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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 03.05.2025

Mit alten Bekannten nimmt die Handlung an Fahrt auf

Papier & Blut
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Es heißt auf nach Australien für Al und seinen Hobgob Buck, als er vom Verschwinden der dortigen Siegelmagierin erfährt. Die Suche nach ihr und weiteren Kolleginnen gestaltet sich rasant, gefährlich und ...

Es heißt auf nach Australien für Al und seinen Hobgob Buck, als er vom Verschwinden der dortigen Siegelmagierin erfährt. Die Suche nach ihr und weiteren Kolleginnen gestaltet sich rasant, gefährlich und vor allem in eine unerwartete Richtung, denn das Verschwinden der Siegelagentinnen ist eher ein „Kollateralschaden“. Die Ereignisse selber gelten dem Eisernen Druiden.

Also gibt es hier einen sehr umfassenden Gastauftritt von eben jenem nebst tierischen Begleiter und das im unverwechselbaren Erzählstil des Autors. Damit hat man eigentlich schon einen guten Garant für Unterhaltung.
Aber im Gegensatz zum ersten Band, finde ich dass die Gesamthandlung mehr Tiefe bekommt. Neben Al’s Fluch wird es interessanter irgendwie herauszubekommen, wer oder was sich hinter den ständigen Andeutungen über Gladis, die schon viel Scheiße erlebt hat verbergen könnte. Und da sich das für Al bis zum Ende des Bandes nicht erschließt, bin deutlich auf den Abschlussband der Trilogie gespannt.

Für alle, die gerne Urban-Fantasy lesen und eine gewisse Art von (zum Teil) derberen Humor mögen, kann ich die Reihe nur empfehlen.

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Veröffentlicht am 27.03.2025

Eine wunderschöne Welt

Sepia 1: Sepia und das Erwachen der Tintenmagie
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Sepia ist der aktuell jüngste Druckerlehrling der legendären Druckerei von Meister Silbersilbe, dem es in Zusammenarbeit mit der berühmtesten Illustratorin und dem hervorragendsten Buchbinder der Stadt ...

Sepia ist der aktuell jüngste Druckerlehrling der legendären Druckerei von Meister Silbersilbe, dem es in Zusammenarbeit mit der berühmtesten Illustratorin und dem hervorragendsten Buchbinder der Stadt Flohall immer wieder gelingt Bücher von einzigartiger Qualität herzustellen. Und Sepia ist anders, als die anderen Lehrlinge. Sie sieht Dinge, die andere anscheinend nicht sehen …

Der Auftakt der Trilogie ist grandios gelungen. Die Welt von Flohall ist fantastisch und aufregend. Sie hat Licht- und Schattenseiten. Man kann mit Sepia und ihren Freunden die Stadt durchstreifen, mit ihnen mitfühlen und ihre Gedanken wirklich nachvollziehen.
Was will ich damit sagen? Der Schreibstil der Autorin ist richtig gut, frisch und emotional. Selbst in einigen Längen, die sich bisweilen einmal einmogeln liest sich die Geschichte flüssig; sie macht neugierig auf jedes weitere Kapitel. Der Aufbau des Spannungsbogens von den ersten Andeutungen bis hin zum Showdown ist gekonnt aufgebaut. Ich hatte zu keinem Zeitpunkt das Gefühl, dass sich die Spannung in einer Berg- und Talfahrt befindet.

Auch wenn es sich im Kern um ein Kinderbuch handelt muss ich eingestehen, dass es eigentlich alterslos ist.

Und noch ein Wort zur Qualität.
Ein schönes Hardcover mit guter Bindung. Dazu ein Lesebändchen, was ich sehr gerne mag. Und ein Cover, das mir nach langer Zeit wirklich einmal wieder das Herz aufgingen ließ. Dazu noch die auf den Inhalt der Kapitel bezogenen Illustrationen über den Kapitelüberschriften. Was möchte man noch mehr?!

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Veröffentlicht am 18.03.2025

Ein Zepter, Komplotte und ein schlafendes Mädchen

Die Spurenfinder und das Drachenzepter
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Ohne das ganze Vorgeschehen zu kennen habe ich mich in das Abenteuer um das Drachenzepter gestürzt.
Die Geschichte um den Diebstahl, der eigentlich bereits nach gut einem Drittel des Umfanges gelöst scheint, ...

Ohne das ganze Vorgeschehen zu kennen habe ich mich in das Abenteuer um das Drachenzepter gestürzt.
Die Geschichte um den Diebstahl, der eigentlich bereits nach gut einem Drittel des Umfanges gelöst scheint, ist richtig vielschichtig und hat Drehungen und Wendungen, die dem Geschehen immer wieder einen neuen Blickwinkel geben. Was dann auch die restlichen zwei Drittel des humorvollen Fantasykrimis erklärt. Dabei wird es nie langweilig oder gar zu vorhersehbar.
Und natürlich hat mich dann auch noch das Hörbuch voll und ganz überzeugt, denn wer Marc-Uwe Kling kennt, kann ganz sicher sein, dass das Erzählte ein wirklicher Ohrenschmaus ist. Denn wenn ich beim Hören die Augen geschlossen hatte, konnte ich mir die Figuren fast bildlich vorstellen. (Auch wenn Naru bisweilen die Züge eines Kängurus hatte … Wie kam das nur?)

