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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 06.08.2025

atmosphärisches Setting, auch ohne Band 1 lesbar

Yrsa. Die Liebe der Wikingerin
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Die Geschichte ging nahtlos von Bd. 1 über, trzd. würde ich fast behaupten, man kann sie unabhängig davon lesen. Ich war direkt in der Story. Man steigt direkt ein in ein atmosphärisches Wikinger Setting, ...

Die Geschichte ging nahtlos von Bd. 1 über, trzd. würde ich fast behaupten, man kann sie unabhängig davon lesen. Ich war direkt in der Story. Man steigt direkt ein in ein atmosphärisches Wikinger Setting, das an die Serie Wikings erinnert. Allerdings wird Yrsa als Frau dort meist nicht wirklich ernst genommen, ganz anders als die Schildmaiden in der Serie. Dennoch gelingt es ihr, sich wiederholt zu behaupten. Obwohl Yrsa trotz der Kämpfe in der Vergangenheit stellenweise etwas zu naiv erscheint, ist eine Charakterentwicklung zu erkennen, die der Figur gut tut. Trotzdem habe ich mir mehr starke Kriegerin als graues Mäuschen erhofft.

Die subtile Lovestory hat mir richtig gut gefallen, ich hätte sogar gern etwas mehr davon gesehen, weil ich Avidh als Protagonisten und jungen Krieger unglaublich gern mochte. Deswegen wäre es ganz schön gewesen, wichtige Szenen mehr auszuformulieren und dafür auf Wiederholungen zu verzichten.

Zwar gab es im Mittelteil die eine oder andere Länge, die ich beinahe überflogen hätte, doch konnte der Plot insgesamt durch den Vibe, die historischen Details und das Worldbuilding überzeugen - wenn die Dialoge mMn. auch hin und wieder zu modern wirkten.

Leider hat mich die Sprache mit der Zeit immer mehr verdrossen. Auf einer Doppelseite habe ich fast 20x das Wort "sagt" gelesen. Hier hat mir einfach ein literarischeres, ausgearbeitetes Wordbuilding gefehlt, das für das Genre angemessen wäre. Diese ständigen Wiederholungen des Vokabulars haben mich mehrmals fast zum Abbrechen gebracht. Dass ich wissen wollte, wie es mit den Figuren weitergeht, und der Plot selbst haben mich letztlich bei der Stange gehalten.

Insgesamt hat mich das Buch gut unterhalten mit kleinen Schwächen bei Erzähltempo und Stil. Trotzdem konnte ich durchweg mit den Protagonisten fiebern. Der Fokus liegt ganz klar auf der Wikinger Atmosphäre, was auch gut gelungen ist.

3.5 ⭐

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Veröffentlicht am 12.05.2025

wundervolle Idee mit nicht ganz so tiefer Umsetzung

Feels like Butterflies
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Die Idee mit dem Schmetterlingshaus/-zoo ist richtig cute, das hätte ich fast noch gern ein bisschen mehr im Fokus gehabt.
Die Protagonistin mochte ich gern, sie wirkte bodenständig, es gab keine unnötigen ...

Die Idee mit dem Schmetterlingshaus/-zoo ist richtig cute, das hätte ich fast noch gern ein bisschen mehr im Fokus gehabt.
Die Protagonistin mochte ich gern, sie wirkte bodenständig, es gab keine unnötigen Dramen o. Ä. Gut, dass sie von Nate aus Straftäter einen volltätowierten Typen vorurteilsvoll erwartet und bekommen hat, war etwas klischeehaft, aber der Kontrast zwischen dem harte Schale weicher Kern Prota, seiner Backgroundstory und dieser cosy Zeit auf der Farm hat einfach funktioniert.

Trotz seiner Vergangenheit blieben beide für mich leider etwas zu oberflächlich - mir hat stellenweise dieses Deepe gefehlt, die Emotionen, die einen von Anfang bis Ende gefangen nehmen, die ein Romance Buch zu etwas Besonderem machen und einem unter die Haut gehen. Zwar ist der Schreibstil locker und flüssig und es gab keine Längen, aber richtig tief berührt haben mich Plot und Figuren letztlich leider nicht.

