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Veröffentlicht am 06.04.2025

Tiefer Einblick in eine verletzte, aber kämpferische Seele

Geprägt & Gezeichnet Durchs Leben
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Dieser Titel sagt tatsächlich in seiner Kürze im Grunde alles aus, was es zu dem Leben der Autorin Nadine Linow-Witt zu sagen gibt.

Sehr früh muß die Autorin den Tod der geliebten Eltern verkraften. Die ...

Dieser Titel sagt tatsächlich in seiner Kürze im Grunde alles aus, was es zu dem Leben der Autorin Nadine Linow-Witt zu sagen gibt.

Sehr früh muß die Autorin den Tod der geliebten Eltern verkraften. Die Folge sind Aufenthalte in diversen Heimen, in denen es ihr jedesmal sehr schwer auch nur ansatzweise ein Gefühl von Zuhause oder gar Heimat zu empfinden. In 10 Kapiteln lädt uns Nadine Linow-Witt dazu ein, einen sehr tiefen Einblick in ihr von Beginn an sehr schwieriges und trauriges Leben zu nehmen. Lassen wir uns jedoch darauf ein, lernen wir sie nicht nur besser kennen, sondern können auch für uns selber einiges lernen und mitnehmen, um auch unser Leben mal zu reflektieren und eventuell noch hier und da zu verbessern, oder auch einfach nur Dankbarkeit zu fühlen, weil es uns so viel besser bisher ergangen ist, als das Leben der Autorin.

Die gefühlsstarke und sehr emotionale Lektüre wird durch vereinzelte Privatfotos der Autorin und zahlreichen Zitaten und Sprüchen, die an Lebensweisheiten und Motivationsslogans erinnern, noch eindrucksvoll verstärkt.

Mich haben die knapp 150 Seiten im Leben von Nadine sehr bewegt und aufgewühlt, so daß ich schon sehr auf die Fortsetzung ihrer Memoiren gespannt bin. Ich werde sie in jedem Fall sehr gerne weiter auf ihrem Lebensweg begleiten, da ich für mich so viel aus der Lektüre mitnehmen kann.

Allen Leser/innen, die mal die andere Seite des Lebens kennenlernen möchten und nicht nur das grandiose Leben der Stars und Sternchen aus der Show- und Sportswelt nachverfolgen wollen, kann ich "Geprägt und Gezeichnet durchs Leben" von Nadine Linow-Witt nur unbedingt empfehlen. Eine ehrlichere und offenere Lebensgeschichte habt ihr voraussichtlich noch nicht gelesen.

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Veröffentlicht am 27.03.2025

Beklemmende, herausragende Fortsetzung der Forstau-Saga

Wintertöchter
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Oft ist es ja so, dass ein zweiter Teil weniger gut gelingt als sein Vorgänger, da die Messlatte bereits sehr hoch hängt. In diesem Fall jedoch hat mich Band 2 der "Wintertöchter - Die Kinder" noch mehr ...

Oft ist es ja so, dass ein zweiter Teil weniger gut gelingt als sein Vorgänger, da die Messlatte bereits sehr hoch hängt. In diesem Fall jedoch hat mich Band 2 der "Wintertöchter - Die Kinder" noch mehr mitreissen können als es Band 1 bereits geschafft hatte. Die Dramatrugie konnte Mignon Kleinbek noch einmal gewaltig steigern. Auch der Spannungsbogen ist sehr stark bis zum Ende des Bandes gesponnen und lässt uns Seite für Seite nur so verschlingen.

Anna Hohleitner verbleibt auf dem Julianenhof und geht ihrer Mutter Maria tagtäglich zur Hand, egal ob im Haushalt oder im Stall oder auf der Alm. Ein Besuch der Oberschule hat sich für sie erledigt. Ihr Stiefvater Roman erweist sich mehr und mehr als grausamer, cholerischer und gewalttätiger Mensch, der auch vor dem Leib und der Seele seiner Stieftochter nicht halt macht. Als Annas Mutter letzlich stirbt und Romans Gewalt und Zudringlichkeit immer mehr zunimmt, schmieden Anna und ihre "Tante" Barbara mit Hilfe ihrer jeweiligen Gabe einen Plan, ihn los zu werden. Wird es gelingen?

Der Titel des zweiten Bandes hat in mir positive und zuversichtliche Hoffnung für die Hauptprotagonistin Anna geweckt. Ohne zu viel vorwegzunehmen: Der Inhalt des Buches hinterlässt uns Leser/innen indes sehr nachdenklich, traurig und bedrückt. "Die Kinder" nehmen im zweiten Teil der Saga eine besondere Stellung ein, die bei Anna allerdings schwere Spuren hinterlässt. Vor Roman kann man nur Angst bekommen und fragt sich, wie lange eine junge Frau wie Anna es nur so lange aushalten konnte.

