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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 16.05.2025

harmonisch und sanft

Wenn du mich nicht vergisst
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„Manchmal begegnet man der richtigen Person – nur zum falschen Zeitpunkt.“
Diese Erfahrung prägt das Herzstück dieses Romans, der trotz vorhersehbarer Wendungen alles andere als langweilig ist.

Auch wenn ...

„Manchmal begegnet man der richtigen Person – nur zum falschen Zeitpunkt.“
Diese Erfahrung prägt das Herzstück dieses Romans, der trotz vorhersehbarer Wendungen alles andere als langweilig ist.

Auch wenn man beim Lesen eine Ahnung davon bekommt, wie sich die Geschichte entwickeln könnte, liegt der Reiz gerade darin, die Charaktere auf diesem Weg zu begleiten – mit all ihren Emotionen, Zweifeln und kleinen Hoffnungsmomenten. Es ist keine überdramatisierte Lovestory, sondern eine feinfühlige Erzählung, die zeigt: Die intensivsten Verbindungen entstehen oft nicht aus dem Nichts, sondern wachsen aus dem Alltäglichen heraus.

Was besonders positiv auffällt, ist die natürliche Entwicklung der Handlung. Nichts wirkt aufgesetzt oder „zu gewollt“ – im Gegenteil: Die Konflikte und Begegnungen fühlen sich lebensnah an, wie Situationen, die man selbst so oder so ähnlich erlebt haben könnte. Gerade dadurch entsteht eine emotionale Nähe zu den Figuren, die einen durch das ganze Buch trägt.

Der Schreibstil ist dabei angenehm leicht, fast schon fließend – man fliegt durch die Seiten, ohne dass die Geschichte je oberflächlich wirkt. Diese stilistische Klarheit ist bereits im ersten Teil aufgefallen und setzt sich hier fort.
Ein feinfühliger, realitätsnaher Roman über Timing, zweite Chancen und das stille Wachsen von Nähe. Wer Geschichten liebt, die sich nicht über große Dramen, sondern über leise Wahrheiten entfalten, wird hier auf seine Kosten kommen.

Für manche Leser könnte die Geschichte vielleicht etwas zu sanft und harmonisch wirken – wer große Dramen und unerwartete Wendungen sucht, wird hier eher leise Zwischentöne finden.

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Veröffentlicht am 23.04.2025

Viel Gefühl für eine Second Chance

Nur ein Augenblick voll Glück (Liebesroman)
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In diesem Buch geht es um Nina und Leon – ein Paar, das nach einem schweren Autounfall einen Weg zurück zueinander finden muss. Nina hat durch den Unfall ihr Gedächtnis der letzten Jahre verloren. Sie ...

In diesem Buch geht es um Nina und Leon – ein Paar, das nach einem schweren Autounfall einen Weg zurück zueinander finden muss. Nina hat durch den Unfall ihr Gedächtnis der letzten Jahre verloren. Sie erinnert sich nicht mehr an sich selbst, nicht an ihr Leben – und auch nicht an Leon, ihren Mann, der ihr auf einmal vollkommen fremd ist.

Und trotzdem ist er da. Geduldig, liebevoll, fast unerschütterlich. Er nimmt sie mit auf Ausflüge, erzählt ihr von früher, von Momenten, die sie eigentlich gemeinsam erlebt haben – in der Hoffnung, dass ihre Gefühle zurückkehren. Doch nach und nach kommen Erinnerungsfetzen zurück, und nicht alle passen zu dem perfekten Bild, das Leon ihr zeigt. Es wird kompliziert – und als wäre das alles nicht genug, bringt das Leben noch eine weitere Wendung mit sich.

Der Schreibstil ist angenehm leicht, sodass man richtig gut in die Geschichte eintauchen kann. Man liest einfach weiter, ohne es zu merken – und plötzlich ist man mittendrin im Gefühlschaos von Nina und Leon. Die Emotionen wirken ehrlich, manchmal schmerzhaft nah, und es gelingt der Autorin, eine Geschichte über zweite Chancen zu erzählen, ohne kitschig zu werden.

Eine feinfühlige, echte Liebesgeschichte, die zeigt, dass man sich auch ein zweites Mal ineinander verlieben kann – vielleicht sogar noch ein bisschen mehr als beim ersten Mal.

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Veröffentlicht am 23.03.2025

Die Frage nach dem großen Warum

Mord im Land der Windriesen
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Das Buch hat mich auf jeden Fall in die rheinhessische Landschaft entführt. Die Geschichte um die Morde an den Windrädern hat eine spannende Mischung aus regionalem Flair und Kriminalspannung geboten, ...

Das Buch hat mich auf jeden Fall in die rheinhessische Landschaft entführt. Die Geschichte um die Morde an den Windrädern hat eine spannende Mischung aus regionalem Flair und Kriminalspannung geboten, die ich echt genossen habe. Besonders gefallen hat mir, wie die Autorin die Umgebung von Rheinhessen so lebendig in die Handlung eingebaut hat – das hat dem ganzen Krimi eine besondere Atmosphäre gegeben.

