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Veröffentlicht am 27.01.2018

Spannend bis zum Schluss

Das Lied der toten Mädchen (Jan-Römer-Krimi 3)
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In dem Kriminalroman: Das Lied der toten Mädchen lässt der Autor Linus Geschke zum dritten Mal die Journalisten Jan Römer und Stefanie Schneider ermitteln.

Im Herbst 1997 traf sie auf ihren Mörder, als ...

In dem Kriminalroman: Das Lied der toten Mädchen lässt der Autor Linus Geschke zum dritten Mal die Journalisten Jan Römer und Stefanie Schneider ermitteln.

Im Herbst 1997 traf sie auf ihren Mörder, als sie nachts alleine auf den Wilzenberg ging. Zurück ließ der Täter eine Spieluhr.Die beiden Journalisten Jan und Stefanie werden auf den Fall von damals aufmerksam und fangen an zu recherchieren. Was ist damals passiert? Sie befragen Personen, die Sonja kannten. Dabei erfahren sie, dass Sonja in einem geheimnisvollen Haus am Fuße des Berges gearbeitet hat. Dann wird erneut eine Frau getötet und bei ihr wird wieder eine Spieluhr gefunden.

Ich kenne die zwei vorherigen Bände leider nicht. Was aber nicht tragisch ist, denn auch ohne Vorkenntnisse kommt man mit dem Privatleben von Jan und Stefanie mit und der Fall hat mit den zwei anderen nichts gemeinsam.

Die Geschichte ist sehr spannend und völlig plausibel. Der Spannungsbogen hält die ganze Zeit an und man ist am Mitfiebern, wer steckt wohl hinter den Morden. Bis zum Schluss bin ich nicht auf die richtige Lösung gekommen. Die Auflösung ist glaubhaft.

Die Mischung aus den privaten Problemen von Jan, die Einstellungen zum Leben und zur Arbeit der beiden Journalisten haben mir sehr gefallen. Diese Äußerungen nehmen nicht viel Platz ein und die Spannung leidet nicht darunter.
Arslan- der Mann für´s Grobe und Jans bester Freund, kommt auch kurz vor. Mit seinen Äußerungen brachte er mich zum Schmunzeln.

Ebenfalls gefallen hat mir der Schreibstil des Autors. Die Protagonisten werden sehr gut beschrieben und auch die Landschaft. Man kann sich alles sehr genau vorstellen. Das Buch lässt sich sehr gut lesen, es kommen keine verschachtelte oder schwer verständliche Sätze vor.

Spannend fand ich außerdem , dass die Geschichte abwechselnd erzählt wird. Einmal 2017 und dann 1997. Letzteres ist in kursiver Schrift geschrieben. So erkennt man leicht in welchem Jahr man sich gerade befindet.

Als ich mit dem Lesen angefangen habe, dachte ich noch es geht um einen "normalen" Mordfall, aber während dem Lesen erfährt man, dass die Geschichte komplexer ist und ein Thema behandelt wird, dass ich so gar nicht erwartet habe . Diese Thema wurde von dem Autor sehr gut recherchiert und es werden echte Fälle erwähnt.Ich möchte dazu nicht mehr verraten, sonst nehme ich die Spannung vorweg.

Ich hatte sehr viel Spass beim Lesen, Konnte das Buch zeitweise nicht mehr aus der Hand legen und war mit der Auflösung sehr zufrieden

Veröffentlicht am 21.01.2018

Spannend und mit vielen Wendungen

Tod im Wald der Engel
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Bei "Tod im Wald der Engel" von Andrea Tillmanns handelt es sich um einen Niederrhein Krimi mit viel Lokalkolorit.


Die Künstlerin Anna Berg findet bei einem abendlichen Spaziergang auf der Ölganginsel, ...

Bei "Tod im Wald der Engel" von Andrea Tillmanns handelt es sich um einen Niederrhein Krimi mit viel Lokalkolorit.


Die Künstlerin Anna Berg findet bei einem abendlichen Spaziergang auf der Ölganginsel, die Leiche von Hartmut Lanski, Redakteur des Neusser Lokalkuriers. Dieser hatte kurz vorher auf Anna´s Vernissage für einen Eklat gesorgt.
Für die ermittelnde Kommissarin steht schnell fest, dass Anna die Täterin ist. Alle Unschuldsbeteuerungen von Anna finden wenig gehör. Und so fängt Anna selbst an zu ermitteln und findet schnell heraus, dass es Lanski auf der Jagd nach der nächsten Schlagzeile mit dem Berufsethos nicht so ernst genommen hat.


Das Cover sticht sofort in´s Auge. Der Titel und der Name der Autorin sind sehr gut lesbar. Das Hintergrundbild passt sehr gut zur Geschichte. Die Ölganginsel bei Abenddämmerung.


Der Schreibstil ist sehr gut. Die Geschichte liest sich sehr flüssig, die Sätze sind sehr gut formuliert und leicht verständlich.
Durch die vielen Wendungen fängt die Spannung schon auf den ersten Seiten an und endet mit dem Ende der Geschichte. Dieses ist sehr überraschend und unvorhersehbar.


