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Veröffentlicht am 25.05.2025

Adieu Al

Kerze & Krähe
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Nach mehrjähriger Pause ist endlich der abschließende Band der Trilogie erschienen.
Und da alles einmal ein Ende hat – ich werde die mir lieb gewordenen Charaktere wirklich vermissen.

Den alten Al, der ...

Nach mehrjähriger Pause ist endlich der abschließende Band der Trilogie erschienen.
Und da alles einmal ein Ende hat – ich werde die mir lieb gewordenen Charaktere wirklich vermissen.

Den alten Al, der alles über seinen Doppelfluch erfährt und diesen von sich nehmen kann. Buck Foi, der unbedingt eine Legende unter den Hobgobs werden möchte und im Kern „nur“ sein Trauma zu seinen Vater verarbeitet. Nadia, meine heiß geliebte Kampfseherin mit ihren Gothic Vibes, die sich sehr ernsthaft dem Aufbau eines Kults um den von ihr geschaffenen Gott Lhurnag widmet. Wann kann man schon einmal dem Erwachen eines Gottes beiwohnen? Roxanne – die ja erst im letzten Band dazugestoßene Schlachtengöttin Morrigan – die sich neu erfinden will. Sie möchte mehr als nur die gefürchtete, männermordende Gottheit sein und ihren eigenen Weg finden. Da bleibt nur zu sagen: Aller Anfang ist schwer.
Und schlussendlich Gladis, die viel Schei** erlebt hat. Eindeutig eine Nebenfigur, die mir aber durch ihre Art und Weise so richtig ans Herz gewachsen ist.
Sie alle werden mir fehlen.

Und doch ist es gerade die Auflösung aller mehr oder minder angedeuteten Handlungsstränge, die diesen Roman so rasant machen, dass es ein wirkliches Vergnügen ist ihn zu lesen. Vor allem die Entwicklungen um die Auflösung von Al’s Doppelfluch machen die Geschichte richtig, richtig gut. Denn hier geht es einmal weg von den irisch/keltischen Gottheiten und für die Leser:innen kommt die Tätigkeit als Siegelmagier, der sich mit den Pantheons verschiedener Welten auseinandersetzen muss deutlich mehr zum Tragen.

Al hat seinen Ruhestand mehr redlich verdient, aber ich bedaure es schon dass mir weitere Lesestunden und Geschichten mit ihm damit verwehrt bleiben. Die gesamte Trilogie hat für mich eine absolute Leseempfehlung verdient.

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Veröffentlicht am 20.05.2025

Eine harte Welt voller Blut

Nordnacht
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„Dies ist eine Welt aus Blut.“ So das Cover. Und es stimmt. Der Auftakt der Blutgeschworenen-Reihe führt den Leser in eine überwiegend düstere Welt der Wikinger.
Die Götter existieren nicht mehr, doch ...

„Dies ist eine Welt aus Blut.“ So das Cover. Und es stimmt. Der Auftakt der Blutgeschworenen-Reihe führt den Leser in eine überwiegend düstere Welt der Wikinger.
Die Götter existieren nicht mehr, doch ihre sterblichen Überreste und Hinterlassenschaften liegen am Fuß der Weltenesche. Und man munkelt, dass unter dieser die Drachengöttin Rif-Lika eingekerkert noch existieren soll. All das weckt Begehrlichkeiten, denn die Welt ist hart, grausam, machtorientiert …

Vor diesem Hintergrund entwickelt John Gwynn gekonnt die Geschicke um seine drei Protagonisten Orka, Varg und Elvar. Trotz unterschiedlicher Motivation führen die Wege der Drei am Ende zusammen und lassen die Leser:in voller Erwartungen an den zweiten Teil der Trilogie zurück.

Was möglicherweise den ein oder anderen vor dem 603 Seiten umfassenden Roman zurückschrecken lässt ist die doch sehr, sehr ausführliche Beschreibung der Welt und der Alltagsgebräuche. Man merkt sehr deutlich, dass der Autor eine Faszination für die Welt der Wikinger hat und davon recht viel in seinem Roman wiedergeben möchte. Für mich macht er das gekonnt, für andere möglicherweise jedoch ein wenig zu ausführlich.

Ich kann den Roman alle empfehlen, die Highfantasy, Wikinger und ein durchaus leicht düsteres und raues Setting bevorzugen. Schreibtechnisch einfach gut gemacht.

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Veröffentlicht am 03.05.2025

Mit alten Bekannten nimmt die Handlung an Fahrt auf

Papier & Blut
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Es heißt auf nach Australien für Al und seinen Hobgob Buck, als er vom Verschwinden der dortigen Siegelmagierin erfährt. Die Suche nach ihr und weiteren Kolleginnen gestaltet sich rasant, gefährlich und ...

Es heißt auf nach Australien für Al und seinen Hobgob Buck, als er vom Verschwinden der dortigen Siegelmagierin erfährt. Die Suche nach ihr und weiteren Kolleginnen gestaltet sich rasant, gefährlich und vor allem in eine unerwartete Richtung, denn das Verschwinden der Siegelagentinnen ist eher ein „Kollateralschaden“. Die Ereignisse selber gelten dem Eisernen Druiden.

