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Veröffentlicht am 14.02.2025

"Du konntest mich einst nicht töten und kannst es auch heute nicht. Du liebst mich."

Das Herz der Greifin
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Wer mal Lust auf eine andere Romantasy-Geschichte hat, in der es um Greifen u. Gestaltwandler geht, ist mit "Das Herz der Greifin" von Isabell Bayer genau richtig. Mir hat die Grundidee des Plots mit den ...

Wer mal Lust auf eine andere Romantasy-Geschichte hat, in der es um Greifen u. Gestaltwandler geht, ist mit "Das Herz der Greifin" von Isabell Bayer genau richtig. Mir hat die Grundidee des Plots mit den Gestaltwandlern sehr gut gefallen, auch wenn das Buch für mich die ein oder andere Schwäche hat.

Herzlichen Dank an Isabell, den Lycrow-Verlag u. LR Onlinemarketing für das Rezensionsexemplar!

Klappentext:
Ausgestoßen von der eigenen Familie, lebt Malina im Verborgenen. Als mythische Gestaltwandlerin ist sie immer auf der Flucht, denn die Jäger des Königs sehen in ihr eine wertvolle Beute. Gerade als sie glaubt, ein sicheres Zuhause gefunden zu haben, beginnt ihre Vergangenheit, sie einzuholen.
Ihr Bruder taucht aus dem Nichts auf und bittet um Hilfe, während der Mann, der sie zutiefst verletzt hat, immer näherkommt. Malina muss sich entscheiden, bleibt sie in ihrem Versteck, oder tritt sie aus dem Schatten und breitet die Flügel aus?

Ich persönlich fand den Einstieg in "Das Herz der Greifin" etwas holprig, weil hier das Worldbuilding gerne etwas aussagekräftiger hätte sein können. Mich hat auch etwas irritiert, in welcher Zeit die Geschichte spielt, da Malina in einer Hütte mit Feuerstelle, aber scheinbar ohne Möbel lebt, es später aber wirkt, als spiele es in einer jüngeren Zeit.
Die Sprache der Geschichte ist einerseits sehr einfach gehalten, sodass man regelrecht durch die Seiten fliegt, andererseits wirken die Dialoge für mich aufgrund der Wortwahl manchmal etwas aufgesetzt u. "geschwollen". Die Geschichte wird dabei abwechselnd aus drei personalen Er-/Sie-Erzählerperspektiven erzählt (Malina, Jahro, LillyAnn).

Jahro, den Leoparden-Gestaltwandler, mochte ich tatsächlich als Charakter sehr gerne, weil man wirklich merkt, dass er versucht, Malina vor dem König zu beschützen, aber ihr im Gegenzug auch mit ihrer Mutter (u. später Xander) helfen will. Warum Jahro nicht einfach mit der Sprache rausrückt, weshalb er Malina damals vermeintlich verraten hat u. sie das während des Plots immer noch glaubt, war mir aber ein Rätsel. Seine Beweggründe wären nämlich absolut nachvollziehbar u. auch Malina würde das, meiner Meinung nach, verstehen.

Malina ist nämlich für mich das "Problematische" an der Geschichte. Einerseits ist sie immer noch sauer u. verletzt aufgrund von Jahros vermeintlichem Verrat, andererseits tut sie sich mit ihm zusammen, zickt aber dann gefühlt die ganze Zeit nur rum, wenn sie wieder Flashbacks hat. Dann hasst sie ihn, will ihn zur Rede stellen, aber im nächsten Moment schlafen sie miteinander.
Für mich war Malina deshalb wirklich sehr anstrengend u. unberechenbar u. ich konnte Jahros Faszination für sie (charakterlich) nicht nachvollziehen (außer weil er an damals anknüpfen will).
Von daher war für mich die Chemie zwischen den beiden leider nicht greifbar, weshalb ich die Sex-Szenen an den besagten Stellen überhaupt nicht passend fand.

Im etwa letzten Drittel nimmt die Handlung dann richtig an Fahrt auf u. wird dermaßen fesselnd, dass man unbedingt dranbleiben möchte, vor allem als der geheimnisvolle Rokan auftaucht. Ein Ereignis folgt dem nächsten u. als Malina u. Jahro in Thorim ankommen, kommt es zum packenden Showdown, der einen mit einem Cliffhanger u. Neugierde auf Band 2 zurücklässt.

