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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 10.03.2025

Joar

Iron Flame – Flammengeküsst
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Etwas spät zur Party, aber gut – jetzt habe ich den zweiten Teil auch gelesen.
Kleiner Disclaimer: Leichter Spoiler!

Wo fange ich an? First things first: die Drachen. Ohne sie wäre es einfach nur halb ...

Etwas spät zur Party, aber gut – jetzt habe ich den zweiten Teil auch gelesen.
Kleiner Disclaimer: Leichter Spoiler!

Wo fange ich an? First things first: die Drachen. Ohne sie wäre es einfach nur halb so unterhaltsam. Tairns trockene Kommentare und Andarnas Teenie-Gehabe lockern die Geschichte auf und sind für mich das absolute Highlight.

Zur Story: Es ist ein ständiges Hin und Her – kann sie ihm vertrauen? Will sie ihm vertrauen? Aber er ist doch so heiß … Ja, ich konnte Violets Zwiespalt nachvollziehen, aber über diese Länge hinweg war es mir dann doch etwas zu viel.

Generell ist das Buch verdammt lang. Nicht unbedingt zäh, aber vieles hätte man straffen können. Teilweise wirkt es, als sei hier schon Vorarbeit für eine Verfilmung geleistet worden – von atmosphärischen Beschreibungen bis hin zu den Dialogen. Klar, das erzeugt auch schöne Bilder im Kopf, aber andere Autor*innen bekommen das mit weniger Worten und mehr handwerklichem Feinschliff hin.

Die Story selbst? Wenig überraschend. Selbst der Cliffhanger am Ende konnte mich nicht packen – es war nur die Frage, ob es sie oder ihn trifft.

Mit den Charakteren werde ich immer noch nicht richtig warm. Sie bleiben für mich zu oberflächlich, und über die Nebenfiguren müssen wir gar nicht erst reden. Alle sind "okay", aber es fehlt einfach an Tiefe. Weniger 🌶️ und Anziehungskraft, dafür mehr Charakterentwicklung – das wäre mein Wunsch gewesen.

Fazit: Ich verstehe den Hype, aber für mich springt der Funke nicht gänzlich über. Es ist leichte, unterhaltsame Lektüre mit einigen Schwächen. Ich werde weiterlesen, empfehlen kann ich es auch – aber nur mit Vorbehalt.

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Veröffentlicht am 26.02.2025

Spannendes Thema

Hundert Millionen Jahre und ein Tag
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Der Einstieg fiel mir nicht ganz so leicht. Ich brauchte eine Weile, um mit den Charakteren, dem Setting und dem Stil warm zu werden. Doch nach den ersten Kapiteln legte sich das, und die Geschichte entfaltete ...

Der Einstieg fiel mir nicht ganz so leicht. Ich brauchte eine Weile, um mit den Charakteren, dem Setting und dem Stil warm zu werden. Doch nach den ersten Kapiteln legte sich das, und die Geschichte entfaltete sich als wirklich interessant.

Das Buch ist sehr atmosphärisch – man spürt die Anstrengung des Bergsteigens, die Aufregung der Suche und das wachsende Zusammengehörigkeitsgefühl der wilden Truppe. Immer wieder werden Rückblicke in die Kindheit des Protagonisten eingestreut, die ich besonders spannend fand. Sie erzählen eine ganz eigene Geschichte – über das Erwachsenwerden und Abgrenzen.

Die Charaktere sind eine bunte, teils kauzige Truppe. Jeder für sich ist ein Unikat, und gemeinsam ergeben sie eine unterhaltsame Mischung, die perfekt ins Setting passt.

Mit dem Ende konnte ich mich allerdings nicht ganz anfreunden. Es zog sich für meinen Geschmack etwas zu sehr, und ein etwas abrupterer Schluss – vielleicht 30 Seiten früher – hätte mir besser gefallen.

Dennoch ist es ein lesenswertes Buch mit einem erfrischend anderen Thema, das für Abwechslung sorgt.

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Veröffentlicht am 17.02.2025

Schwer einzuordnen

Die schönere Lüge
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Lange ist es her, dass es mir so schwerfiel, eine Rezension zu einem Buch zu schreiben. Das Cover und der Titel haben mich sofort angesprochen, und auch der kurze Klappentext weckte meine Neugier. Den ...

Lange ist es her, dass es mir so schwerfiel, eine Rezension zu einem Buch zu schreiben. Das Cover und der Titel haben mich sofort angesprochen, und auch der kurze Klappentext weckte meine Neugier. Den ausführlicheren Text im Inneren habe ich hingegen erst sehr spät gelesen – warum auch immer.

Ich hatte keinerlei Erwartungen an das Buch, doch schon zu Beginn fragte ich mich: Was lese ich hier? Wohin soll das führen? Tatsächlich wurde mir das Ziel erst sehr, sehr spät klar – was aber überraschenderweise ziemlich unterhaltsam war.

Man begleitet eigentlich drei Frauen und nicht nur die beiden Freundinnen, die Filme drehen. Filmproduktion spielt eine zentrale Rolle, und anfangs fand ich die detaillierten Beschreibungen spannend – doch irgendwann verlor sich das Buch für meinen Geschmack zu sehr in technischen Details. Deutlich besser gefiel mir die Nebenhandlung rund um eine Frau, die Telefonate mit berühmten Filmgrößen führt. Diese Szenen haben mir über die teils zähen Passagen hinweggeholfen.