Die Geschichte ist sehr nachvollziehbar. Die Autorin beschreibt alles sehr gut. Die Landschaft, besonders die Ölganginsel kann man sich sehr gut vorstellen, die Charaktere sind sehr gut beschrieben und plausibel.


Die Episoden mit der Katze haben mir sehr gut gefallen.


Herr Lanski, der Journalist. Seine Machenschaften kommen heutzutage leider viel zu oft vor. Was tut man nicht alles um sich einen Namen zu machen und auf dem Titelblatt einer Zeitung seinen Bericht zu lesen.


Ebenso gefiel mir, dass die Geschichte chronologisch erzählt wird und dass nicht allzu viele Personen darin vorkommen.
Dies macht das Lesen und Verstehen der Geschichte sehr einfach.


Anna, die Hauptprotagonistin ermittelt auf eigene Faust, befragt die für sie verdächtigen Personen auf eine Art und Weise die mir sehr gefallen hat. Am Anfang geht sie etwas naiv zu den Verdächtigen und während den Gesprächen, kommt sie auf sehr einfallsreiche Gedanken, wie sie die für sie wichtigen Information aus ihren Gesprächspartnern locken kann.


Die Geschichte hat mir sehr gut gefallen, Ich konnte das Buch kaum aus der Hand legen und empfehle es weiter.

Veröffentlicht am 15.01.2018

Marlies auf Spurensuche

Die Frau des Kommissars
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Der Krimi "Die Frau des Kommissars" von Mart Schreiber umfasst 259 Seiten und wurde im Dezember 2017 als Taschenbuch veröffentlicht.


Marlies und ihr Mann Joe verbringen ein paar Tage in einem Hotel ...

Der Krimi "Die Frau des Kommissars" von Mart Schreiber umfasst 259 Seiten und wurde im Dezember 2017 als Taschenbuch veröffentlicht.


Marlies und ihr Mann Joe verbringen ein paar Tage in einem Hotel in Tauplitz, einem Schigebiet in Österreich. Als Marlies ein verschwommenes Bild, einer abseits der Piste abgestürzten Frau, in der Zeitung entdeckt, glaubt sie dass es die Deutsche ist, die beim Essen im Hotel neben ihnen gesessen ist. Dann erfährt sie von einem Hotelangestellten, dass der Begleiter der Frau Hals über Kopf abgereist ist. Sie überredet ihren Mann, zu der Absturzstelle zu fahren. Dort findet sie die Handtasche und das Smartphone der Deutschen.
Marlies beginnt zu ermitteln und hat schnell mehrere Personen in Verdacht. War es der verheiratete Begleiter der Toten, die ungarische Kellnerin oder waren es sogar zwei Täter?




Der Schreibstil, der Satzbau, die Beschreibungen der Landschaft und Personen sind sehr gut.
Man kommt sofort in die Geschichte hinein. Sehr gut hat mir gefallen, dass nicht allzu viele Personen mitmachen. Die Namen kann man sich leicht merken und die Charaktere sind sehr gut ausgearbeitet und realistisch.


Der Spannungsbogen wird langsam aufgebaut. Bis zum Schluss weiß man nicht wer der oder die Täter sind. Alle Beteiligten könnten etwas mit dem Tod der Frau zu tun haben.


Marlies und Joe. Marlies ist fast Besessen davon, den Fall zu lösen. Sie macht sich sehr häufig alleine auf den Weg Hinweise oder Spuren zu finden. Später "muss" sie ihre Ermittlungsergebnisse dann ihrem Mann beichten. Dies macht sie auf sehr quirlige und lustige Art und Weise.
Joe hingegen findet die Art und Weise, wie seine Frau ermittelt nicht so gut. Sie verplappert sich häufig, rät eventuellen Tätern Spuren zu beseitigen und gibt sich als Kommissarin aus.
Gerade diese "Streitgespräche" lockern den Fall sehr auf und ich musste mehrmals über die Zwei lachen.


Die Geschichte hat mir sehr gut gefallen. Sehr gut zu lesen, interessant und unvorhersehbar.


Ich empfehle dieses Buch auf jeden Fall weiter.

Veröffentlicht am 13.01.2018

Spannend bis zum Schluss

Woman in Cabin 10
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Bei "Woman in Cabin 10" von Ruth Ware handelt es sich um einen Thriller, der mich sehr gefesselt hat.

Lo Blacklock´s Traum geht in Erfüllung. Sie darf an der Jungfernfahrt eines Luxuskreuzfahrtschiffs ...

Bei "Woman in Cabin 10" von Ruth Ware handelt es sich um einen Thriller, der mich sehr gefesselt hat.

