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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 02.03.2025

Interessante Welt mit arabischem Flair

We hunt the Flame
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Während Zafira im verfluchten Wald des Arz wilde Tiere jagt, um ihr Dorf zu versorgen, macht der Kronprinz Nasir als Assassine Jagd auf die Feinde seines Vaters. In einer Welt, in der Krieg droht und der ...

Während Zafira im verfluchten Wald des Arz wilde Tiere jagt, um ihr Dorf zu versorgen, macht der Kronprinz Nasir als Assassine Jagd auf die Feinde seines Vaters. In einer Welt, in der Krieg droht und der Arz immer mehr Land verschluckt, begeben sie sich auf gefährliche Missionen, die sie zu Feinden machen und die Welt verändern können. Erzählt wird die Geschichte aus ihren Perspektiven, was ich als angenehm empfunden habe, da man so beide ganz gut kennenlernt.

Die Welt hat mir gut gefallen, mithilfe einer Karte kann man sich die verschiedenen Kalifate direkt vorstellen. Diese werden im Laufe der Handlung dann auch weiterhin charakterisiert. Auch die arabische Atmosphäre fand ich gelungen, jedoch hätte ich mir teilweise hier noch ein bisschen mehr Details gewünscht. Viele Wörter dieser Sprache finden Einzug in den Text, jedoch ist die Bedeutung nicht immer direkt ohne Glossar ersichtlich - zu Beginn ein wenig ungewohnt, aber trägt im Ganzen zur Stimmung bei.

Während der Start noch relativ aufregend ist, wird es danach erstmal eine Weile ruhiger und man hat Gelegenheit, die Charaktere und die Welt näher kennenzulernen. Dieser Aufbau gefällt mir grundsätzlich, hier hatte er jedoch zwischendurch auch manchmal kleinere Längen.
Die Rätsel um die Geschichte der Welt fand ich spannend, auch die politischen Aspekte der Handlung waren interessant. Zafira als starke Frau in einem Land mit wenigen Frauenrechten beinhaltet gefühlt auch eine Botschaft für unsere Realität.
Hervorheben mag ich zuletzt noch die Sprache, diese war wirklich schön und hat mir Freude beim Lesen bereitet.

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Veröffentlicht am 20.02.2025

Spannendes Abenteuer mit Mythologie, Freundschaft und Romance

If the Moon Triumphs
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Lilith und Marek verbindet nicht mehr als eine gemeinsame Nacht - bis er sich am nächsten Tag plötzlich in einen Wolf verwandelt und Lilith ihre Magie benutzen muss, um ihn aufzuhalten. Dabei wollte sie ...

Lilith und Marek verbindet nicht mehr als eine gemeinsame Nacht - bis er sich am nächsten Tag plötzlich in einen Wolf verwandelt und Lilith ihre Magie benutzen muss, um ihn aufzuhalten. Dabei wollte sie eigentlich keine Hexe mehr sein, doch schnell steht nicht mehr nur Mareks Leben auf dem Spiel, sondern das Schicksal der gesamten Menschheit.

Der Schreibstil hat mir gut gefallen, die Geschichte ließ sich sehr flüssig lesen, immer wieder dachte ich mir "nur noch ein Kapitel schnell".
Erzählt wird die Geschichte aus der Perspektive von Lilith, die ich größtenteils auch als Erzählerin mochte, besonders ihre leicht sarkastische Art. Der Anfang ist recht rasant und baut schnell Spannung auf, dafür gibt es im späteren Verlauf eher langsamere Stellen, teils positiv, teils ein wenig negativ. Schön sind hierbei beispielweise die emotionalen Momente und Gespräche der Freunde, ein Teil der Reise zieht sich hingegen.
Das Buch entwickelt sich genau wie die Charaktere im Verlauf auch weiter, das was mir am Anfang gefehlt hat, wird später gut aufgebaut, wie z.B. Beschreibungen der Handlungsorte. Ein wenig ausbaufähig wäre noch die Einbeziehung der Gesellschaft in die Handlung, dies geschieht zwar in einer Szene ganz gut, bleibt ansonsten aber eher im Hintergrund.

Glänzen kann das Buch hingegen mit der Darstellung der Freundschaft in der Heldengruppe: Hier werden Marek und Lilith noch von ihren besten Freunden Dario und Morgana begleitet und die beiden sind absolute Goldstücke! Man merkt richtig, dass die Geschichte eine Liebeserklärung an die Freundschaft sein soll, immer wieder gibt es berührende Gespräche und Szenen, die mich teilweise emotional echt mitgenommen haben, teils sogar mehr als die eigentliche Liebesgeschichte.

