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Veröffentlicht am 12.02.2025

Das Fenster zum Hotel

Hotel Ambrosia - Du. Entkommst. Nicht.
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Liebt ihr Suspense? Habt ihr eine Schwäche für True Crime Podcasts? Dann solltet ihr euch den packenden young adult Krimi "Hotel Ambrosia - Du. Entkommst. Nicht" von Katie Kento nicht entgehen lassen.

Optisch ...

Liebt ihr Suspense? Habt ihr eine Schwäche für True Crime Podcasts? Dann solltet ihr euch den packenden young adult Krimi "Hotel Ambrosia - Du. Entkommst. Nicht" von Katie Kento nicht entgehen lassen.

Optisch betrachtet, ist das Cover gut aufgemacht. Im Fokus steht ein altmodisches Hotel, das eine geheimnisvolle, düstere Aura verströmt. Ein Zimmer ist hell erleuchtet, und die Umrisse einer Person sind zu erkennen. Die anderen Räume sind in Dunkelheit getaucht, und man fragt sich unwillkürlich, was sich hinter den geschlossenen Vorhängen verbergen mag. Der Titel rekurriert auf das Hotel, der Untertitel klingt wie eine latente Drohung und sorgt für eine Gänsehaut.

Das Setting entspricht den Kriterien für ein locked-in mystery. Das Geschehen spielt in den USA. Im Mitelpunkt steht die 17jährige Robyn. Durch eine unheilbare Krankheit an eine kleine Wohnung im sechsten Stock eines Mietshauses gefesselt, hat sie kaum Kontakt zur Außenwelt. Ihre einzige feste Bezugsperson ist ihre Tante, eine ausgebildete Krankenschwester, die um ihr Wohlergehen besorgt ist. Mangels anderer Alternativen nutzt Robyn die modernen Medien, um sich über das Weltgeschehen zu informieren, sie ist fasziniert von einem True Crime Podcast entgehen und recherchiert auf eigene Faust die Geschichte des Hotels Ambrosia, das im Laufe der Zeit zum Schauplatz von merkwürdigen Begebenheiten geworden ist. Mit Hilfe eines vor dem Hotel herumlungernden Jungen versucht sie, vor Ort zu ermitteln, um sich ein eigenes Bild machen und die ungelösten Fälle lösen zu können, auch wenn sie nur in ihrem Rollstuhl sitzen, durch ein Fernglas sehen und per Handy Anweisungen erteilen kann. Als Leser fühlt man sich an den Klassiker "Das Fenster zum Hof" von Alfred Hitchcock erinnert; Ähnlichkeiten mit der Serie "Only murders in the building" sind gleichfalls nicht von der Hand zu weisen.

Das Geschehen wird aus der Ich-Perspektive von Robyn vermittelt, durchbrochen von Chat-Nachrichten, E-Mails, Gedächtnisprotokollen und Zeichnungen. Sie kann nicht zwingend als eine zuverlässige Erzählerin angesehen werden, denn sie steht unter dem Einfluss von starken Medikamenten, die ihre Wahrnehmung beeinflussen können. Auf diese Weise verschwimmen Fakten und Fiktion, und man fragt sich, was sich tatsächlich ereignet hat oder was nicht. Charakterlich ist die naive, starrköpfige Protagonistin Robyn verwandt mit Pippa Fitz-Amobi, der Hobby-Detektivin in dem Buch "A good girls guide to murder."

Der Young adult Krimi nimmt langsam Fahrt auf. Nachdem man in die (Krankheits-) Geschichte von Robyn eingetaucht ist, mag man das Buch gar nicht mehr aus der Hand legen. Es ist leicht und locker geschrieben, die Spannung bleibt dank einiger verwirrender Twists auf einem hohen Niveau bis zu einem unerwarteten dramatischen Show-Down im Hotel Armbrosia. Absolute Empfehlung, für junge und junggebliebene Lesende!

