Artikel von Karin Reddemann. Im ersten Beitrag beleuchtet sie ein besonders extremes Beispiel aus der Zeit der Hexenverfolgung. Der zweite Beitrag beschäftigt sich mit dem Regisseur Sam Raimi und bietet interessante Einblicke, die sich vor allem auf seine Anfangsjahre beziehen. Und dann gibt es noch eine Auflistung aller Werke, die im Jahr 2023 mit dem Vincent- und dem Rein A. Zondergeld-Preis ausgezeichnet wurden. Weitere Informationen zu den an diesem Buch beteiligten Autoren dürfen am Ende des Buches natürlich nicht fehlen.

Das Coverbild von Björn Ian Craig ist auch diesmal wieder ein echter Blickfang. Und auch die Innenillustrationen von Frank G. Gerigk und Adrian van Schwamen sind sehr gelungen und werten das Buch optisch noch einmal deutlich auf.

Auch mein inzwischen fünftes Buch aus der Zwielicht-Reihe konnte mich wieder gut unterhalten und wird mit Sicherheit nicht mein letztes bleiben.

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Veröffentlicht am 03.03.2025

Auch der dritte Auftritt von Bernd Kastrup und seinem Team weiß wieder zu überzeugen

Die Schlange von Hamburg
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Ein toter Student in der S-Bahn führt Kommissar Bernd Kastrup und sein Team auf die Spur der mysteriösen Schlange von Hamburg, die ihre Morde scheinbar wahllos und ohne Motiv begeht. So beginnt ein Wettlauf ...

Ein toter Student in der S-Bahn führt Kommissar Bernd Kastrup und sein Team auf die Spur der mysteriösen Schlange von Hamburg, die ihre Morde scheinbar wahllos und ohne Motiv begeht. So beginnt ein Wettlauf gegen die Zeit, bei dem auch einige gute oder auch weniger gute Bekannte aus früheren Fällen kräftig mitmischen.

Dieser Thriller ist der inzwischen dritte Band der Reihe um Bernd Kastrup und seinem Team von der Hamburger Kriminalpolizei. Zwar lässt sich grundsätzlich jedes Buch der Reihe auch einzeln lesen, doch speziell in diesem Buch werden neben der spannenden Mördersuche auch noch relativ viele Stränge aus den Vorgängern weitergeführt und zum Ende gebracht, so das es sich hier empfiehlt, die beiden ersten Bücher zu kennen. Zudem geht ansonsten bei den Informationen aus diesem Buch auch noch einiges an Lesevergnügen und überraschenden Wendungen in den ersten beiden Bänden verloren.

Neben einer spannenden und gut konstruierten Krimihandlung, einem hohen Erzähltempo und überzeugenden Charakteren bietet das Buch auch wieder eine Menge Hamburger Lokalkolorit, man merkt jederzeit, das der Autor sich in seiner Stadt bestens auskennt und es versteht, dieses Wissen auch gut in die laufende Handlung einzubinden, ohne dabei von der Geschichte abzulenken oder gar zu langweilen.

Auch wenn die "Tier-Trilogie" mit diesem Band eigentlich zu Ende erzählt ist, hoffe ich doch auf weitere Fälle mit Bernd Kastrup und seinem sympathischen Team. Entsprechendes Potential ist in den gut gezeichneten Figuren durchaus noch vorhanden.

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Veröffentlicht am 03.03.2025

Spannender Thriller für Hamburg-Liebhaber und solche, die es noch werden wollen

Die Hyäne von Hamburg
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Im Trauns-Park in Hamburg liegen die Leichen von zwei Kleindealern, die sich scheinbar gegenseitig erschossen haben, zudem wurde eine junge Frau dabei angeschossen. Bernd Kastrup und sein Team übernehmen ...

Im Trauns-Park in Hamburg liegen die Leichen von zwei Kleindealern, die sich scheinbar gegenseitig erschossen haben, zudem wurde eine junge Frau dabei angeschossen. Bernd Kastrup und sein Team übernehmen die Ermittlungen und merken schnell, das mehr hinter der Sache steckt. Ein mysteriöser Täter, der sich selbst "Die Hyäne" nennt, hat die Taten vorher in einer E-Mail an Kastrup angekündigt. Und so bekommen es die Ermittler mit einem Gegner zu tun, der einen finsteren Plan verfolgt, vor nichts zurückschreckt und den Ermittlern dabei die eine oder andere böse Überraschung bereitet.

