Ein Leuchtturm, seine alte Geschichte und Chancen für die Zukunft
Die Tochter des LeuchtturmwächtersJoeys Leben ist aus den Fugen geraten, unverschuldet kam ihre Familie in Verruf und nun ist das Auftragsbuch der jungen Eventmanagerin leer. Als sie eine Stellenanzeige entdeckt, in der ein Projektleiter ...
Joeys Leben ist aus den Fugen geraten, unverschuldet kam ihre Familie in Verruf und nun ist das Auftragsbuch der jungen Eventmanagerin leer. Als sie eine Stellenanzeige entdeckt, in der ein Projektleiter für die Sanierung eines Leuchtturms gesucht wird, beschließt Joey sich zu bewerben. Erfahrungen im Bau hat sie in der Firma ihres Vaters gesammelt und eine kurze Auszeit weit weg von der Heimat wird ihr sicher gut tun…
Der 80-jährige Finnegan W. O’Hare, von allen nur Walt genannt, hat eine kleine Insel in North Carolina gekauft. In der Region hat er seine Kindheit und Jugend verbracht bis sich sein Leben im 2. Weltkrieg für immer veränderte. Jetzt ist er zurückgekehrt und möchte den auf der Insel befindlichen Leuchtturm in Gedenken an seine Jugendfreundin Cay sanieren. Schuldgefühle plagen ihn seit er als 16-Jähriger Entscheidungen traf und Cay für immer verloren hat. Als Joey bei den Sanierungsarbeiten in den Mauerritzen des Leuchtturms versteckte Notizen findet, kommen sie und Walt’s Enkel Finn einer alten Geschichte auf die Spur. Doch wer interessiert sich außerdem für diese Notizen? Werden Joey und Finn alle Puzzleteile der Geschichte finden, die sich damals zugetragen hat?
„Die Tochter des Leuchtturmwächters“ ist ein leiser und doch fesselnder Roman. Amanda Cox hat einen angenehmen Schreibstil, detailliert und beschreibend, so dass man sich alles gut vorstellen kann. Ich mochte das Setting, die kleine Insel mit dem Leuchtturm sehr. Die einzelnen Charaktere habe ich schnell ins Herz geschlossen. Joey, Walt und Finn… sie alle haben Schweres aus der Vergangenheit im Gepäck und dürfen lernen los zu lassen, sich selbst zu vergeben und Neuanfänge zu wagen. Spannend und interessant sind die „Ausflüge“ in die Zeit des 2. Weltkrieges. Wie Puzzleteile fügen sich die Notizen im Leuchtturm mit den Erinnerungen von Walt und einer alten Frau, deren Rolle in der Geschichte lange Zeit unklar ist, zusammen. Überraschende Wendungen sorgen immer wieder für Spannung.
Ich habe den Roman sehr gern gelesen, bin tief eingetaucht in die Geschichte. Sehr gern empfehle ich das Buch weiter.