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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 17.03.2025

Ein etwas zu gemütlicher Krimi

Tod auf St Michael’s Mount
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Detective Chief Inspector Fiona Sutherland zieht nach Portreath in Cornwall, um ihre gescheiterte Ehe hinter sich zu lassen. Doch die Idylle trügt: Eine Leiche wird nahe St. Michael’s Mount angespült. ...

Detective Chief Inspector Fiona Sutherland zieht nach Portreath in Cornwall, um ihre gescheiterte Ehe hinter sich zu lassen. Doch die Idylle trügt: Eine Leiche wird nahe St. Michael’s Mount angespült. Der Tote ist der vermisste Unternehmer Lionnel Kellow, ein Diabetiker, dessen Notfallset leer war. Fiona vermutet Mord – doch wer hatte ein Motiv?

Angela Richfords Krimi-Debüt „Tod auf St. Michael´s Mount: Ein Cornwall-Krimi“ entwickelt sich eher gemächlich, was vor allem an Fionas neuen Kollegen liegt, die ihre Arbeit wenig engagiert angehen. Der Schreibstil der Autorin ist locker und leicht verständlich, doch echte Spannung kommt kaum auf. Stattdessen überzeugt das Buch mit einer charmanten Beschreibung der südenglischen Landschaft und lebendigen Charakterzeichnungen.

Die Handlung verläuft unspektakulär – der Täter war für mich früh offensichtlich, während DCI Sutherland lange braucht, um ihn zu entlarven. Leider hatte ich da das Gefühl, dass die Geschichte künstlich in die Länge gezogen wurde. Das Finale sorgt zum Abschluss für etwas Aufregung. Insgesamt wirkt der Krimi eher gemütlich, stellenweise sogar zu langatmig. Die Charaktere haben noch Entwicklungspotenzial, so dass eine Fortführung in eine Krimiserie denkbar wäre. Überraschend war für mich, dass es sich um eine Neuauflage des bereits 2019 erschienenen Buches handelt – eine interessante, wenn auch nicht qualitätsentscheidende Information.

Trotz höherer Erwartungen war das Buch für mich gerade noch in Ordnung, hauptsächlich wegen der idyllischen Kulisse und der sympathischen Hauptfigur.

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Veröffentlicht am 19.02.2025

Mörderische Freundschaft

Last Girl Standing - Wer wird überleben?
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„Last Girl Standing“ ist ein Thriller der beiden Schwestern Lisa Jackson und Nancy Bush, der im amerikanischen Bundesstaat Oregon nahe Portland spielt. Der Klappentext weckt die Vorfreude auf einen packenden ...

„Last Girl Standing“ ist ein Thriller der beiden Schwestern Lisa Jackson und Nancy Bush, der im amerikanischen Bundesstaat Oregon nahe Portland spielt. Der Klappentext weckt die Vorfreude auf einen packenden und intensiven Inhalt: In der Schule waren sie als die „Fantastischen Fünf“ bekannt – eine Mädchen-Clique, die sowohl bewundert als auch gefürchtet wurde. Doch ihre gemeinsame Zeit endet abrupt, als eine von ihnen auf der Abschlussparty ums Leben kommt. War es ein tragischer Unfall beim Schwimmen in den Stromschnellen?

Jahre später wird der ehemalige Highschool-Schwarm Tanner, der zur gleichen Jahrgangsstufe gehörte, brutal erstochen aufgefunden. Detective Christ McCrae hegt den Verdacht, dass Tanners Mord mit den ungelösten Todesfällen innerhalb der ehemaligen Mädchen-Clique zusammenhängt. Denn der Schwimmunfall war nicht der einzige Vorfall – ein weiteres Mitglied der Gruppe kam ums Leben. McCrae vermutet, dass die Lösung des Rätsels bis zur berüchtigten Abschlussparty zurückführt. Was geschah damals zwischen Tanner und den anderen? Als eine weitere der „Fantastischen Fünf“ stirbt, wird der Fall noch mysteriöser.