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Veröffentlicht am 03.02.2025

Vivre libre ou mourir

Die Farben der Revolution. Éléonore und Robespierre
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Bonjour!

Freiheit, Gleichheit, Brüderlichkeit - diese drei Begriffe stehen für die Französische Revolution (1789 - 1794). Wichtige Daten und folgenschwere Ereignisse werden in allen Schulen vermittelt, ...

Bonjour!

Freiheit, Gleichheit, Brüderlichkeit - diese drei Begriffe stehen für die Französische Revolution (1789 - 1794). Wichtige Daten und folgenschwere Ereignisse werden in allen Schulen vermittelt, das Schicksal von in dieser Zeit lebenden Menschen gerät allzu oft in den Hintergrund. Diese Leerstellen füllt der historische Roman "Die Farben der Revolution" von Jeannette Limbeck, welche den Politiker Maximilien de Robespierre und die Malerin Eléonore Duplay in den Mittelpunkt rückt.

Das Cover zeigt ein (Selbst-) Portrait von Eléonore Duplay. Bewusst sind dunkle Farben (Dunkelblau und Schwarz) als vorherrschende Töne gewählt worden. Auf diese Weise liegt der Fokus auf ihrem Gesicht, das in einem hellen, fast blendenden Weiß gehalten ist. Das Portrait übt eine starke (erotisch konnotierte) Anziehungskraft aus. Eléonore Duplay scheint ihre Betrachterinnen direkt anzublicken. Sie wirkt sehr selbstbewusst, ein leichtes Lächeln liegt auf ihren Lippen, und die dunklen Haare fallen offen über ihre Schultern. Der Titel rekurriert auf die (Liebes-) Beziehung der zwei Protagonisten Eléonore Duplay und Maximilien de Robespierre.

Der historische Roman spielt mitten in der Französischen Revolution, er thematisiert die Zeit zwischen 1791 - 1794. Das Geschehen wird vermittelt aus der Ich-Perspektive von Eléonore Duplay, einer jungen Frau aus der Mittelschicht, deren Vater eine Schreinerei in Paris führt. Auch wenn ihre bescheidene formelle Bildung den Konventionen ihrer Zeit entspricht, zeichnet sich Eléonore durch ihre Wissbegierde aus. Künstlerisch begabt, will sie ihr autodidaktisch erworbenes Wissen an einer renommierten Schule fortsetzen, die in erster Linie Männern vorbehalten ist. Gleichzeitig nimmt sie lebhaften Anteil an dem politischen Geschehen in Paris, sehr zum Missfallen ihrer Mutter.

Nach ersten Begegnungen im Klub der Jakobiner lernt Eléonore Duplay Maximilien de Robespierre in ihrem Elternhaus kennen, wo er auf Einladung ihres Vaters aufgrund der politischen Wirren ein (ihr) (Mal-) Zimmer bewohnen darf. Aus der losen Bekanntschaft entsteht im Laufe der Zeit eine außergewöhnliche (Liebes-) Beziehung. Maximilien de Robespierre und Eléonore Duplay eint ihr Idealismus. Maximilien de Robespierre träumt von einer freien französischen Republik, Eléonore Duplay teilt seine Interessen, wobei sie sich vor allem für den rechtlichen Status von Frauen einsetzt. Als freie Künstlerin ist sie hautnah mit Diskriminierung aufgrund ihres Geschlechtes konfrontiert, sie stößt immer wieder an Grenzen, die ihr von Männern auferlegt werden.

