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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 02.11.2025

War eher nicht so mein Fall

Mornings in Boston - The Stories We Tell
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Eigentlich hörte sich das Buch für mich sehr vielversprechend an. Eine junge Frau, die ihren Traum lebt, während sie einen Schicksalsschlag verarbeitet und berufliche Enemies-to-Lovers hörte sich erstmal ...

Eigentlich hörte sich das Buch für mich sehr vielversprechend an. Eine junge Frau, die ihren Traum lebt, während sie einen Schicksalsschlag verarbeitet und berufliche Enemies-to-Lovers hörte sich erstmal gut an. Der Vibe der Geschichte war dann aber irgendwie nicht so ganz meins und das Buch hat mich nicht so richtig erreicht. Besonders auch emotional hab ich mich gar nicht abgeholt gefühlt.

Auch kitschige Kosenamen können nicht darüber hinwegtäuschen, dass Connor sich wie der letzte Abschaum verhält. Ich fand diesen Konkurrenzkampf, von dem Penelope nicht mal wusste, dass er stattfindet, total überzogen.
Connor klingt wie ein Typ, den man nicht mal mit der Kneifzange anfassen will, seine Ego-Tour hat mir echt den Ick gegeben. Null mein Fall.

Dafür fand ich Penelope umso sympathischer. Und die Clique bestehend aus Penelope, Scarlet und Grayson ist einfach göttlich.
Ein bisschen traurig war ich, dass man vom Vibe der Stadt kaum was mitbekommt. Und auch das durchaus ernste Thema, welches mit Penelopes Schwester aufgegriffen wird, kommt nicht so recht zum tragen.

Die Geschichte setzt viel aus Connors Charme, der bei mir einfach nicht angekommen ist und die Spannung, die zwischen den Protas herrscht und durch ziemlich klischeehafte Situationen befeuert wird. Und dass er sie plötzlich mag, nachdem sie zuerst was nettes, selbstloses für ihn getan hat. Weiß nicht… Hab ich ehrlich gesagt einfach nicht gefühlt.

Vom Schreibstil her voll in Ordnung, liese sich leicht und flüssig. Ich fands ok, aber es mich nicht abgeholt.

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Veröffentlicht am 27.04.2025

Leider gar nicht meins

Die zehntausend Türen
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Ich hatte vor nicht allzu langer Zeit schonmal ein Buch der Autorin gelesen und war aber nur mäßig begeistert gewesen. Für mich war es damals weit hinter dem ausgelösten Hype und meiner Erwartung zurückgeblieben. ...

Ich hatte vor nicht allzu langer Zeit schonmal ein Buch der Autorin gelesen und war aber nur mäßig begeistert gewesen. Für mich war es damals weit hinter dem ausgelösten Hype und meiner Erwartung zurückgeblieben. Jetzt klang „Die zehntausend Türen“ aber doch interessant für mich- handlungstechnisch irgendwo zwischen Märchen und Gothic Novel angesiedelt und ich wollte mit der Autorin nochmal einen zweiten Versuch wagen. Bin nun sicher: ihr Schreibstil ist einfach nicht meins.

Ich fand die Erzählweise wieder seltsam unnahbar. Auch in dieser Geschichte steht im Zentrum ein Nobody- ein mutterloses Mündel, vom Vater zurückgelassen und der Gnade seines Gönners ausgeliefert, einsam und verlassen. Und doch ist da etwas besonderes an diesem Mädchen, dass die Ereignisse der Geschichte ins Rollen bringt.

Parallel gibt es eine Geschichte innerhalb der Geschichte, deren Verbindung zur Haupthandlung sich schleichend offenbart. Solche Stilelemente mag ich normalerweise ganz gern, aber hier las sich das teilweise sehr zäh. Generell kommt die Handlung eher schleppend in Fahrt, während manche Szenen geradezu überzogen wirkten. Ich bin einfach nicht in den Flow der Geschichte reingekommen.

Die Idee mit den Türen hatte mir an sich ganz gut gefallen und ich mochte den Fantasycharakter der Handlung. Die Figuren waren mir aber zu blass und ich hatte manchmal Schwierigkeiten der Logik der Geschichte so wirklich zu folgen.

Ich glaube die Autorin und ihre Geschichte haben sicherlich ihr Publikum. Ich seh schon, worin der Reiz dieser Art von Geschichten liegen könnte, mich begeistert das aber leider eher nicht.

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Veröffentlicht am 13.04.2025

Für mich eher ein maues Leseerlebnis

Paganinis Fluch
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Ich fand die Geschichte etwas unübersichtlich, es gibt viele Handlungsstränge und Perspektiven, die sich durch das Buch ziehen und nicht alle davon fand ich unbedingt interessant. Zum Beispiel die Fluchtgeschichte ...

Ich fand die Geschichte etwas unübersichtlich, es gibt viele Handlungsstränge und Perspektiven, die sich durch das Buch ziehen und nicht alle davon fand ich unbedingt interessant. Zum Beispiel die Fluchtgeschichte rund um Penny und Björn fand ich sehr repetitiv.

Dagegen kam mir alles rund um die Teufelspakte fast schon zu kurz. Die werden zwar am Ende kurz erklärt, aber da war der Reiz des ganzen ja quasi schon vorbei. Gefühlt war die Geschichte einfach zu überladen, wodurch die einzelnen Elemente nicht wirklich in Szene gesetzt werden konnten.