Der zweite Band der Forstau-Saga ist für alle Leser/innen, die den ersten Teil "Die Gabe" bereits gelesen haben, ein unbedingtes Muß. Für alle diejenigen, die eine fiktive Geschichte in einen realen Ort und in tatsächlicher Historie verpackt lieben, empfehle ich sehr erst Band 1 zu lesen und dann mit dem zweiten Teil gleich fortzufahren.
Ich bin schon sehr auf den letzten Teil "Die Frauen" gespannt.

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Veröffentlicht am 09.03.2025

Eine Erzählung, die niemanden kalt lässt, sondern berührt und bewegt.

Wintertöchter
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"Die Gabe" ist der Auftakt der Wintertöchter-Trilogie. Es ist eine Geschichte über drei sehr bemerkenswerte Frauen in den Bergen Österreichs, die sich in den ersten Kriegsjahren des zweiten Weltkrieges ...

"Die Gabe" ist der Auftakt der Wintertöchter-Trilogie. Es ist eine Geschichte über drei sehr bemerkenswerte Frauen in den Bergen Österreichs, die sich in den ersten Kriegsjahren des zweiten Weltkrieges lernen müssen sich durchzuschlagen und zu gegenüber der Männerwelt zu behaupten. Sie sind dabei weitestgehend auf sich allein gestellt. Barbara und Marie haben ein beinahe Geschwister ähnliches Verhältnis. Am späten Abend spürt Marie, daß ihr Kind früher als erwartet zur Welt kommen wird. Sie schickt ihren Mann Toni ins Tal, um die Hilfe der Hebamme Barbara zu erbeten. Doch Toni taucht in dieser Nacht nicht mehr mit Barabara bei Marie auf, so daß diese ihr Kind alleine zur Welt bringen muß. Barbara gelingt es am zweiten Tag nach der Geburt der kleinen Anna, das Leben von Frau und Kind zu retten. Binnen kürzester Zeit stellt sich heraus, daß Anna mit einer besonderen Gabe zur Welt gekommen ist, die sie mit Barabara teilt. Barbara versucht, so gut es eben geht, Anna bei der Handhabe ihrer Gabe zu unterstützen und sie zu unterweisen. Als Annas Mutter, Marie, dann den Wanderer und Schmuggler Roman kennen und lieben lernt, nimmt das Schicksal seinen Lauf.

Der Roman von Mignon Kleinbek packt seine Leser/innen von Seite 1 an und lässt sie auch bis zum Ende nicht mehr los. Ganz im Gegenteil. Während der Lektüre erleben wir eine Berg- und Talfahrt der Gefühle zwischen Erleichterung, Bewunderung, Angst, Schmerz, Freud und Leid, die uns tief mit in die Erzählung hineinziehen. Wir spüren die Härte des Alltags der drei Frauen, die ihnen die schwere Arbeit alleine auf ihren Höfen abverlangt. Die Wärme und Herzlichkeit der Drei untereinander verschafft uns dann wiederum immer mal wieder eine nötige Pause, um Luft zu holen und erfüllt uns mit Freude und Dankbarkeit.

Sehr gelungen ist auch der permanente Perspektivenwechsel zwischen dem Erzählstil aus Sicht der beschreibenden Autorin und aus Annas Betrachtung und Erzählung in der Ich-Form. Dadurch erlangen wir Leser/innen eine noch engere Beziehung zu Anna und können noch besser ihre wechselnden Gefühle und die schwierige Beziehung zu ihrer eigenen Gabe verstehen.

Dieser Roman - als Auftakt zu der Wintertöchter-Trilogie - ist eine wunderbare Kombination aus lebendiger österreichischer Kriegsjahre-Geschichte und der sehr schön darin eingebetteten fiktiven Erzählung über ein bemerkenswertes Frauenschicksal.

Allen Leser/innen, die es lieben, spannend erzählte Romane über Schicksale von Menschen zu lesen und dabei sich durchaus auch im Genre historischer Romane zu Hause fühlen, kann ich diesen Roman nur wärmstens empfehlen. Ich bin schon sehr gespannt, wie es im zweiten Band mit Anna, Marie und Barbara weitergehen wird.

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Veröffentlicht am 28.02.2025

Es lebe die Fantasie!

Impossible Creatures – Das Geheimnis der unglaublichen Wesen
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Mit "Impossible Creatures - Das Geheimnis der unglaublichen Wesen", den Auftakt der Archipel-Trilogie, betreten wir eine unglaublich fantasievolle schöne neue Welt. Christopher Forrester, ein Junge aus ...

