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Veröffentlicht am 26.02.2025

Ein Leuchtturm, seine alte Geschichte und Chancen für die Zukunft

Die Tochter des Leuchtturmwächters
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Joeys Leben ist aus den Fugen geraten, unverschuldet kam ihre Familie in Verruf und nun ist das Auftragsbuch der jungen Eventmanagerin leer. Als sie eine Stellenanzeige entdeckt, in der ein Projektleiter ...

Joeys Leben ist aus den Fugen geraten, unverschuldet kam ihre Familie in Verruf und nun ist das Auftragsbuch der jungen Eventmanagerin leer. Als sie eine Stellenanzeige entdeckt, in der ein Projektleiter für die Sanierung eines Leuchtturms gesucht wird, beschließt Joey sich zu bewerben. Erfahrungen im Bau hat sie in der Firma ihres Vaters gesammelt und eine kurze Auszeit weit weg von der Heimat wird ihr sicher gut tun…
Der 80-jährige Finnegan W. O’Hare, von allen nur Walt genannt, hat eine kleine Insel in North Carolina gekauft. In der Region hat er seine Kindheit und Jugend verbracht bis sich sein Leben im 2. Weltkrieg für immer veränderte. Jetzt ist er zurückgekehrt und möchte den auf der Insel befindlichen Leuchtturm in Gedenken an seine Jugendfreundin Cay sanieren. Schuldgefühle plagen ihn seit er als 16-Jähriger Entscheidungen traf und Cay für immer verloren hat. Als Joey bei den Sanierungsarbeiten in den Mauerritzen des Leuchtturms versteckte Notizen findet, kommen sie und Walt’s Enkel Finn einer alten Geschichte auf die Spur. Doch wer interessiert sich außerdem für diese Notizen? Werden Joey und Finn alle Puzzleteile der Geschichte finden, die sich damals zugetragen hat?

„Die Tochter des Leuchtturmwächters“ ist ein leiser und doch fesselnder Roman. Amanda Cox hat einen angenehmen Schreibstil, detailliert und beschreibend, so dass man sich alles gut vorstellen kann. Ich mochte das Setting, die kleine Insel mit dem Leuchtturm sehr. Die einzelnen Charaktere habe ich schnell ins Herz geschlossen. Joey, Walt und Finn… sie alle haben Schweres aus der Vergangenheit im Gepäck und dürfen lernen los zu lassen, sich selbst zu vergeben und Neuanfänge zu wagen. Spannend und interessant sind die „Ausflüge“ in die Zeit des 2. Weltkrieges. Wie Puzzleteile fügen sich die Notizen im Leuchtturm mit den Erinnerungen von Walt und einer alten Frau, deren Rolle in der Geschichte lange Zeit unklar ist, zusammen. Überraschende Wendungen sorgen immer wieder für Spannung.

Ich habe den Roman sehr gern gelesen, bin tief eingetaucht in die Geschichte. Sehr gern empfehle ich das Buch weiter.

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Veröffentlicht am 15.02.2025

Lesehighlight: spannend, emotional, tiefgründig

Wenn wir wieder Schwestern sind
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Berlin, 1901: die 21-jährige Sofie sucht nach ihren Platz im Leben. Nur zögerlich folgt sie dem Ruf nach China zu reisen und dort einen Missionar zu heiraten. Als unerwartet eine 2. „Missionsbraut“ gesucht ...

Berlin, 1901: die 21-jährige Sofie sucht nach ihren Platz im Leben. Nur zögerlich folgt sie dem Ruf nach China zu reisen und dort einen Missionar zu heiraten. Als unerwartet eine 2. „Missionsbraut“ gesucht wird, meldet sich spontan ihre Schwester Grete und so fahren die beiden jungen Frauen gemeinsam in die deutsche Kolonie Tsingtau, um dort zwei, ihnen unbekannte Männer zu heiraten. Auf der langen Schiffsreise erkrankt Sofie schwer und Grete nutzt die Gelegenheit den Mann zu heiraten, der eigentlich für Sofie bestimmt war. So reist Grete mit Herrmann in die Berge zur Außenstation der Mission, während Sofie, im Herzen voller Groll, in der Stadt Tsingtau bleibt und dort ihren Weg suchen muss. Soll sie den 2. Bräutigam heiraten oder ihr Herz einem andern Mann schenken? Oder führt ihr Weg sie zurück nach Berlin?