Mich hat dieser mitreißende historische Roman von Jeanette Limbeck sehr beeindruckt. Ausgehend von einer schwierigen Quellenlage hat sie viele wertvolle Informationen zusammengetragen und Fakten mit Fiktion zu einer packenden Lektüre miteinander verwoben. Über Eléonore Duplay ist wenig bekannt, sie gilt als Verlobte von Maximilien de Robespierre, aber sie hat keine autobiographischen Aufzeichnungen hinterlassen, ihre künstlerischen Werke sind verloren gegangen, erhaltene Werke wie das (Selbst-) Portrait können ihr nicht eindeutig zugeschrieben werden. Aus diesem Grunde ist man auf die (persönlich gefärbten) Erinnerungen von Zeitgenoss
innen wie ihrer jüngeren Schwester Elisabeth Le Bas angewiesen. Dahingegen ist Maximilien de Robespierre eine berühmt-berüchtigte Persönlichkeit aus der französischen Geschichte, die von ihren Biographen entweder gerühmt oder verteufelt wird. Seine politischen Vorstellungen lassen sich aus seinen hinterlassenen Texten entnehmen, sein privates Leben hat er nicht thematisiert. Die (Liebes-) Beziehung von Eléonore Duplay und Maximilien de Robespierre ist noch nicht klar historisch belegt. Auf Basis ihrer umfassenden Literaturrecherche interpretiert Jeanette Limbeck ihr Verhältnis, sie zeigt in ihrem historischen Roman "Die Farben der Revolution" auf, was und wie geschehen sein könnte. Es ist eine emotional anrührende, lebendig geschriebene Lektüre, die von Hoffnung und Schrecken in einer umwälzenden Epoche der Weltgeschichte erzählt. Unbedingt lesenswert, nicht nur für (kunst-) geschichtlich interessierte Leser*innen!

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Veröffentlicht am 31.01.2025

Familienbande

Die Inselfamilie
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Moin!

Mit dem Roman "Die Inselfamilie" präsentiert Jette Hansen den zweiten Band aus ihrer erfolgreichen "Amrum"-Reihe, die auf der gleichnamigen nordfriesischen Insel spielt. Wieder dreht sich alles ...

Moin!

Mit dem Roman "Die Inselfamilie" präsentiert Jette Hansen den zweiten Band aus ihrer erfolgreichen "Amrum"-Reihe, die auf der gleichnamigen nordfriesischen Insel spielt. Wieder dreht sich alles um Anne, die sich ein neues Leben auf Amrum aufbaut.

Das Cover atmet maritimes Flair. Es zeigt einen blau-weiß gestreiften Strandkorb mitten in den Dünen. Am blauen Himmel ziehen Möwen ihre Kreise. Wer möchte nicht einen glücklichen Tag an der Nordsee verbringen? Wie im ersten Band, fokussiert sich der Titel auf die Insel Amrum, wobei im zweiten Band die Bindungen der einzelnen Protagonist*innen in den Fokus gerückt werden.

Diese Fortsetzung knüpft nahtlos an das Geschehen im ersten Band an, konzentriert sich allerdings auf die familiären Beziehungen von Anne zu den anderen literarischen Figuren. Während ihr Verhältnis zu ihrer leiblichen Mutter Emma etwas angespannt ist, vertieft sich ihre Bindung an Ben. Nach und nach muss sie sich mit großen und kleinen Problemen auseinandersetzen, wie man sie aus dem eigenen Alltag kennt. Anne entscheidet sich gegen einen sicheren Job im Krankenhaus und wagt den ersten Schritt in die Selbstständigkeit, um ihrer gutmütigen, aber naiven Mutter Emma aus einer schwierigen Situation zu helfen, in die sie sich selbst durch Unwissenheit und Sturheit manövriert hat. Auch sieht sie sich mit der Vergangenheit von Ben konfrontiert, die im Zuge von dramatischen Entwicklungen zu einer echten Belastungsprobe für ihre Liebe wird. Des Weiteren sorgt sie sich um die Gesundheit der betagten Ärztin Edith, die ihr im Laufe der zeit zu einer mütterlichen Freundin geworden ist.