Auch der mythologische Aspekt war interessant, eine spannende Mischung aus nordischer Mythologie, Göttern, Werwölfen, Hexen und Magie. Ich konnte gut mitfiebern und spekulieren, wie alles zusammenhängt, wurde zwischendurch aber trotzdem auch immer wieder mal überrascht. Ein paar Kleinigkeiten habe ich jedoch nicht komplett verstanden am Ende bzw. warum manche Personen so gehandelt haben.
Insgesamt aber eine echt unterhaltsame Geschichte mit tollen Freundschaften und einer spannenden Reise zur Rettung der Welt!

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Veröffentlicht am 29.01.2025

Keine leichte Kost in angenehmen Häppchen

Böse Geschichten für schlechte Menschen
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Der Autor veröffentlicht in diesem Buch seine allerersten Kurzgeschichten bis hin zu späteren Werken und bietet hierbei eine gute Mischung an: Von wenigen Seiten bis hin zu mehreren Kapiteln umfassend, ...

Der Autor veröffentlicht in diesem Buch seine allerersten Kurzgeschichten bis hin zu späteren Werken und bietet hierbei eine gute Mischung an: Von wenigen Seiten bis hin zu mehreren Kapiteln umfassend, von menschlichen und geographischen Abgründen, von Monstern und Aliens.
Für jede Zeit findet sich eine passende Geschichte, ob man nur 5 Minuten im Bus lesen kann oder es sich länger auf dem Sofa gemütlich machen will.
Manche der Geschichten sind mir dabei noch lange im Kopf geblieben, entweder weil sie so skurril waren, überraschende Wendungen hatten oder einfach Grenzen überschritten haben und wirklich die Bezeichnung "böse" verdienen.
Auch interessante Artikel des Internets dienten manchmal als Inspiration, zwischendurch findet sich ebenfalls eine Fanfic zu Resident Evil, eine Freude für Gamer! Eine bunte Mischung, die in Wirklichkeit sehr düster ist.
Kritisieren würde ich hierbei allerdings, dass sich manche Themen öfters in den Geschichten wiederholen, wie beispielsweise die Konsequenzen menschlichen Handelns und dessen Auswirkungen auf unseren Planeten. Dies ist dem Autor jedoch selbst auch schon aufgefallen, daher bin ich auf die nächsten Werke schon gespannt!

Auch die Aufmachung des Buches überrascht an mehreren Stellen: Im hinteren Teil befinden sich Kommentare des Autors zu jeder Geschichte, was mir gut gefallen hat. Man erhält Einblicke in die Gedanken und den Entstehungsprozess, trotzdem werden die Geschichten dadurch nicht entzaubert. In der "Resterampe" kann man zusätzlich noch die Notizen und ersten Entwürfe lesen - habe ich in dieser Form noch nicht erlebt, fand ich aber auch interessant. Man merkt, dass es wirklich die "Kinder" des Autors sind.
Ein versteckter QR-Code enthüllt zusätzlich als kleines Easter Egg eine passende Playlist.
Kleiner Kritikpunkt: Zwischendurch haben sich manchmal doch noch kleine Fehler in den Text geschlichen oder Sätze haben sich wiederholt.
Insgesamt haben mich die Geschichten jedoch gut unterhalten und teilweise auch ganz schön gruseln lassen!

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Veröffentlicht am 22.01.2025

Guter Einstieg in eine Geschichte voller Magie

Kingdom of Lies
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In Priscas Königreich ist es verboten, die angeborene Magie zu behalten - ein Verstoß hiergegen führt zur Hinrichtung der gesamten Familie. Als sie versehentlich ihre Magie einsetzt muss sie fliehen und ...

In Priscas Königreich ist es verboten, die angeborene Magie zu behalten - ein Verstoß hiergegen führt zur Hinrichtung der gesamten Familie. Als sie versehentlich ihre Magie einsetzt muss sie fliehen und landet bei Lorians Söldnerbande.
Bereits der Anfang des Buches zeigt: Dies ist keine nette Welt, dafür jedoch eine ziemlich interessante und spannende. Im Laufe der Geschichte lernt man so einige Arten von Magie kennen, darunter klassische Arten wie Wasser beherrschen, aber auch Ungewöhnliches wie Glück. Die Grundidee mit der verbotenen Magie und dem Fae-Konflikt fand ich richtig gut, jedoch hätte ich gerne noch mehr über die Welt erfahren - kommt vielleicht im nächsten Band.