Insgesamt ein interessanter Romantasy-Auftakt, der für mich zwar ein paar kleinere Schwächen aufweist, aber dennoch schön zu lesen ist.

Ich gebe dem Buch 3 von 5 Sternen!


Zitat: Isabell Bayer: Das Herz der Greifin, S. 42

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Veröffentlicht am 14.02.2025

"Jeder, der dich nicht in seinem Leben haben möchte, ist nicht ganz dicht, okay?"

Drive Me Crazy
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Obwohl ich mich aufgrund des Klappentextes und des Hauptthemas "Formel 1" sehr auf "Drive me Crazy" von Carly Robyn gefreut habe, konnte mich das Buch leider nur bedingt überzeugen. Es ist eine süße Lektüre ...

Obwohl ich mich aufgrund des Klappentextes und des Hauptthemas "Formel 1" sehr auf "Drive me Crazy" von Carly Robyn gefreut habe, konnte mich das Buch leider nur bedingt überzeugen. Es ist eine süße Lektüre für zwischendurch, allerdings habe ich mir mehr erwartet.

Herzlichen Dank an S.Fischer-Verlage für das Rezensionsexemplar!

Klappentext:
Ella sehnt sich nach einem Neuanfang, nachdem sie ihren Sport-Podcast verloren hat. Da kommt das Angebot, die Biographie des Formel-1-Weltmeisters Blake Hollis zu schreiben, genau richtig. Eine Saison lang wird sie den attraktiven Briten rund um den Globus begleiten und in seine glamouröse Welt eintauchen. Doch schnell erkennt sie, vor welcher Herausforderung sie steht: Blake sträubt sich, mit ihr zu sprechen und ihr einen tieferen Einblick in sein Leben zu gewähren. Aber so leicht gibt sie nicht auf! Und von Grand Prix zu Grand Prix entdeckt sie eine neue Facette an Blake und muss sich eingestehen, dass sie seine Nähe genießt – auch abseits der Rennstrecke …

Der Einstieg in "Drive me Crazy" fiel mir durch den Schreibstil tatsächlich nicht ganz so leicht, ich musste mich erst daran gewöhnen, aber nach einigen Seiten ging es dann auch. Da es sich ursprünglich um ein amerikanisches Buch handelt, kann das aber auch an der Übersetzung liegen. Die Geschichte wird alternierend aus den Ich-Perspektiven von Ella u. Blake erzählt. Ella ist das typische Sunshine-Girl in der Geschichte, wohingegen Blake der Grumpy Guy ist.

Ella mochte ich als Protagonistin total gerne, weil sie ehrgeizig u. stark ist, u. trotz ihrer problematischen Vergangenheit mit ihrem alten Arbeitgeber nach vorne blicken will. Sie hat immer einen frechen Spruch auf den Lippen u. kann Blake auch sehr gut kontern.
Blake, wie soll es bei dem Trope auch anders sein, ist dagegen der verschlossene, grummelige Formel1-Fahrer, den Ella für die Biographie begleiten soll. Man lernt sein wahres Ich im Laufe des Buches kennen, was ihn dann aber umso sympathischer macht u. einen dahinschmelzen lässt.
Die Beziehung zwischen den beiden entwickelt sich erst nach u. nach u. wird später auch tiefgründig, auch wenn von Anfang an die Fetzen fliegen u. man merkt, dass sie sich gegenseitig echt gerne auf die Palme bringen.

Was mir an der Geschichte dagegen weniger gefallen hat (u. deshalb auch der Punkteabzug), war die Tatsache, dass die Geschichte für mich an vielen Stellen sehr sprunghaft war. Erst ist Ella hier, dann plötzlich an einem anderen Ort. Das mag dem geschuldet sein, dass bei der Formel1 die Destinationen auch wöchentlich wechseln, aber für mich hat es das schwer gemacht, so richtig in die Geschichte abzutauchen. An anderen Stellen dagegen ist der Plot dann etwas langgezogen, ohne dass etwas vorwärtsgeht. Das hat mein Leseerlebnis deutlich eingeschränkt, obwohl ich die Grundidee u. die Geschichte von Ella u. Blake wirklich mochte.
Schön fand ich deshalb auch, dass die Autorin nicht nur die Highlights der Formel1 , sondern auch die Schattenseiten aufzeigt.