Alles in allem hat mir der zweite Band der "Amrum"-Reihe gut gefallen. Die literarischen Figuren sind realistisch gezeichnet, sie besitzen Stärken und Schwächen, wie im richtigen Leben. Es ist eine angenehme, leicht lesbare, zum Nachdenken anregende Geschichte für zwischendurch, durchzogen von Melancholie, Verlust und Trauer, aber auch Hoffnung, Liebe und Zuversicht. Nun freue ich mich auf ein Happy-End für Anne auf Amrum!

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Veröffentlicht am 31.01.2025

Unter Freunden

Das Dinner – Alle am Tisch sind gute Freunde. Oder?
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Nachdem mich das literarische Debüt "Die Auszeit" der deutschen Schriftstellerin Emily Rudolf begeistert hatte, war ich sehr gespannt auf ihr neues Buch, in dem sie ihre Leserinnen zu einem besonderen ...

Nachdem mich das literarische Debüt "Die Auszeit" der deutschen Schriftstellerin Emily Rudolf begeistert hatte, war ich sehr gespannt auf ihr neues Buch, in dem sie ihre Leserinnen zu einem besonderen Event entführt. Der geheimnisvolle Trailer hat mich zusätzlich angefixt. Kann ihr Psychothriller "Das Dinner" den hohen Erwartungen standhalten?

Das Cover strahlt eine düstere Atmosphäre aus und zieht alle Blicke auf sich. Man hat das Gefühl, direkt an einem vornehmen Restaurant zu stehen. Durch das große Fenster lässt sich ein für mehrere Personen gedeckter Tisch ausmachen. Der Titel ist sehr schlicht und einem rötlichen Ton schimmernden Großbuchstaben gehalten, er kontrastiert mit den in sattem Orange leuchtenden Namen der Schriftstellerin und dem farbigen Buchschnitt. Auf diese Weise werden die zentralen Elemente des Romans gespiegelt, die Darstellung ist perfekt abgestimmt auf den Klappentext. Alles in allem hat mich diese Farbkombination beeindruckt, der Psychothriller ist definitiv ein Hingucker in allen Buchhandlung.

Wie in ihrem literarischen Debüt hat Emily Rudolf sich für ein besonderes Setting entschieden. Ihr Buch spielt in der Eifel, mitten in einem vornehmen Glas-Restaurant, mitten in einem dunklen Wald im Eifel-Nationalpark gelegen und nur mit firmeneigenen Fahrzeugen zu erreichen. Alle Besucher
innen sind weit abgeschieden von der Außenwelt. Aufgrund des schlechten Handy-Empfangs ist eine Kommunikation mit Dritten kaum möglich. Auf diese Weise sind die zentralen Kriterien eines "Locked-Room"-Krimis/Thrillers erfüllt.

Der Plot ist sehr interessant. Als Krimi-Dinner für gute Freundinnen geplant, mutiert dieses Event zu einem Detektivspiel der besonderen Art. Im Laufe der Zeit verschwimmen die Grenzen zwischen Fiktion und Fakten, die Teilnehmerinnen schlüpfen aus den ihnen zugewiesenen Rollen in einem erdachten Krimi und sehen sich mit der Rekonstruktion ihrer eigenen Vergangenheit konfrontiert. Was ist mit der vor fünf Jahren auf einem Festival spurlos verschwundenen Maria geschehen?

Zeitlich gesehen, spielt das Buch auf mehreren zeitlichen Ebenen, beschrieben als "Damals" (vor fünf Jahren auf einem Musik-Festival) und "Heute" (in der Gegenwart in einem Restaurant anlässlich des Krimi-Dinners), eingerahmt von einem Prolog und einem Epilog. Die einzelnen Leseabschnitte sind gegliedert in die ausgeklügelte Abfolge der Speisen in einem klassischen Krimi-Dinner, angefangen von einem Apéritif über die einzelnen Gänge bis hin zum Dessert. Zu Wort kommen alle Protagonist*innen, die am Krimi-Dinner teilnehmen. Auf diese Weise kann man tief in die Gedanken- und Gefühlswelt eintauchen, aber es ist in Kombination mit den zeitlichen Sprüngen etwas verwirrend.