Die drei Frauen blieben für mich insgesamt recht distanziert – alle auf ihre Weise undurchsichtig und schwer greifbar. Besonders Meadow, die zwar exzentrisch wirkt, aber dabei auch künstlich und aufgesetzt erscheint. Kurz gesagt: Es fiel mir schwer, eine emotionale Verbindung zu den Charakteren aufzubauen.

Die Handlung selbst ist stellenweise unübersichtlich und nicht immer klar zeitlich einzuordnen, schafft es aber dennoch, unterhaltsam zu bleiben. Ab dem Moment, in dem Haupt- und Nebenstrang zusammenlaufen, wird es auf jeden Fall interessanter – allerdings passiert das erst im letzten Drittel.

Ein wirkliches Fazit fällt mir schwer. Das Buch hat Längen, aber auch unterhaltsame Passagen. Und selbst nach mehreren Tagen frage ich mich noch immer: Was habe ich da eigentlich gelesen? Also kann ich nur anraten: Falls es dir in die Hände fällt – einfach mal ausprobieren!

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Veröffentlicht am 05.02.2025

Langatmig, aber gutes Finale

Nevernight - Das Spiel
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Der Einstieg fiel mir sehr leicht – durch die Charaktervorstellung wird gleichzeitig Band eins kurz zusammengefasst. Dadurch ist eine längere Pause zwischen den Bänden nicht allzu schlimm.

Besonders gelungen ...

Der Einstieg fiel mir sehr leicht – durch die Charaktervorstellung wird gleichzeitig Band eins kurz zusammengefasst. Dadurch ist eine längere Pause zwischen den Bänden nicht allzu schlimm.

Besonders gelungen fand ich erneut den Mix aus Rückblenden und Gegenwart zu Beginn, die sich immer mehr annähern, bis die Handlung etwa ab der Hälfte nur noch in der Gegenwart spielt.

Die Story ist anfangs spannend und packend, verliert dann aber ab der Mitte deutlich an Tempo. Die langen, zähen Passagen hätten gut um 150 bis 200 Seiten gekürzt werden können. Besonders die ausführlichen 🌶️ Szenen hätten nicht unbedingt sein müssen. Zudem habe ich Herr Freundlich und Eclipse etwas vermisst – sie waren insgesamt zu passiv.

Mia als Charakter mag ich nach wie vor sehr. Ihre Entwicklung von impulsiv zu reflektierend fand ich interessant. Auch die neuen Figuren fügen sich gut ein, sorgen für Abwechslung und haben jeweils ihren eigenen Reiz. Furian war für mich das absolute Hassobjekt – großartig umgesetzt, denn eigentlich möchte man ihn die ganze Zeit nur schütteln.

Das Finale zieht sich anfangs ebenfalls etwas, doch wer durchhält, wird mit einigen Überraschungen belohnt, die die zähen Passagen schnell wieder wettmachen. Manche Wendungen habe ich kommen sehen – da wurde einfach zu deutlich Vorarbeit geleistet –, andere hingegen haben mich völlig überrascht.

Jetzt bin ich sehr gespannt auf das große Finale. Bisher kann ich beide Bände auf jeden Fall empfehlen!

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Veröffentlicht am 03.02.2025

Braucht Zeit

Sonderedition: Buchenleben
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Von Peter Wohlleben habe ich bereits mehrere Bücher gelesen und fand es immer spannend, Neues über den Wald zu erfahren. Daher war ich besonders gespannt auf sein aktuelles Werk.

Dieses Mal ist es eher ...

Von Peter Wohlleben habe ich bereits mehrere Bücher gelesen und fand es immer spannend, Neues über den Wald zu erfahren. Daher war ich besonders gespannt auf sein aktuelles Werk.

Dieses Mal ist es eher ein Roman als ein reines Sachbuch – und trotzdem lernt man einiges dazu.

Ich mag seinen Schreibstil sehr. Er ist zugänglich und macht es leicht, am Ball zu bleiben. Der Anfang hat mir besonders gut gefallen: abwechslungsreich und mit viel Witz. Es hat mir Spaß gemacht, zu rätseln, welche Waldbewohner hinter den fantasievollen Umschreibungen stecken. So werden etwa Pilze, Rehe und andere Tiere des Waldes auf kreative Weise beschrieben.

Ab etwa der Hälfte zog sich die Geschichte für mich jedoch etwas. Die Handlung kam nicht richtig voran, und die ständigen Umschreibungen wurden mir mit der Zeit etwas zu viel. „Brauner Tod“ konnte ich irgendwann einfach nicht mehr lesen.

Sehr gut gefallen haben mir die fachlichen Begleittexte zu jedem Kapitel. Ich habe sie nicht direkt nach dem jeweiligen Abschnitt gelesen, sondern erst am Ende – eben so, wie man ein Buch klassisch von vorne bis hinten liest (der innere Monk lässt grüßen).

Die Grundidee des Buches finde ich wirklich gelungen, und in vielen Punkten wurde sie auch gut umgesetzt. Vielleicht hätte ich mir einfach mehr Pausen beim Lesen gönnen sollen, damit es mir noch besser gefallen hätte. Trotzdem kann ich es empfehlen – es bietet wunderbare Einblicke und zeigt eindrucksvoll, wie wichtig jeder einzelne Baum ist.

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