Moloch Tübingen
WintersSchlafDer erste Teil der Reihe konnte mich noch nicht ganz überzeugen, den zweiten habe ich nicht gelesen und den dritten fand ich ganz unterhaltsam. Die Autorin schickt hier ihre Ermitterin Henry Winter ein ...
Der erste Teil der Reihe konnte mich noch nicht ganz überzeugen, den zweiten habe ich nicht gelesen und den dritten fand ich ganz unterhaltsam. Die Autorin schickt hier ihre Ermitterin Henry Winter ein weiteres Mal auf Verbrecherjagd durch Tübingen. Von den ursprünglichen Verbindungen nach Skandinavien ist in diesem Band nicht mehr ganz so viel übrig geblieben.
Winters Freund und früherer Kollege, Professor Christian Singer, ein charmanter Wiener, steckt in Schwierigkeiten. Versehentlich war er auf der Zugfahrt nach Wien in ein falsches Abteil getreten, in dem fatalerweise später eine Leiche gefunden wird. Singer ist der Verdächtige Nummer eins und wird umgehend verhaftet. Bereits nach kurzer Zeit treten Verbindungen nach Tübingen auf und Kommissarin Winter und ihre Kollegen ermitteln.
Regionalkrimis sind immer ganz unterhaltsam für diejenigen, die sich im beschriebenen Handlungsort auskennen. So ist es auch hier. Die Autorin geht sogar so weit, Personen beim Namen zu nennen, die in gleicher Profession in Tübingen tätigen sind, so wie im Krimi dargestellt. Wenn man als Leserin dann über eine Bekannte, die mit der genannten Person eng verwandt ist, quasi noch dichter in die Handlung gezogen wird, ist das wirklich "nett". Dieser Krimi lebt vom Lokalkolorit und von den Hauptfiguren, die witzig miteinander umgehen und alle ganz freundlich agieren. Vielleicht fehlt hier der eigentlich typische Querschießer, der vielen Krimis den nötigen Pfiff gibt. Der Plot ist gut durchdacht und bietet auch Überraschungen.
Insgesamt hat mich dieser dritte Teil gut unterhalten, auch wenn er stellenweise etwas sehr leicht daherkommt.