„Wenn wir wieder Schwestern sind“ ist der neue Roman von Gertraud Schöpflin und die Fortsetzung von „Auf der anderen Seite des Sturms“. Der 1. Roman erzählte die Geschichte von Rebekka von Sassnitz und dem Berliner Pfarrer Friedrich Hoffmann. Beide sind früh verwitwet und heiraten, um ihren Kindern eine Familie zu geben. Im neuen Roman begleitet der Leser nun die Kinder der Familie. Grete ist die Tochter von Friedrich und Sofie und Jakob sind, die in China geborenen Kinder von Rebekka. Jeder der drei Hauptcharaktere bringt ein „Päckchen“ aus der Vergangenheit mit; sei es die Rebellion bei Jakob, der Versuch es immer allen recht zu machen bei Sofie oder auch Gretes Gefühl ständig zu kurz zu kommen. Während Jakob in Berlin seinen Weg finden muss, ist es für Sofie und Grete ungleich schwieriger, denn sie müssen sich zusätzlich in einer fremden Welt zurecht finden. Vieles ist nicht so wie erhofft und erwartet. Groll und Wut, Unsicherheit und Schuld beschwert ihre Herzen. Wie gut, dass es Christen an ihrer Seite gibt, zb. eine chinesische Bibelfrau, Schwester Käthe im Missionshaus, der Arzt im Lazarett und auch Johannes, der 2. Bräutigam, die ihnen mit Rat und biblischen Weisheiten zur Seite stehen. Wie gut, dass Vergebung möglich ist und Herzen heilen.

Das Cover des Buches ist wunderschön und passt sehr gut zum Inhalt. Über jedem Kapitel steht ein Bibelvers und eine Orts- und Zeitangabe, so dass man immer weiß, wo die Handlung gerade spielt. Der Schreibstil der Autorin ist bildhaft und fesselnd. Der Roman hat mich von Beginn an in seinen Bann gezogen und viele Emotionen in mir ausgelöst. Ich konnte das Buch kaum aus der Hand legen. So habe gehofft und gebangt, habe mit Sofie und Grete geweint, hätte Jakob und manchmal auch Grete gern geschüttelt, hätte Sofie gern an die Hand genommen, sie getröstet und ermutigt... und am Ende habe ich große Erleichterung gespürt.
Gut recherchiert und sehr interessant waren die Einblicke in die damalige Zeit, in das Leben von Deutschen und Chinesen, in die Missionsarbeit, aber auch in den Stadt- und Eisenbahnbau. Historische Fotos aus der damaligen Zeit belegen dies.

Ich könnte noch vieles zu dem Roman schreiben und habe doch das Gefühl, dass meine Worte dieser großartigen Geschichte nicht gerecht werden. So kann ich das Buch nur weiterempfehlen. Für mich ist es ein Lesehighlight und verdient klare 5 Sterne.


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Veröffentlicht am 14.02.2025

Gelungener Abschluss der „Neuanfang in Colorado“-Reihe

Was es zu beschützen gilt
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„Wir haben immer eine Wahl – die Wahl, ob wir das tun wollen, was in unseren Augen richtig ist, oder das, was in Gottes Augen richtig ist.“ (s.S. 268)

Colorado Territory,1871: Dylan McQuid hat in seinen ...

„Wir haben immer eine Wahl – die Wahl, ob wir das tun wollen, was in unseren Augen richtig ist, oder das, was in Gottes Augen richtig ist.“ (s.S. 268)