Also gibt es hier einen sehr umfassenden Gastauftritt von eben jenem nebst tierischen Begleiter und das im unverwechselbaren Erzählstil des Autors. Damit hat man eigentlich schon einen guten Garant für Unterhaltung.
Aber im Gegensatz zum ersten Band, finde ich dass die Gesamthandlung mehr Tiefe bekommt. Neben Al’s Fluch wird es interessanter irgendwie herauszubekommen, wer oder was sich hinter den ständigen Andeutungen über Gladis, die schon viel Scheiße erlebt hat verbergen könnte. Und da sich das für Al bis zum Ende des Bandes nicht erschließt, bin deutlich auf den Abschlussband der Trilogie gespannt.

Für alle, die gerne Urban-Fantasy lesen und eine gewisse Art von (zum Teil) derberen Humor mögen, kann ich die Reihe nur empfehlen.

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Veröffentlicht am 27.03.2025

Eine wunderschöne Welt

Sepia 1: Sepia und das Erwachen der Tintenmagie
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Sepia ist der aktuell jüngste Druckerlehrling der legendären Druckerei von Meister Silbersilbe, dem es in Zusammenarbeit mit der berühmtesten Illustratorin und dem hervorragendsten Buchbinder der Stadt ...

Sepia ist der aktuell jüngste Druckerlehrling der legendären Druckerei von Meister Silbersilbe, dem es in Zusammenarbeit mit der berühmtesten Illustratorin und dem hervorragendsten Buchbinder der Stadt Flohall immer wieder gelingt Bücher von einzigartiger Qualität herzustellen. Und Sepia ist anders, als die anderen Lehrlinge. Sie sieht Dinge, die andere anscheinend nicht sehen …

Der Auftakt der Trilogie ist grandios gelungen. Die Welt von Flohall ist fantastisch und aufregend. Sie hat Licht- und Schattenseiten. Man kann mit Sepia und ihren Freunden die Stadt durchstreifen, mit ihnen mitfühlen und ihre Gedanken wirklich nachvollziehen.
Was will ich damit sagen? Der Schreibstil der Autorin ist richtig gut, frisch und emotional. Selbst in einigen Längen, die sich bisweilen einmal einmogeln liest sich die Geschichte flüssig; sie macht neugierig auf jedes weitere Kapitel. Der Aufbau des Spannungsbogens von den ersten Andeutungen bis hin zum Showdown ist gekonnt aufgebaut. Ich hatte zu keinem Zeitpunkt das Gefühl, dass sich die Spannung in einer Berg- und Talfahrt befindet.

Auch wenn es sich im Kern um ein Kinderbuch handelt muss ich eingestehen, dass es eigentlich alterslos ist.

Und noch ein Wort zur Qualität.
Ein schönes Hardcover mit guter Bindung. Dazu ein Lesebändchen, was ich sehr gerne mag. Und ein Cover, das mir nach langer Zeit wirklich einmal wieder das Herz aufgingen ließ. Dazu noch die auf den Inhalt der Kapitel bezogenen Illustrationen über den Kapitelüberschriften. Was möchte man noch mehr?!

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Veröffentlicht am 18.03.2025

Ein Zepter, Komplotte und ein schlafendes Mädchen

Die Spurenfinder und das Drachenzepter
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Ohne das ganze Vorgeschehen zu kennen habe ich mich in das Abenteuer um das Drachenzepter gestürzt.
Die Geschichte um den Diebstahl, der eigentlich bereits nach gut einem Drittel des Umfanges gelöst scheint, ...

Ohne das ganze Vorgeschehen zu kennen habe ich mich in das Abenteuer um das Drachenzepter gestürzt.
Die Geschichte um den Diebstahl, der eigentlich bereits nach gut einem Drittel des Umfanges gelöst scheint, ist richtig vielschichtig und hat Drehungen und Wendungen, die dem Geschehen immer wieder einen neuen Blickwinkel geben. Was dann auch die restlichen zwei Drittel des humorvollen Fantasykrimis erklärt. Dabei wird es nie langweilig oder gar zu vorhersehbar.
Und natürlich hat mich dann auch noch das Hörbuch voll und ganz überzeugt, denn wer Marc-Uwe Kling kennt, kann ganz sicher sein, dass das Erzählte ein wirklicher Ohrenschmaus ist. Denn wenn ich beim Hören die Augen geschlossen hatte, konnte ich mir die Figuren fast bildlich vorstellen. (Auch wenn Naru bisweilen die Züge eines Kängurus hatte … Wie kam das nur?)

Letztlich finde ich zudem, dass dem Autor und seinen Töchtern hier wirklich eine Geschichte gelungen ist, die eine Kategorisierung als All Age Fantasy wirklich verdient, denn neben mir saßen auch mein Mann und mein Sohn ganz still und lauschten andächtig der Geschichte.

„Die Spurenfinder und das Drachenzepter“ sind geniale Unterhaltung. Vielleicht bringt der Ostermann sie demnächst auch in andere Häuser.

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