Letztlich finde ich zudem, dass dem Autor und seinen Töchtern hier wirklich eine Geschichte gelungen ist, die eine Kategorisierung als All Age Fantasy wirklich verdient, denn neben mir saßen auch mein Mann und mein Sohn ganz still und lauschten andächtig der Geschichte.

„Die Spurenfinder und das Drachenzepter“ sind geniale Unterhaltung. Vielleicht bringt der Ostermann sie demnächst auch in andere Häuser.

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Veröffentlicht am 20.02.2025

Ein Hoch auf den Umgang mit Sprache

Ich fürchte, Ihr habt Drachen
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Was habe ich gegluckst, gegiggelt und gelacht.
In seinem Roman lässt sich Peter S. Beagle über einen heldenhaften Antihelden, eine nicht ganz so zuckersüße Prinzessin auf Prinzschau und einen Drachenfänger ...

Was habe ich gegluckst, gegiggelt und gelacht.
In seinem Roman lässt sich Peter S. Beagle über einen heldenhaften Antihelden, eine nicht ganz so zuckersüße Prinzessin auf Prinzschau und einen Drachenfänger aus, der seinen Beruf anders angeht, als alle anderen. Und das alles in einer Geschichte, die sprachlich bisweilen an mittelalterliche Erzählungen oder aber auch Literatur der Romantik erinnert. Denn mit Sprache weiß der Autor hervorragend umzugehen und zu spielen, so dass man schon ein wenig genauer lesen sollte.
Der Roman ist nicht einfach in die Kategorie „Cozy Fantasy“ zu stecken. Hinter zum Teil sehr komisch anmutenden Reden der Charaktere verbirgt sich bisweilen doch ein recht tieferer Kern.

So sagt Mortmain an einer Stelle zu Robert:
„Der Griff ist nicht im Mindesten, was er vorgibt zu sein, ja schöner noch als die Wirklichkeit, die er imitiert; während die Klinge so ehrlich, so moralisch und geradlinig ist, wie sie nur sein kann. Sind beide zusammen nun eine unausgesprochene Wahrheit oder eine versteckte Lüge?“

Das Buch wird sicherlich nicht jeden ansprechen, aber allen, denen der recht scharfe Wortwitz des Autors in seinem bekanntesten Werk „Das letzte Einhorn“ gefallen hat, sollte es zusagen.

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Veröffentlicht am 21.01.2025

Drachen und Technik passen besser zusammen als gedacht

Smaragour – Die Dracheninsel
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Wenn man aus einer Drachenreiterfamilie stammt, dann kann man davon ausgehen, auf einer Drachenreiterschule angenommen zu werden. So dachte Jamie zumindest. Und er erhält ja auch eine Ausbildung – jedoch ...

Wenn man aus einer Drachenreiterfamilie stammt, dann kann man davon ausgehen, auf einer Drachenreiterschule angenommen zu werden. So dachte Jamie zumindest. Und er erhält ja auch eine Ausbildung – jedoch nicht als erträumter Drachenreiter. Aber gerade durch seine Arbeit in den Docks lernt er die Drachen kennen und verstehen, und kann so erkennen, das die Drachen nicht so behandelt werden, wie es sein sollte. Was ist da los?

Diese neue Buchreihe von Anja Habschick ist wirklich vielversprechend.
Da das Setting in „unserer“ modernen Welt angelegt ist, geht es hier nicht um Abenteuer wie etwa in „Drachenzähmen leicht gemacht“ oder „Die geheime Drachenschule“. Durch die Verquickung von technischer Entwicklung und dem Umgang mit Lebewesen geht die Autorin unter anderem der Frage nach, sind nicht menschliche Lebewesen wirklich nur Nummern, die wir nach belieben benutzen dürfen und wie Gegenstände behandeln können?
Diesen Strang in der Handlung fand ich erfrischend und interessant.

Die ansonsten für die Altersgruppe relevanten Themen um Freundschaft, Vertrauen und der abenteuerliche Faktor an und für sich waren auch schön und gut zu lesen.

Was mich sehr gefreut hat bei der erzählerischen Behandlung der drei Charaktere des Buches, war die Darstellung der beiden Mitstreiter Tex und Noah. Auch wenn sie nur Nebenfiguren der Handlung sind hatte ich zu keinem Zeitpunkt das Gefühl, dass sie nur „Sidekicks“ wären. Hier hat die Autorin sich deutlich weiter entwickelt, als bei Toni aus der Lucy Longfinger – Reihe.

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