Insgesamt deshalb für mich nur ein bedingt gelungener Roman, der aber ganz nett für zwischendurch ist!

Ich gebe dem Buch 3 von 5 Sternen!



Zitat: Carly Robyn: Drive me Crazy, S. 248

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Veröffentlicht am 28.01.2024

"Sie wussten nichts. Weil er nichts erzählt hatte. All die Jahre hätte er sie warnen können."

Tintenwelt 4. Die Farbe der Rache
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Obwohl ich mich tierisch auf den 4. Teil der "Tintenwelt"-Reihe von Cornelia Funke gefreut habe, weil ich die Bücher als Jugendliche verschlungen u. geliebt habe, konnte mich der neue Band "Die Farbe der ...

Obwohl ich mich tierisch auf den 4. Teil der "Tintenwelt"-Reihe von Cornelia Funke gefreut habe, weil ich die Bücher als Jugendliche verschlungen u. geliebt habe, konnte mich der neue Band "Die Farbe der Rache" nur bedingt überzeugen. Obwohl es schön war, wieder in die altbekannte Welt einzutauchen u. Figuren wiederzusehen, hat für mich das gewisse Etwas gefehlt, was die anderen Bände so ausgemacht. Kaum Hindernisse, kaum Spannung, alles viel zu schnell abgehandelt u. gelöst.

Herzlichen Dank an Lovelybooks.de u. den Dressler-Verlag für das Rezensionsexemplar im Zuge der Lovelybooks-Verlosung!

Klappentext:
Fünf Jahre sind seit den Geschehnissen in "Tintentod" vergangen. Fünf glückliche Jahre. Aber dann wird Eisenglanz gesichtet, der Glasmann von Orpheus, dem erbitterten, silberzüngigen Feind von Meggie, Mo und Staubfinger. Der Grund: Orpheus plant Rache an allen, die ihn zu Fall gebracht haben, doch vor allem an Staubfinger, und er nutzt einen furchtbaren Zauber. Sind Bilder mächtiger als Worte? Staubfinger zieht aus, die Antwort zu finden. Der Schwarze Prinz aber macht sich auf die Jagd nach Orpheus.

Zu Anfang: Wer Interesse an "Die Farbe der Rache" hat, sollte auf alle Fälle die ersten drei Teile im Vorfeld lesen. Auch wenn es eine Zusammenfassung mit den wichtigsten Inhalten zu Beginn der Geschichte gibt, reicht die meines Erachtens für vollkommen Unwissende nicht aus, um die Handlung zu verstehen (Ich selbst habe mich da schon schwer getan).

Der Einstieg in die Geschichte fiel mir zwar durch den Schreibstil der Autorin sehr leicht, andererseits habe ich mich - trotz Zusammenfassung - etwas schwer getan, weil mir zwar die Figuren vertraut waren, ich aber die Geschichte schon vor mehr als einem Jahrzehnt gelesen hatte.
Dieses Mal erleben wir die Geschichte rein aus Staubfingers Sicht u. auch die Handlung spielt komplett in der Tintenwelt. Das Eintauchen ist wie das Wiedersehen mit altbekannten Freunden, auch wenn mir trotzdem etwas gefehlt hat. Trotz fantastischer als auch spannender Elemente konnte mich die Fortsetzung nur bedingt überzeugen.
Statt Mo und Staubfinger reisen im 4. Teil nur Staubfinger u. Nyame durch die Tintenwelt, um ihre Freunde zu retten. Doch dieses Mal steht nicht die Kraft der Worte im Vordergrund, sondern die Macht von Bildern.

Funke führt im neuen Buch außerdem interessante Charaktere ein, zu denen ich mir aber insgesamt mehr Hintergrundinformationen gewünscht hätte. Es wurde zwar immer kurz erklärt, wer sie sind, welche Rolle sie einnehmen, aber insgesamt wurde alles für meinen Geschmack zu schnell abgehandelt.
Auch nimmt die Fahrt gegen Ende hin zwar an Fahrt auf u. es passiert mehr als im Rest vom Buch, aber es wurde alles sehr schnell gelöst. Große Hindernisse kamen dementsprechend kaum vor.

