Ein etwas zu gemütlicher Krimi
Tod auf St Michael’s MountDetective Chief Inspector Fiona Sutherland zieht nach Portreath in Cornwall, um ihre gescheiterte Ehe hinter sich zu lassen. Doch die Idylle trügt: Eine Leiche wird nahe St. Michael’s Mount angespült. ...
Detective Chief Inspector Fiona Sutherland zieht nach Portreath in Cornwall, um ihre gescheiterte Ehe hinter sich zu lassen. Doch die Idylle trügt: Eine Leiche wird nahe St. Michael’s Mount angespült. Der Tote ist der vermisste Unternehmer Lionnel Kellow, ein Diabetiker, dessen Notfallset leer war. Fiona vermutet Mord – doch wer hatte ein Motiv?
Angela Richfords Krimi-Debüt „Tod auf St. Michael´s Mount: Ein Cornwall-Krimi“ entwickelt sich eher gemächlich, was vor allem an Fionas neuen Kollegen liegt, die ihre Arbeit wenig engagiert angehen. Der Schreibstil der Autorin ist locker und leicht verständlich, doch echte Spannung kommt kaum auf. Stattdessen überzeugt das Buch mit einer charmanten Beschreibung der südenglischen Landschaft und lebendigen Charakterzeichnungen.
Die Handlung verläuft unspektakulär – der Täter war für mich früh offensichtlich, während DCI Sutherland lange braucht, um ihn zu entlarven. Leider hatte ich da das Gefühl, dass die Geschichte künstlich in die Länge gezogen wurde. Das Finale sorgt zum Abschluss für etwas Aufregung. Insgesamt wirkt der Krimi eher gemütlich, stellenweise sogar zu langatmig. Die Charaktere haben noch Entwicklungspotenzial, so dass eine Fortführung in eine Krimiserie denkbar wäre. Überraschend war für mich, dass es sich um eine Neuauflage des bereits 2019 erschienenen Buches handelt – eine interessante, wenn auch nicht qualitätsentscheidende Information.
Trotz höherer Erwartungen war das Buch für mich gerade noch in Ordnung, hauptsächlich wegen der idyllischen Kulisse und der sympathischen Hauptfigur.