In diesem Hamburg-Thriller ermitteln Kommissar Bernd Kastrup und sein Team in ihrem zweiten Fall, den man aber problemlos lesen kann, auch ohne das erste Buch der Reihe zu kennen. Neben einer gut konstruierten Story, überzeugenden Charakteren und einem hohem Erzähltempo weist das Buch darüber hinaus noch viel Hamburger Lokalkolorit auf und entführt die Leser dabei an viele bekannte und auch weniger bekannte Orte in der Stadt an der Elbe. Bei den präzisen Beschreibungen dieser Orte merkt man jederzeit, das der Autor weiß, worüber er schreibt.

Ein Ermittlungsteam mit Ecken, Kanten und viel Potential für weitere Fälle.

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Veröffentlicht am 03.03.2025

Ein Wolf als Mordwaffe - spannender Hamburg-Krimi

Der Wolf von Hamburg
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Ein Wolf als Mordwaffe - Der Hamburg-Krimi von Jürgen Ehlers wartet mit einer Interessanten Ausgangssituation auf, aus der sich ein spannender Krimi entwickelt.
Ein sympathisches Ermittlerteam sucht einen ...

Ein Wolf als Mordwaffe - Der Hamburg-Krimi von Jürgen Ehlers wartet mit einer Interessanten Ausgangssituation auf, aus der sich ein spannender Krimi entwickelt.
Ein sympathisches Ermittlerteam sucht einen ungewöhnlichen Mörder auf einem Rachfeldzug, die Spuren führen zu einem Fall aus der Vergangenheit, in den auch Kommissar Bernd Kastrup verwickelt war.
Gut geschrieben, trotz kleinerer Logiklöcher absolut empfehlenswert.

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Veröffentlicht am 11.02.2025

Abgedrehte und nicht jugendfreie Horror-Satire um ein Rudel Werwölfe in Cuxhaven

Feuchte Beute
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Mit diesem Buch legt der Autor Frank J. Freibrodt aka Matthias Krause eine ziemlich abgedrehte Horror-Satire vor, in der ein Werwolfrudel in Cuxhaven sein ziemlich blutiges Unwesen treibt. Die Angabe auf ...

Mit diesem Buch legt der Autor Frank J. Freibrodt aka Matthias Krause eine ziemlich abgedrehte Horror-Satire vor, in der ein Werwolfrudel in Cuxhaven sein ziemlich blutiges Unwesen treibt. Die Angabe auf dem Cover, dass man für dieses Buch älter als 18 Jahre sein sollte, ist dabei auch durchaus berechtigt.

In einem scheinbar ehrenwerten Haus in Cuxhaven findet sich eine illustre Runde zusammen, die aus einem experimentierfreudigen Pärchen, zwei Influencerinnen, die in inniger Hassliebe miteinander verbunden sind, und einem verbitterten Werwolfjäger besteht. Dazu stoßen noch ein unsterblicher Triebtäter und eine Polizistin, die von einem mysteriösen Wesen gebissen wurde. Und dann ist da noch ein testosterongesteuertes Rudel Werwölfe, dass sich voller Hunger und Wollust auf die Jagd begibt. Eine brisante Mischung, bei der Blut und andere Körperflüssigkeiten in Strömen fließen. Doch Vorsicht: Hier ist nicht jeder der, der er vorgibt, zu sein.

Mit einem lockeren Schreibstil, viel Einfallsreichtum und einer ordentlichen Prise schwarzem Humor, der auch schon mal ziemlich derbe ausfallen kann, entwirft der Autor eine bunte Welt voller unerwarteter Wendungen, gelungener Anspielungen und abgedrehter Momente mit reichlich Situationskomik, durch die er seine gut gezeichneten und durchaus vielschichtig angelegten Protagonisten stolpern lässt. Zwischendurch habe ich zwar des Öfteren den roten Faden der Geschichte gesucht, schlussendlich fügt sich aber aller wunderbar zusammen, so dass keine wesentlichen Fragen offenbleiben. Und für alle Fans von bösen Schlusspointen hält das Ende noch eine ganz besondere Note bereit.

Wer Spaß an abgedrehten Horrorgeschichten findet und auch keine Probleme mit derbem Humor und Beschreibungen, die sich hart an der Ekelgrenze entlanghangeln, hat, wird hier insgesamt gut bedient und unterhalten.


Diese Rezension bezieht sich auf die unzensierte Neuausgabe, die 2024 erschienen ist.

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