Die Geschichte wird aus zwei Perspektiven erzählt, Prisca und Lorian. Prisca mochte ich als Heldin sehr, ihr wird zwar auch oft geholfen, aber dabei ist sie nicht diese typische "Prinzessin in Not", sie schlägt sich durch und kämpft so gut sie kann. Auch verfügt sie zwar über eine starke Art der Magie, kann diese aber zu Beginn nicht beherrschen und muss erstmal viel trainieren. Fand ich realistisch und gefällt mir besser als wenn sie direkt super stark gewesen wäre.
Lorian ist passend dazu auch kein typischer "Retter", sondern verfolgt seine eigenen Interessen auf teilweise recht kalte Art. Manche Seiten an ihm fand ich auch etwas bedenklich - im Buch lässt man ihm das vielleicht durchgehen, in der Realität wohl kaum. Trotzdem mochte ich besonders zu Beginn die Dynamik zwischen den beiden sehr, die Streitereien hatten eine gute Mischung aus Humor und unterschwelliger Anziehung.

Ebenso gefallen haben mir die Nebencharaktere, hier gab es ganz verschiedene Arten von Menschen, die man ins Herz schließen konnte. Kritisieren würde ich nur die Masse an Namen/Personen, mit denen man recht schnell konfrontiert wird, da musste ich erstmal durchblicken. Generell ist der Einstieg relativ rasant, zieht sich dann später aber streckenweise auch ein bisschen wieder.
Ich bin auf jeden Fall aber gespannt, wie es im nächsten Band weitergeht!

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Veröffentlicht am 12.01.2025

Gelungener Einblick in die (fiktive) Kriminalität im viktorianischen London

Der tote Antiquar von Limehouse
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Während Inspector Ross sowohl in einem Mord als auch im Diebstahl eines teuren Schmuckstücks ermitteln muss unterstützt ihn seine Frau durch das Sammeln von allerlei interessanten Informationen.
Ich kannte ...

Während Inspector Ross sowohl in einem Mord als auch im Diebstahl eines teuren Schmuckstücks ermitteln muss unterstützt ihn seine Frau durch das Sammeln von allerlei interessanten Informationen.
Ich kannte weder dieses Ehepaar noch die Krimi-Reihe vorher, aber bin trotzdem super in die Geschichte gestartet.
Die Charaktere werden kurz erklärt, vermutlich ohne dass es alte Leser stören würde, und anscheinend bekommen auch wiederkehrende Nebencharaktere einen Gastauftritt, was die Welt direkt noch lebendiger wirken lässt.
Ben Ross war mir auf Anhieb sympathisch, was sich auch im Verlauf der Geschichte nicht geändert hat, ein gelungener Hauptcharakter. Seine Frau Lizzie hatte ich mir anhand des Klappentextes jedoch etwas aktiver vorgestellt, sie hat nicht wirklich mitermittelt, eher zufällig erlangtes Wissen weitergegeben. Hier hätte ich mir mehr Zeit mit ihr gewünscht, sodass auch ihr Charakter besser zur Geltung kommen kann.
Dafür sind mir einige Nebencharaktere wie Zeugen umso mehr im Gedächtnis geblieben, da war wirklich eine gute Mischung dabei, auch wenn manche von ihnen etwas fragwürdig gehandelt haben.

Die große Stärke des Buches liegt für mich in den Beschreibungen und der Atmosphäre, man fühlt sich sofort in das damalige London versetzt. Vom Aussehen und der Kleidung der Menschen über gesellschaftliche Zustände bis hin zu Umgebungsbeschreibungen, alles wirkte sehr authentisch. Kleine Details oder Ereignisse runden alles perfekt ab.
Die Handlung selbst ist relativ gemütlich und legt mehr Wert auf Gespräche als auf Action oder viel Spannung, trotzdem kann man als Leser gut miträtseln und sich fragen, ob bzw. wie alles zusammenhängt.
Auch ein paar unerwartete Ereignisse kommen vor, insgesamt kann man sich gut überraschen und ins viktorianische London entführen lassen.

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