Als Trevor später dazu kam, hat die Autorin bewiesen, dass sie diese dramatische Tiefe wirklich schreiben könnte, weshalb die Folgebänder durchaus spannend sein könnten. Die anderen Nebenfiguren konnte ich nicht so gut unterscheiden, weil sie etwas schablonenhaft angelegt waren.

Aber: Wer eine solide, sanfte Geschichte sucht, um sich zu entspannend, zurückzulehnen, ohne emotional komplett durch den Fleischwolf gedreht zu werden, sondern einfach so ein bisschen in einer cosy Romance versinken möchte, ist hier goldrichtig :)

3.5 ⭐

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Veröffentlicht am 27.02.2025

wundervolle Gestaltung, sehr passive Protagonistin

The Stars are Dying
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⭐ Die Buchgestaltung ist unglaublich hochwertig und gelungen. Wir haben einen wunderschönen Farbschnitt, ein innen wie außen bedrucktes Cover unter dem Umschlag, eine Landkarte und eine bildschöne Charakterkarte. ...

⭐ Die Buchgestaltung ist unglaublich hochwertig und gelungen. Wir haben einen wunderschönen Farbschnitt, ein innen wie außen bedrucktes Cover unter dem Umschlag, eine Landkarte und eine bildschöne Charakterkarte. Ich hatte dieses Jahr noch kein Buch in der Hand, bei dem sich bei dem Design derart viel Mühe gehen wurde!

⭐ Die Idee selbst hat mir richtig gut gefallen. Es gab Vampire, Fae und Celestials, wobei letztere als ganz neue Fantasy-Wesen natürlich besonders spannend waren. Figuren wie die Sternenmaid verliehen dem Buch etwas Märchenhaft-Besonderes. Dass Astraea nichts über ihre Vergangenheit wusste und Nytes Schatten sie begleitete, war eine spannende Ausgangssituation - wobei der Prolog mMn eig die vollen 670 S. gespoilert hat. Ich empfehle, ihn auszulassen. Der Trial klang super spannend, aber durch einige handlungsarme Längen habe ich hiervon gar nicht sooo viel mitbekommen. Eine Straffung des Umfangs hätte sicher gut getan.

⭐ Astrae konnte mich als Protagonistin leider nicht überzeugen. Ich denke, wir sind über die Maid in Nöten mittlerweile einfach hinaus. Sie musste durchweg gerettet werden, war zu keinen eigenen Entscheidungen imstande, hat sich durchweg objektivieren und sogar missbrauchen lassen und selbst in Actionszenen nur passiv herumgestanden oder aufgegeben. Ihre wahre Identität war leider auch von Anfang an klar.
Nyte hingegen war nicht wirklich greifbar durch sein permanentes Auftauchen und Verschwinden ohne Ankündigung, zum Ende her wirkte er irgendwie obsessiv und manipulativ, ich wurde nicht warm mit ihm.

⭐ FAZIT: Idee, Gestaltung & Potenzial haben mir unglaublich gut gefallen, die Längen, vielen Wortwdh., das von Anfang an vorhersehbare Ende und die nicht zeitgemäßen Protagonisten konnten mich letztlich jedoch leider nicht ganz fesseln.
3.5 ⭐

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Veröffentlicht am 13.02.2025

Spannende Idee mit etwas oberflächlicher Storyline

Revenant Games – Spiel auf Leben und Tod
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Der Klappentext hat mich direkt überzeugt, allerdings hatte ich bei der Umsetzung das Gefühl, dass mir bei dem Vampir Hexen Trial das Besondere fehlt - da es mittlerweile so viele Romane zu dem Thema gibt, ...