Leider konnte die Geschichte meine Erwartungen nicht ganz erfüllen. Die Erzählung wechselt zwischen verschiedenen Zeiten und bietet eine Vielzahl von Protagonisten, was ein aufmerksames Lesen erforderlich macht. Zwar wird das Interesse an der Aufklärung der Todesfälle gut geweckt, doch die Erzählweise bleibt leider etwas langatmig und vermag nicht, die nötige Spannung zu erzeugen. Die dichte, fesselnde Atmosphäre, die man von einem Thriller erwartet, blieb aus, und die Erzählstruktur erinnert mich eher an einen klassischen Kriminalroman. Zudem sind die Figuren weder besonders sympathisch, noch ist ihr Handeln stets nachvollziehbar.

Die finale Aufklärung der Fälle fand ich jedoch gelungen und konnte mich am Ende wieder etwas begeistern. Insgesamt handelt es sich um eine spannende, aber stellenweise langatmige Kriminalgeschichte, der es an der nötigen Atmosphäre fehlt. Alles in allem würde ich es als ein durchschnittliches Lesevergnügen bezeichnen.

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Veröffentlicht am 31.01.2025

Gemütlicher Weihnachtskrimi

Geld oder Lebkuchen
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Die Autorin entführt uns auf meine Lieblingsinsel Sylt, wo der Rentner Ernst Mannes und seine Freunde in ein turbulentes Abenteuer geraten. Der örtliche Bankfilialenleiter hat das Spendengeld für bedürftige ...

Die Autorin entführt uns auf meine Lieblingsinsel Sylt, wo der Rentner Ernst Mannes und seine Freunde in ein turbulentes Abenteuer geraten. Der örtliche Bankfilialenleiter hat das Spendengeld für bedürftige Kinder gestohlen, also beschließen die Rentner, die Sache selbst in die Hand zu nehmen. Mit einer guten Portion Chaos, Herz, Humor und etwas Spannung entwickelt sich eine unterhaltsame Kriminalgeschichte.
Das Buch lebt von den liebenswerten Charakteren und der weihnachtlichen Adventszeit auf Sylt. Dora Heldt hat einen lockeren und leichten Schreibstil, wodurch sich das Buch schnell und angenehm lesen lässt. Es ist ein Unterhaltungskrimi, der mit einem Augenzwinkern daherkommt, und weniger ein blutiger und hochspannender Thriller. In meinen Worten: eine harmlose Kriminalerzählung auf der winterlichen Insel Sylt.
„Geld oder Lebkuchen“ eignet sich hervorragend, um in der kalten Jahreszeit noch ein wenig Weihnachtsstimmung zurückzuholen oder sich das Buch für die kommende Adventszeit auf die Leseliste zu setzen.

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Veröffentlicht am 25.01.2025

Ein Kriminalfall zwischen Spannung und Gemütlichkeit

Der Weihnachtsmordclub
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Zur Weihnachtszeit hörte ich nebenbei Der Weihnachtsmordclub von Ben Kryst Tomasson, einen Krimi, der einen komplexen Mordfall auf Sylt schildert. Die vier Freundinnen – Marijke, Witta, Alma und Grethe, ...

Zur Weihnachtszeit hörte ich nebenbei Der Weihnachtsmordclub von Ben Kryst Tomasson, einen Krimi, der einen komplexen Mordfall auf Sylt schildert. Die vier Freundinnen – Marijke, Witta, Alma und Grethe, auch bekannt als die „Häkeldamen“ – helfen bei den Vorbereitungen für das Krippenspiel in Archsum. Doch statt festlicher Stimmung herrscht in der Kirche eine angespannte Atmosphäre, als mehrere Diebstähle passieren. Die Situation eskaliert, als die Leiterin der Jugendgruppe vom Stern von Bethlehem erschlagen wird. Während die Kirchenverantwortlichen von einem Unfall ausgehen, sind die Häkeldamen überzeugt, dass es sich um einen Mord handelt, und nehmen die Ermittlungen selbst in die Hand.

