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Cleopatra0103

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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 17.02.2025

Bittersüße Zeitreise

Das Leben fing im Sommer an
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Dieses Buch hat mich positiv überrascht. Der Klappentext klang schon sehr vielversprechend, die Erwartung war entsprechend hoch. Mit dem 15jährigen Chris begibt sich der Leser auf eine Zeitreise in das ...

Dieses Buch hat mich positiv überrascht. Der Klappentext klang schon sehr vielversprechend, die Erwartung war entsprechend hoch. Mit dem 15jährigen Chris begibt sich der Leser auf eine Zeitreise in das Jahr 2006. Das Sommermärchen, die erste Liebe, Freundschaft und der Traum vom Profifußballer. Der Schreibstil ist nicht unglaublich originell oder besonders einprägsam, doch die Stimmung, das Lebensgefühl dieser Zeit zwischen Kind und Erwachsenem, ist sehr gut eingegangen. Das Ringen darum cool zu sein, anerkannt zu werden und trotzdem seine eigenen Werte und Überzeugungen zu leben, ist spürbar. Ich fühlte mich bei einigen Schilderungen in meine eigene Jugend versetzt. Auch die anderen Figuren wie Johnny sind sehr gut beschrieben und als Leser fühle ich mit ihnen. Das Cover möchte ich außerdem besonders hervorheben, da es die Stimmung, das Unbeschwerte eines heißen Feriensommers und durch das Sprungbrett die Träume sehr gut einfängt. Ein luftiger Sommerroman über das Erwachsenwerden - ich war gern dabei.

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Veröffentlicht am 21.01.2025

Hochaktuell

Von Schafen und Wölfen
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Das ist mein erster Thriller von Achim Zons. Das macht aber nichts. Im Laufe der Lektüre habe ich mir zwar gedacht, dass es wahrscheinlich schon eine Handlung rund um den charismatischen Journalisten David ...

Das ist mein erster Thriller von Achim Zons. Das macht aber nichts. Im Laufe der Lektüre habe ich mir zwar gedacht, dass es wahrscheinlich schon eine Handlung rund um den charismatischen Journalisten David gegeben hat, aber das ist für die Lektor dieses Buches nicht wirklich wichtig. Die Geschichte ist schnell zusammengefasst: die Zeitung DAZ ist an einer brisanten Story dran. Der Präsidentschaftskandidat der USA leidet an einem schweren Gendeffekt. Um dieses Geheimnis zu schützen, sterben seine unehelichen Kinder und deren Mütter. Nach und nach versterben immer mehr Zeugen. Doch wird die Zeitung, die kurz vor der Übernahme durch ein amerikanisches Medienhaus ist, die Geschichte veröffentlichen? In Rückblenden erlebt der Leser die Wochen und angespannten Tage vor der alles entscheidenden Redaktionskonferenz. Seite um Seite enthüllen sich die Geheimnisse. Die junge Journalistin Emma gerät ungewollt immer tiefer in die Verstrickungen und Lügen rund um den Fall. Der Schreibstil ist packend und die Stimmung spitzt sich immer mehr zu. Die Charaktere gefallen mir, sie sind facettenreich und überraschen mit Tiefe. Ein rasanter Thriller, der sicher nicht die Realität abbildet, aber zeigt, was alles im Spiel um Macht und Nachrichten möglich ist.

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Veröffentlicht am 03.01.2025

Gänsehaut-Thriller

Minus 22 Grad
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Der Titel "Minus 22 Grad" hält was er verspricht: Ein Thriller, der für Gänsehaut sorgt. Mir gefällt besonders der sehr bildhafte Schreibstil des Autors, der die Szenen sehr intensiv vor dem geistigen ...