Insgesamt war es schön, wieder in die Tintenwelt einzutauchen, allerdings für mich kein Muss der Reihe.

Ich gebe dem Buch 3 von 5 Sternen.

Zitat: Cornelia Funke: Die Farbe der Rache, S. 61

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Veröffentlicht am 02.08.2023

„Sch*** auf das geplante Archäologiestudium, ich würde Hebamme werden.“

Storchenherzen
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Wer einen durchaus amüsanten, mir persönlich aber etwas zu seichten Unterhaltungsroman sucht, der so dahinplätschert, ist mit „Storchenherzen“ von Fritzi Teichert genau richtig. Obwohl mich Klappentext ...

Wer einen durchaus amüsanten, mir persönlich aber etwas zu seichten Unterhaltungsroman sucht, der so dahinplätschert, ist mit „Storchenherzen“ von Fritzi Teichert genau richtig. Obwohl mich Klappentext und Cover sofort angesprochen haben und mich auch das Hebammen-Thema sehr interessiert hat, konnte mich der Roman aufgrund der beiden anstrengenden Protagonistinnen nur bedingt überzeugen.

Herzlichen Dank an den dtv-Verlag für das bereitgestellte Rezensionsexemplar!

Klappentext:
Helga betreibt zusammen mit Kollegin Monika eine kleine Hebammenpraxis. Zwar liebt Helga ihren Job, aber nicht alle werdenden Mütter können mit ihrer ruppigen Art etwas anfangen. Zum Glück taucht Madita auf: Sie ist seit Kurzem ausgebildete Hebamme, zwanzig Jahre jünger und strotzt vor Tatendrang.
Helga ist entsetzt: Madita redet ohne Punkt und Komma, ist ekelhaft fröhlich und macht laufend esoterische Verbesserungsvorschläge. Zu allem Überfluss hat Helga eine handfeste Ehekrise …
Auch für Madita ist der Start ruckelig: An ihrem ersten Tag verursacht sie beinahe einen Unfall: Doch statt der Versicherung tauchen plötzlich lästige Verliebtheitsschmetterlinge auf …

Man steigt als Leser sehr schnell u. leicht rund um den Alltag von Helga u. Madita ein, aus deren beider Ich-Perspektiven die Geschichte erzählt wird. Dabei lernen wir Helga als etwas mürrische u. ruppige Person kennen, die für meinen Geschmack etwas zu unsensibel für ihren Beruf als Hebamme ist. Das bessert sich zwar im Laufe der Geschichte, Helga bleibt für mich aber dennoch unsympathisch.
Madita hingegen ist die Fröhlichkeit in Person, deswegen auch um einiges sympathischer als Helga. Allerdings ist Madita an der ein oder anderen Stelle durch ihre quirlige u. plapperhafte Art etwas gewöhnungsbedürftig…

Die Geschichte rund um Helga u. Madita plätschert so dahin. Während Helga mit ihrer zerbrechenden Ehe u. einem Umzug in eine neue Wohnung zu kämpfen hat, muss die teilweise etwas chaotische Madita mit ihren äußerst ordnungsliebenden neuen Mitbewohnern klarkommen. Hauptsächlich dreht sich die Story um den Hebammenalltag mit all den Problemen u. Sorgen, mit denen die schwangeren Patientinnen des „Storchennests“ so zu kämpfen haben.

Insgesamt wirklich ein netter Unterhaltungsroman für zwischendurch, der durchaus Spaß macht, wenn man mit den beiden gegensätzlichen, aber auch anstrengenden Protagonistinnen klarkommt.

Ich gebe dem Buch 3 von 5 Sternen!


Zitat: Fritzi Teichert: Storcheherzen, S. 11

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Veröffentlicht am 23.12.2022

"Mein Detektivspürsinn erwachte zum Leben. Es gab ein Rätsel zu lösen. Da war ich mir sicher. Die Frage war nur welches."

The Secret of St. Andera
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Wer einen Mystery-Collegeroman sucht, ist mit "The Secret of St. Andera" von Tanja E. Huber genau richtig! Den Leser erwarten seltsame Phänomene u. eine Protagonistin, die sich nicht unterkriegen lässt!

Herzlichen ...