Der Klappentext hat mich direkt überzeugt, allerdings hatte ich bei der Umsetzung das Gefühl, dass mir bei dem Vampir Hexen Trial das Besondere fehlt - da es mittlerweile so viele Romane zu dem Thema gibt, hat mir so ein bisschen das gewisse Etwas gefehlt.
Ich hatte das Gefühl, der Love Interest ist nur deshalb der Love Interest, weil er der einzige aktiv vorkommende Vampir in der Story ist. Die Wahl des anderen Mannes hätte mich hier mehr überrascht und überzeugt.
Mir war auch nicht ganz klar, weshalb ausgerechnet so ein graues Mäuschen ohne Kampferfahrung einen tödlichen Trial mit richtig heftiger Konkurrenz gewinnen sollte - die Klischees nahmen hier mMn leider Überhand. Die erste Trial-Runde fand ich noch sehr spannend, danach war das Game aber leider eher Nebenhandlung, Blys Team ist eher... herumspaziert. Hier hätte das Potenzial mehr ausgeschöpft werden können, es gab dann gar keine richtigen Spiele mehr.
Trotzdem mochte ich die einzelnen Figuren gern, die Grundstimmung, die Handlung und auch die unterschiedlichen Individuen, wobei mir eine facettenreiche Ausarbeitung gefehlt hat, es bewegte sich doch alles recht an der Oberfläche.
Ich bin dennoch gut in die Geschichte hineingekommen, wobei die Ausgangslage schon etwas konstruiert und naiv wirkte, doch konnte mich der lockere Schreibstil und das zügige Voranschreiten der Geschichte bis zur letzten Seite mitnehmen.
Für mich war es eher ein "Roman für zwischendurch" - keineswegs nicht gut, aber auch nicht super außergewöhnlich oder besonders, außer man hat in dem Bereich noch nicht so viel gelesen.

3.5 ⭐

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Veröffentlicht am 25.11.2024

Wohlfühlbuch für den Urlaub/zwischendurch

Songs for the Beautiful
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Die Gestaltung ist unglaublich gut gelungen, ich liebe diese Regenbogenpastell-Palette 🎀
Inhaltlich hat mich der Roman mit dem Musik Thema sofort angesprochen, diese Kombi aus Soul- und Popsängerin, der ...

Die Gestaltung ist unglaublich gut gelungen, ich liebe diese Regenbogenpastell-Palette 🎀
Inhaltlich hat mich der Roman mit dem Musik Thema sofort angesprochen, diese Kombi aus Soul- und Popsängerin, der Musik selbst und dem Songwriter als Love Interest.
Es ließ sich leicht, flüssig und einfach lesen und kann super als Strand- oder Urlaubsbuch für zwischendrin empfohlen werden. In der Tiefe hat es mich zwar nicht 100%ig gepackt, weil die Twists sehr vorhersehbar waren und es nicht wirklich überraschend war, aber dafür was es cosy-gemütlich und irgendwie einfach zum Wohlfühlen.
Rivers und Sukis Beziehung war eine wundervolle Friends to Enemies to Lovers Romance, die beiden haben sich perfekt ergänzt, herausgefordert und sind aneinander gewachsen, wenngleich es stellenweise an Kommunikation fehlte. Was sie und ihre Familie River angetan haben, hat er letztlich mMn. doch etwas unglaubwürdig selbstlos verziehen, wohingegen Suki teilweise für ihr Alter sehr naiv und blauäugig dachte und handelte, sowohl im Bezug auf die Vergangenheit als auch auf die Musikbranche und was sie alles mit sich hat machen lassen für die Karriere - oft habe ich mir gewünscht, sie würde auf ihr Bauchgefühl hören & Dinge hinterfragen. Die Schattenseiten des Plattenlabels & Musikbusiness schienen durchaus authentisch.
Die Message hingegen war wunderschön: seinen Traum zu verfolgen, zu tun was man liebt, seinen Platz in der Welt zu finden - und sich selbst.
Insgesamt eine schöne Geschichte mit inhaltlichen Höhen und Tiefen, einer wundervollen Wohlfühl-Idee und großartiger Gestaltung.
3.5⭐

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