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Laurel

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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 24.01.2026

Verkrampft

Spielverderberin
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Ich bin total unentschlossen, wie ich dieses Buch finde.

Am Anfang der Geschichte denkt man als Leser erstmal, es handelt sich um drei junge Frauen, die zur Schulzeit beste Freundinnen waren und sich ...

Ich bin total unentschlossen, wie ich dieses Buch finde.

Am Anfang der Geschichte denkt man als Leser erstmal, es handelt sich um drei junge Frauen, die zur Schulzeit beste Freundinnen waren und sich jetzt, 2 Jahre nach dem Abi, auseinander gelebt haben. Mit jeder Seite wird aber klarer, dass etwas Größeres zwischen den dreien vorgefallen ist. Die Beziehung ist total schuldbeladen und schwer. Eigentlich waren auch nur Romy und Lotte in der Schule beste Freundinnen, nachdem Lotte aber die Schule abbrechen musste, haben sich Romy und Sophie angenähert.
Immer wieder taucht in der Erzählung ein Haus auf, in dem Sophie und Romy etwas schlimmes passiert sein muss. Und wieso hat Lotte Schrauben im Kopf - Was war das für ein Unfall und welche Rolle spielten die anderen beiden dabei?

Dieses Buch macht leider nicht sehr viel Spaß zu lesen. Versteht mich nicht falsch - Bücher dürfen gerne wichtige, ernste Themen behandeln. Diese lese ich dann gerne aus Interesse an Psychologie und menschlichen Verhaltensmustern. „Spielverderberin“ jedoch klärt nicht auf, zeigt eigentlich nur eine extrem unsichere, schuldbeladene Person. Sophie ist sehr verkrampft und wenig frei. Die Figuren sind mir eher unsympathisch und ich kann ihre Handlungen selten nachvollziehen.

Die Idee fand ich sehr gut. Mir fehlt es bei der Umsetzung jedoch insgesamt an Tiefgang.

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  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 24.02.2025

Die Tiefe fehlt

Rückkehr nach Budapest
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Márta hat die Schule beendet, sich von ihrem Freund getrennt und ihren Vater zuhause am Balaton sitzengelassen, um den Sommer 1986 in Ost-Berlin bei ihrer Cousine Teresa zu verbringen. Es fiel ihr schwer, ...

Márta hat die Schule beendet, sich von ihrem Freund getrennt und ihren Vater zuhause am Balaton sitzengelassen, um den Sommer 1986 in Ost-Berlin bei ihrer Cousine Teresa zu verbringen. Es fiel ihr schwer, ihren alkoholkranken und nicht mehr zur Selbstständigkeit fähigen Vater zurückzulassen, aber sie ist jung und muss ihre eigenen, freien Wege gehen.
In Berlin trifft sie gleich am ersten Abend den Dichter Konstantin Berger. Aus dem Prolog weiß der Leser bereits, dass sich eine Dreiecksbeziehung zwischen ihm, Márta und Teresa entwickeln wird. Wieso die beiden diesen Mann mögen, wird mir als Leser nicht klar, in meinen Augen ist er unsympathisch. Ich fiebere jedenfalls bei der Liebesgeschichte nicht mit. Diese Beziehung wird auch viele Jahre später, nach dem Tod von Teresa, noch nicht ausgesprochen sein.
Im Buch werden tiefgründige und philosophische Themen besprochen, jedoch leider nur angerissen und nicht tiefergehend behandelt. Dabei lebte die Autorin selbst im Berlin der DDR und hätte tiefere Einblicke und Ansichten zu diesen Themen aus der Gesellschaft des damaligen Systems zeigen können. Das wäre interessant für mich gewesen. So handelt es sich bei Rückkehr nach Budapest jedoch für mich nur um einen kurzweiligen Roman, den man schnell gelesen und aber auch schnell vergessen hat.

Veröffentlicht am 26.04.2026

Zum Glück das letzte Buch

Das letzte Buch von Marceau Miller
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Als ich die Leseprobe las, wurde ich stark an die Bücher von Joël Dicker erinnert. Das Setting der Geschichte, Leute der Oberschicht am Genfer See, ein Schriftsteller, der aus der Ich-Perspektive schreibt ...

Als ich die Leseprobe las, wurde ich stark an die Bücher von Joël Dicker erinnert. Das Setting der Geschichte, Leute der Oberschicht am Genfer See, ein Schriftsteller, der aus der Ich-Perspektive schreibt sowie die Strukturierung der Kapitel sind exakt das, was wir in der Vergangenheit von Dicker gelesen haben. Meine Erwartungen waren dementsprechend hoch.

Die Geschichte handelt von Marceau Miller, der bereits auf den ersten zwei Seiten stirbt, seiner Familie und seinen Freunden. Seine Frau Sarah macht es sich nach seinem mysteriösen Tod zur Aufgabe, zu beweisen, dass es sich dabei um einen Mord handelt und will diesen Fall zu lösen.

Beladen mit endlos vielen Klischees (die Freunde sind doch nicht so perfekt, wie sie dachte, sie kann niemandem mehr trauen, mehrere Male entrinnt sie dem Tod…) wird eine flache Geschichte um Sarah gesponnen, die weder mit der Spannung von Dickers Romanen mithalten kann, noch irgendwie nachvollziehbar ist. Sarah geht völlig aggressiv und unauthentisch vor, dass bei mir als Leserin überhaupt kein Mitgefühl für ihre Lage aufkommt.

Mir scheint, als hätte da jemand den Stil von Dicker kopieren wollen, jedoch nicht das nötige Handwerk und die Kreativität gehabt. Schade. Das war für mich wirklich das letzte Buch von Marceau Miller.

Veröffentlicht am 13.02.2025

Eher mau

Middletide – Was die Gezeiten verbergen
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Das Buch „Was die Gezeiten verbergen“ war für mich eher langweilig. Die Liebesgeschichte von Elijah und Nakita grenzt leider doch an Kitsch (das farbübersättigte Cover spricht Bände) und hat mich nicht ...

Das Buch „Was die Gezeiten verbergen“ war für mich eher langweilig. Die Liebesgeschichte von Elijah und Nakita grenzt leider doch an Kitsch (das farbübersättigte Cover spricht Bände) und hat mich nicht gefesselt.
Große Gefühle werden beschrieben, aber waren für mich nicht nachfühlbar. Ich konnte mich nicht in die Personen hineinversetzen.

Das Buch erzählt auf mehreren Zeitebenen, über Jahrzehnte hinweg, die Geschichte einer Jugendliebe, die jäh abbricht und eine Sehnsucht hinterlässt. Dazu kommt ein Kriminalfall, der die ganze Gegend verstört und die Versuche von Elija, in seiner Heimat wieder Fuß zu fassen, zu Fall bringt.

Die Kultur der indigenen Bevölkerung wird erwähnt, aber nicht nahegebracht. So wie hier bleibt auch das ganze Buch eine oberflächliche Angelegenheit. Wen das nicht stört, der hat satte 378 Seiten Lesespaß.

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