Wie in ihrem literarischen Debüt hat Emily Rudolf ihre fiktiven literarischen Figuren anschaulich beschrieben. Sie sind keine sympathischen Menschen, die aufrichtig zueinander sind, fest aufeinander bauen und einander vertrauen. Ihre toxischen Beziehungen zueinander sind nicht zuletzt durch die folgenschweren Ereignisse vor fünf Jahren schwer belastet. Ganz nebenbei thematisiert Emily Rudolf den Missbrauch von Alkohol, Drogen und Nikotin in einer jungen Generation. Sie gehören zu ihrem alltäglichen Leben, über die Konsequenzen ihres Handelns machen sie sich keinerlei Gedanken.

Für mich war dieser brillant geschriebene, gruppendynamische Prozesse spiegelnde Psychothriller ein einmaliges Lese-Erlebnis. Es ist eine packende Geschichte, gekennzeichnet durch zahlreiche Twists und ein unerwartetes Ende, die bis zur letzten Seite spannend bleibt. Dieses mörderische Krimi-Dinner hat mich überzeugt - und ich wünsche allen anderen viel Freude bei der Lektüre!

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Veröffentlicht am 31.01.2025

Dunkle Tage

Enna Andersen und die dunklen Tage
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Moin!

Mit dem Regio-Krimi "Enna Andersen und die dunklen Tage" legt die deutsche Bestseller-Autorin Anna Johannsen den siebten Fall für die Hauptkommissarin Enna Andersen vor, die mit ihrem Team für die ...

Moin!

Mit dem Regio-Krimi "Enna Andersen und die dunklen Tage" legt die deutsche Bestseller-Autorin Anna Johannsen den siebten Fall für die Hauptkommissarin Enna Andersen vor, die mit ihrem Team für die Aufarbeitung von Cold Cases verantwortlich zeichnet. Im Mittelpunkt steht ein fünf Jahre zurückliegender ungeklärter Fall, der von den Ermittler*innen ein zweites Mal aufgerollt und unter Berücksichtigung von neuen Gesichtspunkten untersucht wird.

Das Cover ist sehr zurückhaltend, es zeigt eine ländliche Szene, die man überall und nirgends verorten könnte. Der Titel nimmt ein zentrales Motiv der Handlung auf, das sich nach der Lektüre des Buches erschließt.

Anna Johannsen steht für solide, spannende Unterhaltung für zwischendurch. Ihre Bücher spielen in Norddeutschland, wirken sehr realistisch, ebenso wie ihre handelnden literarischen Figuren. Nicht nur die mühevollen Ermittlungen stehen im Fokus, sondern auch die privaten Probleme der agierenden Menschen. Auch wenn es sich um den siebten Band einer Reihe handelt, lässt sich dieser Regio-Krimi ohne Vorkenntnisse lesen. Er erzählt eine in sich abgeschlossene Geschichte, die zum Nachdenken anregt. Thematisiert wird das Tabu-Thema Depressionen, von denen viele Menschen in der heutigen Zeit betroffen sind.

Der neue Regio-Krimi lässt sich leicht und locker lesen, wobei auf die explizite Darstellung von Gewalt verzichtet wird, was ihn positiv von vielen anderen Krimis und Thrillern abhebt, welche die aktuellen Bestseller-Listen anführen. Trotzdem bleibt die Spannung nicht auf der Strecke. Anna Johannsen liefert viele Denkanstöße, die zum Miträtseln anregen. Die Auflösung des komplizierten Falles ist in sich schlüssig, die miteinander verwobenen einzelnen Handlungsstränge werden logisch zusammengeführt. Alles in allem hat mir meine Lektüre gut gefallen. Auf ein Wiedersehen mit der sympathischen Hauptkommissarin Enna Andersen würde ich mich freuen, auch wenn Anna Johannsen ein Sabbatical für sie angekündigt hat.

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