Mit "Impossible Creatures - Das Geheimnis der unglaublichen Wesen", den Auftakt der Archipel-Trilogie, betreten wir eine unglaublich fantasievolle schöne neue Welt. Christopher Forrester, ein Junge aus London, gelangt in die Welt des Archipels. Dort trifft er auf das junge Mädchen, Malum Arvorian, genannt Mal, die mit Hilfe Ihres Mantels in der Lage ist zu fliegen. Im Zuge ihres gemeinsamen Weges stossen weitere Gefährten hinzu; ein Berserker namens Nachthand, eine Halbnereide, namens Irian und ein Ratatoska mit dem Namen Ratwin. Der Gruppe fällt auf, dass sich die Welt des Archipels bedrohlich verändert. Gemeinsam machen sie sich auf die Suche nach der Ursache und müssen dabei zahlreiche Abenteuer bestehen. Können Sie das Gleichgewicht des Archipels wiederherstellen und den Grund für die Gefährdung beseitigen?

Bereits der Anfang der fantasievollen Erzählung ist sehr spannend gestaltet. Die Autorin führt die beiden Kinder sehr gekonnt zueinander und gewährt uns so einen kurzen Einblick in beider Leben. Ab dem Zusammentreffen werden wir dann in eine unglaubliche Zauberwelt entführt, in der wir auf interessante Fabelwesen stossen, Bekanntschaft machen mit freundlichen und böswilligen Gestalten und fasziniert sind von der malerisch beschriebenen Landschaft der einzelnen Inseln des Archipels und des Ozeans.
Den Spannungsbogen kann die Autorin, Katherine Rundell, dabei durchgängig aufrecht erhalten, da sich Abenteuer an Abenteuer reiht und weder die kleine Gruppe noch wir Leser/innen zur Ruhe kommen. Ähnlich wie einige von uns es von Tolkiens "Herr der Ringe" in guter Erinnerung behalten haben, ist man auch hier fasziniert von den unterschiedlichsten Fantasieorten, in die wir im Laufe der Reise gelangen: Meere, Wälder, Höhlen und Ruinen und Städte lösen sich ständig ab, so dass niemals Langeweile aufkommen kann.
Sehr hilfreich bei der Lektüre ist eine Karte des Archipels im Buchdeckel und eine bebilderte Kurzbeschreibung der verschiedenen Fabelwesen, denen wir im Buch begegnen.
Ich kann dieses Buch allen Liebhabern und Freunden des Fantasiegenres, nicht nur den jungen Leser/innen, sondern auch den Erwachsenen, nur sehr empfehlen und freue mich jetzt schon auf den zweiten Teil Im Herbst 2025.

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Veröffentlicht am 21.02.2025

Gewalttätiger Rachefeldzug mit grausigem Hintergrund

Der Rachekeller - Tatort Boston
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Erneut erweist sich der Tatort Boston als äußerst gefährlich und abgründig.

Forrest Waterspoon ermittelt wieder in einer Mordserie. Der Autor nimmt uns dieses Mal gleich zu Beginn mit dem Detectiv hinunter ...

Erneut erweist sich der Tatort Boston als äußerst gefährlich und abgründig.

Forrest Waterspoon ermittelt wieder in einer Mordserie. Der Autor nimmt uns dieses Mal gleich zu Beginn mit dem Detectiv hinunter in den "Rachekeller". Hier macht Forrest eine mehr als grausige, abstoßende und ekelhafte Entdeckung. Denn außer wenigen Überlebenden findet er zahlreiche Leichen. Was ist hier geschehen? Und wer hat die Toten auf dem Gewissen?

Die Handlung wird dann in die Vergangenheit zurück verlegt. Wir erfahren von der Geburt der Stockwell Brüder und ihrer Besonderheit. Es wird sogleich klar, wo dieses Mal die besondere Schwierigkeit für die Ermittler zu finden sein wird. Wird es dem Detectiv gelingen den Mörder zu fassen und Menschenleben zu retten?

Roman Just spielt in "Der Rachekeller" nicht nur mit unserer Neugier und Fantasie, erzeugt nicht nur eine gewaltige Portion Spannung von Beginn des Thrillers an, sondern bringt uns an den Rand des Unvorstellbaren und Erträglichen. Sein Mörder spielt nicht nur mit der Polizei Katz und Maus, sondern führt auch uns Leser/innen permanent bis zum Ende des Buches immer wieder hinters Licht und lässt uns komplett im Dunkeln tapsen. Das Cover ist ähnlich gruselig und grausam gestaltet wie der Inhalt des Buches. Die Handlung des Thrillers übertrifft diesen Eindruck jedoch bei Weitem. Das Tempo des Thrillers ist wunderbar rasant, die Spannung geradezu unerträglich und der Nervenkitzel kaum auszuhalten.

Allen Leser/innen, die nicht zu empfindlich sind und Fiktion und Realität trennen können, kann ich diesen spannenden und brutalen Thriller wärmstens ans Herz liegen. Schlaflose Nächte sind Euch garantiert.

Freue mich auf eine Fortsetzung der Reihe.

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