Colorado Territory,1871: Dylan McQuid hat in seinen Leben schon viel falsch gemacht ehe er nun einen Neuanfang in Fairplay wagt. Hier, in der Nähe seiner Familie, hofft er sich ein neues ehrbares Leben als Sheriff aufzubauen. Doch dann steht plötzlich Catherine Remington mit einem Baby, dass ihm wie aus dem Gesicht geschnitten ist, in seinem Büro. Catherine hat als Hebamme der jungen Kit beigestanden und als diese die Geburt ihres Sohnes Austin nicht überlebte, den letzten Wunsch der Sterbenden erfüllt und den Säugling zu seinem Vater in den Westen gebracht. Dylan, der nichts von Kits Schwangerschaft wusste, will nun das Richtige tun und bietet Catherine. eine Zweckehe an. Zögernd willigt Catherine ein, denn es fällt ihr schwer sich von dem Baby zu trennen, dass sie ins Herz geschlossen hat. Dylan ist zunehmend angetan von der jungen Frau an seiner Seite und auch Catherine fühlt sich zu ihm hingezogen, doch ein Missverständnis belastet sie. Als dann auch noch schwere Vorwürfe gegen Catherine laut werden, steht für die Beiden viel auf dem Spiel…

„Was es zu beschützen gilt“ ist der 5., finale Band der „Neuanfang in Colorado“-Reihe. Die Bände können zwar unabhängig voneinander gelesen und verstanden werden, dennoch empfehle ich die Romane in ihrer Reihenfolge zu lesen, da sie ein Stück weit aufeinander aufbauen. Ich mag Romane von Jody Hedlund sehr und habe auch dieses Buch sehr gern gelesen. Der Schreibstil der Autorin ist fesselnd und ich war schnell mittendrin in der Geschichte, die spannend beginnt. Die beiden Hauptprotagonisten waren mir von Beginn an sympathisch. Catherine ist eine starke junge Frau, die ihre Berufung als Hebamme gefunden hat. Sie liebt es werdenden Müttern beizustehen, ohne Ansehen ihrer Herkunft. Sie ist freundlich und fleißig, aber auch voller Selbstzweifel… Dylan hat in seinem Leben schon viel Mist gebaut und Entscheidungen getroffen, die er inzwischen sehr bereut. Inzwischen hat er sich verändert, sorgt als Sheriff für Recht und wird von den Leuten respektiert. Auch Catherine gegenüber will er das Richtige tun und bietet ihr und Austin durch die Heirat den Schutz als Familie. Ich mochte Dylans ehrliche, fürsorgliche und humorvolle Art im Umgang mit Austin und Catherine… Als dann etwas ans Licht kommt, steht Dylan vor einer großen Herausforderung. Gut, dass Hilfssheriff Stu mit weisen Worten (siehe obiges Zitat) und Taten ebenso an seiner Seite ist wie seine Brüder….
Es ist schön zu beobachten wie beide Hauptprotagonisten miteinander und mit anderen umgehen, wie sie versuchen das Richtige zu tun und dabei immer das Wohl des Anderen im Blick haben. Mir gefiel auch das Zusammenspiel der gesamten McQuid-Familie.
„Was es zu beschützen gilt“ ist ein vielschichtiger Roman mit starken Charakteren. Das Buch hat mich von Beginn an gepackt, mich berührt, mir schöne Lesestunden geschenkt. Gern empfehle ich den Roman, ja, die gesamte Buchreihe weiter.

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Veröffentlicht am 09.02.2025

Heilsames aus Wiese, Wald und Garten

Kleine Kräuterkunde fürs Immunsystem
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„Ich habe die alten, vergessenen und verlassenen Kräutlein wieder aufgesucht, habe ihre Heilkraft erprobt und manchen geheilt von schweren und langjährigen Leiden.“
Sebastian Kneipp (s.S. 38)

Ein starkes ...

„Ich habe die alten, vergessenen und verlassenen Kräutlein wieder aufgesucht, habe ihre Heilkraft erprobt und manchen geheilt von schweren und langjährigen Leiden.“
Sebastian Kneipp (s.S. 38)

Ein starkes Immunsystem – wer wünscht sich das nicht? In ihrem neuen Buch teilt Kräuterfrau und Gesundheits- und Ernährungsberaterin Ruth Pfennighaus ihr umfangreiches Wissen über Pflanzen und ihre wohltuende, heilsame Wirkung auf das Immunsystem und gibt Anregungen für einen gesunden Lebensstil. Zu Beginn stellt die Autorin Methoden aus der Ganzheitsmedizin vor, zB. Fasten, Ölziehen, Trockenbürsten und verschiedene Wasseranwendungen. Danach folgen konkrete Tipps zur Anwendung von Heilkräutern bei Atemwegs- und Erkältungskrankheiten. Weitere Kapitel stellen Heilpflanzen aus Wald und Wiese vor und erklären deren Verwendung, zB. vitaminreiche Beeren, Bitter- und Vitalstoffe, Senfölpflanzen, heilsame Bäume...

