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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 11.07.2025

Die Spionin des Lügenkönigs

A Dance of Lies
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Vasalie war eine gefeierte Tänzerin und Favoritin des Königs von Westmiridran. Doch dann wird sie für einen Mord, den sie nicht begangen hat, ins Verlies geworfen.. zwei Jahre später holt der ...

Vasalie war eine gefeierte Tänzerin und Favoritin des Königs von Westmiridran. Doch dann wird sie für einen Mord, den sie nicht begangen hat, ins Verlies geworfen.. zwei Jahre später holt der König sie zurück und bietet ihr einen Deal an: ihre Freiheit gegen einen Job als Tänzerin bei der Zusammenkunft aller Herrscher, bei dem sie als Spionin für den König seine Feinde belauschen soll. Um ihr Leben zu retten, willigt sie ein, doch der Job bringt sie in große Gefahr und sie weiß nicht, wem sie trauen kann..

Vasalie ist eine ungewöhnliche Heldin, denn sie hat starke körperliche Einschränkungen durch die lange Kerkerhaft, sie kämpft mit Schmerzen und Schwäche und will sich trotzdem nicht unterkriegen lassen. Ich finde es gut, mal jemanden, der nicht schön und makellos ist, sondern einen Menschen mit Einschränkungen in den Mittelpunkt zu stellen.

Das Buch von Brittney Arena hat mich im Großen und Ganzen gut unterhalten. Der Schreibstil war angenehm flüssig und die Welt gut dargestellt. Auch Vasalies Geschichte war sehr schön beschrieben, ihre Gefühle nachvollziehbar und die zarte Liebesgeschichte passte gut dazu. Es gab Spannung und unerwartete Wendungen, das Finale hat mich wirklich überrascht, nur im Mittelteil hat sich die Geschichte ein wenig hingezogen, wenn die Tanzaufführungen und Bankette im Vordergrund standen. Trotzdem würde ich gern die Fortsetzung lesen und erfahren, wie es mit Vasalie weitergeht.

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Veröffentlicht am 23.02.2025

Mehr vom Mörderarchiv

Das Mörderarchiv: Der Tod, der am Dienstag kommt
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Nachdem Annie den Mord an ihrer Großtante Frances aufgeklärt hat und damit Erbin ihres Vermögens wurde, lebt sie nun im großen Herrenhaus der Gravesdowns. Von den Dorfbewohnern wird sie nicht gerade freundlich ...

Nachdem Annie den Mord an ihrer Großtante Frances aufgeklärt hat und damit Erbin ihres Vermögens wurde, lebt sie nun im großen Herrenhaus der Gravesdowns. Von den Dorfbewohnern wird sie nicht gerade freundlich aufgenommen, denn keiner weiss, was in Frances Mörderarchiv über jeden einzelnen von ihnen steht. Dann geschieht schon wieder ein Mord.. diesmal trifft es die Weissagerin Peony Lane und Annie gerät selbst in Verdacht..

Der zweite Teil des Mörderarchivs spielt kurze Zeit nach dem ersten Buch und es empfiehlt sich wirklich auch erst Teil 1 zu lesen. Ansonsten kann es verwirrend werden, da es durch die Tagebucheinträge von Frances viele Rückblicke gibt, die voraussetzen die vorherige Handlung zu kennen.

Das Buch hat mir wieder gut gefallen, besonders spannend fand ich die zwei Zeitebenen, denn der Mord an der Weissagerin scheint mit einem lange zurückliegenden Mordfall zusammenzuhängen. Durch die Tagebucheinträge konnte man verfolgen, wie Frances in der Vergangenheit ermittelt, während Annie in der Gegenwart ihre Unschuld beweisen muss.

Der Schreibstil ist eingängig und flüssig zu lesen, nur durch die Vielzahl der Personen wird es manchmal anstrengend, den Überblick zu behalten. Doch trotz kleiner Schwächen konnte mich auch dieser Band gut unterhalten und ich freue mich auf weitere Fälle mit dem Mörderarchiv und Annie.

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Veröffentlicht am 02.10.2024

Die Rettung der Weltenbibliothek

Mondia-Dilogie 1: Silent Secrets
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Remy bastelt am liebsten in ihrer Werkstatt an kaputten Geräten herum, doch eines Tages taucht dort ein junger Mann auf und stiehlt ihr ein mysteriöses Kästchen. Sim ist ein Weltenschreiber und ...

Remy bastelt am liebsten in ihrer Werkstatt an kaputten Geräten herum, doch eines Tages taucht dort ein junger Mann auf und stiehlt ihr ein mysteriöses Kästchen. Sim ist ein Weltenschreiber und davon überzeugt, dass Remy eine verborgene Gabe hat.. sie ist die letzte Ripari und damit imstande, die Weltenbibliothek zu öffnen, die sich vor kurzem verschlossen hat. Währenddessen treten auf der ganzen Welt Katastrophen und Notfälle auf, die von Tag zu Tag schlimmer werden. Remy muss gemeinsam mit Sim den Schlüssel für die Bibliothek finden, denn sonst scheint das Ende der Welt unausweichlich..