Die Hauptkommissarin Chris Wiesbacher und ihr Team haben gut zusammengearbeitet, auch wenn ich mir bei den Charakteren noch ein bisschen mehr Tiefe gewünscht hätte. Einige Wendungen waren für mich schon vorhersehbar, was die Spannung manchmal ein bisschen ausgebremst hat. Aber insgesamt war die Geschichte trotzdem fesselnd und ich fand es spannend, wie die Autorin auch gesellschaftliche Themen eingearbeitet hat.

Der Fall und die Ermittlungen haben genug zu bieten, um mich bei der Stange zu halten, auch wenn es hier und da noch Raum für mehr Tiefe gäbe. Trotzdem ist der Krimi auf jeden Fall eine Empfehlung – besonders für Fans von Krimis mit einem starken regionalen Touch!

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Veröffentlicht am 24.02.2025

Ein schöner Beginn für eine spannende Reihe

WiccaCreed | Zeichen & Omen
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Ich liebe es, in magische Welten einzutauchen, und Marah Woolf hat mich mit ihrem atmosphärischen Schreibstil direkt in die Welt der Wicca gezogen. Die Geschichte hat spannend begonnen, aber zwischendurch ...

Ich liebe es, in magische Welten einzutauchen, und Marah Woolf hat mich mit ihrem atmosphärischen Schreibstil direkt in die Welt der Wicca gezogen. Die Geschichte hat spannend begonnen, aber zwischendurch gab es Passagen, die sich für mich etwas gezogen haben. Die Magie und die düstere Stimmung fand ich trotzdem super umgesetzt.

Valea als Hauptfigur hat mich zwiegespalten. Sie ist stark und entschlossen, aber irgendwie blieb sie für mich stellenweise blass. Ich hätte mir mehr Emotionen und tiefere Einblicke in ihre Gedanken gewünscht, damit ich wirklich mit ihr mitfühlen kann. Nikolai hingegen hat mich direkt gepackt – geheimnisvoll, vielschichtig und mit einer spannenden Dynamik zu Valea. Er hatte für mich definitiv mehr Tiefe als sie. Und dann ist da noch Lupa, die mich mit ihrer Art richtig neugierig gemacht hat. Ihre Rolle in der Geschichte fand ich total spannend, und ich hoffe, sie bekommt noch mehr Raum.

Auch einige Nebenfiguren hatten interessante Ansätze, aber nicht alle waren für mich greifbar genug. Ich hätte mir gewünscht, dass manche Charaktere noch mehr Zeit bekommen, um sich zu entfalten. Gerade bei einem Buch, das sich mit einer so faszinierenden Welt und ihren Traditionen beschäftigt, fände ich es schön, wenn die Figuren noch stärker herausgearbeitet würden.

Trotzdem: Die Charaktere haben definitiv Potenzial, und ich bin gespannt, wie sie sich in den nächsten Bänden weiterentwickeln.

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Veröffentlicht am 12.02.2025

Dorfleben trifft auf Jehnseits

Was man von hier aus sehen kann
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Hierbei handelt es sich um eine poetische, warmherzige und zugleich melancholische Geschichte, die sich um das Leben in einem kleinen Dorf im Westerwald dreht. Im Mittelpunkt stehen die eigenwilligen, ...

Hierbei handelt es sich um eine poetische, warmherzige und zugleich melancholische Geschichte, die sich um das Leben in einem kleinen Dorf im Westerwald dreht. Im Mittelpunkt stehen die eigenwilligen, teils skurrilen, aber stets liebenswerten Figuren, allen voran die Erzählerin Luise, ihre Großmutter Selma und das geheimnisvolle Okapi, das als Vorbote des Todes über dem Dorf schwebt.

Das Dorf, in dem die Handlung spielt, ist klein, doch seine Bewohner sind alles andere als gewöhnlich. Sie sind auf ihre eigene Art eigenbrötlerisch, verschroben und trotzdem zutiefst menschlich. Selma, die mit ihrem Okapi-Traum das Schicksal anderer vorhersagt, ist eine Figur voller Weisheit und Sanftmut. Luise wächst in diesem besonderen Umfeld auf und erlebt erste Liebe, Verluste und die Suche nach einem eigenen Platz im Leben. Auch die Nebenfiguren – vom Optiker, der seine Liebe zu Selma nicht in Worte fassen kann, bis hin zu Luises buddhistischem Freund Frederik – sind lebendig und detailreich gezeichnet.

Lekys Sprache ist leicht, humorvoll und zugleich tiefgründig. Sie schafft es, ernste Themen wie Tod, Verlust und die Unvorhersehbarkeit des Lebens mit einer Leichtigkeit zu erzählen, die nicht banal, sondern tröstlich wirkt. Ihr Stil erinnert oft an mündliche Erzählungen, fast märchenhaft, ohne jedoch kitschig zu sein. Besonders schön sind die stillen Momente, in denen Leky die kleinen Dinge des Lebens mit Bedeutung füllt.

Das Okapi ist ein faszinierendes Element des Romans. Es taucht nur in Selmas Träumen auf und kündigt den Tod eines Dorfbewohners an, doch wer es trifft, bleibt ungewiss. Diese surreale Komponente verleiht der Geschichte eine besondere Atmosphäre, irgendwo zwischen Realität und Magie. Das Okapi steht dabei nicht nur für den Tod, sondern auch für die Unberechenbarkeit des Lebens – für Dinge, die sich unserer Kontrolle entziehen.

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