Lo Blacklock´s Traum geht in Erfüllung. Sie darf an der Jungfernfahrt eines Luxuskreuzfahrtschiffs teilnehmen. Doch schon in der ersten Nacht geschieht etwas merkwürdiges. Aus der Nachbarkabine hört sie einen Schrei und wie etwas in das Wasser geworfen wird. Als der von ihr alarmierte Sicherheitsoffizier nachsieht, ist die Kabine leer, kein Gepäck, kein Anzeichen dafür, dass in dieser Kabine jemand wohnt.

Um dieses Buch wurde so viel Wirbel gemacht (Buchbesprechungen, Freunde haben es mir empfohlen, im Radio wurde es besprochen), dass ich es mir kaufen "musste" und ich wurde nicht enttäuscht.

Dieses Buch hat mich von der ersten Seite an gefesselt. Der Spannungsbogen ist sehr gut und man fiebert mi Lo richtig mit. Die Sätze sind sehr gut formuliert, man kommt sehr gut in die Geschichte hinein und merkt gar nicht wie die Zeit beim Lesen vergeht. Ich konnte das Buch kaum aus der Hand legen.

Sehr gut gefiel mir, dass Lo jeden auf dem Schiff verdächtigt hat, etwas mit dem Verschwinden zu tun zu haben. Dadurch konnte ich sehr gut mit raten, Personen ausschließen und doch war das Ende sehr überraschend.

Eine sehr gute Geschichte, die Gänsehaut verursacht, wenn man bedenkt, dass die Menschen auf dem Schiff "gefangen" sind, evtl. ein Mörder unter ihnen ist , man niemandem trauen kann und nicht von Bord kommt.

Die Charaktere sind sehr gut ausgearbeitet. Die Personen wurden sehr gut beschrieben, sodass man sie sich sehr gut vorstellen konnte.

Die Wendungen am Ende des Buches, machten es noch einmal sehr spannend.

Fazit: Ein sehr spannender Thriller mit vielen Wendungen, Nervenkitzel pur. Ich empfehle dieses Buch auf jeden Fall weiter.

Veröffentlicht am 17.12.2017

Ein sehr interessanter Fall

Verborgen
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"Verborgen" von Dieter Aurass ist 2017 im Hein Verlag erschienen.


Eine ehemalige Hausangestellte, ein Psychotherapeut und ein Dieb haben den gleichen Plan. Alle drei brechen unabhängig von einander ...

"Verborgen" von Dieter Aurass ist 2017 im Hein Verlag erschienen.


Eine ehemalige Hausangestellte, ein Psychotherapeut und ein Dieb haben den gleichen Plan. Alle drei brechen unabhängig von einander in die Villa von Herrn Helmholtz ein. Als Jeder von ihnen merkt, dass er nicht alleine in der Villa ist und als sie herausfinden, dass sie alle etwas ganz bestimmtes suchen, raufen sie sich zusammen und beginnen die gemeinsame Suche.
Während dieser Suche erzählen sich die drei, was sie suchen und wie übel ihnen Herr Helmholtz mitgespielt hat.
In dieser Zeit erfahren sie immer mehr über den Villabesitzer, kommen einem Geheimnis auf die Spur- und geraten dadurch in Lebensgefahr.


Der Aufbau und der Spannungsbogen sind sehr gut gelungen. Stück für Stück erfährt der Leser, die Gründe für den Einbruch.
Sehr spannend wird es, als die drei in der Villa etwas finden, womit Herr Helmholtz so gar nicht gerechnet hat.
Der Schreibstil ist sehr flüssig, die Geschichte läßt sich sehr gut lesen und man möchte immer wissen, wie geht es weiter. Es passiert immer irgendetwas , es wird nie langweilig.


Die Charaktere könnten nicht unterschiedlicher sein. Sie sind sehr gut ausgearbeitet, sehr realistisch, mit Macken und Fehlern.
Interessant fand ich, wie die drei sich während den zwei Nächten kennenlernen, zusammenarbeiten und sich gegenseitig ihr Herz ausschütten.


Dieter Aurass hat in meinen Augen eine Geschichte geschrieben, die ich eher als Krimi oder Gaunerkomödie , statt als Thriller einstufen würde.
Die verschiedenen Wege, wie die drei in die Villa kommen, das Verhalten in der Villa, fand ich zum Teil zum Schmunzeln. Würde gegen Ende des Buches nicht ein sehr ernstes Thema aufgegriffen, hätte ich das Buch eher als Gaunerkomödie eingeordnet.


Die Kapitel sind mit tollen Überschriften versehen. So weiß man als Leser gleich mit welchem Erzählstrang es weiter geht.


Die Schriftgröße finde ich sehr gut gewählt. Etwas größer, so dass ich das Buch ohne Brille lesen konnte.


Bei " Verborge"handelt es sich um einen interessanten Fall, bei dem Verbrechen aufgedeckt werden, interessante Ermittlungen stattfinden und vor allem ohne Leichen und Blutvergießen. Ein Krimi, besonders für Leser, die einen unblutigen Krimi, der ohne Leichen auskommt und trotzdem spannend ist lesen möchten.