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Veröffentlicht am 16.02.2025

Dark Desire: Fesselnde Spannung mit Schattenseiten

Dark Desire
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Jane S. Wondas Dark Desire setzt die Geschichte von Florence, Alec und Davies fort und knüpft nahtlos an die düstere Atmosphäre des ersten Bandes an. Die Spannung bleibt hoch, und der flüssige Schreibstil ...

Jane S. Wondas Dark Desire setzt die Geschichte von Florence, Alec und Davies fort und knüpft nahtlos an die düstere Atmosphäre des ersten Bandes an. Die Spannung bleibt hoch, und der flüssige Schreibstil sorgt dafür, dass man das Buch schnell durchliest. Doch trotz der faszinierenden Dynamik zwischen Alec und Davies – die oft reizvoll, aber auch schwer nachvollziehbar ist – lässt mich die Geschichte zwiegespalten zurück.

Ein großes Problem für mich ist das Frauenbild, das im Buch vermittelt wird. Florence lässt Dinge mit sich geschehen, die ich weder nachvollziehen noch gutheißen kann. Ihre Handlungen wirken oft unlogisch, was die Identifikation mit ihr als Protagonistin erschwert. Auch die Dialoge wiederholen sich häufig, wodurch die Handlung an Tiefe verliert.

Trotz dieser Kritikpunkte bleibt die Neugier, wie sich die vielen losen Fäden am Ende zusammenfügen werden. Wonda versteht es, mit Andeutungen und Geheimnissen Spannung aufzubauen. Doch ob ich die Reihe tatsächlich fortsetzen möchte, weiß ich nach wie vor nicht. Zwar reizt mich der Abschluss der Geschichte, aber die genannten Schwächen mindern den Lesegenuss erheblich.

Insgesamt ist Dark Desire eine fesselnde, aber durchwachsene Fortsetzung, die viel Potenzial hat, jedoch an einigen wichtigen Punkten scheitert.

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Veröffentlicht am 06.07.2025

Windstärke 17“ – Ein zäher Kampf gegen den Lesesturm

Windstärke 17
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Ich habe mir von Windstärke 17 ein spannendes Leseerlebnis erhofft – schließlich klingt der Titel nach Abenteuer und Dramatik. Leider blieb das Buch weit hinter meinen Erwartungen zurück. Schon nach den ...

Ich habe mir von Windstärke 17 ein spannendes Leseerlebnis erhofft – schließlich klingt der Titel nach Abenteuer und Dramatik. Leider blieb das Buch weit hinter meinen Erwartungen zurück. Schon nach den ersten Kapiteln hatte ich das Gefühl, dass sich die Handlung endlos zieht. Die Autorin (oder der Autor) verliert sich immer wieder in gleichen Beschreibungen und Gedankengängen, sodass kaum Spannung aufkommt.

Was mich besonders gestört hat, waren die ständigen Wiederholungen. Es wirkte, als ob die gleichen Szenen, Sorgen oder Naturbeschreibungen immer wieder aufgewärmt wurden, ohne dass die Geschichte wirklich vorankam. Das Lesen wurde dadurch mühsam, und ich musste mich oft zwingen, weiterzumachen.

Auch mit dem Schreibstil bin ich nicht warm geworden. Er wirkte auf mich schwerfällig und wenig fesselnd. Statt eines packenden Erzählflusses fühlte es sich eher an, als würde ich mich durch dichte, belanglose Passagen kämpfen.

Nach all der Mühe hatte ich wenigstens auf ein lohnendes Ende gehofft. Doch auch das Finale hat mich enttäuscht – es wirkte auf mich unbefriedigend und hinterließ mehr offene Fragen als Antworten. Es fehlte die emotionale Wucht oder der Aha-Moment, der eine lange Lektüre am Schluss doch noch rechtfertigen könnte.

Alles in allem war Windstärke 17 für mich ein zähes Buch, das ich nur mit viel Durchhaltevermögen beendet habe. Ich hätte mir mehr Dynamik, weniger Wiederholungen und ein runderes Ende gewünscht.

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