Der Titel "Minus 22 Grad" hält was er verspricht: Ein Thriller, der für Gänsehaut sorgt. Mir gefällt besonders der sehr bildhafte Schreibstil des Autors, der die Szenen sehr intensiv vor dem geistigen Auge entstehen lässt. Auch die Stimmung, Geräusche und Atmosphäre werden so sehr greifbar. Um was geht es: Die junge Studentin Laura verschwindet und wird in einem Käfig aus Glas gefangen gehalten. Sie hat eine Chance sich zu befreien, wenn sie das Rätsel ihrer Gefangenschaft lösen kann. Die beklemmende Situation, in der sich Laura befindet, ist sehr gut eingefangen und man fühlt sich als Leser fast selbst in diesem Glaskasten gefangen. Ganz besonders spannend fand ich die rasante Verfolgungsjagd zu Beginn des Buches. Laura bleibt mir zwar von ihren Interessen und ihrem Wesen fremd, aber in dieser Situation stieg auch mein Puls merklich an. Die Geschichte wird aus verschiedenen Perspektiven erzählt, immer wieder unterbrechen auch Tonbandaufnahmen die Handlung. Von wem stammen sie? Der zweite Erzählstrang rund um die zurückgezogen lebende Ariane und ihren mysteriösen Besucher Tom,, den sie aus einem Eisloch rettet, mag mich nicht wirklich zu überzeugen. Ariane ist ein sehr eigenwilliger Charakter, was mich allerdings gar nicht so stört. Immer wieder zeigt sie Empathie und Mitgefühl, insbesondere als sich zwei unerwartete Bewohner auf ihrem Grundstück in einem Wohnwagen niederlassen. Aber aus Tom werde ich nicht schlau, kann ihn bis zum Schluss nicht richtig einordnen und finde die Auflösung um seine Figur nicht wirklich überzeugend. Seine Motivation und Handlungsweisen finde ich wenig realistisch und nicht nachvollziehbar. Auf mich wirkt er bis zum Schluss wie ein Fremdkörper. Alle anderen Charaktere, der Ermittler Lukas, Lauras Mutter, selbst kleinere Randfiguren, die nur kurz auftauchen, finde ich sehr gelungen. Insbesondere die Episode mit dem Sportlehrer auch auch der Direktorin und der Putzfrau der Schule. Beide Handlungsstränge führen letztlich zusammen. Die Demaskierung des Entführers hatte ich ab einem gewissen Zeitpunkt so erwartet, daher fehlte mir hier der Überraschungsmoment. Die Hintergründe der Tat haben mich aber überzeugt und auch sehr berührt. Laura erscheint in einem völlig anderen Licht. Das letzte Kapitel gibt einen kleinen Ausblick auf einen weiteren Teil. Ich bin gespannt.

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Veröffentlicht am 13.12.2024

Thriller mit unerwarteten Wendungen

Wenn sie wüsste
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In diesem kleinen Thriller steckt allerhand. Viel Spannung, unerwartete Twists und eine sympathische Hauptfigur. Millie übernimmt eine Stelle als Haushälterin bei einer reichen Familie. Doch schnell entpuppt ...

In diesem kleinen Thriller steckt allerhand. Viel Spannung, unerwartete Twists und eine sympathische Hauptfigur. Millie übernimmt eine Stelle als Haushälterin bei einer reichen Familie. Doch schnell entpuppt sich die Chefin als intriganter Drachen, die ihr das Leben zur Hölle macht. Ich möchte nicht zuviel verraten, aber einige Veränderungen in den Personen sind für mich nicht wirklich nachvollziehbar, insbesondere die seltsame Tochter. Ich leide beim Lesen mit Millie. Der Schreibstil ist packend, wenn auch nicht übermäßig anspruchsvoll. Ein Thriller, der sich leicht weglesen lässt.

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Veröffentlicht am 10.12.2024

Thriller mit Atmosphäre

Die blaue Stunde
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Die blaue Stunde ist meine Lieblingszeit zwischen Tag und Nacht, Nacht und Tag. Schon deshalb war ich auf dieses Buch sehr neugierig. Das Cover mit dem geöffneten Fenster und Blick auf die Wellen unterstreicht ...

Die blaue Stunde ist meine Lieblingszeit zwischen Tag und Nacht, Nacht und Tag. Schon deshalb war ich auf dieses Buch sehr neugierig. Das Cover mit dem geöffneten Fenster und Blick auf die Wellen unterstreicht den ersten Eindruck sehr gekonnt. Die Handlung baut sich langsam auf. In einer Skulptur einer berühmten Künstlerin wird ein Menschenknochen gefunden. Die Recherche setzt nicht nur die Kuratoren und Wissenschaftler der Stiftung unter Druck sondern auch die einsame Freundin der Künstlerin. Aus verschiedenen Perspektiven und auch anhand von Briefen und Tagebucheinträgen wird das Leben und Wirken von Vanessa Chapman rekonstruiert. Dabei taucht der Leser immer tiefer in ein Dickicht aus Kunst, Inspiration und Kreativität, Lügen, Liebe und Lust ein. Was verbirgt Grace, die einzige Bewohnerin der Insel Eris? Die Figuren sind interessant, leider sind mir die wenigsten sympathisch. Das ist schade, da ich daher etwas distanziert bleibe. Die seltsame Dreiecksbeziehung zwischen dem Kunstexperten Becker, seiner Frau Helena und dem reichen Stiftungsvorstand packt mich nicht. Die Entwicklung um den gefundenen Knochen ist recht vorhersehbar. Dennoch überzeugt mich der Schreibstil, diese tolle Atmosphäre der abgelegen Insel, des Wetters und des Lichts, die wunderbar eingefangen ist und so für mich fast zum Hauptdarsteller der Buches wird.

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