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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 02.12.2022

Idee gut, Umsetzung stark verbesserungsfähig

Die Crew: Die Rückkehr zum 9. Planeten
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Das Thema an sich ist interessant. Im Jahr 2059 bricht eine Crew zum Planeten 9, noch hinter Pluto, auf, um Anomalien auf dem Planeten am Rande unseres Sonnensystems zu erforschen. Die Handlung ist in ...

Das Thema an sich ist interessant. Im Jahr 2059 bricht eine Crew zum Planeten 9, noch hinter Pluto, auf, um Anomalien auf dem Planeten am Rande unseres Sonnensystems zu erforschen. Die Handlung ist in zwei Bücher aufgeteilt, eins aus Sicht der 1. Kommandantin Cim Immortelle, das zweite aus Sicht des 2. Kommandanten Prosper Alpan. Die Handlung springt immer wieder vor und zurück im Buch, je nach getroffener Entscheidung. Das Zusammenleben der Crew wird genauso thematisiert wie technische Abläufe und Unstimmigkeiten bei der Entscheidungsfindung. Die Bücher sind mit vielen technischen und astronomischen Begriffen versehen, leider werden die wenigsten erklärt. Dabei hätte man dieses durch die Mitreise der Tochter des Geldgebers geschickt einbinden können.
Am Besten liest man es abwechselnd zu zweit, so ist es auch wohl gedacht. Leider finden sich schon bald handwerkliche Fehler, Stellen, an denen man weiterlesen sollte, passen nicht in das Zeitgefüge und um die Stelle zurück wieder zu finden, fehlt der entsprechende Vermerk. Viele Handlungen werden aus beiden Sichtweisen beschrieben, mit der Zeit wird es langweilig. Die grau unterlegten Passagen kann jeder für sich selbst lesen, sie sollten inhaltlich deckungsgleich sein, sind es aber nicht.
Fazit, die Idee ist gut, die Umsetzung stark verbessungsfähig.

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Veröffentlicht am 30.04.2021

zwei Frauen in Island

Der Sommer der Islandtöchter
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Hannahs Leben gerät aus den Fugen, ihr Traum von einer Karriere als Violonistin ist geplatzt und ihre Ehe mit Nils steht vor dem Aus. Sie braucht dringend eine Auszeit und fährt mit ihrem Sohn Max nach ...

Hannahs Leben gerät aus den Fugen, ihr Traum von einer Karriere als Violonistin ist geplatzt und ihre Ehe mit Nils steht vor dem Aus. Sie braucht dringend eine Auszeit und fährt mit ihrem Sohn Max nach Island. Sie mietet sich ein altes, baufälliges Haus und findet dort Zeichnungen, die denen, die ihre Mutter gemalt hatte, ähneln.
30 Jahre vorher hatte die reiche Kaufmannstochter Monika dort einen Sommer verbracht.
Zwei Erzählebenen, zwei Frauen, zwei unterschiedliche Zeiten werden hier verknüpft. Für meinen Geschmack ist der Schreibstil zu sehr auf Herzschmerz angelegt, auch wenn die Kulisse Island so einiges wettmachen.

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Veröffentlicht am 21.04.2026

Hauskauf um jeden Preis

Tödliches Angebot
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Margo lebt mit ihrem Mann Ian in einer kleinen Wohnung, zu eng für sie beiden und erst recht für ein Baby. Dieses wünscht sich Margo sehnlichst, doch sie wird nicht schwanger und die biologische Uhr tickt. ...

Margo lebt mit ihrem Mann Ian in einer kleinen Wohnung, zu eng für sie beiden und erst recht für ein Baby. Dieses wünscht sich Margo sehnlichst, doch sie wird nicht schwanger und die biologische Uhr tickt. Ihre Kindheit verbrachte sie in ärmlichen Verhältnissen und dahin will sie nie wieder geraten. Für ein höheres Gehalt wechselte sie vom Journalismus in die Werbebranche. Sie hat einen Plan für ihr Leben, Ehemann, Haus, Kind und Hund. Viele Häuser haben sie sich in Washington D. C. bereits angesehen, doch immer wurden sie überboten. Nun erfahren sie von einem Haus das bald zum Verkauf steht, genau das, was sie immer wollte. Sie lauert die Besitzer auf, schmeichelt sich ein, versucht, einen Kauf ohne Makler zu vereinbaren. Als diese sich nicht darauf einlassen sucht sie nach Schwachstellen und findet ein Druckmittel, mit denen sie die Eigentümer erpressen lassen. Als auch das scheitert sieht sie nur noch eine Möglichkeit.
Margo ist eine gestörte Persönlichkeit, die andere manipuliert, belügt und ausnutzt. Ihr Traum vom perfekten Haus, ohne dem ein weiteres Leben nicht möglich ist, ist bei ihr manisch geworden. Der Roman ist gut lesbar geschrieben, ein Psychothriller ist es jedoch nicht. Spannung kommt keine auf, da selbst im Klappentext die Handlung bereits vorweggenommen wurde. Einzig die perfiden Methoden bringen etwas Würze in den langatmigen Roman.

