Ein bittersüßer Abschluss der Reihe
Move On - New England School of BalletMit Move On kehren wir ein letztes Mal an die New England School of Ballet zurück – ein Wiedersehen mit liebgewonnenen Charakteren, aber auch ein Abschied. Dieses Mal stehen Skye und Gabriel im Mittelpunkt, ...
Mit Move On kehren wir ein letztes Mal an die New England School of Ballet zurück – ein Wiedersehen mit liebgewonnenen Charakteren, aber auch ein Abschied. Dieses Mal stehen Skye und Gabriel im Mittelpunkt, deren gemeinsame Vergangenheit voller Schmerz, Missverständnisse und unerfüllter Gefühle ist.
Die Geschichte spielt auf zwei Zeitebenen: Einerseits erleben wir ihre damalige Beziehung und das, was sie auseinandergerissen hat. Andererseits begleiten wir sie in der Gegenwart, wo sie sich im Rahmen einer Dokumentation über die Schule wieder begegnen – und dabei auf alte Wunden stoßen. Diese Struktur hat mir sehr gefallen, weil sie nach und nach die Puzzlestücke ihrer Geschichte offenbart.
Allerdings fiel es mir nicht ganz leicht, mit den beiden warm zu werden. Gabriel blieb für mich lange unnahbar und sein Verhalten wirkte oft unnötig provokant. Skye hingegen konnte ich besser verstehen, auch wenn sie sich manchmal in ihren Emotionen verlor. Ihr ständiges Aneinandergeraten hat sich für meinen Geschmack zu sehr in die Länge gezogen – ich mag Enemies-to-Lovers-Dynamiken, aber hier hat mir das Knistern, das Herzklopfen gefehlt. Erst in der zweiten Hälfte konnte mich die Geschichte mehr packen, als sich die Emotionen der beiden glaubhafter entwickelt haben.
Trotzdem mochte ich das Buch insgesamt sehr. Der Schreibstil ist wie gewohnt wunderschön, das Setting einzigartig, und es war schön, alte Bekannte wiederzutreffen. Besonders das Ende hat für mich noch einiges rausgeholt.
*Fazit:
Ein würdiger Abschluss der Reihe, auch wenn der Funke nicht durchgehend übergesprungen ist. Wer die vorherigen Bände mochte, sollte sich das Finale trotzdem nicht entgehen lassen.
4/5 Sterne*