Dieser weihnachtliche Krimi ist eine leichte, unterhaltsame Lektüre, die sich hervorragend als Hörbuch eignet. Es fordert den Hörer nicht zu viel Aufmerksamkeit und lässt sich entspannt nebenbei genießen. Die Sprecherin Christ Nonnast bringt die verschiedenen Charaktere lebendig zum Leben, indem sie mit unterschiedlichen Stimmen und Akzenten spielt. Besonders die Häkeldamen, mit ihrer charmanten, aber auch etwas schusseligen Art, stehen im Mittelpunkt und treiben die Handlung voran.

Die weihnachtliche Atmosphäre wird gut eingefangen, doch das Setting auf Sylt bleibt eher blass und hätte genauso gut an einem anderen Ort spielen können. Der Spannungsbogen ist, wie es bei vielen „Cosy Crime“-Romanen der Fall ist, eher flach, und die Auflösung des Falls fällt unspektakulär und wenig packend aus.

Insgesamt ist Der Weihnachtsmordclub ein leichter Wohlfühlkrimi, der vor allem durch seine sympathischen Hauptfiguren und humorvolle Momente unterhält. Wer unblutige Krimis mit einer festlichen Note sucht, wird hier fündig. Die Häkeldamen waren für mich jedoch zu klischeehaft, und ihre schrulligen Eigenheiten wirkten teils übertrieben. Der Kriminalfall selbst hätte spannender und fesselnder sein können – so bleibt das Hörbuch eher gemütlich und entspannt als packend.

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Veröffentlicht am 29.12.2024

Wenn der Friedhof zum Tatort wird

Es rappelt in der Kiste
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"Wenn eine Leiche zu viel im Grab liegt…" – Mit diesem Teaser weckte „Es rappelt in der Kiste“ von Thomas Krüger mein Interesse.
Zum Inhalt: Der Melatenfriedhof in Köln ist für Friedhofsgärtner Konrad ...

"Wenn eine Leiche zu viel im Grab liegt…" – Mit diesem Teaser weckte „Es rappelt in der Kiste“ von Thomas Krüger mein Interesse.
Zum Inhalt: Der Melatenfriedhof in Köln ist für Friedhofsgärtner Konrad Leisegang nicht nur Arbeitsplatz, sondern auch Rückzugsort. Doch als er ein altes Grab räumen will, entdeckt er eine zweite Leiche darunter. Gleichzeitig stirbt ein Passagier auf einem Flug aus Bogotá nach Deutschland, und kurz darauf wird ein Wachmann in der benachbarten Rechtsmedizin ermordet. Sind diese drei Ereignisse Zufall oder hängen sie zusammen? Gemeinsam mit dem befreundeten Schüler Martin taucht Konrad in die Geheimnisse des Friedhofs und der Verstorbenen ein und stößt auf ein gefährliches Netz aus Verbrechen, das ihn selbst in Gefahr bringt.

Das Buch punktet mit einem angenehmen, leicht verständlichen Schreibstil und abwechslungsreichen, interessanten Charakteren. Besonders der atmosphärische Schauplatz des Friedhofs verleiht der Geschichte einen einzigartigen Charme. Der Autor hat viel Hintergrundwissen über den Melatenfriedhof in die Erzählung einfließen lassen. Der Einstieg in die Handlung ist flüssig und fesselnd, und die Grundspannung bleibt zunächst erhalten. Im Verlauf wird die Geschichte jedoch stellenweise langatmig und verliert an Tempo, bevor sie erst zum Ende hin wieder an Fahrt aufnimmt. Nicht alle Handlungen der beteiligten Personen konnte ich nachvollziehen, manches erschien mir doch sehr konstruiert.
Es gibt humorvolle Momente, doch der Fokus liegt auf dem ernsten Kriminalfall, der zwar reizvoll ist, aber zu sehr in die Länge gezogen wirkt. Für Fans von skurrilen und unterhaltsamen Krimis ist das Buch sicherlich einen Blick wert – insgesamt bleibt es jedoch Geschmackssache. Für mich war es ein solider Friedhofskrimi, der mich aber nicht nachhaltig beeindrucken konnte.

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