Die Geschichte um Remy und Sim hat mir gut gefallen, es war spannend und unterhaltsam geschrieben und die langsam aufkommende Romanze passend zur Handlung. Die Suche nach den einzelnen Gegenständen fand ich anfangs richtig gut, allerdings war es dann immer die gleiche Handlung - Remy und Sim finden den Gegenstand, die Novas kommen dazu und es wird gekämpft, Remy und Sim können abhauen und fertig.. Auch finde ich es ziemlich undurchsichtig, wer die Novas überhaupt sind und was ihre Ziele sind. Warum wollen sie die Weltenschreiber töten? Ich hoffe, dass der zweite Teil das noch richtig auflöst.
Auch die gefühlt auf jeder zweiten Seite eingestreuten französischen Redewendungen fand ich mit der Zeit ein wenig nervig.
Die Geschichte endet mit einem ziemlich gemeinen Cliffhanger, ich bin echt gespannt, wie es weitergeht.

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Veröffentlicht am 09.06.2023

Solider Auftakt mit viel fantastischer Spannung

Im Namen des Ordens 1
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Der hermetische Orden sorgt für Sicherheit und verhindert, dass die Menschen von der Existenz magischer Wesen in unserer Welt erfahren. Als mehrere Morde in London geschehen, die augenscheinlich von einem ...

Der hermetische Orden sorgt für Sicherheit und verhindert, dass die Menschen von der Existenz magischer Wesen in unserer Welt erfahren. Als mehrere Morde in London geschehen, die augenscheinlich von einem Paranormalen begangen wurden, soll der junge Vigilant Caleb die Verbrechen aufklären und findet auch bald einen Schuldigen: den jungen Werwolf Ben. An seiner Seite ist Sally, eine Waise und Dienstmädchen des Ordens, für die Reinigung des Tatortes und Beseitigung aller Spuren, die von Paranormalen stammen, zuständig. Sie glaubt nicht an Bens Schuld und versucht, den wahren Täter zu finden.
Gleichzeitig verschwindet ein weiteres Dienstmädchen und Sally findet heraus, dass jemand im Orden schwarze Magie ausübte...

Der erste Band der Reihe beginnt spannend und man fliegt förmlich durch die Kapitel, die jeweils aus einem anderen Blickwinkel erzählt werden. Neben Caleb und Sally geht es auch noch um Lady Kaitlin, die Bibliothekarin des Ordens. Sie hat viele Geheimnisse und wirkt ziemlich verdächtig, da sie schwarzer Magie nicht abgeneigt ist. Doch sie unterstützt auch Sally bei ihren Ermittlungen.
Sally ist mir sehr sympathisch, sie ist hilfsbereit und hat ein gutes Herz.
Caleb wirkt ziemlich arrogant, aber er rauft sich mit Sally zusammen und ich finde, sie geben ein schönes Paar ab.

Bis zum Finale, das mit einem kleinen Cliffhanger endet, wurde ich gut unterhalten und freue mich auf weitere Bücher der Reihe.

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Veröffentlicht am 26.05.2023

Die Notwendigkeit der Gewalt

Babel
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Robin Swift wird in Kanton von einem englischen Professor vor dem Tod gerettet und nach Oxford gebracht, um dort dem britischen Empire in einem Turm namens Babel zu dienen. Mit Hilfe von Silberbarren, ...

Robin Swift wird in Kanton von einem englischen Professor vor dem Tod gerettet und nach Oxford gebracht, um dort dem britischen Empire in einem Turm namens Babel zu dienen. Mit Hilfe von Silberbarren, in die Wortpaare aus verschiedenen Sprachen eingeritzt wurden, kann Magie gewirkt werden. Robin und seine Kommilitonen, die auch exotische Sprachen beherrschen, fühlen sich erst als Auserwählte und können ihr Glück kaum fassen. Doch mit der Zeit wird ihnen klar, dass sie ausgenutzt werden und eigentlich nur Sklaven der Briten sind, die ihre Heimatländer unterdrücken und ausbeuten.

Ich habe aufgrund des Klappentextes und der Werbung für das Buch eine typische Fantasygeschichte erwartet.. Waisenjunge wird von Professor unter die Fittiche genommen, auf eine Schule geschickt, wo er Magie erlernen soll, findet dort Freunde usw.

Bekommen habe ich etwas vollkommen anderes.. eine Mischung aus historischem Roman, Gesellschaftsstudie, Sachbuch zur Linguistik und ein klein wenig Fantasy. Mir hat es trotzdem oder vielleicht gerade deswegen gefallen, aber ich kann verstehen, dass viele Leser etwas anderes erwartet und deshalb enttäuscht sind. Ganz wichtig finde ich den Teil des Titels, der im Original "Babel or the Necessity of Violence" heißt, der im deutschen Titel einfach weggelassen wurde.. damit ist von vornherein klar, wohin sich die Geschichte entwickelt: ob und wann ist Gewalt notwendig, um seine Ziele zu erreichen. Sowohl das britische Reich als auch der Hermes-Orden stehen vor dieser Frage und man merkt, dass die Antwort nicht so einfach zu finden ist.

Bsonders gefallen hat mir auch die Darstellung des zur damaligen Zeit üblichen Rassismus und der Einstellung zur Sklaverei, durch die alltäglichen Erlebnisse der ausländischen Studenten in England wird es dem Leser vor Augen geführt, wie diese verachtet und als niedere Wesen geduldet werden, weil sie nützlich sind, aber dass sie nie dazugehören werden.

Das Buch ist keine leichtverdauliche Kost, man muss sich Zeit dafür nehmen und wird dann mit einer spannenden Geschichte, einem tollen Schreibstil und vielen Informationen über Linguistik belohnt.

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