Ich war auch überrascht, wie hier ein doch recht ernstes, brisantes Thema untergebracht wurde. Lange war ich mir nicht unbedingt sicher, worauf das ganze hinauslaufen sollte, aber an sich steckte da schon Potential drin und war gegen Ende auch wirklich spannend. Ein stärkerer Fokus darauf hätte mir gut gefallen

Gekonnt fand ich, wie hier Saga Bauer in die Geschichte eingeführt wurde. Bei der Art, wie sie immer wieder unterschätzt wird, musste ich so manches Mal den Kopf schütteln, aber wie sie sich gekonnt wehrt, den Fall übernimmt und zeigt was sie drauf hat, deutet schon darauf hin, dass man bei dieser Figur noch einiges erwarten kann.

Insgesamt fand ich die Story leider etwas langatmig und der Plot hat mich zwischendurch einfach immer wieder verloren. Nach dem soliden Auftaktband war dieser zweite Band eher nicht so nach meinem Geschmack.

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Veröffentlicht am 28.03.2025

Buchige Familiengeschichte

Der verschwundene Buchladen
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„Der verschwundene Buchladen“ hat einfach eine wunderschöne Aufmachung und ich fand, dass die Geschichte sich super interessant anhörte. Ich mag buchige Geschichten eh super gerne und fand die Idee rund ...

„Der verschwundene Buchladen“ hat einfach eine wunderschöne Aufmachung und ich fand, dass die Geschichte sich super interessant anhörte. Ich mag buchige Geschichten eh super gerne und fand die Idee rund um den geheimnisvollen Buchladen richtig cool.

Die Geschichte wird in zwei Zeitebenen erzählt, fokussiert sich in der Vergangenheit auf Opaline, während in der Gegenwartshandlung die Erzählperspektive zwischen Henry und Martha wechselt. Ich muss sagen, dass ich die Story rund um Opaline ein bisschen interessanter fand. Nicht nur, weil sie für eine Frau ein sehr bewegendes und unkonventionelles Leben führte, sondern auch, weil ihr Schicksal super dramatisch ist. Dass es da zum Ende hin, deutlich größere Zeitsprünge gab, fand ich dann fast ein bisschen schade, weil man das Gefühl hatte, dass da einiges verloren ging, Sachverhalte nicht erklärt wurden und irgendwie lose in der Luft hingen. Außerdem wurde es da am Ende super wild, was die familiären Verstrickungen anging.

Mit Henry und Maggie hab ich mich ein bisschen schwergetan. Henry ist halt ein klassischer privilegierter Träumer- bei ihm läuft halt alles ganz reibungslos und wie von selbst, während Maggie die klassische, vom Schicksal gebeutelte Frau ist, die mit und unter Henrys Aufmerksamkeit und Ermutigung aufblüht. Ja ne, weiß ich jetzt auch nicht. Irgendwie finde ich das immer so unauthentisch. Und wie sie dann von ihrer Vergangenheit eingeholt wird, erinnert ein bisschen an so ein Nicholas Sparks Buch.

Dern Buchladen als eigenwilligen, magischen Ort fand ich dann aber richtig cool, das hätte man für meinen Geschmack sogar noch stärker ausbauen und einbinden können. Denn obwohl er titelgebend ist, rückt er eigentlich völlig aus dem Fokus und findet immer mal nur in Nebensätzen überhaupt Erwähnung.

Teilweise plätscherte mir die Geschichte ein bisschen zu sehr dahin und bestimmte Elemente, wie die Suche nach Emily Brontes Manuskript fand ich eher langatmig dargestellt. Ich hatte mir insgesamt einfach eine andere Geschichte vorgestellt

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Veröffentlicht am 16.02.2025

Überraschend, aber nicht so mein Fall

LAKE – Das Haus am dunklen Ufer
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Ich kannte bisher nur „Night“ von Riley Sager, das hatte ich aber so begeistert, dass ich nun auch „Lake“ sehr gerne lesen wollte. In Sachen Atmosphäre weiß Sager einfach, was er tut, storytechnisch hat ...

Ich kannte bisher nur „Night“ von Riley Sager, das hatte ich aber so begeistert, dass ich nun auch „Lake“ sehr gerne lesen wollte. In Sachen Atmosphäre weiß Sager einfach, was er tut, storytechnisch hat er mich aber hier nicht erreichen können.

Über die erste Hälfte hat mich das Buch doch sehr stark an „Girl on the train“ erinnert, inklusive Alkoholproblem und Stalkertendenzen. Die Geschichte springt zeitlich immer etwas hin und her, beleuchtet sowohl Caseys Erinnerungen, wie auch gegenwärtige Ereignisse, die ebenfalls nochmal in Präsenz und ein „davor“ unterteilt sind. Aber in der zweiten Hälfte nimmt es eine sehr unerwartete Wendung.

Ich mochte Protagonistin Casey vor allem am Anfang wirklich gern und fand sie durch ihre ganze Situation, ihren Verlust und die offen zur Schau getragene Verletzlichkeit sehr einnehmend. Doch dann wurde sie im Handlungsverlauf einfach zunehmend obsessiv und anstrengend, auch bereits vor Katherines Verschwinden. Ich habe sie an vielen Stellen als übergriffig empfunden und die Selbstsabotage, die sich an sich selbst betrieb, war einfach nur traurig zu verfolgen.

Für meinen Geschmack gibt es in der ersten Hälfte vor allem viel Suspense aber wenig Handlung. Und gegen Ende wirds dann richtig wild, spätestens als die vermeintliche Katherine gefunden wird. Da hat die Handlung mich dann irgendwie verloren. Ich mag ja Mystery/ Gothic Novels, aber das hier hat für mich nicht funktioniert, war mir zu irrwitzig. Nicht nur wegen potentieller Geistererscheinungen, sondern auch als die Wahrheit übers Caseys Ehe und Len offenbart wird.

Kann man machen, man verpasst aber auch nichts, wenn man dieses Buch aussetzt. Man sollte beim Lesen auf jeden Fall aufgeschlossen sein.

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