„Kleine Kräuterkunde fürs Immunsystem“ ist ein sehr ansprechend gestaltetes Büchlein, dass neben viel Wissenswertem über verschiedene Heilpflanzen und Kräuter auch wunderschöne, farbenfrohe Zeichnungen von Katja Hogh enthält. Das Buch ist übersichtlich gegliedert, so dass man schnell Anregungen für die Stärkung des Immunsystems oder die passenden Anwendung im Krankheitsfall findet. Ebenso lädt das Buch aber auch zum Betrachten der wunderschönen Zeichnungen ein.
Mir gefällt das Buch sehr gut. Ich habe Neues erfahren und wurde an mir Bekanntes erinnert. Ich freue mich darauf manche Anregung umzusetzen, manchen Tipp zu testen. Sehr gern empfehle ich das Büchlein weiter.

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Veröffentlicht am 06.02.2025

Packende Familiengeschichte voller Weisheit

Die Wege, die wir wählen
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New York, Juli 1898: als der reiche Unternehmer Arthur Stanehope überraschend stirbt verändert sich das Leben seiner Gattin Sylvia und seiner Tochter Adelaide gravierend, da die Frauen fast mittellos dastehen. ...

New York, Juli 1898: als der reiche Unternehmer Arthur Stanehope überraschend stirbt verändert sich das Leben seiner Gattin Sylvia und seiner Tochter Adelaide gravierend, da die Frauen fast mittellos dastehen. Während Sylvia versucht ihr altes Leben aufrecht zu erhalten und für die Tochter einen passendes Ehemann zu finden, nutzt Arthurs Mutter Junietta die Gelegenheit alte Familiengeheimnisse zu offenbaren und damit der Enkelin neue Chancen aufzuzeigen….

„Die Wege, die wir wählen“ ist der neueste Roman aus der Feder Lynn Austins. Ich mag die Bücher der Autorin sehr gern und auch dieses konnte mich begeistern. Lynn Austins Schreibstil ist angenehm, Personen, Orte und Situationen werden detailliert und bildhaft beschrieben und die Geschichte hat mich von Beginn an in ihren Bann gezogen. Wir begleiten drei Frauen aus verschiedenen Generationen. Junietta ist die Älteste, eine starke und aktive Frau, die sich seit vielen Jahren in Wohltätigkeitsorganisationen und Stiftungen besonders für Witwen und Waisen einsetzt. Doch sie merkt, dass ihre Kraft nachlässt und so zeigt sie ihrer Enkelin ihr Lebenswerk und zugleich offenbart sie Sylvia und Adelaide die Geheimnisse ihres Lebens. Sylvias wirkt eher kühl und scheint auf Äußerlichkeiten bedacht zu sein. Auch ihre Lebensgeschichte erfahren wir und damit wird verständlich aus welchen Gründen sie für Adelaide möchte, dass ihr hoher Lebensstandart erhalten bleibt. Adelaide ist eher still und tut, was von ihr erwartet wird. Der Tod ihres Vaters ändert viel und sie ist hin und her gerissen zwischen den klaren Vorstellungen der Mutter und den neuen Möglichkeiten, die die Großmutter Mimi Junie ihr aufzeigt. Soll sie sich einen reichen Ehemann angeln und weiterhin ein Leben in dem großen Herrenhaus führen, so wie sie es von jeher kennt? Oder ist die Situation eine Chance ihr Leben zu verändern, sich Aufgaben zu suchen, die sie ausfüllen? Hat Adelaide nun die Möglichkeit in Ruhe einen Mann kennen zu lernen und sich zu verlieben?
Lynn Austin ist ein großartiger Roman voller Weisheit und Tiefe gelungen. Die Lebensgeschichten, besonders Juniettas, haben mich berührt. Sie zeigen, dass man immer die Wahl hat etwas Gutes, auch aus schwierigen Situationen, entstehen zu lassen und sie bezeugen einen tiefen Glauben. Sehr gern empfehle ich das Buch weiter.

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