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Laurel

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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 24.02.2025

Die Tiefe fehlt

Rückkehr nach Budapest
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Márta hat die Schule beendet, sich von ihrem Freund getrennt und ihren Vater zuhause am Balaton sitzengelassen, um den Sommer 1986 in Ost-Berlin bei ihrer Cousine Teresa zu verbringen. Es fiel ihr schwer, ...

Márta hat die Schule beendet, sich von ihrem Freund getrennt und ihren Vater zuhause am Balaton sitzengelassen, um den Sommer 1986 in Ost-Berlin bei ihrer Cousine Teresa zu verbringen. Es fiel ihr schwer, ihren alkoholkranken und nicht mehr zur Selbstständigkeit fähigen Vater zurückzulassen, aber sie ist jung und muss ihre eigenen, freien Wege gehen.
In Berlin trifft sie gleich am ersten Abend den Dichter Konstantin Berger. Aus dem Prolog weiß der Leser bereits, dass sich eine Dreiecksbeziehung zwischen ihm, Márta und Teresa entwickeln wird. Wieso die beiden diesen Mann mögen, wird mir als Leser nicht klar, in meinen Augen ist er unsympathisch. Ich fiebere jedenfalls bei der Liebesgeschichte nicht mit. Diese Beziehung wird auch viele Jahre später, nach dem Tod von Teresa, noch nicht ausgesprochen sein.
Im Buch werden tiefgründige und philosophische Themen besprochen, jedoch leider nur angerissen und nicht tiefergehend behandelt. Dabei lebte die Autorin selbst im Berlin der DDR und hätte tiefere Einblicke und Ansichten zu diesen Themen aus der Gesellschaft des damaligen Systems zeigen können. Das wäre interessant für mich gewesen. So handelt es sich bei Rückkehr nach Budapest jedoch für mich nur um einen kurzweiligen Roman, den man schnell gelesen und aber auch schnell vergessen hat.

Veröffentlicht am 26.04.2026

Zum Glück das letzte Buch

Das letzte Buch von Marceau Miller
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Als ich die Leseprobe las, wurde ich stark an die Bücher von Joël Dicker erinnert. Das Setting der Geschichte, Leute der Oberschicht am Genfer See, ein Schriftsteller, der aus der Ich-Perspektive schreibt ...

Als ich die Leseprobe las, wurde ich stark an die Bücher von Joël Dicker erinnert. Das Setting der Geschichte, Leute der Oberschicht am Genfer See, ein Schriftsteller, der aus der Ich-Perspektive schreibt sowie die Strukturierung der Kapitel sind exakt das, was wir in der Vergangenheit von Dicker gelesen haben. Meine Erwartungen waren dementsprechend hoch.

Die Geschichte handelt von Marceau Miller, der bereits auf den ersten zwei Seiten stirbt, seiner Familie und seinen Freunden. Seine Frau Sarah macht es sich nach seinem mysteriösen Tod zur Aufgabe, zu beweisen, dass es sich dabei um einen Mord handelt und will diesen Fall zu lösen.

Beladen mit endlos vielen Klischees (die Freunde sind doch nicht so perfekt, wie sie dachte, sie kann niemandem mehr trauen, mehrere Male entrinnt sie dem Tod…) wird eine flache Geschichte um Sarah gesponnen, die weder mit der Spannung von Dickers Romanen mithalten kann, noch irgendwie nachvollziehbar ist. Sarah geht völlig aggressiv und unauthentisch vor, dass bei mir als Leserin überhaupt kein Mitgefühl für ihre Lage aufkommt.

Mir scheint, als hätte da jemand den Stil von Dicker kopieren wollen, jedoch nicht das nötige Handwerk und die Kreativität gehabt. Schade. Das war für mich wirklich das letzte Buch von Marceau Miller.

Veröffentlicht am 13.02.2025

Eher mau

Middletide – Was die Gezeiten verbergen
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Das Buch „Was die Gezeiten verbergen“ war für mich eher langweilig. Die Liebesgeschichte von Elijah und Nakita grenzt leider doch an Kitsch (das farbübersättigte Cover spricht Bände) und hat mich nicht ...

Das Buch „Was die Gezeiten verbergen“ war für mich eher langweilig. Die Liebesgeschichte von Elijah und Nakita grenzt leider doch an Kitsch (das farbübersättigte Cover spricht Bände) und hat mich nicht gefesselt.
Große Gefühle werden beschrieben, aber waren für mich nicht nachfühlbar. Ich konnte mich nicht in die Personen hineinversetzen.

Das Buch erzählt auf mehreren Zeitebenen, über Jahrzehnte hinweg, die Geschichte einer Jugendliebe, die jäh abbricht und eine Sehnsucht hinterlässt. Dazu kommt ein Kriminalfall, der die ganze Gegend verstört und die Versuche von Elija, in seiner Heimat wieder Fuß zu fassen, zu Fall bringt.

Die Kultur der indigenen Bevölkerung wird erwähnt, aber nicht nahegebracht. So wie hier bleibt auch das ganze Buch eine oberflächliche Angelegenheit. Wen das nicht stört, der hat satte 378 Seiten Lesespaß.

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