Wer einen Mystery-Collegeroman sucht, ist mit "The Secret of St. Andera" von Tanja E. Huber genau richtig! Den Leser erwarten seltsame Phänomene u. eine Protagonistin, die sich nicht unterkriegen lässt!

Herzlichen Dank an Tanja für das Rezensionsexemplar!

Kurz zur Story:
Die gebürtige Salzburgerin Cassie begibt sich für ein Auslandssemester nach New York, um dort auf die Privatuniversität St. Andera zu gehen, die auch bereits ihre Schwester Jess besucht. Dort angekommen muss sie allerdings feststellen, dass sich Jess völlig verändert hat. Schnell lernt sie auch den gut aussehenden Niklas kennen, der ihr als Mentor zugewiesen wird, aber dennoch auf Abstand zu Cassie gehen will. Hinzukommt, dass anscheinend die gesamte Universität ein dunkles Geheimnis bewahrt, über das niemand sprechen möchte, und immer wieder Studenten verschwinden. Cassies Spürsinn ist geweckt, denn sie will natürlich unbedingt herausfinden, warum sich alle an der Universität so seltsam verhalten…

Zugegebenermaßen fiel mir der Einstieg in die Geschichte sehr leicht. Man findet sich schnell in der Welt rund um die Privat-Unversität St. Andera zurecht, auch wenn einem als Leser, und auch Cassie, manche Dinge schon etwas seltsam vorkommen: Angefangen bei den komischen, warmen Wetterverhältnissen, obwohl es Herbst/Winter ist, dann über die dauernd verschwindenden Studenten u. zuletzt, dass sich scheinbar alle Studenten an der Universität furchtbar schräg u. teilweise echt unsympathisch verhalten.
Am Ende, wenn die Geschichte aufgelöst wird, wird dann auch klar, warum alles so kam, wie es kam. Aber dennoch hat mich das Verhalten von einigen Handlungsfiguren echt gestört. Aus diesem Grund habe ich auch nicht verstanden, warum Cassie nicht einfach ihre Koffer gepackt hat u. wieder nach Salzburg zurückgekehrt ist. Denn nicht einmal ihre eigene Schwester (!) empfängt Cassie herzlich, sondern ab dem ersten Tag an wird sie von dieser nicht wie eine Schwester, sondern eine lästige u. nicht ernst zu nehmende Kontrahentin behandelt. Dazukommen noch demütigende, abwertende u. verachtende Verhaltensweisen von bspw. Michael, Melissa, Niklas oder auch zu anfangs Amanda - u. ab da habe ich nicht mehr verstanden, warum Cassie bleibt. Detektivspürsinn hin oder her. Der Titel des Romans ist hier echt Programm
Auch wenn sie vor ihrer Vergangenheit davonzulaufen versucht, hätte ich an ihrer Stelle trotzdem meine Sachen gepackt u. wäre an eine andere Unversität geflüchtet. Wie gesagt, zumal nicht einmal ihre eigene Schwester über ihre Anwesenheit erfreut ist.
Von daher bewundere ich hier Cassie für ihre Stärke, ihre Geduld u. ihr Durchhaltevermögen u. v. a. dass sie sich dabei nicht unterkriegen lässt u. auf ihr Bauchgefühl hört, dass ihr sagt, dass da DEFINITIV irgendetwas nicht stimmt

Am Ende des Lesens hätte ich es tatsächlicher spannender gefunden, wenn der Prolog ohne Namen abgelaufen wäre, das hätte die Spannung nochmal um einiges erhöht!

Leider Gottes haben mir die vielen Rechtschreib- u. Grammatikfehler den Lesefluss deutlich erschwert, obwohl ich von der Autorin persönlich weiß, dass sie diese mittlerweile in der 2. Auflage des Prints u. in ihrer E-Book-Variante ausgebessert hat. Dennoch war das für mich sehr störend, weil, für meinen Geschmack, wirklich viele Fehler vorkamen.
Die Fehler ändern aber nichts an der wirklich soliden Story!

Insgesamt ein guter Mystery-Roman für zwischendurch, der einige Überraschungen bereithält - Durchhalten lohnt sich trotz meiner kleinen Kritikpunkte

Ich gebe dem Buch 3 von 5 Sternen!

Zitat: Tanja E. Huber: The Secret of St. Andera, S. 48

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