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Veröffentlicht am 21.02.2025

Liebesgeschichten mit Irrungen und Wirrungen

Middletide – Was die Gezeiten verbergen
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Elijah Leith träumt von einer Karriere als Schriftsteller und verlässt den keinen kleinen Heimatort Point Orchards im Nordwesten der USA, seinen alkoholabhängigen Vater und seine Jugendliebe Nakita. Er ...

Elijah Leith träumt von einer Karriere als Schriftsteller und verlässt den keinen kleinen Heimatort Point Orchards im Nordwesten der USA, seinen alkoholabhängigen Vater und seine Jugendliebe Nakita. Er verspricht ihr, in 4 Jahren wieder an ihrem Treffpunkt zu erscheinen, es werden jedoch 15 Jahre bis er zurückkommt. Seitdem ist der Vater verstorben, Nikata hat geheiratet und trauert um ihren bei einem Jagdunfall verstorbenen Mann. Elijahs Buch Middletide hat sich kaum verkauft, der geschilderte Mord in seinem Buch ist völlig unrealistisch. Ohne Geld richtet er die Hütte im Wald, sein Elternhaus, wieder her, schafft sich Hühner an, pflanzt an, jagd Wild und fängt Fische in seinem See. Chitto, ein alter Freund seines Vaters holt ihn aus seiner Einöde heraus und verschafft ihn einen Job in seiner Werkstatt. Dort trifft er auf die junge Ärztin Elin Landry, deren kleine Tochter bei einem Autounfall verstarb. Sie kommen sich näher, auch wenn er immer nich an Nakita hängt.
Auch wenn hier eine Kriminalgeschichte geschildert wird ist es in erster Linie eine Liebesgeschichte mit Irrungen und Wirrungen. Das indigene Volk dem Nakita angehört wird leider nicht näher beschrieben, man erfährt nichts über deren Leben. Der Roman ist recht seicht, manchmal auch mit kitschigen Passagen versehen, die Charaktere sind nur gut oder nur böse, recht eindimensional und mit einer erschreckenden Naivität versehen. Leicht und locker zu lesen, aber nicht tiefgreifendes.

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Veröffentlicht am 14.12.2024

wunderschöne Aufmachung, verwirrender Inhalt

Leuchten am Meeresgrund
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Das Sachbuch über die Erforschung der Tiefsee ist ein Hingucker. Das Cover lädt zum Blättern ein und dort findet man viele Zeichnungen von Meerestieren, Zeitungsausschnitte aus der damaligen Zeit und Fotos ...

Das Sachbuch über die Erforschung der Tiefsee ist ein Hingucker. Das Cover lädt zum Blättern ein und dort findet man viele Zeichnungen von Meerestieren, Zeitungsausschnitte aus der damaligen Zeit und Fotos und man hofft, dass es auch für Lauen ein interessantes Buch sein könnte. Dies traf in meinem Fall nicht zu. Vom Inhalt war ich enttäuscht. Die Hauptperson William Beebe ist im Jahr 1934 mit der Bathysphäre, einer Kugel die mit einem Kabel mit der Welt über Wasser verbunden war, in die Tiefsee abgetaucht. Bis zu 900 m, für diese Zeit etwas ganz außergewöhnliches. Er teilte den Menschen über Wasser live mit, was er dort sah. Dieser Teil war auch für mich interessant, er erzählte direkt seine Erlebnisse und Gefühle. Diese Teile wurden immer wieder unterbrochen von neuen Personen, die irgendetwas mit dieser Forschung zu tun hatten, was jedoch nicht nachvollziehbar war. Der Autor springt von einem Thema zum nächsten und dies mit einem schwer zu lesendem Schreibstil. Um die vielen Protagonisten zu überblicken wäre ein Personenregister mit kleiner Biografie hilfreich gewesen. Fazit, kein Buch für mich, für Meeresbiologen bestimmt ein interessantes Werk.

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